„Geschichten, die fehlen“ – 4.000 Besucher in der Ausstellung von Menschen mit Beeinträchtigungen im Stadtmuseum Halle

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Eine Antwort

  1. Elfriede sagt:

    Da ich auch an dier Ausstellung mitarbeiten durfte und einen Einblick in die Museumsarbeit bekam, kann ich den Besuch der Ausstellung sehr empfehlen.

    „Kommt uns ein Mensch entgegen, so denke, er ist dein Freund,“ , sagte einmal mein Sohn zu mir. Wir wissen nie, was für ein Mensch uns entgegenkommt oder auf den wir treffen und der uns unbekannt ist. JEDER
    von ihnen hat sein Leben, seine Probleme. Und Behinderte erst, wie man sie sich gar nicht vorstellen kann. Und davon kann man in der Ausstellung erfahren.
    ( Kleines Beispiel: Die Fleischverkäuferin kann ICH aus 5 m Entfernung nicht verstehen, wenn sie fragend ruft:“Darfs ein bisschen mehr sein?“ SIE weiß ja nicht, dass ich die Beste im Schlechthören von Halle bin (Na, ist doch was – mein Trost 🙂 und dass ich nicht verzweifelt bin, als es mich vor fast 30 Jahren so überraschend traf. ICH habe kein Erkennungszeichen wie beispielsweise ein Blinder. Schade, es würde helfen!))
    In unserer heutigen Gesellschaft der BRD gibt es ein Bundesteilhabegesetz, das beinhaltet, dass Behinderte so gestellt werden sollen, dass ihnen an ALLEM TEILHABE garantiert werden soll, das auch Nichtbehinderte erleben können.
    Auch wie es früher einmal war, wie es da Behinderten erging, kann man erfahren an zahlreichen Dokumentationen.
    Für mich war außerdem interessant mitzubekommen, welche Arbeit die Museumsmitarbeiter im Rahmen der Ausstellung vollbrachten. So fanden mehrere Zusammenkünfte statt über verschiedene Themen, die für Behinderte, aber auch Nichtbehinderte interessant waren. Da musste organisiert und geplant werden, eingeladen werden und und und. Die Museumsmitarbeiter schlüpften teilweise in die Rolle von Behinderten und Sozialarbeitern gleichzeitig.
    Und wie wird das bei der nächsten Ausstellung sein? Die Mitarbeiter müssen variabel sein- je nach dem, was das Thema der Ausstellung ist, werden sie sich zeitweise in die Reihe der Arbeitskräfte verwandeln und sich Wissen aneignen müssen, was der Inhalt der Ausstellung sein wird.

    Und ich dachte immer oberflächlich, Museum= Historie = Geschichte,
    für das Stadtmuseum also begrenzt auf Halle. An Einzelheiten und Intensität der Arbeit habe ich nicht weiter gedacht.
    Nun weiß ich mehr und die Erkenntnis, dass man besser nachdenken muss.

    Ja- verstanden, awwer ’sjibt eenfach ze viel, wodrüwwer mr simmeliern muss, wahr, da kemmt mr iwwerhoobt nich mehr drzu ze klajen, denn da muss mr ooch dengken. Das heert ehmd nie off.
    Da überlegt man sich, wie es bei

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