ARD-Doku zum 5. Jahrestag: „DER ANSCHLAG – Terror in Halle und Wiedersdorf“

Der rechtsextremistische, antisemitische und rassistische Terroranschlag vom 9. Oktober 2019 in Halle (Saale) hat das Leben vieler Menschen verändert. Zwei Menschen, Jana und Kevin, sind tot. Der Attentäter ist längst verurteilt, sitzt lebenslang in Haft. Doch wie geht es den Betroffenen fünf Jahre später? 

Die ARD-Crime-Time-Reihe „DER ANSCHLAG – Terror in Halle und Wiedersdorf“ rekonstruiert die Geschehnisse und folgt der Chronologie der monströsen Tat bis zur Verhaftung des Täters. Zuschauer erleben den Tag und die Ereignisse aus der Sicht der Überlebenden und erfahren, was aus diesen Menschen geworden ist und wie die 158 Minuten von Halle ihrem ursprünglichen Leben eine neue Richtung gegeben hat.

Die Doku ist in der ARD Mediathek abrufbar. Die Filmemacher treffen die Augenzeugen in Halle, Berlin, Paris und Tel Aviv – dort, wo sie heute leben und nicht vergessen können, was damals passiert ist.  In drei Folgen zeichnet die Doku-Serie „Der Anschlag“ minutiös den 9. Oktober 2019 aus Perspektive der Betroffenen nach. Nicht der Attentäter, der sich mit seiner Tat zum Helden einer weltweit vernetzten rechtsextremistischen Community machen wollte, wird in den Fokus gerückt, sondern die Opfer seiner Tat.

Beschreibung: In der Synagoge Halle (Saale) feiern 52 Menschen den höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur. Draußen vor der Tür macht sich ein junger Mann bereit für seinen Angriff. Mit selbst gebauten Waffen und Sprengsätzen will er in die Synagoge eindringen,

ein Massaker an Jüdinnen und Juden begehen. Knallgeräusche schrecken die Menschen in der Synagoge aus dem Gebet. Über eine Überwachungskamera sehen sie, was draußen vor sich geht. Die Tür zur Synagoge kann seinen Schüssen standhalten,

jedoch wird Jana L., eine zufällig vorbeilaufende Passantin, das erste Opfer des Attentäters. Getrieben von Antisemitismus und Hass gegen alles Fremde zieht er weiter.

Nach dem Angriff auf die Synagoge wird der „Kiez-Döner“ attackiert. Conrad Rößler versteckt sich auf der Toilette und muss mit anhören, wie der Malergehilfe Kevin S. erschossen wird. Kurz darauf kommt es zu einem Schusswechsel mit der Polizei.

Verletzt gelingt dem Täter die Flucht.

In Halle herrscht der Ausnahmezustand. Die Polizei hat die Spur des Attentäters verloren, welcher sich trotz Schussverletzung und eines kaputten Reifens auf der Flucht befindet. In Wiedersdorf, etwa 15 Kilometer von Halle entfernt, hält er an, um sich ein neues Fluchtauto zu besorgen. Er trifft auf Dagmar M. und ihren Lebensgefährten, verletzt beide schwer beim Versuch ihr Auto zu rauben. Sein neues Fluchtfahrzeug findet der Attentäter in einer benachbarten Autowerkstatt. Er raubt ein Taxi des Unternehmers Daniel Waclawczyk.

Beherzt nimmt dieser die Verfolgung auf. In Halle herrscht über Stunden Ungewissheit. Wie viele Täter sind es wirklich?

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12 Antworten

  1. Hallenser55 sagt:

    Soll jetzt die Polizei noch 5 Jahre dort warten ob evtl. wieder ein Irrer kommt ? Oder wie lange ist diese Geldverschwendung noch geplant ?

  2. fragjanur sagt:

    Hat man schon ein Mahnmal gebaut?

  3. ganz einfach sagt:

    Hätte die Polizei nicht versagt, gäbe es keine weiteren Opfer nach Jana und Kevin.

  4. 444 sagt:

    Ich hab heute noch die Videos von diesem schrecklichen Anschlag auf meinem Handy. Unschuldige Menschen von so einem kranken Idioten getötet und irgendwann rennt der hier wieder durch Deutschland und macht weiter.

  5. 10010110 sagt:

    Der rechtsextremistische, antisemitische und rassistische Terroranschlag […]

    Vielleicht noch ein paar mehr Attribute, damit es noch dramatischer klingt? Faschistisch, diskriminierend, brutal, hinterhältig … 🙄

  6. Hansi sagt:

    Die letzte der drei Folgen endet mit der Einblendung: „Bis heute kämpfen Ismet Tekin, Aftax Ibr., Dagmar M. und Jens Z. um Anerkennung als Opfer“. Traumatisierten und teilweise schwerverletzten Opfern wird die Anerkennung nach dem Opferentschädigungsgesetz vorenthalten. Da ist der Staat dann wieder knausrig.