Lehrlinge haben das Sagen: Auszubildende übernehmen die Stationsleitung im Bergmannstrost

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Vom 23. Januar bis zum 17. Februar übernehmen die Gesundheits- und Krankenpflegeschüler des dritten Ausbildungsjahres aus dem BG Klinikum Bergmannstrost die pflegerische Leitung der Station Neurologie 1. Vier Wochen lang koordinieren und organisieren insgesamt 18 Auszubildende selbstständig den gesamten Stationsablauf. „Von der Übernahme sämtlicher Pflegeaufgaben, über die Dokumentation und Betreuung bis zur Erstellung der Dienstpläne im Drei-Schicht-System reichen dabei die Aufgaben“, erklärt Pflegedirektor Henry Rafler. Erfahrenes Pflegepersonal begleitete das Projekt im Hintergrund und steht den Auszubildenden jederzeit unterstützend zur Seite. Die „Motivstation“ findet seit 2006 jährlich am Bergmannstrost auf verschiedenen Stationen erfolgreich statt.

„Dabei hat jede „Motivstation“ ihre Besonderheiten, die durch die Ideen unserer jüngsten Mitarbeiter geprägt werden“, hebt Rafler hervor. So haben sich auch in diesem Jahr die Auszubildenden viel vorgenommen Mit ihrem Schwerpunkt ,,Mobilitätsüberwachung der Patienten in der Nacht – Der Weg zu gesundem und erholsamen Schlaf“ möchten sie den Zusammenhang zwischen erholsamen Schlaf und der Gesundung der Patienten nachgehen. Zusätzlich hospitieren sie auf der überregionalen Schlaganfall-Akut-Station, der sogenannten Stroke Unit im Bergmannstrost.

„Indem unsere Auszubildenden selber die Verantwortung übernehmen, lernen sie zum einen die Stationsabläufe intensiver kennen und haben darüber hinaus eine praxisorientierte Prüfungsvorbereitung für ihr Examen im Sommer. Wir haben es geschafft, das Schülerprojekt über alle Fachgebiete als feste Institution für unsere Auszubildenden in der Gesundheits- und Krankenpflege zu etablieren. Die Tatsache, dass sich mittlerweile die Stationen bei den angehenden Gesundheits- und Krankenpflegern für das Projekt bewerben, unterstreicht dessen Akzeptanz im Haus“, so Rafler.

Mit seinen 574 Betten gehört das Bergmannstrost zu den modernsten Traumazentren in Deutschland. Als Spezialklinik insbesondere für Unfall-, Schwerstbrand- und Wirbelsäulenverletzte sowie mit ihrem Querschnittzentrum, dem Neurozentrum und Zentrum für Septische Chirurgie behandelt es Patienten auf höchstem medizinischem Niveau. Darüber hinaus stehen die berufliche Rehabilitation und die Wiedereingliederung der Patienten in das Arbeits- und Lebensumfeld im Vordergrund, getreu dem Motto „Heilen und helfen mit allen geeigneten Mitteln.“ Rund 1300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind hier beschäftigt.

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