A143: Weiterbau noch in diesem Jahr

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53 Antworten

  1. 10010110 sagt:

    „Vom Ergebnis profitierten die Bürgerinnen und Bürger der Region, die dringend auf die neue Autobahnverbindung warteten. ‚Das Urteil ist aber vor allem auch ein wichtiges Signal für die weitere wirtschaftliche Entwicklung im mitteldeutschen Raum, der künftig noch besser an das überregionale Straßennetz angebunden sein wird‘, fügte Webel hinzu.“

    Für solche dummen Aussagen sollte es Gefängsnisstrafe geben.

    In ein paar Jahren lehnt der sich schön zurück in seinem Eigenheim und mit dem zusätzlichen Verkehr – auch in der Stadt Halle – müssen sich dann die nachfolgenden Generationen rumplagen.

    Wird Zeit für den Klimanotstand in Sachsen-Anhalt, auch um solchen unprofessionellen Vollpfosten in der Politik Einhalt zu gebieten.

    • Seb Gorka sagt:

      Die Hypothese vom induzierten Verkehr mal als zutreffend vorausgesetzt: Woher kommt denn der zusätzliche Verkehr durch Halle? Also von den Randlagen zur Autobahn (auch wenn es dafür bisher kaum Anzeichen gibt, wohl aber für Durchquerung gerade wegen fehlender AB-Direktverbindungen) sind noch einigermaßen nachvollziehbar. Aber Durchquerung des Stadgebiets, um auf die Autobahn zu kommen? Hast du konkrete(!) Beispiele für zusätzlichen(!) Verkehr durch(!) das Reststück A143, der durch(!) Halle fließen soll?

      • 10010110 sagt:

        Ich wage mal eine Prognose, die auf ebenso vielen Variablen beruht, wie die Prognosen vom Wirtschafts- und Wohlstandswachstum wegen zusätzlicher Autobahnen in der heutigen Zeit:

        Die A 143 führt dazu, dass bestimmte Ziele schneller mit dem Auto erreicht werden können, weshalb Firmen und Behörden es als zumutbar betrachten genau die Strecken zu fahren, die durch die Autobahn ermöglicht werden, was dazu führt, dass Leute, die in und nahe Halle wohnen, zum Erreichen neuer Arbeitsplätze weiter weg, über diese Autobahn fahren werden, was mehr Durchgangs- bzw. Quell- und Zielverkehr in der Stadt zur Folge hat.

        Gleichermaßen hat übrigens die Nutzung der S-Bahn zwischen Halle und Leipzig zugenommen – mit allen negativen Begleiterscheinungen wie Überfüllung etc. – weil u. a. Studenten sich zunehmend dafür entscheiden, in Leipzig zu wohnen während sie in Halle studieren (oder andersrum, aber in geringerem Maß).

        Und gleichermaßen nimmt auch jedes Jahr der weltweite Massentourismus mit all seinen negativen Begleiterscheinungen zu. Weil weiter entfernte Ziele immer schneller und günstiger erreichbar sind, wird auch immer mehr Verkehr erzeugt, auf den man vorher möglicherweise einfach verzichtet hat (ohne nennenswert an Lebensqualität einzubüßen).

        Wenn man wirklich weniger Verkehr in Halle haben will, kommt man um Verbote nicht herum. Allein mehr Straßen machen eben nicht weniger Verkehr.

        • Seb Gorka sagt:

          Ich hatte nicht umsonst nach konkreten Beispielen gefragt. Du erwähnst „bestimmte“ Ziele, nennst aber keine. Du erwähnst „genau die Strecken“, nennst aber keine. „Weiter weg“ – wo und welcher Unterschied besteht zur jetzigen Situation? Und vor allem: wie führt das zu mehr Durchgangs(!)verkehr? Es hat eher den Anschein, als kannst du kein halbwegs plausibles Beispiel nennen.

          Wer als Student an der MLU nach Leipzig zieht, weil es eine S-Bahn-Verbindung gibt, studiert schonmal nicht BWL, Mathematik oder Geschichte. Die überfüllten S-Bahnen müssten ja deiner Hypothese zufolge inzwischen für umgekehrte Migration sorgen. Aber deine Statistik beruht sicher auf knallharten Fakten und nicht etwa auf Vermutungen oder Gefühlen.

          Die Auswirkungen der A143 auf den weltweiten Massentourismus sind sicher vielfältig und schwerwiegend. Aber bevor du noch weiter abdriftest, bleib doch bitte erstmal bei Halle und den angeblichen und tatsächlichen Auswirkungen auf den Durchgangsverkehr.

          • 10010110 sagt:

            OK, ich konstruiere dir mal konkrete Beispiele:

            Eine Firma, die einen Standort im Industriegebiet Trotha hat, zieht in ein neu ausgewiesenes Gewerbegebiet direkt an der Autobahnabfahrt Salzmünde, weil die Verbindung in die weite Welt dort besser ist. Ein Mitarbeiter, der im Lutherviertel wohnt und bisher immer die Straßenbahn genommen hat, um zum Arbeitsplatz zu gelangen, wird jetzt auf ein Auto angewiesen sein und muss durch die Stadt, über die Hochstraße fahren, um dorthin zu gelangen.

            Anderes Beispiel: einem Arbeitslosen Familienvater aus Halle-Neustadt wird vom Arbeitsamt ein Arbeitsplatz in Weißenfels angeboten; weil die Autobahn es möglich macht, innerhalb von einer halben Stunde mit dem Auto dorthin zu gelangen, wird es von der Arbeitsagentur als zumutbar betrachtet diesen Weg täglich auf sich zu nehmen. Er muss diese Arbeit also annehmen oder mit Sanktionen rechnen. Ergo wird durch die Autobahn Verkehr – auch in der Stadt – erzeugt, der vorher nicht stattfand.

          • Philipp Schramm sagt:

            „Wer als Student an der MLU nach Leipzig zieht, weil es eine S-Bahn-Verbindung gibt, studiert schonmal nicht BWL, Mathematik oder Geschichte.“

            Absoluter Blödsinn. Wer an der MLU studiert und nach Leipzig zieht, macht das, weil die Mieten in Leipzig wesentlich geringer sind, als in Halle.

            Was Mieten angeht, ist Halle ein ziemlich teures Pflaster.
            Halle ist eine der teuersten Städte in Ostdeutschland. Zumindest was die Mieten angeht.

          • Seb Gorka sagt:

            Beispiel Trotha:
            Mal angenommen, ein Betrieb zieht einfach so komplett um, und mal angenommen, der Mitarbeiter ist bisher von der Endhaltestelle Trotha bis ins Industriegebiet gelaufen und weiter angenommen, die Buslinie nach Salzmünde ist unbekannt und der Mitarbeiter hatte bisher zwar ein Auto, ließ das aber stehen, weil der Arbeitsweg so herrlich angenehm war oder kauft sich jetzt einfach so ein Auto – dieser eine Mitarbeiter verursacht nun unbestritten mehr Durchgangsverkehr. Dafür ist aber das Indsutriegebiet Trotha von mengenmäßig deutlich mehr Verkehr entlastet. Nicht nur die anderen Mitarbeiter, sondern vor allem der Lieferverkehr Richtung Autobahn fällt dort weg. Frag mal in Trotha, Morl und Grube Ferdinande, was man dort vom Lkw-Verkehr hält und wie man zur A143 steht.

            Beispiel Arbeitsloser:
            Mal abgesehen davon, dass der bisher arbeitslose Familienvater leichterdings nach Weißenfels umziehen kann (aus Trotha sollen schon ganze Betriebe nach Salzmünde gezogen sein, nur um ein paar Meter Weg zu sparen!) und auch abgesehen davon, dass der volkswirtschaftliche Nutzen eines arbeitenden Familienvaters weitaus höher ist, als der eines arbeitslosen Familienvaters, wird der Familienvater aus Neustadt wohl tatsächlich die Autobahn nutzen, um nach Weißenfels zu kommen. Wenn er aber dazu vorher durch(!) Halle fährt (=Durchgangsverkehr), dann arbeitet er hoffentlich nicht als Fahrlehrer, Navigator oder Ökonom. Er kann nämlich auch jetzt schon mit der bisherigen Infrastruktur eine Fahrt durch Halle vermeiden, indem er die Umgehungsmöglichkeiten (daher der Name) nutzt.

            Wie du siehst, ist es nicht einfach, plausible oder auch nur logische Beispiel für deine Hypothese zu finden.

          • 10010110 sagt:

            Dann frag’ mal Philipp Schramm, warum er nicht einfach nach Lochau oder auch nur nach Ammendorf zieht (wenn er urban leben will). So einfach ist es mit dem Umziehen nicht immer, vor allem nicht für Familienväter, bei denen sehr viel mehr dranhängt als bei einem alleinstehenden Müllsortierer.

            Und um zur Autobahn oder sonstigen Umgehungsstraßen zu gelangen (die ja auch meistens einen Umweg erfordern), muss ja erstmal in der Stadt rumgefahren werden, oder glaubst du, der teleportiert sich einfach mal so spontan da hin?

            Und was das Beispiel Trotha angeht: da wird an einer relativ schwach besiedelten Stelle (mit relativ guter ÖPNV-Anbindung) Verkehr eingespart, und zu einer anderen schwach besiedelten Stelle (mit relativ schlechter ÖPNV-Anbindung) verlagert, aber der Mitarbeiter muss nun durch stark besiedeltes Gebiet, um zur Arbeit zu gelangen. Und auch einem hellen Köpfchen wie dir sollte doch einleuchten, dass die ÖPNV-Verbindung nach Trotha besser ist als nach Salzmünde.

            Und dann kommt da noch der Faktor des Freizeitverkehrs, der auch schon angesprochen wurde: dann werden halt Fahrten unternommen, die vorher einfach unterlassen wurden, nur, weil’s jetzt einfacher ist und weniger Durchgangsverkehr die Stadt verstopft. Das ist keine wilde Phantasie, die meinem Hirn da entspringt, sondern tausendfach weltweit durch praktische Empirie belegt. Schaue dir nur mal amerikanische Großstädte an.

          • Seb Gorka sagt:

            Vermutlich, weil weder Ammendorf noch Lochau wirklich urbanes Leben bieten. Hinsichtlich der Arbeitslosig- und Erwerbstätigkeit spielen sicher noch andere Erwägungen eine Rolle. Aber es war dein Beispiel.

            Die Wege bis zur Autobahn müssen zurückgelegt werden. Das mussten sie aber auch vor dem Umzug des gesamten Betriebs. Bei der vorherigen Konstellation ging es mit dem ÖPNV + Fußmarsch, bei der späteren auf einmal nicht mehr.
            Wer von Neustadt nach Weißenfels erst durch Neustadt und dann durch Halle fährt, macht grundsätzlich schon etwas falsch. Wiederum: dein Beispiel.

            Die ÖPNV-Anbindung nach Salzmünde ist vielleicht deswegen so „schlecht“, weil an der bisher nicht vorhandenen Autobahn bisher nicht vorhandene Betriebe ihren Sitz haben. Um das zu verstehen, muss man nicht mal ein helles Köpfchen haben. Dass sich diese Situation auch ändern kann, wenn es an der dann vorhandenen Autobahn vorhandene Betrieb gibt, sollte ebenfalls keine große intellektuelle Herausforderung sein. Wär auch nicht das erste Mal in der Gegend.

            Halle mit einer amerikanischen Großstadt zu vergleichen ist sicher interessant, bringt nur nicht viel beim Übertragen der dort gewonnen Erkenntnisse, schon weil Halle so ziemlich gar nichts von einer amerikanischen Großstadt hat, insbesondere nicht die Vielzahl Amerikaner, die hauptsächlich in Vorstädten leben.

        • rupert sagt:

          Es gibt auch noch weitere Möglichkeiten.

          – Explizit wird auch die Steigerung des Freizeitverkehrs Freizeitverkehr erwähnt https://www.citylab.com/transportation/2015/11/californias-dot-admits-that-more-roads-mean-more-traffic/415245/

          Zitat: „Much of the traffic is brand new. Some of the cars on a new highway lane have simply relocated from a slower alternative route. But many are entirely new. They reflect leisure trips that often go unmade in bad traffic, or drivers who once used transit or carpooled, or shifting development patterns, and so on.“

          Getreu dem Motto: Mal schnell über den neuen Autobahnabschnitt nach Halle. Oder aus Halle heraus.

          – Wohin fahren wohl die Menschen, die dann zusätzlich über diesen neu etablierten Abschnitt an Halle vorbei fahren (womöglich überregional), wenn dort mal Unfall/Baustelle/Stau ist? Durch Halle. Einerseits so wie jetzt. Andereseits dann, wenn bereits zusätzlicher Verkehr generiert wurde. Dazu noch mal die Quelle:

          Zitat: „More roads means more traffic in both the short- and long-term. Adding 10 percent more road capacity leads to 3-6 percent more vehicle miles in the near term and 6-10 percent more over many years.“

          Das passiert jetzt mit Ansage.

          • Genussradler sagt:

            „Wohin fahren wohl die Menschen, die dann zusätzlich über diesen neu etablierten Abschnitt an Halle vorbei fahren (womöglich überregional), wenn dort mal Unfall/Baustelle/Stau ist?“

            Absolut sichhaltiges Argument. Man schaue sich nur den Umgehungsverkehr in den Metropolregionen an. Da muss nicht mal ein Unfall sein. ES WIRD MEHR VERKEHR WERDEN!

          • Seb Gorka sagt:

            UND ZWAR STÄNDIG UND ÜBERALL! IMMER MEHR! IMMER!

            Währenddessen in Ostdeutschland: Bevölkerungsniveau von 1905. Bei manchen offenbar nicht nur zahlenmäßig…

          • 10010110 sagt:

            Im Gegensatz zu 1905 konzentriert sich die Bevölkerung aber vor allem auf die Großstädte, dazwischen herrscht nicht nur bevölkerungstechnisch, sondern auch infrastrukturell (Ärzte, Kaufhallen, Kultur) gähnende Leere. Damit die Leute auf dem Land überhaupt noch am Leben teilhaben können, müssen sie – meist mit dem Auto – immer weiter fahren. Ergo: mehr Verkehr. Und auch zwischen den Großstädten wird immer mehr und immer öfter gependelt – weil’s geht.

          • Genussradler sagt:

            Dir ist aber schon klar, dass eine ostdeutsche Autobahn nicht nur von Ostdeutschen benutzt wird?

          • mirror sagt:

            @rupert
            Im Hinblick auf den Freizeitverkehr kommt der Mobilitätsreport des BMVI zu einem anderen Ergebbnis:

            „Dies ist auch 2017
            so. Allerdings verzeichnet vor allem der eigentliche Berufsverkehr, also die Wege von oder zur Arbeit, gegenüber 2002 und 2008 eine Steigerung – ebenso wie Wege, die während der Arbeitszeit zu dienstlichen bzw. geschäftlichen Zwecken zurückgelegt werden.“

            „Prozentual gesehen müssen bei diesen Zugewinnen die übrigen Wegeanlässe im Anteil etwas verlieren. Deutlich ist dies im Sektor „Freizeit“. Sein Anteil reduziert sich von 32 Prozent im Jahr 2008 auf nun 28 Prozent. „

          • Seb Gorka sagt:

            Das würde im Umkehrschluss bedeuten, dass der ländliche Raum einschließlich Ärzte, Kaufhallen und Kultur) dichter besiedelt werden würde, wenn man die Verkehrswege entfernt – weil’s dann nicht mehr geht.

            Das klingt aber nicht sehr realistisch.

          • 10010110 sagt:

            Es würde zumindest bedeuten, dass die Ärzte, Kaufhallen und Kultur – überhaupt das soziale Leben – näher vor Ort existieren, weil es unpraktisch wäre, weitere Wege zurückzulegen, wenn die Infrastruktur dafür nicht vorhanden ist — so, wie es im Jahr 1905 auch schon war.

            Das soll im Übrigen nicht heißen, dass wir auf den Lebensstandard von 1905 zurückfallen würden, würde man die A 143 nicht bauen (weil du einem ja immer gerne – in alter Spiegellesermanier – die Worte im Mund umdrehst).

  2. Genussradler sagt:

    Da die A 143 keinen Mehrverkehr für Halle bringen wird, kann man ja dann getrost die Autobahnabfahrten via Halle schließen. Das hätte keinerlei Auswirkung.

    • Seb Gorka sagt:

      Die Erhöhung des Binnenverkehrs würde das nicht verhindern. Im Gegenteil: Mangels des Durchgangsverkahrs würde der Binnenverkehr ins Unermessliche steigen – glaubt man dieser Hypothese.

    • rupert sagt:

      Worüber man in Halle tatasächlich nachdenken sollte, wäre auch die Kapazitäten der Hauptachsen in der Stadt im Rahmen von Maßnahmepaketen zu reduzieren.

      „Conversely, reductions in roadway capacity tend to produce social and economic benefits without worsening traffic congestion. The removal of elevated freeway segments in San Francisco coupled with improvements to the at-grade Embarcadero and Octavia Boulevards has sparked an on-going revitalization of the surrounding areas while producing a significant drop in traffic.“

      http://www.dot.ca.gov/research/researchreports/reports/2015/10-12-2015-NCST_Brief_InducedTravel_CS6_v3.pdf

      • 10010110 sagt:

        Die Erfahrung hat man auch in Seoul schon gemacht: https://de.smart-magazine.com/cheonggyecheon-seoul/

        Aber dann gibt es ja wieder so ein paar alte Herren in ihren Eigenheimen, die unbedingt eine vierspurige Merseburger Straße haben wollen (und gleichzeitig gegen Bahnlärm protestieren).

        Allerdings sollte die Funktion und der Sinn der Hochstraße mit dieser neuen Entwicklung tatsächlich neu bewertet werden.

        • Jan Bühler sagt:

          Die Hochstraße kann doch schon dank der Europachausee weg, oder zumindestens der durchgängige Teil am Riebeckplatz auf eine Spur verengt werden.
          Die vierspurige Merseburger Straße klingt für mich nach gezielter Stadtzerstörung, aus Würzburg (Versbacher Straße) kenne ich so einen Fall, wo die Übeltäter von damals mittlerweile selbst sagen, dass es ein Fehler war: Das Dorfzentrum wurde durch eine vierspurige Straße ersetzt (bei bestehender Umgehungsstraße), die jetzt gerne für Autorennen >100km/h Innerorts genutzt wird.
          Für 350 Mio € könnte man Halle vermutlich zum deutschlandweiten Vorreiter der Verkehrswende ausbauen, die Lebensqualität massiv steigern und gleichzeitig in sozialen Wohnungsbau investieren. Stattdessen wird das schöne Steuergeld in Naturzerstörung und Förderung der CO2-Emissionen investiert 🙁

  3. g sagt:

    verbieten ist sowieso immer das beste .. und gegen den völlig unnötigen Reiseverkehr hat ja auf deutschem Boden jahrzehntelang eine mauer geholfen …
    müssen wir einfach wieder so machen .. dann geht’s der Umwelt gut ?? und es gibt eine tolle lebensqualität?? ach nee im eingemauerten teil mit sehr wenig verkehr gings der Umwelt ja besonders schlecht , und die Lebensqualität na ja .. … irgendwie komisch oder ..

  4. Tierfreund sagt:

    „In diesem Zusammenhang erfolgt aktuell auch die Umwandlung von Ackerflächen in geeignete Zauneidechsenlebensräume.“

    Also großflächige Abtragung von Nitrat und Pestizidrückständen. Gibt es eigentlich nach ein paar Jahren eine Kontrolle, wie sich der umgesetzte Bestand entwickelt hat? Interessiert sich irgendjemand dafür, ob die Tiere die Umsetzung überleben?

    • Nobody sagt:

      „Interessiert sich irgendjemand dafür, ob die Tiere die Umsetzung überleben?“
      Nein, wieso auch? Die kommen von ganz allein an jeder ach so furchtbar verseuchten Bannstrecke massenhaft vor. Fragen Sie mal die Bahn. Kaum ein Gleis stillgelegt sind die Viecher nach kurzer Zeit da. Ganz ohne Millionenförderung aus dem Steuersäckel. Aber klar – BUND und Konsorten leben ganz gut vom Feldermaus-Käfer-Feldhamster Terror.

    • micha06de sagt:

      „Interessiert sich irgendjemand dafür, ob die Tiere die Umsetzung überleben?“

      Ja, für solche Maßnahmen sind Erfolgskontrollen vorgeschrieben. Die Ausgleichsflächen werden regelmäßig daraufhin kontrolliert, ob die Habitatqualität für die angesiedelten Arten gewährleistet ist.

  5. Heiko Thiele sagt:

    Zurück auf die Bäume! Dann gibt es auch keinen Massentourismus.

    • Der Verkehr auf der A143 wird zum allergeringsten Teil Tourismus sein.

      • Radfahrer Klaus sagt:

        Kein Tourismus, keine Entlastung. Was fährt denn dann auf der A143? Zaubert die böse Autofee mal eben ein paar Tausend KFZ her, die dann nur über die A143 fahren? Oder bist du traurig, dass ihr weniger weiße Räder für die Hauseigene Propaganda nutzen könnt?

  6. Wilfried sagt:

    Eigentlich ist ja für den ganzen Verkehr nur die Arbeitsagentur mit ihrem Mitarbeiter Liste verantwortlich, zwingt sie doch die Menschen, diese Pendelei zum Broterwerb auf sich zu nehmen.
    Und noch was: Wer meint, das Industriegebiet in Trotha wäre gut angebunden, möge sich mal gern probehalber dahin begeben. Es gibt, wenn im Plan, einen Bus pro Stunde, der aber nicht am Industriegebiet hält, weil dort keine stadtauswärtige Haltestelle existiert. Man ist also gezwungen, nach Ferdinande zu fahren, um nach kurzer Zeit in die Gegenrichtung zum Industriepark umzusteigen. Nur Schelme fahren dorthin nicht mit dem PKW

    • 10010110 sagt:

      Die Linie 35 fährt durch die Brachwitzer Straße durch weite Teile des Industriegebiets. Und mal 500m von der Haltestelle zum Ziel zu laufen, wird ja wohl niemanden umbringen. Alternativ kann man sich auch ein Klapperfahrrad an der Haltestelle anschließen und damit täglich die letzten Meter fahren.

      • Wilfried sagt:

        Lesen ist nicht so dein Ding. Ich schrieb Industriepark (es ist der an der Magdeburger Chaussee)…
        Das sind dann nicht nur 500mm (ggf. bei Sturm, Regen, Schnee und Eis) Und wegen vielleicht zwei- oder dreimal wo man dort zu tun hat, löst es auch ein Fahrrad nicht. denn das wäre dann immer gerade am End- oder Anfangspunkt befindlich, weil ich das nicht mitnehmen darf.

    • rupert sagt:

      Schelme nehmen das Fahrrad!

      Leider gibt es von Trotha auch keinen Fahrradweg stadtaus(ein-)wärts.

      Die Zuständigen Damen und Herren Verkehrsplaner fahren immer mit dem Auto und summen dann zwischen Morl und Trotha: Lulululu… .
      Nicht dass noch jemand mit dem Ebike umweltschonend aus dieser Richtung nach Halle einpendelt.

      • farbspektrum sagt:

        Würden die Radler Fahrzeugsteuer bezahlen, wäre Geld dafür da. Warum sollen die Autofahrer einen Radweg finanzieren?

        • rupert sagt:

          @farbsprektrum

          Weil Radfahrer Bürger sind und Steuern zahlen und die KFZ-Steuer nicht zweckgebunden ist.

        • Jan Bühler sagt:

          Weil ich als Radfahrender auch den Autos ihre Autobahn bezahle, und ich zusätzlich noch ihre Abgase mit meiner Lunge filtere?
          Natürlich sollen nicht „die Autofahrer“ bezahlen, sondern die Steuerzahlenden, also der Bundeshaushalt.

  7. mirror sagt:

    Warum machen sich die Hallenser so viele Gedanken über eine Autobahn im Kreis? Sollen doch erst mal die Versiegelung der Flächen in der Stadt stoppen, keinen Rundweg um das Naturparadies Hufeisensee bauen und die CO2-Schleuder Eispalast außer Betrieb nehmen.

    • geraldo sagt:

      Die einen weil sie glauben, dann gäbe es keine Staus mehr in der Stadt. Die anderen, weil ihnen eine autofrei erreichbare Naherholungszone verlorengeht.

      • Seb Gorka sagt:

        Eine autofrei erreichbare Naherholungszone wie z.B. die Peißnitz? Wo sich an allen Zufahrtsmöglichkeiten die Autos der Naherholer stapeln…

        Oder das Riveufer? Endlich mal unverstellte Natur genießen. Nur nicht umdrehen!

        Und da laufen diese Naturfreunde natürlich auch bis ins Saaletal, auch und vor allem von der Silberhöhe und vom rundbewegt versiegelten Hufeisensee aus.

        • geraldo sagt:

          Verstehe den Witz nicht. Das Saaletal betrachte ich aus dem Blickwinkel des Radfahrers als Naherholungsbereich.

          • Seb Gorka sagt:

            Aus dem Blickwinkel des Radfahrers bieten sich sehr viele Naherholungsbereiche. Gefragt war nach Hallensern. Diese Gruppe umfasst mehr als nur die Einwohner von Dölau-West und bei weitem nicht nur Radfahrer. Wenn also haufenweise Leute zur autofrei erreichbaren Peißnitz und zum autofrei erreichbaren Riveufer mit dem Auto fahren, um die herrliche Natur zu genießen (auch auf mitgebrachten Fahrrädern!), wird es nicht weniger geben, die das Saaletal alles andere als „autofrei“ aufsuchen oder es ist eine so kleine Menge, dass dann wieder die Verhältnismäßigkeit in Frage steht und damit das Gewicht dieser Argumentation.

          • geranie sagt:

            Du verstehst doch generell sehr wenig. Alles im grünen Bereich also.

      • mirror sagt:

        Die Hallenser haben einfach keine Zeit, sich um den kommunalen Klimaschutz zu kümmern; müssen sie sich doch um die Rettung der Bäume bei Aachen und dem Schutz der Frösche im Saalekreis kümmern.

      • farbspektrum sagt:

        Ich hatte nie den Eindruck, dass die Brachwitzer Alpen von Naherholung suchenden Hallensern übermäßig besucht werden. Kann man nach Regenfällen eigentlich die Furt des Morler Baches passieren? Der NABU hatte doch ein Schikanierzwickel gekauft und sich geweigert, die Brücke wieder aufzubauen.

        • geraldo sagt:

          Kein Wunder, da ist ja auch keine Webcam.

        • g sagt:

          es kommt auf die regenfälle an …. in der Regel fließt aber eher wenig Wasser.
          viel schlimmer ist dort die wegeführung mit willkürlich hingeschütteten Pflastersteinen … die ein Radfahren fast unmöglich machen.
          dies zeigt doch überdeutlich was diese Grünterroristen wirklich im schilde führen.

    • Wilfried sagt:

      An der Versiegelung, dem Rundweg und dem Eispalast sind keine Hallenser Bürger beteiligt. Das verzapfen andere…

    • Ja, total rätselhaft.

      Es kann nicht daran liegen, dass eine Autobahn ein ganz kleines bisschen breiter ist als dieser kleine Rundweg, auch nicht daran, dass der Rundweg nicht durch so geschützte Gebiete führt und auch nicht daren, dass der Rundweg keine 350 Millionen kostet.

      Es muss etwas ganz anderes, tief verborgenes in der menschlichen Psyche sein – ein dunkles Geheimnis.

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