Startseite Foren Halle (Saale) Mehr Geld für Rad- und Fußwege, weniger für Straßen

Dieses Thema enthält 248 Antworten und 11 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Philipp Schramm vor 2 Wochen, 5 Tagen.

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  • #104921 Antwort

    HalleVerkehrt
    Teilnehmer

    @Philipp

    Im Falle der Ludwig-Wucherer-Straße gibt es dort einen DHL-Shop, bei dem sowohl Pakete angeliefert, als auch abgeholt werden. Damit der DHL-Fahrer aber nicht die komplette Fahrbahn blockiert, „hält“ er auf dem Radfahrstreifen. Würde er auf der eigentlichen Fahrbahn halten, würde er denn kompletten nachfolgenden Verkehr blockieren.

    Das Problem hast du sehr gut erkannt. Nun kommen aber in der LuWu nicht nur 3 Räder vorbei, wenn dort ausgepackt wird.

    Nun die Quiz-Frage an die Runde: wenn vor diesem Shop und den benachbarten Geschäften regelmäßig zu bestimmten Uhrzeiten Lieferungen notwendig sind, aber im normalen Straßenraum kein Platz für das Lieferauto ist, welche einfache Lösung könnte es dafür geben?

    Na?

    Liefern, Platz…

    Eine Lieferzone! Richtig. Wurde aber auch Zeit.

    So, warum kommt nun die Stadt nicht von selbst auf die glorreiche Idee, einfach vor dem DHL zu bestimmten Uhrzeiten eine Lieferzone auszuschreiben, so wie jeder „schlechteste Programmierer von Halle“ nach 5 Minuten Beobachtung und 5 Sekunden nachdenken?

    Weil dafür ganze zwei Parkplätze teilweise zu opfern wären. Zwei Parkplätze für drei Stunden am Tag sind also sehr viel mehr Wert als mehrere hundert vermiedene Konfliktsituationen zwischen MIV und Radverkehr im Monat.

    An solchen Abwägungen erkennt man, dass die zuständigen Stadtverwalter entweder selbst ideologisch verbohrt sind oder aber große Angst vor der Fraktion der ideologisch Verbohrten haben.

    #104922 Antwort

    Philipp Schramm
    Teilnehmer

    …, wenn es einem Autofahrer darum geht, mal schnell irgendwas irgendwo zu erledigen.

    Es kommt drauf an, was zu erledigen ist.

    Dass ein Fußgänger oder Radfahrer an einer gerade leeren Kreuzung bei Rot die Straße überquert?

    Die StVO gilt sowohl an leeren, als auch an vollen Kreuzungen. Rot ist und bleibt Rot.

    #104924 Antwort

    HalleVerkehrt
    Teilnehmer

    Wir hatten die 500 Tonnen Belieferung eines Edeka-Marktes als Grundlage genommen. Da wir hier nicht mehrdimensionale Optimierungsaufgaben lösen wollen, reicht das als Beispiel vollkommen aus: ein Edeka am Hermesareal versus ein Edeka in Peißen.

    Auch mit 25 Tonnen ändert sich nichts an der Größenordnung der Effizienz. Dann sind es 625 PKW-Fahrten bei der irrsinnig optimistischen Annahme, dass der Durchschnittseinkauf 40 kg wiegt. Selbst wenn du dafür extra einen LKW von Peißen zum Hermes-Areal schickst, also die 16.4km voll auskostest, kommst du immer noch auf Faktor 100 an Energieeffizienz.

    Da Einkaufsfahrten einen deutlichen Teil der Fahrten in Halle ausmachen, kannst du nicht wirklich Faktor 100 (bei 20kg Durchschnitt entsprechend Faktor 200) für eine angebliche „Lösung“ vorschlagen. Abgastechnisch Faktor 500 bis Faktor 1000, da moderne LKW teilweise sogar weniger NOx pro 100km Fahrt ausstoßen als aktuelle Diesel im Realbetrieb.

    Also dein Vorschlag, Einkäufe auf die grüne Wiese zu verlagern, scheitert an Randbedingungen. Wenn regenerativ erzeugter Wasserstoff billig aus dem Zapfhahn kommt, kannst du das nochmal neu durchrechnen.

    Was die Nutzlast angeht: Ich bin schon gern dabei bei meinem Einkauf, insofern zähle ich nicht als unnötiger Ballast. Das Fahrrad mit seinen 15kg bewegt also nicht nur den Einkauf von 20kg, sondern auch die einkaufende Person mit 80kg. Das verbessert das Verhältnis also noch, und verschlechtert es nicht.

    Mit 15 kg bewege ich 80 kg Nutzperson und 20 kg Nutzlast. 13% des Gesamtsystems sind das Fahrzeug.

    Mit 1600kg Auto (beim SUV deutlich mehr, 2.5 Tonnen werden schon überschritten) bewegst du 80kg Nutzperson und 40 kg Einkauf. 93% des Gesamtsystems sind das Fahrzeug.

    Dazu brauchst du für die Autolösung sowohl am Supermarkt als auch am Wohnort 10x so viel Platz wie die Fahrräder.

    #104925 Antwort

    Faulpelz

    @ Schramm: also gilt die StVO wenn niemand behindert wird, aber nicht wenn die Behinderung vom motorisierten Verkehr auf andere Verkehrsteilnehmer verlagert wird?

    #104926 Antwort

    HalleVerkehrt
    Teilnehmer

    das ich nicht mal im deutlich sicheren PKW versuche die Vorfahrt zu erzwingen

    Wieder so ein Arschloch, dass seine gigantische Ahnungslosigkeit mit Opferbeschuldigung und Verhöhnung kaschieren will.

    Es gibt genug Videos im Netz, die aufzeigen, wie das angebliche „Erzwingen“ der Vorfahrt passiert: sobald du auch nur ansatzweise bemerkst, dass der Laster nach rechts rüberzieht, bist du auch schon fast platt. Das liegt aber am Kreuzungsdesign und sehr oft an der Unaufmerksamkeit der LKW-Fahrer, die oft genug kurz vorher das spätere Opfer überholt haben. Technische Mängel, falsch eingestellte Spiegel, zu knappe Lieferzeiten, missachtete Ruhezeiten sind bei allen LKW-Kontrollen erschreckend häufig.

    Also ehe du dich hier vollkommen zum Idiot machst, prüfe mal deine Ausgangsthesen. Die sind nämlich falsch. Die überfahrenen Kinder haben überhaupt kein bisschen Vorfahrt erzwungen.

    Die Zunahme von Dashcams wird das in Zukunft noch leichter aufzeigen. Auch du springst nicht fluchtartig aus dem Auto, nur weil ein LKW von hinten ankommt, der dich potentiell übersehen würde, und du kannst so ein Fahrzeug nur vorlassen, wenn du seine Absicht vorher erkennen kannst.

    #104927 Antwort

    HalleVerkehrt
    Teilnehmer

    Wenn ich dann mal ganz fiktiv trotz Luxusradweg lieber im toten Winkel am LKW vorbei schleiche, ist das Ergebnis vorhersehbar.

    Ein ordentlicher Radweg führt den Laster nicht im spitzen Winkel über den Radweg, und dann vielleicht noch mit großem Kurvenradius verbunden (hohe Geschwindigkeit). Sichere Kreuzungen sind kein Hexenwerk, sondern längst massenweise erprobt.

    Was den toten Winkel angeht, empfehle ich dir mal ein Update zu den Gesetzesänderungen 2004. Man muss nicht immer alles aktuell parat haben, aber 14 Jahre sind die Zusatzspiegel jetzt schon gesetzlich verpflichtend, mit denen der tote Winkel einsehbar wird. Bitte nicht mit historischen Relikten argumentieren.

    #104928 Antwort

    Philipp Schramm
    Teilnehmer

    @halleverkehrt

    Du glaubst also,  das sich das mit einer Lieferzone vor dem DHL-Shop in der LuWu erledigt hätte? Weit gefehlt.

    1. Die würde genauso zugeparkt werden, als wenn gar keine dort wäre.

    2. Das DHL-Fahrzeug kommt bestimmt nicht immer zur gleichen Zeit.

    Oder kommt dein Paket-Fritze immer genau zur gleichen Uhrzeit? Bestimmt nicht.

    Man muss nicht immer alles aktuell parat haben, aber 14 Jahre sind die Zusatzspiegel jetzt schon gesetzlich verpflichtend, mit denen der tote Winkel einsehbar wird.

    Trotzdem gibt es immer noch Bereiche, die trotz dieser Zusatzspiegel NICHT einsehbar sind und auch bleiben.

    Die sicherste Art und Weise, die Straße als Radfahrer an einer Ampel zu überqueren, wäre es, dieses an der Fußgängerampel zu tuen. Man könnte sogar die Radwege so markieren, das sie an der Fußgängerampel über die Straße führen. Da wären oftmals nicht mal bauliche Maßnahmen erforderlich, nur „zeichnerische“ in Form von Markierungen.

    #104929 Antwort

    10010110

    Ich bin auch schon von „ich fahre auch Fahrrad“-Autofahrern auf dem Radweg behindert worden; bei manchen gibt’s keinen umfassenden Einblick, die schalten, je nach Fortbewegungsart, von jetzt auf gleich in den einen Modus und haben kein Verständnis für irgendwas anderes. 😀

    #104930 Antwort

    10010110

    Wieder so ein Arschloch, dass seine gigantische Ahnungslosigkeit mit Opferbeschuldigung und Verhöhnung kaschieren will.

    Vom Blockwart als Arschloch beschimpft werden. Genau mein Humor.

     

    Es gibt genug Videos im Netz, die aufzeigen, wie das angebliche „Erzwingen“ der Vorfahrt passiert: sobald du auch nur ansatzweise bemerkst, dass der Laster nach rechts rüberzieht, bist du auch schon fast platt. Das liegt aber am Kreuzungsdesign und sehr oft an der Unaufmerksamkeit der LKW-Fahrer, die oft genug kurz vorher das spätere Opfer überholt haben. Technische Mängel, falsch eingestellte Spiegel, zu knappe Lieferzeiten, missachtete Ruhezeiten sind bei allen LKW-Kontrollen erschreckend häufig.

    Und die Hauptursache, nicht mitdenkende Radfahrer.

    Also ehe du dich hier vollkommen zum Idiot machst, prüfe mal deine Ausgangsthesen. Die sind nämlich falsch. Die überfahrenen Kinder haben überhaupt kein bisschen Vorfahrt erzwungen.

    Welche Ausgangsthese? Die fiktive Kröllwitzstory?

     

    Die Zunahme von Dashcams wird das in Zukunft noch leichter aufzeigen. Auch du springst nicht fluchtartig aus dem Auto, nur weil ein LKW von hinten ankommt, der dich potentiell übersehen würde, und du kannst so ein Fahrzeug nur vorlassen, wenn du seine Absicht vorher erkennen kannst.

    Dazu müssten Dashcams erstmal legal werden. Das letzte Urteil sagt nur, dass illegale Aufnahmen Gerichtsverwertbar sind. Geh lieber wieder Menschen bespitzeln. Da scheint dein Talent zu liegen.

    #104931 Antwort

    10010110

    Weil dafür ganze zwei Parkplätze teilweise zu opfern wären. Zwei Parkplätze für drei Stunden am Tag sind also sehr viel mehr Wert als mehrere hundert vermiedene Konfliktsituationen zwischen MIV und Radverkehr im Monat.

    @halle-verkehrt, du kennst doch bestimmt auch die Lieferzone in der Richard-Wagner-Straße am Reileck (vor dem Drogeriemarkt). Lieferzonen einzurichten bedeutet noch lange nicht, dass diese auch nutzbar sind, wenn’s nötig/geboten ist. Einmal mehr müssen Regeln auch auf Einhaltung kontrolliert werden, und da hapert’s bei der Stadt ganz gewaltig. Aber vielleicht bessert sich das ja, wenn demnächst ein paar mehr Ordnungskräfte eingestellt werden.

    #104935 Antwort

    HansimGlück

    …, wenn es einem Autofahrer darum geht, mal schnell irgendwas irgendwo zu erledigen.
    Es kommt drauf an, was zu erledigen ist.

    Nein. „Erledigen“ im Allgemeinen hat nichts mit einem besonderen Bedarf zu tun. In Frage kommen Notfälle, Ein- und Ausladen von sperrigem und schweren Gut sowie mobiltätseingeschränkten Menschen.

     

    Die sicherste Art und Weise, die Straße als Radfahrer an einer Ampel zu überqueren, wäre es, dieses an der Fußgängerampel zu tuen.

    Auch hier folgst du wieder deiner üblichen Sichtweite. Nicht zu überlegen, was für Radfahrer gut wäre, sondern nur weg aus deiner Sicht. Wie du sicherlich weißt, ist eine Fußgängerampel allein für Fußgänger da, Radfahrer müssten dort absteigen müssen. Jetzt wirst du damit kommen, dass das am sichersten für sie wäre, aber verstehst nicht, wie weltfremd und umständlich das ist. Ja richtig, rein statistisch gesehen wäre es auch für Autofahrer/Motorradfahrer oder ihre Fachzeuge sicherer, vor der Kreuzung aus/abzusteigen und eine Fußgängerampel zu benutzen.

    #104936 Antwort

    Philipp Schramm
    Teilnehmer

    Einmal mehr müssen Regeln auch auf Einhaltung kontrolliert werden, und da hapert’s bei der Stadt ganz gewaltig.

    Es hapert ja schon an Stellen, an denen 1 – 2 mal in der Woche teilweise Park- und Haltevebote wegen Straßenreinigung angeordnet sind.

    Selbst da ist das O-Amt kaum zu sehen und die Kehrmaschine muss einen Bogen um die regelwidrig abgestellten Fahrzeuge fahren.

    Dabei könnte der Fahrer der Kehrmaschine den „Falschparkern“ ja selbst eins „reinwürgen“, in dem er jeden Falschparker notiert und an die jeweilige Stelle weiter leitet, oder einfacher, während seiner „Säuberungsfahrt“ eine Dashcam laufen lässt. Auf der sind dann Datum, Zeit und auch die betreffenden Fahrzeuge zu sehen. Weiterleitung an die entsprechende Stelle im O-Amt und die Fahrzeughalter bekommen ein schönes nachträgliches Knöllchen verpasst.

    #104937 Antwort

    Philipp Schramm
    Teilnehmer

    Erledigen“ im Allgemeinen hat nichts mit einem besonderen Bedarf zu tun. In Frage kommen Notfälle, Ein- und Ausladen von sperrigem und schweren Gut sowie mobiltätseingeschränkten Menschen.

    Nichts anderes wollte ich damit ausdrücken. Ich habe auch was gegen diese „2. Reihe-Parker“, die mal eben schnell zum Bäcker, oder zum Geldautomaten wollen, aber zu faul sind, 50 oder 100 m weiter zu fahren bzw. zu laufen.

    Auch hier folgst du wieder deiner üblichen Sichtweite. Nicht zu überlegen, was für Radfahrer gut wäre, sondern nur weg aus deiner Sicht. Wie du sicherlich weißt, ist eine Fußgängerampel allein für Fußgänger da, Radfahrer müssten dort absteigen müssen.

    Ließe sich aber ganz einfach ändern, in dem man die Leuchtscheiben an den Ampeln austauscht.

    Im Übrigen gibt es schon einige „kombinierte“ Fußgänger- und Radfahrerampeln.

    Ja richtig, rein statistisch gesehen wäre es auch für Autofahrer/Motorradfahrer oder ihre Fachzeuge sicherer, vor der Kreuzung aus/abzusteigen und eine Fußgängerampel zu benutzen.

    Das ist mal absoluter Bullshit.

    #104941 Antwort

    Grüne Perverslinge

    Super ist ja, dass der zusätzliche Etat für Fuß- und Radwege unbedingt vom Strassenetat abgezweigt werden musste.

    Ich glaube, wenn man die links-grünen-Schwachköpfe gefragt hätte:

    – was wollt ihr lieber, 500 T€ mehr für Radwege, ohne den Strassenetat einzuschränken

    – oder einfach 500 T€ weniger für Strassen?

    Die grünen Ideologen hätten Letzteres gewählt  wetten!?!

    Ihr Hass auf Autos ist so groß, dass die nicht mehr klar denken können. Unser sozial inkompatibler Stasi 2.0 – Kollege „HalleVerkehrt“ ala Marco Gergele ist das beste Beispiel.

    Erbärmlich und unsagbar dumm.

    #104951 Antwort

    HansimGlück

    Super ist ja, dass der zusätzliche Etat für Fuß- und Radwege unbedingt vom Strassenetat abgezweigt werden musste.

     

    Der Etat war schon immer derselbe für alles. Man munkelt, es gab auch letztes Jahr schon Fuß- und Radwege.

    #104953 Antwort

    10010110

    Da trägt aber jemand so richtigen Hass in sich. Woher kommt dieser Frust? Bist vom Leben abgehängt?

    Was wäre so schlecht an weniger Autoverkehr?

    #104958 Antwort

    HalleVerkehrt
    Teilnehmer

    Niedlich, wie mir hier Hass und Ideologie vorgeworfen wird in einem Tonfall voller geiferndem Hass, voller ideologischer Verblendung und total auf die Person zielend, von einem unangemeldeten Account. Und wie gereizt reagiert wird, wenn jemand mal das Problem der Falschparker benennen und dokumentieren will.

    @Philipp du hast Recht, dass beide Schritte notwendig sind: Einrichtung der Lieferzone und Durchsetzung der Zeiten. Auch der Punkt, dass in vielen Straßen die Anlieger teure Gebühren für Straßenreinigung zahlen müssen, obwohl die Reinigungsfahrzeuge einfach drumrum fahren müssen, weil alles zugeparkt ist, ist ein Problem. Anordnungen durch Verkehrszeichen oder die Straßenverkehrsordnung werden einfach an sehr vielen Stellen ignoriert.

    Es ging ja drum, wie man das Problem an Stellen lösen kann, wo durch Belieferung oft und vorhersehbar eine Verkehrsgefährdung oder Verkehrsbehinderung entsteht. Ich denke schon, dass die Filiale immer zu sehr ähnlichen Zeiten beliefert wird (deshalb die 3h Zeitfenster). Und an dieser Stelle ist auch das Stehen auf der Fahrbahn keine gute Lösung, durch den Linksabbiegerstreifen und die unterschiedlichen Grünphasen führt das zu Chaos. Der Shop-Inhaber hat ja die Parkplätze und die Zeit im Blick und könnte das vermutlich recht gut regeln (z.B. vor der Lieferung freiräumen lassen).

    Sichere Kreuzungen sind wirklich nicht so weit von Phillips Vorschlag weg, allerdings schickt man dazu nicht Fußgänger und Radfahrer auf denselben Weg. Neben dem Stadion wurde mal eine Kreuzung modernisiert (Wörmlitzer in die Max-Lademann), vorher gab es da (durch den großen Kurvenradius begünstigt) wohl viele Unfälle. Das Grundprinzip ist dasselbe wie bei sicheren Kreuzungen. Steilerer Kurenradius -> langsamere Autos. Das ist an der Stelle natürlich etwas zu klein für LKW. Das Gegenteil hat man am Steintor an der Kreuzung Paracelsus->Goesecke Straße gemacht, dort ist eigentlich alles schiefgelaufen bis auf die vorgezogene Grünphase. Großer Kurvenradius, dadurch viel zu enger Gehweg, der in einer zwei Meter breiten Engstelle gleichzeitig Fußgängerwartebereich der einen Ampel und Radwege-Durchfahrt der anderen Richtung ist. Dort gehört für sich betrachtet die Kurve enger und die Radwegeauffahrt vor die Ampel auf die Seite der Kraftfahrzeuge. Allerdings erledigt sich der Radweg dort ohnehin vor Gericht, aber das ist ein anderes Thema.

    Zum Unfall Dölauer Straße: Sicher ist

    A) dass man an der Stelle definitiv nicht überholen kann (die Bedeutung einer durchgezogenen weißen Linie kann man nachschlagen) und

    B) dass im ersten Bericht stand, dass der LKW hinter der Radfahrerin fuhr, bevor beide an die Ampelkreuzung kamen.

    Wer bei LKW- Unfällen von „Vorfahrt erzwingen“ spricht, hat keine Ahnung, aber ersetzt diese durch Opferverhöhnung. Und ja, so einen Scheiß zu erzählen ist widerlich und abstoßend.

    #104959 Antwort

    HalleVerkehrt
    Teilnehmer

    10010110: kannst du dich nicht mal anmelden? Es ist nicht schwer und erleichtert die Erkennung von Sinnlostrollen.

    #104964 Antwort

    geraldo
    Teilnehmer

    Bei rechtsabbiegenden Pkw funktioniert es ja noch, dass man als Radfahrer entweder vor ihnen ist und zuerst fährt oder neben/hinter ihnen ist und sie abbiegen lässt. Die tödlichen Unfälle passieren aber meistens mit sehr großen und entsprechend langen Lkw – wenn man hier bspw. bei Rot vorne an der Linie steht und der Lkw kommt erst später und fährt bei Grün los, dann kann man u.U. gar nicht mehr reagieren und wird von der Hinterachse überrollt.

    #104968 Antwort

    HalleVerkehrt
    Teilnehmer

    Viele der letzten Todesfälle mit rechtsabbiegenden LKW waren so, dass der Radfahrer korrekt bei Rot an der Ampel gehalten hat und bei grün losgefahren ist. Videos von „Kampfradlern“ zeigen, wie spät überhaupt erkennbar ist, dass der LKW nach rechts will (grade wenn er vorher kurz links ausschwenkt), wie oft nicht geblinkt wird, wie oft das auch passiert, wenn der LKW kurz vorher den Radfahrer überholt hat. Der Tote Winkel scheint also auch nach vorn zu reichen.

    Jeder Radfahrer wurde garantiert schon von rechtsabbiegenden Autos geschnitten, man muss auf subtile Kleinigkeiten wie Motorengeräusch horchen. Das nutzt aber nichts bei einem anfahrenden LKW.

    Gegen die Tote-Winkel-These spricht, dass an derselben Kreuzung beim selben prinzipiellen LKW-Typ in derselben Situation die allermeisten LKW warten. Was gegen die Verpflichtung zu Abbiegeassistenten mit ihren lächerlichen Kosten spricht, versteht kein Mensch. die 1500 Euro entsprechen ca. 1-2 Wochen Unterhaltungskosten, wenn der LKW halbwegs im Einsatz ist.

    Was noch viel unverständlicher ist, sind die seltenen Kontrollen der LKW. Klar ist es Aufwand, aber die Quote, wie oft etwas nicht in Ordnung ist, ist ja erschreckend hoch. Da drücken vermutlich auch Billigspeditionen den Preis und machen den ehrlich arbeitenden das Leben schwer. Bestimmt könnte @wilfried mehr dazu sagen, wenn er wollte, aber ich denke, dort wären Kontrollen ein deutlicher Beitrag zur Erhöhung der Sicherheit.

    Also wirklich mal die Infos letzten LKW-Rechtsabbieger-Todesfälle anschauen, ehe man die Getöteten beschuldigt.

    #104977 Antwort

    Pjotr

    Viele der letzten Todesfälle mit rechtsabbiegenden LKW waren so, dass der Radfahrer korrekt bei Rot an der Ampel gehalten hat und bei grün losgefahren ist.

    Und bei vielen Straßen innerorts mit nicht ausreichendem Sicherheitsabstand an die Ampel gefahren. Das Radfahrer keine Sicherheitsabstände einhalten passiert doch mindestens genauso oft, wie bei überholenden Autos.

    #104978 Antwort

    HalleVerkehrt
    Teilnehmer

    Und bei vielen Straßen innerorts mit nicht ausreichendem Sicherheitsabstand an die Ampel gefahren. Das Radfahrer keine Sicherheitsabstände einhalten passiert doch mindestens genauso oft, wie bei überholenden Autos.

    Na dann: in welchen der Todesfälle war das die Ursache? Wie oft überholen dich denn Radfahrer zu eng?

    Es stimmt allerdings, dass sich Radfahrer oft zu weit nach rechts drängen lassen und den ca. 1m Sicherheitsabstand zu parkenden Autos nicht einhalten. Mit ein paar Symbolen auf der Fahrbahn kann man da einiges erreichen, aber Vertreter unserer Stadtverwaltung haben eine große Aversion dagegen, warum auch immer. In der Geiststraße könnte man die Radfahrer aus der zu engen Zone rechts neben den Gleisen locken und vor allem den Autofahrern klarmachen, dass die Radfahrer dort fahren dürfen. Vielleicht wird nach einem schrittweisen Generationenwechsel etwas besser.

    #104980 Antwort

    Pjotr

    Na dann: in welchen der Todesfälle war das die Ursache? Wie oft überholen dich denn Radfahrer zu eng?

    Jedesmal wenn sie so einen LKW überholt haben der sie dann platt gemacht hat. Einfach regulär hinter den entsprechenden Verkehrsteilnehmern bleiben, Problem gelöst.

    #104982 Antwort

    HansimGlück

     regulär

    Warum fahren dann ständig an Ampeln PKW einen halben Meter neben meinem Fuß vorbei? Noch mal nachlesen bitte.

    #104984 Antwort

    Direktor

    Meine persönliche Konsequenz: ich kaufe mir ein SUV, denn Halles Schlaglöcher werden nach dem unsagbar weisen Beschluss des unsagbar dämlichen Stadtrates nun sicherlich noch viel tiefer und zahlreicher.

    #105017 Antwort

    Hansilein

    Warum fahren dann ständig an Ampeln PKW einen halben Meter neben meinem Fuß vorbei? Noch mal nachlesen bitte.

    Weil du gerne Märchen erzählst!

    #105026 Antwort

    Wilfried
    Teilnehmer

    nach einem schrittweisen Generationenwechsel wird die Anarchie noch größer, denn die Radler jedweder Coleur werden nicht ewig Radler bleiben, spätestens, wennn Familie, Haus und Garten locken, gibt es Veränderung. Aber die Geisteshaltung bleibt. Das sieht man schon, wenn man nur mal Fahrzeuglenker jüngeren Alters beobachtet: Rotlichtverstöße, unangebrachtes Überholen mit überhöhter Geschwindigkeit, fehlende Fahrtrichtungsanzeige, Alkohol und BTM, Kopfhörer, Handy…

    Alles Dinge, die man als Radler unbestraft tun konnte, und die man so verinnerlicht hat…

    #105028 Antwort

    10010110

    Wilfried, man merkt, wie du im althergebrachten Denken verwurzelt bist. Nach einem schrittweisen Generationenwechsel wird sich das Mobilitätsverhalten als Ganzes verändert haben. Privater Autobesitz wird immer unwichtiger, weil es andere, geeignetere Mobilitätsformen gibt. Und die technische Entwicklung macht auch nicht in den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts halt.

    #105029 Antwort

    geraldo
    Teilnehmer

    Wunderbar! Nun sind die Radfahrer auch noch schuld am Fehlverhalten der künftigen Autofahrer.

    #105034 Antwort

    Wilfried
    Teilnehmer

    Na fein, dann mach dir schon mal die Gedanken, wie die zukünftigen Mitarbeiter auf ihre Gleitzeitarbeitsplätze auf dem platten Land kommen. Ganz sicher nicht wie du dir das vielleicht vorstellen könntst.
    dazu sind die Strukturen einfach zu verschieden, und die Arbeitsplätze zu verstreut.

Ansicht von 30 Beiträgen - 211 bis 240 (von insgesamt 249)
Antwort auf: Mehr Geld für Rad- und Fußwege, weniger für Straßen
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