Immer mehr Rentner in Sachsen-Anhalt arbeiten – 29.500 Senioren in Beschäftigung
Der Beginn des Bezugs einer Altersrente oder Pension ist heute nicht mehr gleichbedeutend mit dem Ende der Erwerbsarbeit. In Sachsen-Anhalt arbeiteten im vergangenem Jahr 29.500 Frauen und Männer über der Regelaltersgrenze in einer sozialversicherungspflichtigen oder geringfügigen Beschäftigung. Das entspricht einem Anteil von 3,4 Prozent an allen Beschäftigten in diesem Bundesland (zum Vergleich: Anteil in Deutschland: 3,8 Prozent; Anteil Ostdeutschland 3,4 Prozent). In den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der erwerbstätigen Altersrentner deutlich gestiegen. Im Jahr 2015 waren rund 10.000 Personen weniger beschäftigt.
Mehr Männer als Frauen arbeiten im Rentenalter
Im vergangenen Jahr gingen 16.800 Männer einer Beschäftigung im Rentenalter nach, davon 12.300 in einem Minijob. Vorwiegend arbeiteten die Männer in den Bereichen der Fahrzeugführung im Straßenverkehr, der Lagerwirtschaft und der Zustelldienste, der Gebäudetechnik und dem Objektschutz. Insgesamt 12.600 Frauen übten im vergangenen Jahr eine Beschäftigung im Rentenalter aus, darunter 9.900 als Minijobberinnen. Sie arbeiteten vor allem im Büro und Sekretariat, in der Reinigung sowie im Bereich der Erziehung und Sozialarbeit.
Gründe für die Erwerbstätigkeit im Ruhestand
Die Auswertung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB-Kurzbericht 8/2022) auf der Grundlage repräsentativer Befragungsdaten kommt zu dem Schluss, dass Erwerbstätigkeit im Ruhestand heute wesentlich stärker verbreitet ist als noch vor 30 Jahren. Als Grund für die Erwerbstätigkeit gaben die Befragten überwiegend soziale und persönliche Motive an, also Freude an der Arbeit oder der Wunsch, weiterhin eine sinnvolle Aufgabe zu haben. Erwerbsarbeit dient jedoch auch dazu, das verfügbare Einkommen im Ruhestand zu erhöhen. Mehr als zwei Fünftel der Befragten Rentenbeziehenden vor allem bei geringfügig entlohnten Beschäftigten gaben an, aus finanziellen Gründen im Ruhestand weiterzuarbeiten. Unter den nicht erwerbstätigen Rentnern sieht gut ein Fünftel den Grund ihrer Nichterwerbstätigkeit im fehlenden Angebot passender Stellen. Mit dem schrittweisen Übergang der geburtenstarken Babyboomer- Jahrgänge in den Ruhestand wird künftig auch die absolute Zahl der erwerbstätigen Ruheständler weiter steigen.
„Ältere Beschäftigte leisten mit ihrer langjährigen Erfahrung und ihrem fundierten Fachwissen einen wichtigen Beitrag zur Sicherung des Fachkräftebedarfs und zum nachhaltigen Erfolg von Unternehmen. Entscheidend ist dabei eine Arbeitsgestaltung, die ihre individuellen Bedürfnisse berücksichtigt und gesundes, produktives Arbeiten ermöglicht. Der Technische Beratungsdienst der Bundesagentur für Arbeit unterstützt Betriebe mit spezialisierten Beratungsangeboten, um Arbeitsplätze ergonomisch und technisch anzupassen, körperliche Einschränkungen auszugleichen und Arbeitsunfähigkeit vorzubeugen. So kann die Arbeitsfähigkeit älterer Beschäftigter erhalten und ihre Teilhabe am Arbeitsleben langfristig gesichert werden“, erklärt Markus Behrens, Vorsitzender der Geschäftsführung der BA- Regionaldirektion Sachsen-Anhalt –Thüringen.










Immer mehr Rentner in Sachsen-Anhalt arbeiten und müssen nebenbei noch Flaschen sammeln. Bedankt euch bei denen im Bundestag in Berlin.
Wie Arno einst mal sagte “ du hast doch nichts mehr. Musst trotzdem arbeiten, Flaschen sammeln. Vorausgesetzt man erlebt seine Rente noch.“
Es ist eine Schande für Sachsen-Anhalt und die gesamte Bundesrepublik, dass zehntausende Rentner gezwungen sind, auch jenseits der Regelaltersgrenze zu arbeiten, um ihr Überleben zu sichern.
Renten sollen das Leben im Alter absichern, nicht dazu führen, dass Menschen aus wirtschaftlicher Not weiter schuften müssen.
Wer es zulässt, dass Menschen nach jahrzehntelanger Arbeit unter der Armutsgrenze leben müssen, degradiert ihre Würde und verletzt das Grundprinzip einer zivilisierten Gesellschaft.
Das ist kein individuelles Schicksal, sondern ein Systemversagen.
Jahrzehntelange Niedriglöhne, unzureichende Rentenreformen und strukturelle wirtschaftliche Benachteiligung in Ostdeutschland machen es nötig, dass Senioren ihre letzten Kräfte einsetzen, nur um essen zu können, Rechnungen zu bezahlen und ein Dach über dem Kopf zu behalten.
Jede Regierung, die dies ignoriert oder als „normal“ abtut, versagt fundamental gegenüber den eigenen Bürgern.
Eine Gesellschaft, die ihre Alten hungern lässt und sie zur Arbeit nötigt, hat ihre moralische Pflicht vergessen. Das ist ein Armutszeugnis, politisch, sozial und ethisch.
Kein Rentner ist (schon gar nicht: wird) gezwungen, auch jenseits der Regelaltersgrenze zu arbeiten, um sein Überleben zu sichern. Komm wieder runter, Großer.
@Ritsch Piano,gezwungen wird keiner, das stimmt wohl, jedenfalls nicht direkt. Dann kommt das „Aber“! Trans hat da vollkommen recht! Auch wenn es kleine Beiträge und Abgaben waren, aufgrund von niedrigen Löhnen zu damaligen Zeiten. Sie zahlten ein ! Sorgten eventuell vor ((FZR,Riester)! Was bleibt? Ein Staat der Pleite ist!
Sie werden auch nicht „indirekt“ gezwungen, sie müssen nicht hungern oder frieren und der Staat ist auch nicht pleite. Hör auf, solchen Unsinn zu verbreiten. Der Staat hat letztes Jahr erst wieder über 120 Milliarden Euro zur Rente dazu gegeben.
Das Piano müsste mal gestimmt werden, es fehlt der letzte Schliff im Ton!
Ach, die Rentner arbeiten aus Spaß?
Vielleicht. Die meisten wohl, weil sie mehr Geld haben wollen.
Hast du den Artikel gelesen?
Deshalb werden die auch abgewählt.
Die Rentner? Waaas?
Ein Armutszeugnis für dieses Land, in dem Millionen Migranten besser leben, als so mancher Rentner.
Du lebst aber auch nicht schlecht. Hast auf jeden Fall mehr als genug zu essen.
Die AfD hat in NRW eine, bisher von Steuergeldern bezahlte 85jährige Fraktionsmitarbeiterin https://www.zeit.de/politik/deutschland/2026-02/afd-nrw-klaus-esser-landtag