IHK Halle-Dessau fordert Senkung der Strompreise

ihk neubau

Die Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau (IHK) setzt sich nachdrücklich dafür ein, dass Unternehmen und private Haushalte bei den Energiekosten entlastet werden. Dies ist ein Ergebnis der IHK-Vollversammlung am Mittwoch in Halle (Saale). Deren gewählte Mitglieder vertreten die Interessen von 57.000 Firmen im südlichen Sachsen-Anhalt. „Die Strompreise hier sind viel zu hoch, belasten Bürger und Wirtschaft und werden für immer mehr Betriebe zu einem gravierenden Standort- und Wettbewerbsnachteil“, erklärte IHK-Präsidentin Carola Schaar.

Gründe dafür seien die immer weiter steigende EEG-Umlage und die hohen Netzentgelte in Ostdeutschland, so Schaar. Der Netzausbau für Ökostrom werde nicht bundesweit, sondern durch die Regionen finanziert. „Damit werden wir hier in Sachsen-Anhalt für unsere Vorreiterrolle bei den erneuerbaren Energien bestraft.“ Wenn die Bundesregierung jetzt auf Druck der ostdeutschen Länder die Kosten für die Übertragungsnetze bundesweit umlegen will, sei dies ein erster richtiger Schritt – mehr nicht, so Schaar. „Weitere müssen dringend folgen. Darin sind wir uns übrigens unter anderem mit Landesumweltministerin Claudia Dalbert völlig einig.“

Zudem diskutierte die IHK-Vollversammlung kritisch weitere Belastungen des Wirtschaftsstandortes: Ob Fragen des Hochwasserschutzes, der Entwurf des neuen Abfallwirtschaftsplanes und dessen Konsequenzen für die langfristige Entsorgungssicherheit oder die `blaue Plakette´ für Dieselfahrzeuge – „verlässliche Rahmenbedingungen sehen anders aus“, kritisierte Schaar. Die IHK stehe deshalb in intensiven Gesprächen mit der Landesregierung. „Wir fordern die Voraussetzungen dafür ein, damit unser Land wirtschaftlich auf die Überholspur wechseln kann.“

image_pdfimage_print

Share This: