Handspezialist aus Halle zum außerplanmäßigen Professor ernannt

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Privatdozent Dr. Frank Siemers, Spezialist für Plastische und Handchirurgie am BG Klinikum Bergmannstrost Halle, wurde jüngst von der Universität zu Lübeck zum außerplanmäßigen Professor für Plastische Chirurgie ernannt. Siemers ist seit 2012 Direktor der Klinik für Plastische- und Handchirurgie im Bergmannstrost. Zuvor war er mehr als zehn Jahre am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein in Lübeck tätig, wo er sich 2011 habilitierte und die Lehrberechtigung für das Fach Plastische Chirurgie erhielt. „Ich freue mich über den Titel, er ist eine Anerkennung für meine wissenschaftliche Arbeit und meine Lehrtätigkeit in den letzten Jahren“, so Prof. Siemers, der Studierende sowohl in Lübeck, als auch an der Medizinischen Fakultät in Halle unter anderem im Fach Handchirurgie unterrichtet. Themen seiner wissenschaftlichen Arbeit sind unter anderem die Dokumentation und Behandlung von Wunden sowie die Nervenchirurgie, zu denen er in den vergangenen Jahren zahlreiche Publikationen vorgelegt hat.

Als Chefarzt am Unfallkrankenhaus Bergmannstrost liegen die Schwerpunkte seiner klinischen Tätigkeit auf der Versorgung und Rehabilitation komplexer Handverletzungen sowie auf der rekonstruktiven Chirurgie zur Wiederherstellung von Körperoberflächen, die durch Unfälle, Verbrennung oder schwere Krankheiten zerstört sind. Siemers ist zudem Leiter des Brandverletztenzentrums im Bergmannstrost und auf die Behandlung von Brandverletzten spezialisiert.

Frank Siemers hat 1991 sein Medizinstudium in Hannover abgeschlossenen und anschließend zunächst eine klassische chirurgische Ausbildung in Celle, Hannover und Essen absolviert. Mit seinem Wechsel 1998 an die Medizinische Hochschule Hannover spezialisierte Siemers sich in den Bereichen Plastische Chirurgie, Handchirurgie und der Verbrennungsmedizin. Ein Jahr später ging er an das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein nach Lübeck, wo er 2004 die Prüfung zum Facharzt für Plastische Chirurgie ablegte. 2007 folgten die Zusatzqualifikation für Handchirurgie sowie 2008 die für „spezielle plastisch-chirurgische Intensivmedizin“, bevor er 2011 habilitierte und 2012 nach Halle kam.

Die Klinik für Plastische- und Handchirurgie mit dem Brandverletztenzentrum ist eine von insgesamt zehn Fachkliniken am Berufsgenossenschaftlichen (BG) Klinikum
Bergmannstrost. Der Bereich der plastisch-rekonstruktiven Chirurgie widmet sich der Behandlung von Form- und Funktionsstörungen als Folge von Brandverletzungen, Unfällen, Tumoren, Alterung oder angeborener Fehlbildungen. Die Handchirurgie versorgt akute Verletzungen der Hand aller Schweregrade einschließlich der Replantation und Infektion. Darüber hinaus ist das Brandverletztenzentrum mit seinen acht jeweils separat klimatisierten Intensivbetten das größte Versorgungszentrum für Schwerbrandverletzte in Mitteldeutschland.

Das BG Klinikum Bergmannstrost gehört zu den modernsten Traumazentren in Deutschland und ist eine Spezialklinik insbesondere für Unfall-, Schwerstbrand- und Wirbelsäulenverletzte. Im Vordergrund steht die enge Verzahnung der Akutmedizin mit einer frühestmöglichen Rehabilitation, um den Patienten eine Wiedereingliederung in das Arbeits- und Lebensumfeld zu ermöglichen.

(Foto: Bergmannstrost)

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