Halles Haushaltskrise mit 150-Mio-Euro-Loch: Kommunalaufsicht setzt auf Dialog statt Sanktionen
Am Mittwochabend ist bei der Stadtspitze von Halle (Saale) ein Schreiben des Landesverwaltungsamtes (LVwA) eingegangen, das die angespannte Haushaltslage der Stadt zum Thema hat. In der kommenden Woche will sich Oberbürgermeister Dr. Alexander Vogt mit der Kommunalaufsicht zu einem Gespräch treffen.
Entgegen anderslautender Presseaussagen weist das Landesverwaltungsamt jedoch zurück, dass der von der Stadt vorgelegte Haushalt gegen die Grundsätze der Haushaltswahrheit und -klarheit verstoße oder ein sofortiger Haushaltsausgleich gefordert werde. Diese Darstellungen seien eine Fehlinterpretation. Vielmehr gehe es darum, gemeinsam mit der Stadtspitze zu erörtern, welche kurz- und mittelfristigen Maßnahmen Halle ergreifen könne, um ihre finanzielle Leistungsfähigkeit wiederzuerlangen. Zudem solle besprochen werden, welche Beschlüsse dafür im Stadtrat notwendig seien.
Die Ausgangslage ist dabei unstrittig: Die Stadt Halle hat für das Jahr 2026 einen Haushaltsentwurf vorgelegt, der ein Defizit von rund 150 Millionen Euro ausweist. Auch die mittelfristige Finanzplanung bis 2029 enthält erhebliche Fehlbeträge von insgesamt mehr als 400 Millionen Euro. Diese Zahlen werden von der Stadt selbst nicht bestritten.
Nach dem Kommunalverfassungsgesetz des Landes Sachsen-Anhalt besteht grundsätzlich die Pflicht zum Haushaltsausgleich. Wird dieser nicht erreicht, ist die Kommune gesetzlich verpflichtet, ein schlüssiges Haushaltskonsolidierungskonzept vorzulegen. Dabei handelt es sich nach Angaben des Landesverwaltungsamtes ausdrücklich nicht um eine Sanktionsmaßnahme, sondern um eine gesetzliche Vorgabe.
Bereits im Jahr 2025 seien der Stadtverwaltung die notwendigen Schritte ausführlich erläutert worden. In der Folge habe die Verwaltung neue Konsolidierungsvorschläge erarbeitet, die jedoch vom Stadtrat abgelehnt wurden. Aus rechtlicher Sicht führt dies dazu, dass das Landesverwaltungsamt regelmäßig prüfen muss, ob eine Beanstandung erforderlich ist. Auch dieses Instrument sei gesetzlich vorgesehen und diene der Sicherung der dauerhaften finanziellen Leistungsfähigkeit der Kommune.
Gleichzeitig betont die Aufsichtsbehörde, dass sie keine Maßnahmen verlangen dürfe, die rechtlich oder tatsächlich unmöglich seien – dazu gehöre auch ein sofortiger Haushaltsausgleich. Die Verantwortung für ein tragfähiges Konsolidierungskonzept liege beim Stadtrat. Dieser entscheide über die konkreten Maßnahmen, während die Kommunalaufsicht lediglich bewerten, aber keine politischen Entscheidungen ersetzen könne.
Die finanziellen Herausforderungen der Stadt Halle seien seit Langem bekannt und würden von keiner Seite bestritten, heißt es weiter. Ziel des Landesverwaltungsamtes sei es nicht, die Stadt zu sanktionieren, sondern sie dabei zu unterstützen, ihre finanzielle Handlungsfähigkeit wiederzuerlangen. Die Stadtverwaltung habe das Gesprächsangebot angenommen, und man blicke dem Austausch optimistisch entgegen. Eine Entscheidung über die Haushaltssatzung sei bislang noch nicht getroffen worden.











Die notwendigen Schritte sind doch wohl klar, sofortiger Stopp aller Transferzahlungen an die TOOH, die HAVAG und alle NGOs. Damit ist die Stadt in wenigen Jahren schuldenfrei.
Das LVwA wird die Erhöhungen von Steuern und Beiträgen verlangen! In diesem Bereich hatte der Stadtrat ja die „Maßnahmen“ seitens der Stadt weitestgehend abgelehnt. Nur Hunde- und Zweitwohnungssteuer wurden bisher erhöht.
Das wird man der Stadtspitze jetzt noch deutlicher erklären: entweder ihr machts selbst, oder … hmm-hmm-hmm!
Klar, Abgaben erhöhen damit die Wettbewerbsfähigkeit von Halle sinkt – klassische Abwärtsspirale. Nein, man muß an alle Ausgaben ran die nicht für Infrastruktur und Bildung sind, v.a. TOOH, Sport, Vereine – das sind doch alles nur Wahlgeschenke für Hobbyisten. Keiner traut sich wegen des Aufschreis – aber ehrlich, wer sein Hobby finanzieren will, soll es privat tun.
ach, das afd märchen von den ach alles überlastenden ngos glauben immer noch menschen? du wirfst doch dem politischen rest im land auch ideologische verblendung vor. langweilig.
Du bist schon lange verblendet?
für sektenmitglieder ist alles außerhalb verblendet. deine „frage“ ist also eine der perspektive.
Aber der Stadtrat weigert sich seit Jahren, ein tragfähiges Konzept zu entwickeln. Was genau sollen da Gespräche bringen? GHespräche, die man seit der Ära Wiegand geführt hat? Und sieht das landesverwaltungsamt auch irgendwo die Schuld bei sich selber als Land, weil die Kommunalfinanzierung für übertragene Aufgaben schon lange die Kosten nicht mehr deckt?
Natürlich greifen die da nicht so durch, dass es irgendwelchen steuerfinanzierten Versorgungsposten weh tun würde. Das Landesverwaltungsamt ist dem CDU-Innenminister unterstellt und der möchte nach dem September nicht für die AfD seinen Posten räumen müssen.
Du hast ja echt Ahnung. Schon mitbekommen, dass wir eine Innenministerin haben? Offenbar nicht.
Und weil es eine SIE ist, möchte SIE unbedingt nach der Wahl IHREN Posten für die AfD räumen? Mal aufs Argument eingehen!
Eine Behauptung ist kein Argument.
Oh … Da atmen aber die Stadträte auf … jetzt ist wieder ein Jahr Einkommen für die Freunde gesichert. Ein fröhliches Weiter so hallt durch die Gänge des Stadthauses … Man hört einige Sektkorken knallen …
Grosse Party am 16.02.26!
Schampus in Strömen! Catering vom Feinsten.
Kosten mindestens 14.000€ zzgl. MwSt.
Hier: https://dubisthalle.de/nach-abschaffung-durch-wiegand-ob-vogt-fuehrt-wieder-einen-neujahrsempfang-ein/
„Die finanziellen Herausforderungen der Stadt Halle seien seit Langem bekannt“
Und wer ist seit Jahren für Finanzen in der Stadt zuständig? Herr Geier , die letzten Jahre sogar als stellvertretender OB und von der SPD.
Und wer hat in einer Verwaltung das letzte Wort? Richtig, der Hauptverwaltungsbeamte (OB).
wow, emmi hat den finanzbürgermeister gefunden. hört, hört!
Solange sinnlos gebaut wird ,braucht keiner weinen !
Lass das mal die Stadträte hören: Sport ist doch sooo wichtig und Kitt für die Gesellschaft! Wäre Wels kein Vize-Olympiasportler (also ewig Zweiter), würde diese Sportgeschichte wahrscheinlich wenige interessieren. Halle braucht eine Halle für 16 Millionen EUR, die wahrscheinlich eh nicht ausreichen werden.
Im „Investitionsplan 842401028“ / „SK R.-Koch-Straße,Ersatzneubau Laufhalle“, HH-Entwurf 2026 vom 18.09.2025, Seite 811, finden sich unter „Summe Auszahlungen“ „insgesamt“ -20.090.870 €. Von diesen Kosten bleiben „insgesamt“ -8.268.470 € bei der Stadt kleben.
Das sagt der Investitionsplan.
Wo habt ihr denn die 16Mio. € her? Ist das vielleicht eine Zahl aus 2023? Damals gab es ja einen Beschluß zur Laufhalle. Dachte immer, das wären eher unter 15Mio. € gewesen. … Mal suchen…
So. Baubeschluß im April ’23:
http://buergerinfo.halle.de/vo0050.asp?__kvonr=21118
Genau: 14.522.300 EUR! Woher kommen dann nun die 16 Mio. € und warum steht im HH-Plan was von 20Mio. € drin? Welche Zahl ist nun die richtige???
Antwort auf die 16 Millionen-Frage: https://dubisthalle.de/alte-laufhalle-in-der-robert-koch-strasse-wird-ab-montag-abgerissen-danach-entsteht-ein-neubau-fuer-16-millionen-euro/
Da fragt man sich schon, warum die Förderquote im Sport im Verhältnis so schlecht ist. Ist der Leistungssport dem Staat nicht wichtig?
Mit demselben städtischen Geld wäre in anderen Förderprogrammen auf jeden Fall in der Finanzbilanz mehr zu erreichen gewesen.
Da muss der OB sich letztlich doch noch mit inhaltlichen Dingen (Haushalt der Stadt) beschäftigen. Fallen da jetzt ein paar Winktermine aus? Auf die paar Spinner, die uns von Theater und Straßenbahn befreien wollen, sollte er allerdings nicht hören. Die ziehen hoffentlich bald aufs Land.
Na super, der nimmt dann sicher auch eine schäbige Lederjacke mit! Alle werden glücklich! Super Idee! Auch der Henry-Hund freut sich!
„Auf die paar Spinner, die uns von Theater und Straßenbahn befreien wollen, sollte er allerdings nicht hören.“
Ich bin auch dagegen, die Straßenbahn und die Theater komplett abzuschaffen Es würde völlig reichen, die Finanzierung umzustellen, so dass die Nutzer dieser Angebote auch angemessen dafür zahlen und so eine Fremdfinanzierung unnötig ist.
PaulusHallenser,
Ich möchte Sie nochmals bitten, darzulegen, wie hoch die Ticketpreise dann sein müssten, wie sich die Auslastung und die Einnahmen entwickeln würden, ob sich Theater und Oper tatsächlich selbst tragen könnten. Sie beanspruchen doch exklusive Wirtschaftskompetenz. Und nochmals möchte ich Sie bitten, auch nur ein einziges ernstzunehmendes Theater oder eine einzige Oper zu nennen, deren Finanzierung so funktioniert, wie Sie sich das vorstellen. Immer, wenn es konkret wird, ducken Sie sich weg. Zeigen Sie doch mal, dass Sie was von der Sache verstehen. Produzieren Sie doch mal was anderes als Phrasen! So sieht alles so aus, als liefen Ihre Forderungen tatsächlich auf die Abschaffung von Oper und Theater hinaus (um nur bei diesem Thema zu bleiben).
Beste Grüße
DPH, du meinst einkommensabhängig?
lederjacke,
ja, natürlich einkommensabhängig, denn ich möchte nicht, dass Geringverdiener von der Straßenbahn- und Theaternutzung ausgeschlossen werden.
Man könnte das mit einer Handyapp machen. Mit dem Handy macht man Fotos von seinen letzten Einkommensnachweise und eine KI errechnet dann den Ticketpreis. So geht der soziale Gedanke nicht verloren und Kosten bleiben niedrig.
Warum so umständlich? Es braucht nur eine direkte Schnittstelle zum Finanzamt in der App, dann lässt sich für jede Dienstleistung der Preis anhand des Einkommens errechnen. So ein Blödsinn würde zu einem massiven Nachfrageboom durch Geringverdiener führen und den hart arbeitenden Steuerzahler benachteiligen. Paulus Hallenser, Sie sollten schnellstens in die Linkspartei eintreten, da gehören Sie mir Ihren hirnrissigen Ideen nämlich hin!
TR, was ist mit dem hart erbendem Steuerzahler?