Startseite Foren Halle (Saale) Grüne fordern mehr Geld für Fuß- und Radwege sowie weniger für Straßen

Dieses Thema enthält 532 Antworten und 13 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  HalleVerkehrt vor 3 Tagen, 16 Stunden.

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  • #97198 Antwort
    rödi
    rödi
    Teilnehmer

    Die Anzahl der durch solches Fehlverhalten der Autofahrer verursachten Unfälle in Halle muss ich nicht nachfragen, können Sie eh nicht beantworten.

    Muss man die Anzahl der durch die (zuletzt am Platz vor dem Steintor gesehenen) „Raserei durch die Fußgängerbereiche“ verursachten Unfälle in Halle nachfragen, oder kannst du das eh nicht beantworten? 😉

     

    Und vor allem, was hat deine Implikation mit zuvor Gesagten zu tun bzw. was soll sie aussagen? Soll sie überhaupt was aussagen? Klingt nämlich mehr nach einem Versuch, die inhaltliche Auseinandersetzung durch Ausweichen und Ablenken zu umgehen. 😉

    #97203 Antwort

    HalleVerkehrt
    Teilnehmer

    @mirror: Dein Vorschlag, Radfahrern *nur* die Fahrbahn anzubieten, muss sich direkt am Verhalten von Autofahrern gegenüber Radfahrern (und umgekehrt) auf der Fahrbahn messen lassen.

    Wir können zwar auch über das Verhalten von Ballonfahrern oder Fußgängern reden, aber bei der Frage „Radweg oder nur Fahrbahn“ sind diese Fragen irrelevant (bzw. höchstens relevant, weil viele unsichere Radfahrer dann auf den Fußweg ausweichen).

    Karlsruhe ist tatsächlich nicht für eine einseitige Radverkehrsförderung bekannt, sondern für den gesamten Verbund aus effizienten Verkehrsmitteln. ÖPNV, Carsharing, Fahrrad, Fußwege (genannt „Umweltverbund“, weil nicht nur effizient und stadtfreundlich, sondern auch ressourcenschonend).

    Und ich denke nicht, dass die karlsruher Fahrradförderung so was ähnliches wäre wie der Radweg am Zollrain oder dass Karlsruhe mit einer Nur-Fahrradlenker-Perspektive regiert wird.

    Karlsruhe und Stuttgart haben unter grundsätzlich vergleichbaren Ausgangsbedingungen in den letzten 10 Jahren unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt, und Karlsruhe hat jetzt bessere Luft, mehr Radverkehr und dabei auch noch Geld gespart. Das war die Aussage.

    Insgesamt hat sich der Anteil des Radverkehrs nach Aussage der beiden Abgeordneten von 16 Prozent im Jahr 2002 auf 25 Prozent im Jahr 2012 erhöht.

    Neuere Zahlen hab ich auf die Schnelle nicht.

    #97208 Antwort
    mirror
    mirror
    Teilnehmer

    Karlsruhe und Stuttgart haben unter grundsätzlich vergleichbaren Ausgangsbedingungen in den letzten 10 Jahren unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt, und Karlsruhe hat jetzt bessere Luft, mehr Radverkehr und dabei auch noch Geld gespart. Das war die Aussage.

    Karlsuhe hat keine Berge! Da wurde schon in meiner Jugend mehr Rad gefahren, als im Schwabenland.

    #97211 Antwort
    mirror
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    Teilnehmer

    Und vor allem, was hat deine Implikation mit zuvor Gesagten zu tun bzw. was soll sie aussagen? Soll sie überhaupt was aussagen? Klingt nämlich mehr nach einem Versuch, die inhaltliche Auseinandersetzung durch Ausweichen und Ablenken zu umgehen.

    Der liebe @halleverkehrt benutzt in seiner Lobbyarbeit immer Emotionen. Da der böse Autofahrer, der es wagt links auszuscheren und zu überholen. Deshalb habe ich das Verhalten der Radler gegenüber Fußgängern gegenübergestellt.

    #97214 Antwort
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    Teilnehmer

    Im Hinblick auf Umwelt- und Klimaschutz (mein Thema) finde ich die Leistung von Karlsruhe, das Umland mit dem ÖPNV besser anzubinden (Stadtbahnnetz) und damit einige von den 140.000 Pendlern auf nachhaltige Verkehrsmittel zu transferieren, ausgesprochen anerkennungswert. In Halle hat man Buslinien abgeklemmt und diskutiert immer wieder die Techniklinie 5 der StraBa.

    #97225 Antwort

    HalleVerkehrt
    Teilnehmer

    Der liebe @halleverkehrt benutzt in seiner Lobbyarbeit immer Emotionen. Da der böse Autofahrer, der es wagt links auszuscheren und zu überholen. Deshalb habe ich das Verhalten der Radler gegenüber Fußgängern gegenübergestellt.

    Dein Vorschlag: kein Radweg, nur Fahrbahn.

    Meine Erfahrung: Mit Radfahrern auf der Fahrbahn können viele Autofahrer nicht korrekt umgehen, viele Radfahrer haben deshalb Angst.

    Das ist für dich emotionale Argumentation?

    Ganz sachlich ist mehrfach untersucht worden, was die Leute vom Radfahren abhält. Natürlich spielt Angst da eine große Rolle.

    2000 kg * 14 m/s * 14 m/s sind eine Menge kinetischer Energie, da helfen auch keine positiven Emotionen oder reine Sachlichkeit. Die aktuelle Form der SUV ist bei Unfällen sehr destruktiv. Also nicht für den SUV, natürlich.

    Alltagserfahrungen wie diese https://twitter.com/3_mann/status/985776762129997824 sorgen natürlich auch für Emotionen. Auch schon der Teil ohne Ausbremsen.

    #97226 Antwort
    rödi
    rödi
    Teilnehmer

    Karlsuhe hat keine Berge! Da wurde schon in meiner Jugend mehr Rad gefahren, als im Schwabenland.

    Wenn diese Jugendzeit nicht sehr, sehr, sehr weit zurückliegt, scheint die Erinnerung zu täuschen. Oder gerade deswegen. 🙂

     

    In der Jugend bekommt man manch Steigung nicht mit, die im gesetzten Alter eine schier unschaffbare Antrengung erfordert. 🙂

    #97231 Antwort
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    Teilnehmer

    Wenn diese Jugendzeit nicht sehr, sehr, sehr weit zurückliegt, scheint die Erinnerung zu täuschen. Oder gerade deswegen.

    Noch nie aus Halle rausgekommen, geschweige denn in Karlsruhe gewesen. Die paar Radler aus den Hängen hinter Durlach spielen beim Modal-Split keine Rolle.

    #97235 Antwort
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    Teilnehmer

    Meine Erfahrung: Mit Radfahrern auf der Fahrbahn können viele Autofahrer nicht korrekt umgehen, viele Radfahrer haben deshalb Angst.

    Erst waren es nur wenige und jetzt sind es viele? Welches Schweinderl hätten Sie denn gerne?

    Ganz sachlich ist mehrfach untersucht worden, was die Leute vom Radfahren abhält. Natürlich spielt Angst da eine große Rolle.

    Gibt es dazu eine wissenschaftliche Studie? (möglichst nicht vom ADFC)

    Mag sein, dass die Radfahrer in Halle ein Volk der Angsthasen sind. Bitte nicht auf den Rest der Republik verallgemeinern.

    #97237 Antwort
    rödi
    rödi
    Teilnehmer

    Noch nie aus Halle rausgekommen, geschweige denn in Karlsruhe gewesen.

    Ach so, ich hatte das so verstanden, dass du deine Jugendzeit in Karlsruhe verbracht hast. Aber wenn du noch nie dort warst, ist klar, dass du die dortige Topografie nicht kennst. An der hat sich nämlich die letzten paar Tausend Jahre nichts Wesentliches geändert. 😉

     

     

    Mag sein, dass die Radfahrer in Halle ein Volk der Angsthasen sind. Bitte nicht auf den Rest der Republik verallgemeinern.

    Soweit ich aus (wissenschaftlichen) Studien weiß, sind Radfahrer überhaupt kein Volk. Außerdem steht der „Rest der Republik“ mit seinen zig Millionen Fahrrädern hier nicht zur Debatte, bezieht sich die Forderung doch explizit auf Halle als Baulastträger:

    Die Stadt Halle soll künftig mehr Geld in Fuß- und Radwege stecken.

    (gleich der erste Satz im Artikel)

    #97268 Antwort

    HalleVerkehrt
    Teilnehmer

    > Meine Erfahrung: Mit Radfahrern auf der Fahrbahn können viele Autofahrer nicht korrekt umgehen, viele Radfahrer haben deshalb Angst.

    Erst waren es nur wenige und jetzt sind es viele? Welches Schweinderl hätten Sie denn gerne?

    Oh. Mann.

    Also zurück zu Klasse 5.

    Wenn 8000 Autos pro Tag da lang fahren, und 20% sich falsch verhalten, ist das nicht die Mehrheit (das sind die 80%).

    Es sind aber trotzdem 1600 pro Tag, das sind viele.

    Dass nicht 8000 Überholvorgänge stattfinden, wirst du sicher selbst merken. Wenn ich als Radfahrer dort langfahre und 10 Autos mich überholen, verhalten sich 2 davon falsch.

     

    > Ganz sachlich ist mehrfach untersucht worden, was die Leute vom Radfahren abhält. Natürlich spielt Angst da eine große Rolle.

    Gibt es dazu eine wissenschaftliche Studie? (möglichst nicht vom ADFC)

    Nehmen wir das Dobrindt-Ministerium als „objektive“ Quelle an?

    https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Anlage/VerkehrUndMobilitaet/Fahrrad/fahrrad-monitor-deutschland-2015.pdf?__blob=publicationFile

    Seite 35 spricht zwar fast für dich, mit nur 13% „zu gefährlich“, aber Seite 36 sagt, dass der zweitwichtigste Anreiz für einen Umstieg aufs Fahrrad bessere Radwege wären (EDIT: 49%).

    Halles Radfahrer sind nicht die Angsthasen. Es geht um Halles Autofahrer, besonders auf den Kurzstrecken, die Angst vorm Radfahren haben. Und um Halles Teenager, die in sehr vielen Familien nur sehr ungern mit dem Rad durch Halle geschickt werden, obwohl es in vielen Fällen das geeignetste Verkehrsmittel wäre.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Woche, 1 Tag von  HalleVerkehrt.
    #97285 Antwort
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    Teilnehmer

    Seite 35 spricht zwar fast für dich, mit nur 13% „zu gefährlich“,

    Da gibt es kein aber. War wieder mal nur eine Luftblase.

    Es geht um Halles Autofahrer, besonders auf den Kurzstrecken, die Angst vorm Radfahren haben

    Ich dachte, wir hätten das Märchen von den vielen Kurzstrecken mit dem Auto vor einigen Tagen aus dem Weg geräumt? Hat sich da einer an die Scheinargumente in der Diskussion gewöhnt?

    dass der zweitwichtigste Anreiz für einen Umstieg aufs Fahrrad bessere Radwege wären (EDIT: 49%).

    Dann verstehe ich erst recht nicht, warum Geld für das Bemalen einer Strasse in einem Gebiet ausgegeben wird, in dem so gut wie kein Radfahrer unterwegs ist, und nicht in die Beseitung von Schäden an Radwegen in der Innenstadt gesteckt wird. OK, ein paar Radwegkilometer mehr in der Statistik.

    #97286 Antwort

    HalleVerkehrt
    Teilnehmer

    Ich dachte, wir hätten das Märchen von den vielen Kurzstrecken mit dem Auto vor einigen Tagen aus dem Weg geräumt? Hat sich da einer an die Scheinargumente in der Diskussion gewöhnt?

    SRV-Steckbrief: 34% der Wege sind unter 1km, 38% zwischen 1km und 5km.

    32% der Strecken zwischen 1km und 3km werden mit dem Auto gefahren, und 53% der Wege zwischen 3km und 5km mit dem Auto.

    Du kannst Märchen erzählen, so viele du willst, von den ganzen Strecken zwischen 1km und 5km (15-20 Minuten mit dem Rad) werden ca 40% mit dem Auto gefahren.

    Wenn man das ganze Panel zusammenrechnet, kommt man für alle Autofahrten auf ca. 50% unter 5km und ca. 50% über 5km.

    Den stets steigenden Anteil deiner „Argumente“, die einfach nur plump gegen meine Person zielen, finde ich durchaus störend. Deine Behauptung, dass Umwelt- und Klimaschutz dein Thema seien, wirkt mindestens sehr überraschend. Gerade der Verkehr und allen voran der PKW- und LKW- Verkehr ziehen die Erfolge aller anderern, durchaus erfolgreichen Bemühungen massiv nach unten.

    #97292 Antwort
    mirror
    mirror
    Teilnehmer

    Du kannst Märchen erzählen, so viele du willst, von den ganzen Strecken zwischen 1km und 5km (15-20 Minuten mit dem Rad) werden ca 40% mit dem Auto gefahren.

    Sie haben die 10% für Entfernung 0 – 1km vergessen, machst sich wohl nicht so gut? Warum zuppeln Sie jetzt die Entfernung zwischen 1 und 5km raus? Bei einer Kurzstrecke, Entfernung zwischen 0 und 3km werden die meisten Fahrten in Halle eben nicht mit dem Auto zurückgelegt. Das ist und bleibt ein Märchen. Ab 3km kippt das langsam, weil es den Bürgern zu anstrengend, zu langsam oder zu unbequem ist.

    Wenn man das ganze Panel zusammenrechnet, kommt man für alle Autofahrten auf ca. 50% unter 5km und ca. 50% über 5km.

    Können Sie nicht mal eben zusammenrechnen, da sie die Anzahl der Fahrten in den Entfernungsklassen berücksichtigen müssen. Richtig ist, 63% der Personenkilometer werden mit dem Auto zurückgelegt. Meine Rede schon seit Monaten, da hier die Pendler mit langen Wegstrecken mehr durchschlagen als im Modal-Split.

    Sobald Sie widerlegt werden, empfinden Sie das gegen die Person. Ich kann mich nicht erinnern, dass Wertungen ihrer Person in meine Beiträge einfließen.

    #97293 Antwort

    HalleVerkehrt
    Teilnehmer

    Nachtrag: die 2017-Studie stellt eindeutig fest:

    Die dringlichsten Forderungen an die Politik lauten mehr Radwege bauen (63 Prozent), sichere Fahrradabstellanlagen (55 Prozent) sowie die Trennung der Radfahrenden von den Fußwegen (55 Prozent)

    und:

    Das Sicherheitsgefühl beim Radfahren bleibt nahezu konstant bei 53 Prozent im Jahr 2017.
    – Insbesondere ältere Personen fühlen sich (eher) unsicher. Von den 60-69-Jährigen geben nur 43 Prozent an, sich sicher zu fühlen.
    – Am wenigsten sicher fühlen sich jene Milieus, die auch am wenigsten Rad fahren, nämlich die Prekären und die Traditionellen (sicher / sehr sicher: 32 Prozent und 46 Prozent)
    – Für Unsicherheit sorgen v.a. zu viel Verkehr (71 Prozent), zu wenig separate Radwege (70 Prozent) und rücksichtslose AutofahrerInnen (65 Prozent).

    #97294 Antwort
    mirror
    mirror
    Teilnehmer

    – Insbesondere ältere Personen fühlen sich (eher) unsicher. Von den 60-69-Jährigen geben nur 43 Prozent an, sich sicher zu fühlen.

    Ältere Personen fühlen sich auch als Autofahrer unsicher. Es bleibt also bei den 13%.

    #97295 Antwort

    HalleVerkehrt
    Teilnehmer

    Können Sie nicht mal eben zusammenrechnen, da sie die Anzahl der Fahrten in den Entfernungsklassen berücksichtigen müssen.

    Die Anteile der Fahrten stehen im SRV direkt drunter, so weit reicht meine Prozentrechnung schon noch aus. (34% 0-1, 25% 1-3, 13% 3-5, 16% 5-10 und 12% 10 und mehr km). Falls dir das mathematisch zu kompliziert ist, geh einfach von 10000 Fahrten aus und rechne die jeweiligen Fahrten aus, das machts einfacher.

    5km sind eine übliche Grenze für kurze Strecken. 20 Minuten bei gemütlichem Durchschnittstempo von 15 km/h, ich weiß nicht, woher deine 3km- Grenze kommen soll.

    #97297 Antwort

    HansimGlueck
    Teilnehmer

    Das mit den Kurzstrecken ist Fakt. Selber mal im Bekanntenkreis schauen. Mit dem Auto wird auch 1km zum Sport gefahren, die Absurdität schlechthin.

    Es gibt mit der nur noch einen Parkzone in der Altstadt jetzt sogar Leute, die mit dem Auto von einem zum anderen Ende der Altstadt fahren.

    #97300 Antwort

    HalleVerkehrt
    Teilnehmer

    Also noch mal, welche These wurde bisher widerlegt? Vielleicht war ich zu weitschweifig, deshalb gern noch mal in kurz.

    1. Der Anteil der leicht zu ersetzenden Fahrten ist in Halle sehr hoch: 50% der Autofahrten in Halle sind unter 5km.
    2. In den Städten, in denen die Infrastruktur für den Radverkehr verbessert wurde (zusammenhängendes, sicheres Hauptradwegenetz in gutem oder akzeptablem Zustand), hat sich der Radverkehrsanteil erhöht
    3. Radverkehr ist die platzsparendste und billigste Verkehrsart für die Städte
    4. Halle als Kommune muss mit Geld sparsam umgehen und hat in vielen Bereichen ein ernstes Platzproblem (Tendenz steigend)
    5. der Radverkehr erhält sehr viel weniger Ressourcen (Platz, Geld, Ampelzeit, …), als er an Mobilität leistet

    Mein Ziel ist ein gesunder Mix aus starkem Umweltverbund und Kraftverkehr, der die Mobilitätsansprüche in Halle mit den verfügbaren Ressourcen (Platz, Geld) bestmöglich erfüllen kann und den Ausstoß von Schadstoffen und klimaschädlichen Gasen reduziert. Der Radverkehrsanteil ist bereits mit einem brauchbaren Hauptwegenetz locker auf >25% steigerbar.

    Noch als Ergänzung: die 20 Minuten bei 5km sind Haustür-zu-Haustür, also beim Auto inklusive Parkplatzsuche und Fußweg zum und vom Auto.

    Deine Thesen hab ich noch nicht ganz klar rausarbeiten können. Ungefähr sind sie:

    1. Der hallesche Stadtverkehr klappt insgesamt sehr gut
    2. Die Kapazität der vorhandenen Radwege reicht für den vorhandenen Bedarf aus
    3. (fast?) keiner wird von der Infrastruktur vom Radfahren abgehalten
    4. jeder soll freie Verkehrsmittelwahl haben (zumindest wenn er Auto fahren will?)
    5. größere Verbesserungen im Stadtverkehr bringen Verkehrsleitsysteme, mehr Busse(?), intelligente Ampeln und selbstfahrende Autos(?)
    6. Keineswegs darf man Ressourcen vom Autoverkehr abziehen
    7. Der Autoverkehr erhält nicht mehr Ressourcen, als er leistet

     

    #97303 Antwort
    mirror
    mirror
    Teilnehmer

    Falls dir das mathematisch zu kompliziert ist, geh einfach von 10000 Fahrten aus und rechne die jeweiligen Fahrten aus, das machts einfacher.

    Ich komme auf 25% der Fahrten unter 5km mit dem Auto. Habe da wohl einen Radlerfaktor in der Gleichung höherer Ordnung vergessen.

    5 km sind eine übliche Grenze für kurze Strecken. 20 Minuten bei gemütlichem Durchschnittstempo von 15 km/h, ich weiß nicht, woher deine 3km- Grenze kommen soll.

    Ist genauso willkürlich wie Ihre. Ab 3km steigt der Anteil an Autofahrten auf über 50%, scheint wohl ein anderer Typ Entfernung zu sein. Es ist wohl zu weit.

    #97305 Antwort
    mirror
    mirror
    Teilnehmer

    Deine Thesen hab ich noch nicht ganz klar rausarbeiten können. Ungefähr sind sie:…..

    Recht gut zusammengefasst.

    Ein wichtiger Punkt wurde vergessen: Die Prioritäten müssen in den Zonen (Kernbereich 3km-Radius, Zufahrtsstrassen und Umlandanbindung unterschiedlich gesetzt werden. Im Kernbereich ist gegen eine Verbesserung des Radwegenetzes nichts einzuwenden. Da außerhalb dieser Zone nur wenige Bürger von einem Umstieg aufs Rad überzeugt werden können, ist es im Hinblick auf Schadstoffausstoß und Luftqualität effektiver und effizienter, die Qualität des ÖPNV zu erhöhen, das Angebot für e-Mobilität zu verbessern und die Koppelpunkte zwischen MIV und ÖPNV aufzubauen. Lässt man in die Strategie Maßnahmen der Stadtentwicklungsplanung einfließen, wird daraus ein ganzheitliches Konzept und reduziert Mobilität nicht nur auf die Forderung nach mehr Radwegen.

    #97307 Antwort

    HalleVerkehrt
    Teilnehmer

    Ok. Kostenlose Nachhilfestunden gebe ich eher für finanziell Schwache, wozu du vermutlich nicht zählst, aber seis drum.

    Anteil Autofahrten an allen Wegen = 0.1 * 0.34 + 0.32 * 0.25 + 0.53*0.13 + 0.57 * 0.16 + 0.72 * 0.12 = 0.3605

    Anteil Autofahrten bis 5km = 0.1 * 0.34 + 0.32 * 0.25 + 0.53*0.13 = 0.1829

    Anteil Autofahrten ab 5km = 0.57 * 0.16 + 0.72 * 0.12 = 0.1776

    Anders formuliert: von 10000 Wegen in Halle sind ungefähr

    3605 mit dem Auto,

    1829 mit dem Auto bis 5km und

    1776 mit dem Auto ab 5km.

    Wie man leicht sieht, sind von allen Autofahrten knapp mehr als die Hälfte Autofahrten unter 5km.

    #97309 Antwort

    HalleVerkehrt
    Teilnehmer

    Ich würde deine Aussage von 3km auf 5km erhöhen (wenn die anderen Länder bequem 10km Fahrradradius belegen, sollten wir uns nicht komplett unterschätzen, besonders beim enormen Siegeszug der E-Mobilität im Fahrradsektor).

    Ansonsten sind viele Probleme der Radinfrastruktur von Halle ja im 3km – 5km Radius um die Innenstadt. Keiner will die Volkmannstraße autofrei oder verkehrsberuhigt haben. Wenn man sich auf Strava (kostenlos) anmeldet, sieht man ja die Hauptrouten zumindest eines Teils der technik- und sportaffinen Radfahrer. Bahnhof, Steintor, die Achse Zoo -> Rannischer, Mansfelder Straße, Peißnitz, Giebichensteinbrücke, Gimritzer Damm, der Weinbergcampus und Klinikum Kröllwitz, die Heide. OBI, Hufeisensee, Kathi und Halloren, also Delitzscher.

    Wenn in diesem Bereich ein wirkliches Verkehrsnetz vorliegt, kriegen wir die >20% Radverkehrsanteil locker hin. Zusammen mit dem dort vorhandenen ÖPNV und stärkerem Carsharing sind auch die Platzprobleme in den Wohnvierteln lösbar (Paulusviertel, Mühlweg, nordsüdostwestliche Innenstadt).

    #97310 Antwort
    mirror
    mirror
    Teilnehmer

    Ich komme auf 25% der Fahrten/Wege unter 5km mit dem Auto.

    Ist doch richtig? Mehr wollte ich nicht sagen. In der Kurzstrecke bis 5km ist das Auto eben nicht das bevorzugte Verkehrsmittel – das ist ein Märchen! Bei der Kurzstrecke tendiert der Bürger weg vom Auto und hin zu den Alternativen – allgemeiner Trend (in Europa) trotz des ach so furchbaren Radwegenetzes.

    Im Enfernungsbereich zwischen 3 und 5 km entscheiden sich aus individuellen Gründen mehr Bürger für Auto als Rad. Ja, Sie würden all diesen Leuten gerne vorschreiben, dass Sie gefälligst das Rad zu nehmen haben. Mir würde es reichen, wenn man mehr von der Zielgruppe von nachhaltigeren Verkehrsträgern überzeugen könnte. Es ist mir völlig wurscht, ob es Bus, Tram, Taxi oder Rad ist.

    Wenn einer nicht weiß, welche Aussagen er mit einer Berechnung belegen will, helfen auch Nachhilfestunden nicht.

     

    #97312 Antwort

    HalleVerkehrt
    Teilnehmer

    Diese Strecken unter 5km sind die Hälfte aller Autofahrten in Halle.

    #97318 Antwort

    Rolle
    Teilnehmer

    Die übliche Behauptung, die durch nichts zu beweisen ist.

     

     

    #97335 Antwort

    Wilfried
    Teilnehmer

    Heute vormittag mochte ich die Strecke, auf der kein Bus verkehrt, auch nicht mit dem Rad fahren… und das Taxi war gerade nicht da und auch zu teuer…

    PS. und nein, ich gehe sie, trotz unter 5km, auch nicht zu Fuß.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Woche von  Wilfried.
    #97369 Antwort

    geraldo
    Teilnehmer

    Ist doch schön. Die Radler bekommen doch auch am Zollrain einen abgrenzten Radstreifen, obwohl die paar Radler sich die nicht übermäßig stark befahrene Strasse auch so mit den Autos teilen könnten.

    So funktioniert das aber nicht. Entweder ist die Verkehrsdichte so hoch, dass es zwei Fahrstreifen braucht – dann darf der Radverkehr aber nicht als Mischverkehr geführt werden. Oder die Verkehrsdichte ist nicht so hoch – dann jault @mirror völlig grundlos auf.

    #97383 Antwort

    Sazi
    Teilnehmer

    Heute vormittag mochte ich die Strecke, auf der kein Bus verkehrt, auch nicht mit dem Rad fahren… und das Taxi war gerade nicht da und auch zu teuer…

    PS. und nein, ich gehe sie, trotz unter 5km, auch nicht zu Fuß.

    Innerhalb der Stadt? Das halte ich glatt für eine Lüge. Nein, der ÖPNV geht nicht von Haustür zu Haustür. Aber in Halle eine Strecke von 5 km zu finden, die man nicht zu einem erheblichen Teil mit dem ÖPNV zurücklegen kann, ist eher unwahrscheinlich.

    #97589 Antwort

    ADFC ist verkehrt

    Was zahlen die Autofahrer? Vor allem die Pendler aus dem Saalekreis? Der ist der reichste Kreis in Sachsen-Anhalt, Halle gehört zu den Ärmsten.

    Immer dieser Sozialneid. Natürlich gehört Halle zu den ärmsten, haben ja eben vor allem Radfahrer.

    Hallesche Radfahrer zahlen Einkommenssteuer, Mieten/Grundsteuer und kaufen in Halle ein. Die zahlen viel mehr als die Autofahrer und kosten fast nichts.

    Hallesche Autofahrer zahlen Einkommenssteuer, Mieten/Grundsteuer und kaufen in Halle ein. Sie bringen Handwerk und Dienstleistungen direkt nach Halle, damit zahlen sie viel mehr als die Radfahrer und kosten fast nichts, da vor allem Lastverkehr für Straßenschäden und damit deren Wartungskosten verantwortlich sind. Welche lokal einkaufende Radfahrer noch erhöhen.

    Autofahrer kosten jedes Jahr viele Millionen, und zahlen an die Stadt noch mal genau was? Liste bitte ausfüllen:

    Wie viele Millionen denn? Mehr oder weniger als z.B. der ÖPNV Zuschuss?

    • Bußgelder in echter Millionenhöhe
    • viele Werkstätten, Tankstellen und andere KFZ Dienstleister mit tausenden Jobs (weniger Sozialkosten für die Stadt), Steuern usw.
Ansicht von 30 Beiträgen - 451 bis 480 (von insgesamt 533)
Antwort auf: Grüne fordern mehr Geld für Fuß- und Radwege sowie weniger für Straßen
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