Startseite Foren Halle (Saale) Kampf gegen Falschparker: Aktionswoche für freie Wege in Halle

Dieses Thema enthält 173 Antworten und 8 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  geraldo vor 3 Wochen, 5 Tagen.

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  • #99417 Antwort

    Tobi

    Also ich bin Auto und Radfahrer also ich finde ich komme gut durch und ja ab und zu steht nunmal ein Taxi oder Lieferant auf den Radweg dann fahre ich halt vorbei. Ihr wollt ja auch eure Pakete geliefert bekommen oder sollen die arme zusteller die ohne hin schon ein anstrengenden Job haben eure Post und Möbel etwa Meilen weit tragen😂😂😂 mal sehen was ihr sagt wenn ihr sie selber tragt. Friedlichen Abend!

    #99418 Antwort

    Lügenbaron

    In Halle gibt es 100000 Autos. Wenn sich die Besitzer von 99% davon korrekt verhalten würden (was eine sehr hohe Quote wäre), gäbe es immer noch 1000 andere.

    Wenn sich 90% korrekt verhalten, sind das immer noch mit großem Abstand die meisten. Allerdings gibt es dann auch 10000 mehr oder weniger gefährliche Leute.

    Klingt doch prima. 100% wird man nie erreichen. Wenn man jetzt mehr Parkplätze schafft, geht die Quote noch weiter runter, da dann auch Bagatellen wie Parkverstöße wegfallen.

    Ich stimme dir zu, dass sich die Mehrheit „vernünftig“ verhält. Die Geschwindigkeiten werden eingehalten, wo Blitzer vermutet werden, Rote Ampeln meistens eingehalten und so weiter.

    Da sind wir wieder bei deiner verdrehten Wahrnehmung. Und auf der anderen Seite werden schwere Verstöße von Radfahrern klein geredet. Rotlichtverstöße oder auf dem Fußweg fahren sind nämlich keine Ausnahmen bei Radfahrern. Nicht zuletzt weil es keine Konsequenzen und keine richtigen Kontrollen gibt.

    Vielleicht habe auch nur ich immer zufällig die drei halleschen Falschparker erwischt, oder ich bin der einzige, den es stört. Bisher ist meine Erfahrung, dass 90% der Leute, die in Halle öfter Fahrrad fahren, sich über Autos aufregen, die auf Radwegen, Fahrradstreifen oder Fahrradschutzstreifen halten oder parken.

    Ja, du erwischt 3 Falschparker von 100000 und machst es zu einem generellen Problem.

    Wenn ich am Ende der einen Aktionswoche mit nur 50 Fotos dastehe, von denen die meisten von mir selbst sind, werde ich hier im Forum ein Jahr lang kein Wort mehr über Falschparker sagen.

    Versprochen.

    Wenn du mehr 1000 verschiedene hallesche Autos beim Falschparken erwischt, können wir mal drüber Reden ob es überhaupt ein Problem gibt. Das wäre dann immerhin schon dein lächerliches ein Prozent.

    #99423 Antwort

    10010110

    Rotlichtverstöße oder auf dem Fußweg fahren sind nämlich keine Ausnahmen bei Radfahrern. Nicht zuletzt weil es keine Konsequenzen und keine richtigen Kontrollen gibt.

    Na dann mach’ doch mal eine Aktionswoche dafür?

    So sieht übrigens ein Aktionstag für freie Wege in Moskau aus:

    Und wo das herkommt, gibt’s noch mehr.

    #99424 Antwort

    Tobi

    Radfahrer die über Boulevard und Markt fahren haben ein viel höheres Gefahrenpotential als kurz für’s Be- und entladen zu halten, wie es im Bild vom Lieferwagen zu sehen ist. Man sollte von daher auch eine Aktionswoche starten! MFG

    #99425 Antwort

    10010110

    Wenn du mehr 1000 verschiedene hallesche Autos beim Falschparken erwischt, können wir mal drüber Reden ob es überhaupt ein Problem gibt. Das wäre dann immerhin schon dein lächerliches ein Prozent.

    Je nach dem wie pingelig man ist (also ob man nur Geh-/Radwegparker oder alle Regelverstöße bezüglich des Parkens betrachtet), kann man das schon relativ zügig zusammenbekommen. Laut statistischem Jahrbuch 2016 wurden in jenem Jahr 80447 Verwarnungen im ruhenden Verkehr getätigt. Und es ist davon auszugehen, dass die Dunkelziffer (also die nicht erwischten Verstöße) weitaus höher ist.

    #99426 Antwort

    Verkehrt

    Radfahrer die über Boulevard und Markt fahren haben ein viel höheres Gefahrenpotential als kurz für’s Be- und entladen zu halten, wie es im Bild vom Lieferwagen zu sehen ist. Man sollte von daher auch eine Aktionswoche starten! MFG

    Man hat ja selbst die sporadischen Kontrollen eingestellt. Ein Tag auf der LuWu, ich empfehle oben am Steintorcampus, und man sieht bei welchen Verkehrsteilnehmern es akuten Nachholbedarf gibt.

    #99428 Antwort

    HansimGlück

    Klingt doch prima. 100% wird man nie erreichen. Wenn man jetzt mehr Parkplätze schafft, geht die Quote noch weiter runter, da dann auch Bagatellen wie Parkverstöße wegfallen.

     

    Mit der Definition einer Bagatelle tut sich ein Lügenbaron natürlich grundsätzlich schwer.

    Ja, du erwischt 3 Falschparker von 100000 und machst es zu einem generellen Problem.

    Geh mal jetzt raus, Kleine Ulrichstraße. Kannst du sogar noch was trinken dabei. Ich garantiere dir 50% der dort anzutreffenden Autos. Und das ist jeden Abend so. Aber ist ja verkehrsberuhigt, da kann man die Gehwege gut zu Parkplätzen machen.

    Komisch auch, dass man wegen so Bagatellfällen immer mehr Radwegeanfänge in Halle mit kleinen Pollern ausrüstet. Allein die Klassiker Beesener Straße gleich am Rannischen Platz und die Ecke mit der Bank am Hallmarkt.

    An beiden Stellen wurde man dann gern mal von den ganzen „normalen“ Autofahrern angehupt, weil man nicht auf den Radweg gelangen konnte. Radfahrer doof finden ist keine Ausnahme, da schließen sich alle gerne an, anonym und sicher im Auto.

    #99429 Antwort

    HalleVerkehrt
    Teilnehmer

    Wenn du mehr 1000 verschiedene hallesche Autos beim Falschparken erwischt, können wir mal drüber Reden ob es überhaupt ein Problem gibt.

    Wenn mehr als 100x ein Radfahrer oder Fußgänger behindert wurde, wolltest du wohl schreiben?

    Ein einziges falsch geparktes Auto kann mehrere hundert Radfahrer oder Fußgänger pro Stunde behindern oder gefährden.

    Kein einziges Fahrrad in Halle (und da gibt es weit über 100000) würde länger als 20 Minuten auf einer Fahrbahn stehend akzeptiert werden, geschweige denn 1000 Fahrräder.

    #99430 Antwort

    HansimGlück

    Laut statistischem Jahrbuch 2016 wurden in jenem Jahr 80447 Verwarnungen im ruhenden Verkehr getätigt. Und es ist davon auszugehen, dass die Dunkelziffer (also die nicht erwischten Verstöße) weitaus höher ist.

    80000 sind schon traurig genug, aber da kann man locker eine 0 dran hängen.

    #99431 Antwort

    Lügenbaron

    Wenn mehr als 100x ein Radfahrer oder Fußgänger behindert wurde, wolltest du wohl schreiben?

    Nein wenn überhaupt mal ein verschwindend kleines Prozent der Autos sich falsch verhält.

    Ein einziges falsch geparktes Auto kann mehrere hundert Radfahrer oder Fußgänger pro Stunde behindern oder gefährden.

    Natürlich kann ein Auto auch unter Umständen einen Radfahrer „behindern“. Die Gefahr geht dann wie in deinem Beispielbild vom ungübten Radfahrer aus.

    Kein einziges Fahrrad in Halle (und da gibt es weit über 100000) würde länger als 20 Minuten auf einer Fahrbahn stehend akzeptiert werden, geschweige denn 1000 Fahrräder.

    Auch falsch parkende Autos werden nicht akzeptiert. Radfahrer stören aber auch, falls sie nicht gerade eine echte Gefahr darstellen.

    #99452 Antwort
    mirror
    mirror
    Teilnehmer

    @mirror: Wie kann man nur so eine gequirlte Scheiße schreiben

    Da gehen wieder die Argumente aus und schon werden sie fläzig.

    Nochmal: Jeder, der in den letzten 25 Jahren in das Paulusviertel gezogen ist, konnte auch ohne Brille erkennen, dass es eng wird. Erst verdichten und hinterher nach Vater Staat rufen, damit er die bösen Autofahrer entfernt, ist einfach nur erbärmlich.

    Es könnten sich doch alle Radfahrer zusammentun und in Abstimmung mit HWG/GWG ein radleroptimiertes Viertel in Neustadt schaffen. Stadtentwicklung ist nun mal ein wesentliches Element der Mobilität. Selber was tun? Nööö, so weit wollen wir doch nicht gehen.

    Die ganze Diskussion hier ist großer Kindergarten.

    #99464 Antwort

    HalleVerkehrt
    Teilnehmer

    Erst verdichten und hinterher nach Vater Staat rufen, damit er die bösen Autofahrer entfernt, ist einfach nur erbärmlich.

    Hör dir mal kurz selbst zu. Du forderst grade ein Wild-West- Rechtsverständnis im Durcheinander mit totalitärer Planwirtschaft.

    Wo man Autos hinstellen darf und wo nicht ist klar geregelt. Du forderst, dass wir akzeptieren sollen, dass die Leute ihre Autos rechtswidrig abstellen und damit wichtige Wege blockieren.

    Immerhin kommst du so ganz langsam, Millimeter für Millimeter voran beim Erkennen von Zusammenhängen.

    Können wir jetzt erst mal als Erkenntnis und Konsens festklopfen, dass verdichtete Wohnviertel ein großes Problem haben, wenn jeder ein bis zwei Autos hat und vor der Tür stehen haben will oder zumindest in einem kleinen Abstand von ca. 500m?

    Danke!

    Als nächstes hast du vielleicht falsch verstanden, wer ich bin und wie der Wohnungs- und Immobilienmarkt funktioniert. Ich war bei der Konstruktion und beim Bau des Paulusviertels NICHT der federführende Stadtarchitekt (so alt bin ich nun auch wieder nicht) oder Großinvestor. Das ist deutlich über 100 Jahre her. Damals fand die Verdichtung statt. Nach der Wende wurden zum Glück die meisten Häuser saniert und die Baulücken der letzten paar Jahre zum großen Teil aufgefüllt (die anderen sind übrigens noch Parkplätze, aber ich würde da nicht mehr lange drauf spekulieren).

    Auch das liegt nicht daran, dass ein böser Autohasser die Flächen geklaut und über Nacht zugebaut hat, sondern daran, dass (übrigens deutschlandweit!) solche Stadtviertel mit genau dieser hohen Verdichtung, mit dieser Art von Häusern und Wohnungen sehr attraktiv sind. Viele Menschen wollen so leben und wohnen und geben dafür viel Geld aus.

    Wer redet denn hier immer von Freiheit und Markt? Frag mal diesen @mirror, der erklärt dir das!

    Dein Vorschlag, dass die Radfahrer da raus ziehen, damit mehr Leute mit Auto da hinziehen können, ist ja hochgradig absurd, weil es das Platzproblem enorm erhöht. Wer das eigene Auto vor der Haustür braucht, muss sich vorher überlegen, ob das Paulusviertel geeignet ist. Das ist aber auch seit 20 Jahren nichts Neues, das weiß man schon lange, und bisher hat das nicht zum Mietverfall und Leerstand und Abriss geführt.

    Die Bewohner passen sehr gut in das Viertel, nur die Autos nicht.

    Dass deine Vorstellungen von Siedlungsstrukturen in den 1970ern stecken geblieben sind, dafür kann hier keiner was. Dass das verdichtete Paulusviertel keine hallesche Sonderlocke ist, weißt du selbst. Verdichtung passiert überall, sehr viele Leute haben die Nase voll von Suburbia und Automania.

    Eine Stadtplanung, die immer noch davon ausgeht, dass ja am liebsten jeder sein Haus 20km vor der Stadt draußen haben will, um jeden Tag seine Stunden im Auto abzusitzen, die kann langsam mal ins Museum oder in den Mülleimer.

    Umgekehrt kann man einfach mal schauen, welche Verkehrsarten sehr gut zu den hoch verdichteten Wohnstrukturen passen. Bei der Abwägung bekommen Kriterien wie Platzverbrauch ein hohes Gewicht.

    Und in der Summe hat diese Lebensweise auch noch alle Voraussetzungen für ein insgesamt ressourcenschonendes Leben. Diese Gründerzeithäuser sind vom Prinzip sparsam mit Heizkosten, weil relativ wenig Außenfläche. Jegliche städtische Infrastruktur funktioniert sehr effizient, sei es Nahverkehr, Lebensmittelversorgung, Müllentsorgung, Post, Pakete etc. Viele Wege sind kurz. Netze für Strom, Wasser, Abwasser, Telekommunikation sind kompakt (ja, ich weiß dass die Telekom den Vorteil absurderweise nicht begreift).

    Also: Diese Wohnstruktur ist begehrt, sinnvoll, prinzipiell ökofreundlich.

    Wenn das kein Grund zum Optimismus ist! Die Menschheit ist noch nicht in allen Beziehungen auf dem Holzweg.

    #99465 Antwort

    geraldo
    Teilnehmer

    @mirror: Du schriebst:

    Es gibt noch eine dritte Möglichkeit. Nicht in die Gegend ziehen, wenn es einem dort zu eng ist. Kostet den Staat nichts. Werden dort Wohnungen frei, wird zurück gebaut und es gibt Platz für Autos. Im Gegensatz zu München gibt es in Halle Stadtteile mit freiem Wohnraum.

    Ich habe folgendes verstanden:

    Wenn in einem Wohnviertel wie bspw. dem Paulusviertel massiv falschgeparkt wird, auf Fußwegen, im Kreuzungsbereich, in falscher Richtung, wenn dadurch Ältere und Gehbehinderte nicht oder nur mühsam vorankommen, Fußgänger an jeder Kreuzung Umwege laufen müssen, Kinder mit dem Fahrrad nicht auf dem Fußweg fahren können, wenn Feuerwehr, Rettungsdienst und Müllabfuhr nicht mehr durchkommen, dann:

    Sollen „die Radfahrer“ aus dem Paulusviertel wegziehen, am besten in ein als einstmals Autostadt konzipiertes Neubauviertel, dieses zur Fahrradstadt umwidmen. Und im Paulusviertel können dann zugunsten von Parkplätzen leerstehende Häuser abgerissen werden.

    Das hast du gemeint?

    #99466 Antwort

    HalleVerkehrt
    Teilnehmer

    Danke @geraldo, mir fällt es immer schwer, mich kurz zu fassen.

    #99467 Antwort

    10010110

    Die Bewohner passen sehr gut in das Viertel, nur die Autos nicht.

    […] Verdichtung passiert überall, sehr viele Leute haben die Nase voll von Suburbia und Automania.

    Vollständigerweise muss man aber sagen, dass die Autos im Paulusviertel nicht von einer fremden Macht dorthin gestellt wurden, um die Bewohner zu ärgern, sondern von Bewohnern selbst. Es gibt also Paulusviertel-Bewohner, die, aus welchen Gründen auch immer, ihren Mitbewohnern das Leben schwer machen, weil sie in einem solchen Viertel wohnen, aber nicht auf ein Auto verzichten wollen.

    Dennoch darf es nicht zur Norm werden, dass Fuß- und Rettungswege zugeparkt werden, weil die Leute nicht wissen, wohin mit ihrem Auto – und dazu gibt es ja auch Gesetze (an deren Durchsetzung es leider mangelt; aber genau um darauf aufmerksam zu machen, soll es ja diese Aktionswoche geben). Und Leute, die unzufrieden mit der Situation sind – und ihren Mund aufmachen, um dies kundzutun und eine Änderung zu erwirken – zum Wegziehen aufzufordern, ist die schäbigste Art der Problem„lösung“.

    #99478 Antwort
    mirror
    mirror
    Teilnehmer

    Hör dir mal kurz selbst zu. Du forderst grade ein Wild-West- Rechtsverständnis im Durcheinander mit totalitärer Planwirtschaft

    Keine Planwirtschaft, Eigeninitiative.

    Eine Stadtplanung, die immer noch davon ausgeht, dass ja am liebsten jeder sein Haus 20km vor der Stadt draußen haben will,

    Falsch, Neustadt liegt keine 20 km draußen auf dem Land.

    Diese Gründerzeithäuser sind vom Prinzip sparsam mit Heizkosten, weil relativ wenig Außenfläche.

    Märchenerzähler!

    am besten in ein als einstmals Autostadt konzipiertes Neubauviertel, …

    Oh, Autostadt, was ganz Böses. So eine Autostadt hat richtig viel Platz für Radler.

    Jetzt haben zwei viel geschrieben. Ein Argument, warum sich die Radler nicht zusammentun und eine moderne Radler-Stadt in Neustadt entwickeln sollen, habe ich nicht gefunden. Wohnen und Arbeiten mit Anbindung an Weinberg-Campus und einen Katzensprung in die Innenstadt (6 – 8 km sind für die Herren ja kein Problem).

    Die Parkplatzproblematik dieser bösen SUV-Fetischisten im Paulusviertel könnten ihnen dann egal sein.

    ist die schäbigste Art der Problem„lösung“.

    Eine Problemlösung basierend auf Eigeninitiative ist natürlich schräg.

    #99482 Antwort

    JanK

    Unser Ordnungsamt besteht anscheinend ja auch nur aus knapp 10 Leuten – wie sollen die überhaupt sinnvoll kontrollieren? Die geringe Chance auf einen Strafzettel ist doch billiger als normal fürs Parken zu bezahlen…

    #99493 Antwort

    HalleVerkehrt
    Teilnehmer

    @mirror:

    Erst verdichten und hinterher nach Vater Staat rufen, damit er die bösen Autofahrer entfernt, ist einfach nur erbärmlich.

    Immer noch: deine Versuche, uns die Planung des Paulusviertels in die Schuhe zu schieben, ist erbärmlich. Deine Aussage, dass wegen der Verdichtung keiner was gegen zugeparkte Kreuzungen haben darf, ist erbärmlich. Deine Aussage, dass ein verdichtetes Paulusviertel falsch ist, ist dumm.

    Deinen Vorschlag fürs Paulusviertel hätte ich gern noch mal explizit. Implizit klingt er danach, dass viele Leute wegziehen sollen und stattdessen Platz für Autos gemacht werden soll. Also Wohnhäuser für Parkplätze abreißen.

    Die Radfahrer und Fußgänger sind nicht das Problem im Paulusviertel. Im Gegenteil, solche Viertel wurden vor dem Autoverkehr entworfen und gebaut. Das Problem sind zu viele Autos für diese Wohndichte.

    Wie kommst du jetzt noch mal logisch vom Problem „zu wenig Platz für zu viele Autos“ auf die Lösung „Menschen ohne Auto müssen wegziehen“?

    Du hast irgendwo einen Vorzeichenfehler in deiner Rechnung.

    #99495 Antwort

    10010110

    Oh, Autostadt, was ganz Böses. So eine Autostadt hat richtig viel Platz für Radler.

    @mirror, du bist doch so ein libertärer Verfechter der freien Marktwirtschaft. Dann vergleiche mal die Mieten und Grundstückspreise im Paulusviertel und in Halle-Neustadt; und dann erkläre uns mal, warum das so ist. Wenn eine „Autostadt“ so menschenfreundlich ist, warum wollen dann nur wenige dort freiwillig leben?

    Jetzt haben zwei viel geschrieben. Ein Argument, warum sich die Radler nicht zusammentun und eine moderne Radler-Stadt in Neustadt entwickeln sollen, habe ich nicht gefunden.

    Warum sind „wir“ dir eigentlich irgendwelche Argumente schuldig? „Wir“ parken nicht die Fußwege zu und sorgen für unhaltbare Zustände. Warum sollten Radfahrer sich zusammentun und eine „moderne Radler-Stadt in Neustadt“ entwickeln? Die fahrrad- und fußgängerfreundliche Infrastruktur ist in den historischen Vierteln schon vorhanden, sie wird nur eben (widerrechtlich, aber leider geduldet) von Autos besetzt. Wenn irgendwer sich rechtfertigen müsste, dann die Autofahrer, die sich zu ihrem eigenen Vorteil über geltende Regeln hinwegsetzen und andere Menschen damit belästigen. Du argumentierst ja so, als müsste sich ein Nichtraucher von seinem Platz entfernen, weil ein Raucher nebenan ungestört rauchen will. Verkehrte Welt, oder was? Wo leben wir denn hier???

    Und nochmal zur Erinnerung für dich, mirror: es geht hier nicht nur um Fahrradfahrer, sondern auch Menschen, die zu Fuß auf Gehwegen unterwegs sind und sich von immer mehr Fahrzeugen auf diesen Gehwegen gestört fühlen. Kennst du den Unterschied zwischen einem Fußweg und einer Straße?

    Bisher hast du hier am wenigsten zur Problemlösung – ja nichtmal zur Problemerörterung – beigetragen.

    #99496 Antwort

    HalleVerkehrt
    Teilnehmer

    Noch mal deutlich mein Ansatz fürs Paulusviertel:

    • Einführung Parkraumbewirtschaftung mit geringem Preis
    • Prämien aus der Stellplatzablöse für Anwohner, die ihr Auto abschaffen, in Form von ÖPNV-, Fahrrad- oder Carsharingzuschüssen (ToDo: sinnvolle Details ausarbeiten, Auto muss schon x Jahre im Besitz sein und mindestens ein Jahr kein neues angeschafft)
    • Einrichtung von Carsharingstellplätzen
    • Konsequente Ahndung von Fußweg- und Kreuzungsparkern (und Radwege im Umfeld)
    • offene Kommunikation der Stadt, dass im Paulusviertel nicht jeder Anwohner sein Auto im nahen Umfeld seiner Wohnung parken kann

    Deutliche Entspannung bringt es schon, wenn die am wenigsten genutzten 5% der Autos abgeschafft werden.

    Die aktuelle Praxis, das Falschparken dort weitgehend zu tolerieren, ist auch Marktverzerrung. Kein Parkhaus kann sich finanzieren, wenn Falschparken 15-30 Euro im Monat kostet, nicht mal mit der Quersubventionierung aus der Stellplatzablöse (die kommt, wie gesagt, zu 30% von autofreien Haushalten).

    Die bisherige Strategie der Stadt war, jeden Quadratmeter, den man irgendwie abknapsen kann, zum Parkplatz zu machen. Das hat 28 Jahre lang kein Problem gelöst und ist außerdem am Ende, weil einfach keine freien Flächen mehr da sind. Es sei denn, man will den Spielplatz wegasphaltieren oder die Pauluskirche abreißen.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 4 Wochen, 1 Tag von  HalleVerkehrt. Grund: Formulierungsfehler korrigiert
    #99571 Antwort

    Lügenbaron

    Die aktuelle Praxis, das Falschparken dort weitgehend zu tolerieren, ist auch Marktverzerrung. Kein Parkhaus kann sich finanzieren, wenn Falschparken 15-30 Euro im Monat kostet, nicht mal mit der Quersubventionierung aus der Stellplatzablöse (die kommt, wie gesagt, zu 30% von autofreien Haushalten).

    Die bisherige Strategie der Stadt war, jeden Quadratmeter, den man irgendwie abknapsen kann, zum Parkplatz zu machen. Das hat 28 Jahre lang kein Problem gelöst und ist außerdem am Ende, weil einfach keine freien Flächen mehr da sind. Es sei denn, man will den Spielplatz wegasphaltieren oder die Pauluskirche abreißen.

    Zum einen werden seit der Wende gerade im Innenstadtbereich nur öffentliche Parkplätze eingestampft. Man müsste einfach mal die Stellplatzablöse zweckgebunden einsetzen. Gibt auch im Paulusviertel noch genug Grundstücke. Zudem sollte diese einfach hoch genug sein, dass sich eine Investition in z.B. Parkhäuser lohnt.

    Deine 30% autofreien Haushalte finanzieren auch nur quer, weil die Bauherren die Auflagen nicht einhalten. Dies gilt leider auch für die öffentliche Hand. Dafür finanzieren die Autofahrer die 30% bei vielen anderen Lebenslagen quer und zwar um ein vielfaches. Jetzt wäre wieder Zeit für deine Lügenmärchen.

    #99586 Antwort
    mirror
    mirror
    Teilnehmer

    Einführung Parkraumbewirtschaftung mit geringem Preis

    Nochmal Autofahrer abzocken.

    Prämien aus der Stellplatzablöse für Anwohner, die ihr Auto abschaffen, in Form von ÖPNV-, Fahrrad- oder Carsharingzuschüssen (ToDo: sinnvolle Details ausarbeiten, Auto muss schon x Jahre im Besitz sein und mindestens ein Jahr kein neues angeschafft)

    Bevor ich Leuten, die sich eine Wohnung im Paulusviertel und ein Auto leisten können, noch einen Zuschuss ausreiche, würde ich zuerst ein kostenloses Ticket für Hartz IV ausgeben.

    Mit der Stellplatzablöse könnte man auch das Parkhaus kostenlos betreiben.

    Einrichtung von Carsharingstellplätzen

    Ihren Lieblingen, den Autovermietern, greifen Sie immer gerne unter die Arme.

    Konsequente Ahndung von Fußweg- und Kreuzungsparkern (und Radwege im Umfeld)

    Nichts gegen einzuwenden.

    offene Kommunikation der Stadt, dass im Paulusviertel nicht jeder Anwohner sein Auto im nahen Umfeld seiner Wohnung parken kann

    Wer eine Wohnung im Paulusviertel besichtigt, sieht doch die Parkplatzknappheit auf den ersten Blick. Oder sind die alle mit Schweißerbrille unterwegs?

    Deine Aussage, dass ein verdichtetes Paulusviertel falsch ist, ist dumm.

    Wer ins Paulusviertel zieht, kennt die Problematik. Es wird niemand gezwungen, dort zu wohnen.

    Die strikte Ablehnung einer Initiative zur Entwicklung eines Neuen Wohnkonzepts optimiert auf Radler verwundert mich nicht. Es fehlt einfach die Kreativität, aus den Gedankenmodellen des letzten Jahrhunderts auszubrechen. Die Träumer von der guten alten Zeit.

    #99590 Antwort

    geraldo
    Teilnehmer

    Gequirlte Scheiße, es stimmt eben doch.

    #99593 Antwort

    Lügenbaron

    Gequirlte Scheiße, es stimmt eben doch.

    Natürlich, wie alles was HalleVerkehrt so absondert. Gut das selbst du es endlich verstanden hast ohne ausfällig zu werden.

    #99601 Antwort

    geraldo
    Teilnehmer

    Gequirlte Scheiße ist es, was @mirror hier im Moment absondert.

    #99605 Antwort

    Psycho

    Mirror hat sicher zu viel Abgase eingeatmet.

    #99629 Antwort

    HalleVerkehrt
    Teilnehmer

    Ach @mirror, langsam wird es zu offensichtlich.

    Du willst keinesfalls einem reichen Stinker im Paulusviertel einen Zuschuss reichen, der sein Auto abschafft, damit weniger Parkplätze gebraucht werden, aber einen Zuschuss reichen, damit er sein Auto behält und sogar noch einen kostenlosen Parkplatz in einem Parkhaus bekommt.

    Und von Wirtschaft auch noch null Ahnung, ich dachte in irgendwas bist du gut. Von der Ablösesumme kannst du vielleicht Grundstück und den halben Bau eines Parkhauses finanzieren, aber keinen Betrieb über zehn Jahre.

    In irgendeinem Bereich musst du dich doch auskennen. Vielleicht Verkäufer? Vom Auftreten hätte ich immer auf Ökonom oder einen einfachen Ingenieur getippt.

    #99630 Antwort

    Spiegelwischer

    Tja, schlau tun ist noch lange nicht schlau sein. Das beweist er immer wieder… 😀

    #99640 Antwort

    10010110

    Wer eine Wohnung im Paulusviertel besichtigt, sieht doch die Parkplatzknappheit auf den ersten Blick. Oder sind die alle mit Schweißerbrille unterwegs?

    Frag’ das doch mal die Autobesitzer im Paulusviertel? Ich bin mir sicher, die Denkweise läuft nach dem Motto: „Naja, Parken ist zwar scheiße, aber ich will unbedingt in diesem schönen Viertel wohnen – irgendwo wird’s schon noch einen Platz geben.“ Und weil viele so denken, sieht’s so aus wie es aussieht.

    Es wird niemand gezwungen, dort zu wohnen.

    Es wird auch niemand gezwungen, dort ein Auto zu parken. Ich stimme zu, dass die Leute, die dort hinziehen, die Problematik kennen (müssten). Aber nicht die Leute, die sich über Fußweg- und Kreuzungsparker beschweren, sind das Problem, sondern die Leute die dort parken. Das verstößt nämlich erstens gegen geltende Gesetze und zweitens ist es egoistisch, rücksichtslos und einfach nur nervig. Und deswegen gibt es diese Aktionswoche.

    Die strikte Ablehnung einer Initiative zur Entwicklung eines Neuen Wohnkonzepts optimiert auf Radler verwundert mich nicht. Es fehlt einfach die Kreativität, aus den Gedankenmodellen des letzten Jahrhunderts auszubrechen. Die Träumer von der guten alten Zeit.

    Also wenn ich nicht wüsste, dass du @mirror bist, würde ich glatt denken, du hättest @mirror jetzt seine eigenen Argumente um die Ohren gehauen. Das Paulusviertel ist doch das ideale auf Radfahrer optimierte Wohnkonzept und die Autofahrer lehnen jegliche Initiative zur Veränderung ab (siehe Vierspurigkeit der Merseburger Straße). Die Gedankenmodelle des letzten Jahrhunderts sind die, die vierspurige Schnellstraßen und eine aufgelockerte Stadt, optimiert auf den Autoverkehr, bevorzugen. Und die Träumer von der guten alten Zeit sind genau die, die Veränderungen zu Lasten des privaten Autoverkehrs beklagen.

    Hast du irgendwelche Drogen genommen oder woher kommt der plötzliche Sinneswandel?

    #99643 Antwort

    HalleVerkehrt
    Teilnehmer

    Ja, ich kann @10010110 nur zustimmen: wie würde man ein Stadtviertel konstruieren, in dem gute Voraussetzungen für den gesamten Umweltverbund sind?

    • Nahe an der Innenstadt
    • hohe Wohndichte
    • gute Versorgung mit ÖPNV
    • grüne Vorgärten
    • schmale Straßen, langsamen Autoverkehr, Einbahnstraßen
    • stilvolle, abwechslungsreiche Häuser
    • mehrere Carsharing-Stationen
    • gute, breite Fußwege
    • gute Radwege

    Bis auf die Radwege und die zugeparkten Fußwege kommt mir die Beschreibung sehr bekannt vor.

Ansicht von 30 Beiträgen - 91 bis 120 (von insgesamt 174)
Antwort auf: Kampf gegen Falschparker: Aktionswoche für freie Wege in Halle
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