Startseite Foren Halle (Saale) Mehr Geld für Rad- und Fußwege, weniger für Straßen

Dieses Thema enthält 248 Antworten und 11 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Philipp Schramm vor 2 Wochen, 5 Tagen.

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  • #104855 Antwort

    HansimGlück

    Die Angaben für den Edeka in der Vogelweide waren wohl eher pro Woche.

    #104856 Antwort

    HalleVerkehrt
    Teilnehmer

    @mirror:

    Bei seine ganzen Berechnungen vergisst unser @halleverkehrt immer die Zeit. Lässt es wohl in seinem Leben recht gemütlich angehen.

    Das Gesamtsystem wird nicht wesentlich billiger durch die 40-Tonner, es wird nur anders verteilt. Die Spediteure sparen ein bisschen, und die Stadt und das Land und der Bund zahlen kräftig drauf. So ein Straßenbau kostet auch Zeit, und zwar alle. Du zitierst ja gern die Pendler, die in ihren Autos sitzen. Wenn Baustellen und Staus entstehen, kostet das alle Betroffenen viele wertvolle Ressourcen.

    Genauso wie die Verlagerung von der Schiene auf die Autobahn. Es gibt mehr Staus, mehr Unfälle, Tote und Verletzte, dann schreien alle nach einer Zusatzspur, die kostet sehr hohe Investitionen.

    Hattest du eigentlich so ganz und gar kein VWL bei was auch immer du gelernt hast? Externalisierung interner Kosten und so?

    #104857 Antwort

    10010110

    Also rechnest du grob mit 500 Tonnen Lebensmitteln pro Tag in einem einzigen Edeka?

    Also rechnest du damit, dass der LKW komplett geleert wird. Der lädt seine 1-x Paletten Bier ab und fährt bestenfalls zum nächsten Edeka oder wieder aus der Stadt heraus.

    Und dann setzt du diesen Edeka 10km weiter raus vor die Stadt.

    Selbst im schlimmsten Fall brauchst du keine 10km. Vom Marktplatz (eher weniger bewohnt) bis Peißen sind es keine 8 km, bis zur Südstadt keine 5 km und bis zum Hermes Areal ganz knapp über 2 km. Alles Großmärkte, wo der 40 Tonner meist mehr entlädt, da ein entsprechend großes Lager vorhanden ist. Den Unterschied kannst du schön beim  Edeka in der LuWu sehen.

    OK. Nehmen wir an, dass alle so extrem einkaufen, wie @wilfried hier behauptet, also in 40kg Paketen. Das bedeutet, dass 12500x ein 1.7 Tonnen schweres Fahrzeug durch den Stadtverkehr fahren muss, um einzukaufen, um die 500 Tonnen wegzufahren. Viele Einkäufe sind deutlich kleiner, also vermutlich eher so 15000 Fahrten mit dem PKW, um die 15 Fahrten mit dem LKW zu ersetzen.

    Wie „realistisch“ deine Rechnung ist, haben wir ja oben schon geklärt.

    #104859 Antwort

    HalleVerkehrt
    Teilnehmer

    Wie „realistisch“ deine Rechnung ist, haben wir ja oben schon geklärt.

    Du musst deine LKW schon ein paar hundert mal im Kreis kurven lassen, wenn du an die Ineffizienz heutiger PKW zum Einkaufen rankommen willst. Das siehst du ja schon am Verbrauch: 35l / 100km beim 40-Tonner, 6l/100km beim 0,040- Tonner. Also pro 40 Tonnen*100km Transport 35l zu 6000l. Wenn du dann noch die viel viel vieeel schlechtere (pro l Diesel) Abgasreinigung der PKW betrachtest, wird noch offensichtlicher, wie viel schlechter das System „PKW nach Peißen“ ist. Das kann ja auch gar nicht anders gehen, es liegt einfach am offensichtlichen extremen Fehlverhältnis Netto/Brutto (40kg / 1700kg).

    Und die 40kg sind garantiert nicht der Durchschnitt der Einkäufe.

    Das sieht beim Fahrrad anders aus, 20 kg Einkauf auf 15kg Fahrrad. Der Energieverbrauch ist sehr gering, Fahrräder gehören zu den energieeffizientesten Transportmöglichkeiten.

    #104860 Antwort

    HalleVerkehrt
    Teilnehmer

    Dass ein LKW mehrere Edekas beliefert, ändert am Ergebnis übrigens ziemlich wenig. Die meisten werden voll nach Halle reinfahren und leer wieder raus, und dazwischen ein paar Kilometer machen. Vermutlich kommt dafür auch noch ein Teil aus jeder Himmelsrichtung, so dass in der Summe die mehr- oder minder-Kilometer bei Verschiebung des Supermarkts wenig ins Gewicht fallen. Aber selbst wenn dadurch die LKW doppelt soviele mehr- km wie die PKW zurücklegen müssen, hast du eben 100l zu 7500l, also Faktor 75. Bei 20kg- Einkäufen natürlich Faktor 150.

    #104861 Antwort

    Gordon

    Wieso schreibt Nixidee als „10010110“? Verleiht das seinen schwachen Argumenten irgendwelchen Nachdruck? Egal, Mutti ist bestimmt trotzdem stolz.

    #104862 Antwort

    HalleVerkehrt
    Teilnehmer

    Mal ne allgemeine Frage in die Runde: falle ich hier auf Extrem-Trolle rein oder gab es eine Phase, wo man Physik in der 6.Klasse abwählen konnte oder ist wirklich vielen nicht klar, wie wenig Energieeffizient es ist, 1600kg oder mehr (2500kg beim SUV?) mit sich rumzutragen?

    Wenn diese ganzen Größenordnungen so wenig offensichtlich sind, kann ich das auch alles mal systematischer aufschreiben.

    #104869 Antwort

    10010110

    Dass ein LKW mehrere Edekas beliefert, ändert am Ergebnis übrigens ziemlich wenig. Die meisten werden voll nach Halle reinfahren und leer wieder raus, und dazwischen ein paar Kilometer machen.

    Also das Problem des Handlungsreisenden kannst du mal gerne für alle Edeka im Stadtgebiet lösen. Luftlinie sind zwischen den Edekas ohne Kreisschluss über 20 km. Wenn wir mal deiner Theorie mit jeder LKW kommt voll und verlässt Halle wieder leer folgen. Realistisch wird der LKW aber noch ganz andere Wege zurück legen und nur einen Bruchteil der Ladung in Halle lassen. Dazu kommen sicher noch fremde Logistiker, da kommt dann der Lieferant der lokalen Bierbrauerei und liefert dem Edeka in der LuWu 1 Palette Bier, dann kommt der Zuckerwasserlieferant und bringt 2 Paletten Zuckerwasser. Und wenn die ganz viel Glück haben, bestellen mal ein paar Edekas vom selben Lieferanten am selben Tag.

     

    Vermutlich kommt dafür auch noch ein Teil aus jeder Himmelsrichtung, so dass in der Summe die mehr- oder minder-Kilometer bei Verschiebung des Supermarkts wenig ins Gewicht fallen. Aber selbst wenn dadurch die LKW doppelt soviele mehr- km wie die PKW zurücklegen müssen, hast du eben 100l zu 7500l, also Faktor 75. Bei 20kg- Einkäufen natürlich Faktor 150.

    2km vs. 20km (Luftlinie) für eine einfache Tour ohne Ein und Ausfahrt aus der Stadt. Und da reden wir von 15 LKWs am Tag, damit nicht nur Bier im Kofferraum landet und du kannst davon ausgehen, dass die Ladungen sich von Tag zu Tag unterscheiden, heißt für einen bunten Einkaufskorb sind weit mehr als die 15 LKW diesen einen Edeka angefahren. Übrigens darf dein 40-Tonner im Schnitt ca. 25t zu laden. Da du aber Systemgewichte und Zuladungen eh bunt mischt ist das dann ziemlich Wurst:

     

    Das sieht beim Fahrrad anders aus, 20 kg Einkauf auf 15kg Fahrrad. Der Energieverbrauch ist sehr gering, Fahrräder gehören zu den energieeffizientesten Transportmöglichkeiten.

    Und das fährt dann alleine? Oder kommen zum Systemgewicht noch mal rund 80 kg Antrieb dazu? In deinem Fall gleicht der Bierbauch vermutlich die fehlende Größe wieder aus und du bleibst vermutlich im Schnitt. Deine Propaganda war schon mal unauffälliger. Ich freue mich schon auf die News zu deiner Aktionswoche, wird sicher ähnlich viel Wahrheit beinhalten.

    #104870 Antwort

    Philipp Schramm
    Teilnehmer

    Selbst wenn das war wäre … wieso ist der Verkehr auf dem Schutzstreifen für dich kein fließender Verkehr?

    Sicherlich sind Radfahrer auf diesen Radfahr(schutz)streifen fließender Verkehr.

    Aber wenn dort in der Zeit, wo die Müllabfuhr oder andere Fahrzeuge (z.B. Lieferfahrzeuge von Paketdiensten) diesen Streifen „blockieren“ ganze 1 – 3 Radfahrer kommen, aber in der gleichen Zeit ein vielfaches an Autos diese Stelle passieren, dann stellt sich doch die Frage, welche Art „Blockierung“ hier für mehr Behinderungen sorgen würde.

    Die Radfahrer können dabei immer noch auf die Fahrbahn der Autos ausweichen, ein PKW, oder gar ein PKW bleibt dann dahinter stecken und es kommt zu teils massiven Verkehrsbehinderungen.

    Also sollte man bei bestimmen „StVO-Verstößen“ auch mal die Kirche im Dorf lassen.

    Kein Verständnis habe ich natürlich für diejenigen, die aus reiner Faulheit direkt vor dem Bäcker oder dem Geldautomaten halten, nur weil sie keine 50 oder 100 m weiter laufen wollen (können).

    #104871 Antwort

    geraldo
    Teilnehmer

    @Philipp: Entweder die StVO gilt oder sie gilt nicht. Es würde mich wirklich nicht wundern, wenn du zu den Autofahrern gehören solltest, die bei so einer Blockade auf dem Radweg dann auf der Straße noch extra tüchtig Gas geben, damit Radfahrer auch ja nicht über die Fahrspur ausweichen können.

    #104872 Antwort

    10010110

    Mal ne allgemeine Frage in die Runde: falle ich hier auf Extrem-Trolle rein oder gab es eine Phase, wo man Physik in der 6.Klasse abwählen konnte oder ist wirklich vielen nicht klar, wie wenig Energieeffizient es ist, 1600kg oder mehr (2500kg beim SUV?) mit sich rumzutragen?

    Wenn diese ganzen Größenordnungen so wenig offensichtlich sind, kann ich das auch alles mal systematischer aufschreiben.

    Ich ahne warum du so ein untalentierter Programmierer bist. Natürlich ist es nicht Energieeffizient 1600kg mit sich herum zu tragen. Du hast wegen Straßenschäden herum geheult und dafür ist nun mal primär Schwerlastverkehr verantwortlich. Um dir mal auf die Sprünge zu helfen:

    https://www.zeit.de/2011/31/Stimmts-Strasse

    Rechnen wir mal zu deinem Gunsten mit 15000 facher Belastung der städtischen Straße und wir entladen den LKW entgegen jeder Realität komplett und er hatte zufällig die exakte Ladung die alle Autofahrer nachgefragt haben. Dann hat der LKW 25000 kg gebracht und wir nehmen mal deine unrealistisch niedrigen 20 kg für den Einkauf an, weil wir keine Getränke mitnehmen und ansonsten sehr genügsam sind.

    25000 kg / 20 kg macht dann 1250 Autofahrer, welche dann mehr als den 10 fachen Weg zurück legen müssten um die Straßen ähnlich zu schädigen. Dies ist natürlich nicht sonderlich realistisch, denn ob der LKW in die Stadt rein fährt oder der PKW aus der Stadt heraus, macht beim Weg keinen Unterschied. Da können wir auch großzügig beim LKW nur einen Weg nehmen, da er leer ja etwas weniger schaden macht, und der ist immer noch weit schädlicher als die vielen gemeinen PKWs.

    Bei der reinen Energieeffizienz für den puren Transport wird der LKW sicher auch bei Realbedingungen besser abschneiden. Aber Auf das Gesamtsystem wird es sich vermutlich annähern und am Ende davon abhängen wie man die „Kosten“ für Energie bewertet.

    #104873 Antwort

    Philipp Schramm
    Teilnehmer

    @geraldo

    Da kennst du mich aber verdammt schlecht.

    Mir kommt es immer auf die jeweilige Situation an. Wenn jemand lange Zeit vorher umsichtig schaut, Handzeichen gibt etc., bin ich der Letzte, der den Radfahrer dann nicht rein lässt.

    Ist da aber von vornherein solch ein rücksichtsloser Schnösel, dann versuche ich sehr wohl, ihn daran zu hindern, vor mir einzuscheren.

    Gleichermaßen verhalte ich mich auch bei anderen Autofahrern. Wer rechtzeitig blinkt, den lasse ich auch rein, nicht aber jemanden, der versucht mit aller Macht und Gewalt sich dazwischen zu drängeln. Anders verhält es sich beim „klassischem“ Reißverschlussverfahren. Aber auch da lasse ich nur Einen rein. Wenn dann ein Zweiter versucht ebenfalls noch mit rein zu pressen, den blockiere ich konsequent.

    #104874 Antwort

    StVO ist dein Freund

    Entweder die StVO gilt oder sie gilt nicht. Es würde mich wirklich nicht wundern, wenn du zu den Autofahrern gehören solltest, die bei so einer Blockade auf dem Radweg dann auf der Straße noch extra tüchtig Gas geben, damit Radfahrer auch ja nicht über die Fahrspur ausweichen können.

    Na klar gilt die StVO immer. Halten auf einem Schutzstreifen ist an sich erlaubt. Halten und Parken auf dem Radweg sicher nicht, z.B. im Falle der fast kompletten Ludwig-Wucherer-Straße ist dies aber auch nicht auf der Straße erlaubt. Wenn man also am rechten Rand parkt, behindert man weniger Verkehr, weil alle Verkehrsteilnehmer immerhin am „Falschparker“ vorbei kommen. Wie es Halle mit Ausnahmegenehmigungen regelt kann ich aber nicht sagen.

    #104875 Antwort

    Philipp Schramm
    Teilnehmer

    Wenn man also am rechten Rand parkt, behindert man weniger Verkehr, weil alle Verkehrsteilnehmer immerhin am „Falschparker“ vorbei kommen.

    Das begreifen eben einige nicht, das man auf diesen „Randstreifen“ halten darf. Viele denken aber, sobald man das Fahrzeug verlässt, wäre es schon „parken“. Stimmt aber nicht.

    Im Falle der Ludwig-Wucherer-Straße gibt es dort einen DHL-Shop, bei dem sowohl Pakete angeliefert, als auch abgeholt werden. Damit der DHL-Fahrer aber nicht die komplette Fahrbahn blockiert, „hält“ er auf dem Radfahrstreifen. Würde er auf der eigentlichen Fahrbahn halten, würde er denn kompletten nachfolgenden Verkehr blockieren.

    Nur begreifen das einige nicht, insbesondere unsere Radfahrer nicht, das es doch weitaus einfacher wäre, um das „Hindernis“ (Paketdienst auf Radfahrstreifen) auszuweichen, als wenn der komplette PKW- und LKW-Verkehr zum Erliegen kommen würde, nur damit die Radfahrer „freie Fahrt“ haben.

    #104884 Antwort

    HansimGlück

    Das begreifen eben einige nicht, das man auf diesen „Randstreifen“ halten darf.

    Ist schon klar, dass dich Radverkehrsanlagen zum Parken einladen. Da du ja die STVO so schön auswendig kennst, lies besser noch mal nach. Du darfst Radverkehrsanlagen bei Bedarf kreuzen. Das heißt, z.B. wenn deine Einfahrt dahinter liegt, wird sie durch einen Radweg/streifen nicht von der Straße getrennt. Bedarf heißt aber nicht, dass du dir den Bedarf selber ausdenken darfst. Es besteht für niemanden ein Bedarf am Hallmarkt mit dem Auto direkt vor der Bank zu parken.

    Zum Halten. Die STVO sagt, wie übrigens an einigen Stellen, dass du durch dein Handeln (Halten) niemanden gefährden darfst. Wenn du das auf Geh- oder Radweg tust, gefährdest du zwangsläufig denjenigen, der seinen Verkehrsraum verlassen muss, weil du ihn blockierst. Du erklärst uns ja immer, dass Radfahrer nix im Straßenverkehr zu tun haben und nur da fahren dürfen, wo es Radwege gibt, dann anhalten uns explodieren müssen. (Thema Bernburger)

    Ich verstehe und achte den Bedarf (wieder Bedarf!) von Lieferwagen, an unmöglichen Stellen zu halten. Max Mustermann hat diesen Bedarf aber sehr sehr sehr sehr sehr sehr selten. Hinweis, Döner und Geld holen, gehört nicht dazu.

    Was mich an Lieferwagen aufregt, dass sie beim Halten nicht nachdenken. Der Klassiker, den wir alle kennen, ist ja diagonal über den ganzen Fußweg. Mit bisschen nachdenken, könnten die Fahrer das an den meisten Stellen so hinbekommen, dass alle miteinander klar kommen.

    #104887 Antwort

    StVO ist dein Freund

    Zum Halten. Die STVO sagt, wie übrigens an einigen Stellen, dass du durch dein Handeln (Halten) niemanden gefährden darfst. Wenn du das auf Geh- oder Radweg tust, gefährdest du zwangsläufig denjenigen, der seinen Verkehrsraum verlassen muss, weil du ihn blockierst.

    Dann behinderst du ihn höchstens. Wenn ein simpler Spurwechsel für einen Verkehrsteilnehmer per se eine Gefahr darstellt, sollte dieser natürlich nicht am Verkehr teilnehmen. Das bringt uns zum äußerst wichtigen Führerschein für Radfahrer.

    #104889 Antwort

    geraldo
    Teilnehmer

    @Fake-10010110

    Deine Rechnung mag vielleicht stimmen (das hab ich aus auszuführenden Gründen nicht überprüft), aber sie kann zahlenmäßig noch so genau sein, trotzdem wird sie falsch, wenn sie einfach von falschen Ausgangsbedingungen ausgeht.

    Es ist kein Naturgesetz, dass Edeka mit 40-Tonnen-Lastzügen von Minden bis direkt vor den Edeka in der LuWu fährt. Das sind Entscheidungen, die irgendjemand trifft. Edeka trifft sie, weil sie aus deren Sicht die kostengünstigste ist. Aber selbstverständlich gäbe es andere Lösungen, und die Politik (also letztlich unsere Vertreter) haben es in der Hand, ob das so bleibt. Siehe bspw. London, wo man durch eine Citymaut Einfluss auf den Verkehrskollaps zu nehmen versucht. Genauso kann man politische Entscheidungen treffen, die Einfluss auf Lkw-Trucks in der Stadt haben.

    Wenn heute 3x ein kleiner Blechschaden an einer Kreuzung mit Grünpfeil passiert, dann wird der Grünpfeil entfernt. Wenn morgen ein rechtsabbiegender 40-Tonner eine Radfahrerin totfährt, dann passiert – NICHTS. Nö, es hat ja in Halle auch niemand was dagegen, dass in der Wörmlitzer Straße, mitten zwischen dicht beparkten Wohnvierteln, ganze Lastzüge parken.

    Worauf ich hinaus will: Die Rechnung sieht schon anders aus, wenn man durch Citymaut oder Durchfahrverbote darauf hinwirkt, dass Geschäfte in der Stadt anders als heute beliefert werden. Denkbar wären autobahnnahe Auslieferungslager, von denen aus städtische Geschäfte mit kleinen, leichteren, ggf. später auch mal elektrischen Lkw beliefert werden. Man muss das nur wollen.

    #104892 Antwort

    Philipp Schramm
    Teilnehmer

    @HansimGlück

    Wo steht bitte, das ich auf dem Radschutzstreifen parke. Ich habe nur Verständnis für diejenigen, die es machen, um den nachfolgenden Kraftverkehr nicht unnötig zu behindern.

    Mit einem Fahrrad kann man schnell mal ausweichen, was mit einem PKW oder LKW oftmals nicht so einfach geht.

    Aber das geht in eure fahrradversuchten Köpfe nicht rein, Hauptsache ihr kommt überall ohne Behinderungen durch. Begreift endlich, das es nicht immer nur nach eurem Willen geht.

    Wenn morgen ein rechtsabbiegender 40-Tonner eine Radfahrerin totfährt, dann passiert …

    Wenn ihr Fahrradfahrer mal ein wenig mitdenken würdet, würdet ihr auch nicht direkt neben einen LKW an die Ampel stellen.  Stichwort „Toter Winkel“. Aber als führerscheinloser Radfahrer weiß man sowas natürlich nicht.

    #104893 Antwort

    01101001

    Deine Rechnung mag vielleicht stimmen (das hab ich aus auszuführenden Gründen nicht überprüft), aber sie kann zahlenmäßig noch so genau sein, trotzdem wird sie falsch, wenn sie einfach von falschen Ausgangsbedingungen ausgeht.

    Sie geht von der Realität aus. Der verweigerst du dich ja offensichtlich gerne.

     

    Es ist kein Naturgesetz, dass Edeka mit 40-Tonnen-Lastzügen von Minden bis direkt vor den Edeka in der LuWu fährt. Das sind Entscheidungen, die irgendjemand trifft. Edeka trifft sie, weil sie aus deren Sicht die kostengünstigste ist. Aber selbstverständlich gäbe es andere Lösungen, und die Politik (also letztlich unsere Vertreter) haben es in der Hand, ob das so bleibt. Siehe bspw. London, wo man durch eine Citymaut Einfluss auf den Verkehrskollaps zu nehmen versucht. Genauso kann man politische Entscheidungen treffen, die Einfluss auf Lkw-Trucks in der Stadt haben.

     

    Edeka hat ein Lager in Landsberg, nun gut Fakten und so. Natürlich kann man mit einem Hauch Diktatur alles lösen. Da wirst du auch Zustimmung aus der Blockwart Aktionswochen Richtung bekommen. Nun musst du dich halt entscheiden ob es Energieeffizient sein soll oder ob der von dir induzierte Verkehr die Verkehrsanlagen zerstört.

     

    Wenn heute 3x ein kleiner Blechschaden an einer Kreuzung mit Grünpfeil passiert, dann wird der Grünpfeil entfernt. Wenn morgen ein rechtsabbiegender 40-Tonner eine Radfahrerin totfährt, dann passiert – NICHTS. Nö, es hat ja in Halle auch niemand was dagegen, dass in der Wörmlitzer Straße, mitten zwischen dicht beparkten Wohnvierteln, ganze Lastzüge parken.

    Da hast du Recht, man sollte in dem Fall nicht am Grünpfeil zweifeln. Auch sollte man über Hilfsmittel für Schwerlaster und viel wichtiger über einen Führerschein für Radfahrer nachdenken. Gesunder Menschenverstand scheint ja bei Radfahrern nicht vorhanden zu sein. Wenn ich dann mal ganz fiktiv trotz Luxusradweg lieber im toten Winkel am LKW vorbei schleiche, ist das Ergebnis vorhersehbar. Ich kann dir versichern das ich nicht mal im deutlich sicheren PKW versuche die Vorfahrt zu erzwingen oder einem LKW in den toten Winkel zu fahren.

     

    Worauf ich hinaus will: Die Rechnung sieht schon anders aus, wenn man durch Citymaut oder Durchfahrverbote darauf hinwirkt, dass Geschäfte in der Stadt anders als heute beliefert werden. Denkbar wären autobahnnahe Auslieferungslager, von denen aus städtische Geschäfte mit kleinen, leichteren, ggf. später auch mal elektrischen Lkw beliefert werden. Man muss das nur wollen.

    Dann bezahl es auch. Das tun aber die Nettozahler des MIV für dich, damit du dir deinen Luxus leisten kannst und die große Klappe haben kannst.

    #104894 Antwort

    geraldo
    Teilnehmer

    @Philipp Schramm

    Ich habe den Eindruck, dass du keine tiefergehenden Erfahrungen mit dem Radfahren hast, und dass du aus der Autofahrerposition das Verhalten von Radfahrern missinterpretierst.

    Zunächst einmal: Es gibt den § 7 Abs. 4 StVO, den würde ich an dieser Stelle mal ohne tiefergehende Recherche als auch anwendbar für den Fall des blockierten Radstreifens halten.

    Ich vermute allerdings, dir sind die fahrphysikalischen Voraussetzungen auf dem Fahrrad nicht wirklich klar. Natürlich kann man sich in 10-km/h-Muttitempo dem auf dem Radweg stehenden Laster nähern, sich 3x umschauen, das Händchen raushalten und minutenlang darauf hoffen, dass ein supernetter Autofahrer von erlaubten 50 auf 5km/h herunterbremst, damit die Dame mit dem Radel am Lkw vorbeizuckeln kann.

    Was du unter Radrambos verstehst ist hingegen oft einfach nur umsichtiges und situationsgerechtes Verhalten. Radfahrer wie ich sind auf dem Radweg ja durchaus mit 20, 25 km/h unterwegs. Wenn ich so ein Hindernis auf dem Radweg entdecke, dann drehe ich mich schon recht zeitig um und schaue, wie es auf der Autospur aussieht. Entdecke ich dort eine ausreichend große Lücke, dann beschleunige ich und fahre nach erneutem Blick zurück auf die Straße. Oder ich bremse etwas ab, um noch ein Auto durchzulassen und beschleunige dann in die nächste sich bietende Lücke. Das behindert aus meiner Sicht den Verkehrsfluss auf der Straße am wenigsten.

    Was hingegen gar nicht geht: Abbremsen und gleichzeitig den Arm links raushalten. Wenn man nicht so eine antiquierte Rücktrittbremse hat, dann hat man zwei Bremshebel. Und mit denen kann man das Fahrrad nur dann am wirkungsvollsten und fahrstabil abbremsen, wenn man beide Hände am Lenker lässt.

    #104895 Antwort

    geraldo
    Teilnehmer

    @Philipp Schramm

    Wenn ihr Fahrradfahrer mal ein wenig mitdenken würdet, würdet ihr auch nicht direkt neben einen LKW an die Ampel stellen. Stichwort „Toter Winkel“. Aber als führerscheinloser Radfahrer weiß man sowas natürlich nicht.

    Prüfe deine Vorurteile! Mitdenken ist Teil der Überlebensstrategie jedes Alltagsradlers. Selbstverständlich wissen viele Radfahrer, dass man sich nicht in den toten Winkel von Pkw und Lkw stellen sollte. Sonst würde noch viel mehr passieren, das darfst du mir gerne glauben.

    #104896 Antwort

    geraldo
    Teilnehmer

    @rückwärts-Fake-01101001

    Du willst mich offensichtlich missverstehen: Die Realität ist kein Naturgesetz. Und ich sehe überhaupt nicht ein, dass von meinen Steuern und Sozialbeiträgen die Kostensenkungen im Einzelhandel finanziert werden, deren „Kollateralschäden“ extremer Straßenverschleiß, Beschädigung von Rad- und Fußwegen, Verletzung, Erkrankung und Tötung von Stadtbewohnern sind.

    #104897 Antwort

    01101001

    Du willst mich offensichtlich missverstehen: Die Realität ist kein Naturgesetz. Und ich sehe überhaupt nicht ein, dass von meinen Steuern und Sozialbeiträgen die Kostensenkungen im Einzelhandel finanziert werden, deren „Kollateralschäden“ extremer Straßenverschleiß, Beschädigung von Rad- und Fußwegen, Verletzung, Erkrankung und Tötung von Stadtbewohnern sind.

    Ich sehe nicht ein, dass von meinen Unsummen an Abgaben Luxusradwege für Egoisten finanziert werden. Das Leben ist halt nicht immer Nett.

    #104910 Antwort

    geraldo
    Teilnehmer

    Ich brauche keine Luxusradwege. Du Großmaul hinter einem Fake-Nick hast offenbar noch nicht verstanden, dass Radwege – von Luxus keine Spur – so gut wie immer dafür angelegt werden, damit die Fahrräder MIV und ÖPNV nicht „stören“.

    Und mein Einwurf vom Edeka-Truck direkt aus Minden war selbstverständlich eine sarkastische Übertreibung, aber das zu verstehen bist du auch zu blöd.

    #104913 Antwort

    10010110

    Und mein Einwurf vom Edeka-Truck direkt aus Minden war selbstverständlich eine sarkastische Übertreibung, aber das zu verstehen bist du auch zu blöd.

    Versuche nicht deine Dummheit als Sarkasmus zu tarnen.

    #104914 Antwort

    HansimGlück

    Wo steht bitte, das ich auf dem Radschutzstreifen parke. Ich habe nur Verständnis für diejenigen, die es machen, um den nachfolgenden Kraftverkehr nicht unnötig zu behindern.

    Mit einem Fahrrad kann man schnell mal ausweichen, was mit einem PKW oder LKW oftmals nicht so einfach geht.

    Aber das geht in eure fahrradversuchten Köpfe nicht rein, Hauptsache ihr kommt überall ohne Behinderungen durch. Begreift endlich, das es nicht immer nur nach eurem Willen geht.

    Wenn morgen ein rechtsabbiegender 40-Tonner eine Radfahrerin totfährt, dann passiert …
    Wenn ihr Fahrradfahrer mal ein wenig mitdenken würdet, würdet ihr auch nicht direkt neben einen LKW an die Ampel stellen.  Stichwort „Toter Winkel“. Aber als führerscheinloser Radfahrer weiß man sowas natürlich nicht.

    Ich finde deine Posts ja immer traumhaft, Schramm. Du merkst beim Schreiben nicht mal, wie peinlich das ist. Ich hab dir die sich in Objektivität widersprechenden Thesen mal markiert. Ich hab nie behauptet, dass du auf Radwegen parkst, aber wie du reagierst und was du schreibst, findest du es anscheinend schon ok. Insgesamt ist dein ganzer Beitrag (wie immer) nur, „die anderen sollen Platz machen.“

    Ich besitze einen hübschen rosa Führerschein. Ich benutze ihn sogar. Im Grunde bin ich in gleichen Verhältnissen als Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer unterwegs. Solltest du auch mal machen, das gibt einen umfassenden Einblick von allen Seiten. Kleiner Hinweis, der Egoismus wächst mit der Größe des Fahrzeuges.

    #104915 Antwort

    geraldo
    Teilnehmer

    Versuche nicht deine Dummheit als Sarkasmus zu tarnen.

    @Fake-Zahlensalat: Untauglich sind deine Versuche, deine Borniertheit, deine fehlende Lebenserfahrung und dein Unvermögen, sich in Andere hineinzuversetzen, durch vermeintliche Vorwitzigkeit zu kaschieren.

    Du hast offenbar noch nie gesehen, wie rücksichtlos die Edeka-Fahrer durch die Brunnenstraße prügeln. Du hast offenbar noch nie vergleichbares gesehen wie ich, etwa wenn beim Retortenbäcker am Reileck die normale Lieferung ausbleibt und dann ein riesiger Edeka-Lkw für Ersatz sorgt und ohne Rücksicht auf Radfahrer und Fußgänger sich in die Einmündung zur Händelstraße drängt.

    Ich gehe da gar nicht so weit wie andere Zeitgenossen hier, denen zu den Schwierigkeiten der Berufskraftfahrer nur „Augen auf bei der Berufswahl“ einfällt. Ich habe durchaus Verständnis für diese Fahrer, und in anderen Fällen, etwa bei Übermüdung und Ablenkung auf der Autobahn, gehören sie auch zu den Opfern ihrer Ausbeutung. Aber auch das ist kein Naturgesetz und ließe sich ändern, den politischen Willen vorausgesetzt.

    Und stell dir nur vor: Ich habe selber ein Auto und benutze es sogar zum Einkaufen. Aber höre endlich auf, dir selbst in die Tasche zu lügen. Es ist weder wirtschaftlich und ökologisch sinnvoller, noch tatsächlich unvermeidbar, alles mit dem Auto im Gewerbegebiet am Stadtrand zu kaufen. Hier ist auch niemand auf der Seite der Radfahrer, der dir vorschreiben wird, wie und wann du was einkaufst. Hier sind nur Leute die dafür werben, mal die Blickrichtung zu wechseln und sich vorzustellen, dass Einkaufen per pedes und per pedalis durchaus möglich ist und sogar praktisch sein kann. Aber es sind deinesgleichen Autofahrer, die Fußgängern und Radfahrern durch ihre Rücksichtslosigkeit das Leben schwer machen.

    #104918 Antwort

    geraldo
    Teilnehmer

    @all, da hier der „DHL-Shop“ an der LuWu erwähnt wurde: Es ist mitnichten die einzige Lösung, dort auf dem Radstreifen zu halten. Der Paketshop befindet sich auf der Höhe, wo sich die Straße in Geradeaus- und Linksabbiegerspur teilt und die Kraftfahrzeuge könnten problemlos über die Linksabbiegerspur am Transporter vorbeifahren und müssten mitnichten minutenlang hinter ihm warten.

    #104919 Antwort

    Philipp Schramm
    Teilnehmer

    Prüfe deine Vorurteile! Mitdenken ist Teil der Überlebensstrategie jedes Alltagsradlers.

    Selten so gelacht, wie nach diesem Beitrag. Wenn die meisten Radfahrer „mitdenken“ würden, dann würden sie sich an die StVO halten und nicht fahren, wie sie es für „richtig“ halten.

    Kleiner Hinweis, der Egoismus wächst mit der Größe des Fahrzeuges.

    Wenn ich wirklich so egoistisch sein sollte, wie du denkst, dann würde ich nicht mit einem Kompakt-Kombi fahren, sondern eher mit einem Mercedes Sprinter mit XL-Radstand.

    #104920 Antwort

    geraldo
    Teilnehmer

    Aber Philipp, du zeigst doch hier in der Diskussion selber sehr deutlich, dass die Vorschriften der StVO plötzlich butterweich werden, wenn es einem Autofahrer darum geht, mal schnell irgendwas irgendwo zu erledigen.

    Hier was für deinen Blutdruck. Was ist schlimmer: Dass ein Fußgänger oder Radfahrer an einer gerade leeren Kreuzung bei Rot die Straße überquert? Oder dass ein Lieferfahrzeug ein paar Minuten auf dem Radweg parkt und in der Zeit „nur ein paar“ Radfahrer auf die Autospur ausweichen müssen?

Ansicht von 30 Beiträgen - 181 bis 210 (von insgesamt 249)
Antwort auf: Mehr Geld für Rad- und Fußwege, weniger für Straßen
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