Streichungen bei Kindern und Jugend: Tausende bei Kundgebung auf dem Marktplatz wegen Haushaltslage – OB Vogt sagt Lösung zu
„Politik versagt, Jugend zahlt“, „Stillstand kostet Zukunft“, „Kein Zukunftszentrum ohne Zukunft“ oder „Heute sparen, morgen wundern“ – diese Sätze standen in großen, schwarzen Lettern auf Pappschildern, die am Mittwochnachmittag über dem Marktplatz in Halle (Saale) ragten. Rund 3.000 Menschen waren dem Aufruf gefolgt. Was als kleine Kundgebung mit 100 bis 200 Teilnehmenden vor dem Stadthaus geplant war, wurde zu einer der größten sozialpolitischen Demonstrationen der vergangenen Jahre in der Saalestadt.
Der Protest richtete sich gegen die dramatische Haushaltslage der Stadt. Weil kein genehmigter Etat vorliegt, dürfen sogenannte freiwillige Leistungen nicht regulär ausgezahlt werden. Für freie Träger der Jugend-, Sozial- und Kulturarbeit bedeutet das: Seit Januar gehen sie in finanzielle Vorleistung. Rücklagen, die oft mühsam über Jahre aufgebaut wurden, sind inzwischen aufgebraucht. Erste Einrichtungen haben bereits die Schließung angekündigt.
Christian Kühne vom Kinderschutzbund hatte die Protestwelle losgetreten, als er in der vergangenen Woche mit der finanziellen Notlage an die Öffentlichkeit ging. Dass sein Appell eine solche Resonanz auslösen würde, hatte er nicht erwartet. Zwar habe er die Zahl der erwarteten Teilnehmenden gegenüber der Versammlungsbehörde vorsorglich erhöht, doch mit mehreren Tausend Menschen auf dem Marktplatz habe niemand gerechnet. Der Applaus, die Transparente, die Sprechchöre – sie machten deutlich, dass es hier nicht um Einzelinteressen geht, sondern um die soziale Infrastruktur einer ganzen Stadt.
Auf dem Markt und später im Stadtratssaal wurden die abstrakten Begriffe „Haushaltssperre“ und „Konsolidierung“ mit konkreten Schicksalen gefüllt. Sozialarbeiterin Mary brachte es auf den Punkt: „In den Büros dieser Stadt wird gerechnet. Es geht um Zahlen, Paragraphen und Defizite. Aber hinter diesen Zahlen stehen Gesichter.“ Wer an der Jugendhilfe spare, säge an dem Ast, auf dem alle säßen. Ihre Worte hallten über den Platz – und später durch den Saal des Stadthauses.
Oberbürgermeister Dr. Alexander Vogt hatte für die Demonstranten eine gute Nachricht. Demnach kann eine Auszahlung der Mittel über eine Ausnahmegenehmigung erfolgen. Mehr im Video unten.
Stillstand kostet Zukunft
Was bedeutet es konkret, wenn eine Stadt keine freiwilligen Leistungen mehr auszahlen darf? In Halle trifft es Projekte der Jugendhilfe, der Familienarbeit, der Kulturvermittlung, des Sports. All jene Bereiche, die das tägliche Leben jenseits von Pflichtaufgaben wie Müllabfuhr oder Straßenreinigung prägen – und die doch für das gesellschaftliche Klima entscheidend sind.
Juliane Graichen von der Bürgerstiftung warnte davor, dass aus der derzeitigen Hinhaltetaktik dauerhafte Kürzungen werden könnten. Besonders betroffen wären die Kulturpatenschaften. Mehr als 600 Kinder aus sozial schwachen Familien hätten dadurch bislang Theateraufführungen, Konzerte oder Workshops besuchen können. Für viele sei es der erste Kontakt mit Kunst und Kultur gewesen. Fielen diese Angebote weg, verschwinde mehr als nur ein Freizeitprogramm – es gehe um Teilhabe, Selbstvertrauen, Bildungschancen.
Auch die Jugendhäuser, Beratungsstellen und Straßensozialprojekte stehen unter Druck. Arbeitsverträge können nicht verlängert, neue Stellen nicht besetzt werden, solange keine verbindlichen Förderzusagen vorliegen. Christian Kühne fragte im Stadtrat nach einer schriftlichen Information noch in dieser Woche. Ohne Planungssicherheit, so seine Warnung, könnten keine Verträge abgeschlossen werden. Bildungsdezernentin Katharina Brederlow stellte eine Information bis Freitag in Aussicht – jedoch ausdrücklich ohne Rechtsverbindlichkeit.
Die Unsicherheit frisst sich durch die Einrichtungen. Mitarbeitende wissen nicht, ob ihre Stellen bestehen bleiben. Eltern fragen, ob Angebote fortgeführt werden. Jugendliche spüren, dass ihre Treffpunkte und Bezugspersonen wackeln. Der Stillstand ist nicht nur administrativ, er ist emotional. Er verunsichert eine Stadtgesellschaft, die ohnehin mit steigenden Kosten, sozialen Spannungen und demografischen Herausforderungen ringt.
Kein Zukunftszentrum ohne Zukunft
“Ich bin jetzt über 30 Jahre in der Kinder, Jugend und Familienhilfe. Aber das, was ich jetzt erlebt habe, das gab es selbst unter Frau Szabados’ Zeiten nicht. Das ist schon sehr peinlich, in der öffentlichen Wirksamkeit”, sagte Beatw Gellert vom Kinder und Jugendhaus. Sie wisse zudem, dass die Landespauschale auf dem Konto der Stadt liegt. Diese Mittel seien für Kinder-, Jugend- und Familienarbeit auszureichen. Sollte dies bis Mai nicht geschehen, müsse die Stadt die Fördergelder zurückzahlen. “Ich hoffe, dass ist Ihnen bewusst”, so Gellert, die der Stadt auch vorwarf, gegen Gesetze zu verstoßen.
Besonders scharf wurde die Debatte, als das geplante Zukunftszentrum zur Sprache kam. „Wenn wir ein Zukunftszentrum bauen und uns aber die Zukunft der Kinder und Jugendlichen verbauen, ist das schlimmer als jeder Sketch, den man sonst in der Bild-Zeitung sieht“, sagte Gellert. Oberbürgermeister Vogt widersprach der impliziten Gleichsetzung von kommunalem Sparzwang und Bundesprojekt. Beim Zukunftszentrum handle es sich hauptsächlich um Mittel des Bundes, die der Stadt nicht frei zur Verfügung stünden. Es sei „diplomatisch suboptimal“, wenn draußen Zukunft eingefordert werde, während drinnen über ein Zukunftszentrum gesprochen werde. Doch die Finanzierungsströme seien getrennt. Entscheidungen, die in Berlin getroffen würden, könnten vor Ort nicht einfach umgewidmet werden.
Dennoch bleibt das Bild kraftvoll: Eine Stadt, die sich architektonisch und symbolisch der Zukunft widmet, während ihre sozialen Fundamente bröckeln. Die Singschule, deren Chor seit 52 Jahren das Stadtbild prägt, meldete sich ebenfalls zu Wort. „Chor ist mehr als Singen“, lautete ihr Motto. Auch hier drohe die Insolvenz. Musik, Gemeinschaft, generationsübergreifende Projekte – all das steht auf dem Spiel.
Die Ausnahmegenehmigung, die es der Stadt erlaubt, ein Teilbudget für Sport, Jugend und Kultur von Januar bis Mai freizugeben, verschafft lediglich eine Atempause. Sie ist an fachliche Begründungen gebunden, zeitlich befristet und ausdrücklich keine nachhaltige Lösung. „Die Stadt braucht einen genehmigten Haushalt“, betonte die Verwaltung. Applaus brandete im Saal auf, Fanfaren waren zu hören – bis der Stadtratsvorsitzende die Beifallsbekundungen untersagte.
Zwischen Pflicht und „freiwillig“
Im Kern dreht sich der Konflikt um eine juristische Kategorie: „freiwillige Aufgaben“. Kultur, Soziales und Sport zählen laut Gesetzgeber nicht zu den zwingend vorgeschriebenen Pflichtaufgaben einer Kommune. In Zeiten knapper Kassen geraten sie daher zuerst unter Druck. Oberbürgermeister Vogt sprach offen aus, was viele Kommunen umtreibt: Die Konsolidierung treffe ausgerechnet jene Bereiche, die eine Stadt lebenswert machen.
Beate Gellert widersprach dieser Logik vehement. Kinder- und Jugendarbeit sei de facto eine Pflichtleistung, auch wenn sie formal anders eingeordnet werde. Zudem liege die Landespauschale für Kinder-, Jugend- und Familienarbeit bereits auf dem Konto der Stadt. Diese Mittel seien zweckgebunden auszureichen. Erfolgt dies nicht bis Mai, drohe eine Rückzahlung an das Land. Der Vorwurf, gegen gesetzliche Vorgaben zu verstoßen, stand unausgesprochen im Raum – und verlieh der Debatte zusätzliche Schärfe.
Auch andere Träger meldeten sich. Ein Vertreter, seit 1991 im Sektor tätig, sagte: „Das, was jetzt passiert, habe ich in 35 Jahren noch nicht erlebt.“ Ein Engagierter von Rock your Life formulierte es drastisch: „Wir bluten als Kommune aus.“ Es ist ein Bild, das die strukturelle Dimension der Krise beschreibt. Nicht einzelne Projekte, sondern ein ganzes Netzwerk an Prävention, Beratung und kultureller Bildung droht auszudünnen.
Im Hintergrund steht eine übergeordnete Frage: Welche Prioritäten setzt eine Stadt in schwierigen Zeiten? Eine Bürgerin verwies auf zwei neue Brücken an der Saline und fragte nach dem Eigenanteil der Kommune. Angesichts der sozialen Probleme stelle sich die Frage der Notwendigkeit. Baudezernent Rebenstorf warnte davor, Projekte gegeneinander auszuspielen. Infrastrukturvorhaben seien miteinander verknüpft, etwa mit dem Hintereingang des Zoos oder Radwegen. Doch genau diese Abwägungen sind es, die nun öffentlich und emotional geführt werden.
Heute sparen, morgen wundern
Der Protest in Halle ist mehr als eine Momentaufnahme. Er ist Symptom einer strukturellen Krise kommunaler Finanzen. Wenn Städte keinen genehmigten Haushalt haben, geraten sie in eine Art Schockstarre. Investitionen werden verschoben, Verträge nicht verlängert, Projekte auf Eis gelegt. Doch anders als bei Bauvorhaben oder Verwaltungsmodernisierungen lassen sich soziale Beziehungen nicht einfach pausieren.
Jugendliche, die heute keinen Zugang zu Beratung oder Freizeitangeboten haben, holen verlorene Chancen nicht automatisch nach. Kinder, die kulturelle Bildung verpassen, erleben womöglich dauerhaft geringere Teilhabe. Familien, die keine Unterstützung finden, geraten schneller in Krisen, die später weit höhere Kosten verursachen – finanziell wie gesellschaftlich.
„Heute sparen, morgen wundern“ – dieser Satz auf einem der Schilder bringt die langfristige Perspektive ins Spiel. Prävention ist unspektakulär, ihre Wirkung zeigt sich oft erst Jahre später. Doch gerade deshalb ist sie politisch anfällig. Sie lässt sich leichter kürzen als akute Pflichtausgaben. Die Demonstration auf dem Marktplatz hat deutlich gemacht, dass viele Bürgerinnen und Bürger diese Logik nicht mehr akzeptieren wollen.

























Richtig viele Menschen! Stark
Wirklich stark !
Starkes Signal!
Die Demo war ein Fehler. Jetzt kann man das ganze Einsparpotential in Bildern sehen.
Bravo!!!
Es ist erstaunlich, wieviele Leute von staatlicher Alimentierung – Steuergeld der Bürger – in einer armen Stadt wie Halle leben. Das geht so nicht, dass kann sich keiner leisten.
Na endlich mal ein Thema, bei dem du tatsächlich selbst involviert bist.
Es ist erstaunlich, dass du den Unterschied von Alimenten und Gehalt nicht kennst. Klar, ab morgen kommt ja wieder deine Stütze und alles ist gut.
Kinder, Jugendliche, Pädagogen, Interessierte!? Soweit gehen die Gedanken nicht oder?
Wie kommen Sie darauf? Und wieso reden Sie von „Alimentieren“? Man muss nicht in diesem Bereich arbeiten, um das Anliegen zu unterstützen. Und auch in diesem Bereich werden die dort Arbeitenden für Ihre Arbeit bezahlt. Das ist nicht herunterzureden.
Die Streichliste bleibt! Laufend diese Kämpfe um ihre Posten und Gehälter der Geschäftsführer. Schluss!
Das Bürgergeld muss dringend modernisiert und entbürokratisiert werden. Moderne, liberale Vorschläge – auch für die Unterbringung – liegen auf dem Tisch.
Ah, selbst bei diesem Thema kommen deine Lagerphantasien durch. Erbärmlich.
@Liberaler, Danke für Deinen Beitrag, aber nun zurück zum Thema
Dummer Beitrag, 10/10 für deinen Ragebait
Wow, da werden aber viele bezahlt von Steuergeldern!
Durch solche Aktionen fällt erst mal auf, für wen alles mitgearbeitet werden muss.
Respekt Herr Oberbürgermeister! Doch den richtigen angekreuzt.
Das nennt sich Daseinsvorsorge und ohne diese Menschen wuerde unsere Gesellschaft nicht funktionieren. Reich wird man bei solchen Jobs nicht, ganz im Gegensatz zu Geschaeftsfuerhrern von Baukonzernen oder in Fuehrungspostionen der oeffentlichen Verwaltung, die wesentlich grosszuegiger vom Steuerzahler alimentiert wird.
Es ist die Spitze vom Eisberg .
Und Freitag werden 18 Grad 😱
Korrekt, die unkontrollierte Alimentierung so vieler Leute muss aufhören.
Ich finde das Artikelbild sehr beeindruckend. Es macht deutlich, wie groß der Personenkreis mittlerweile ist, der über die freien Träger mit Steuergeldern alimentiert wird.
Sie sind nicht alimentiert, sie verdienen Geld durch Arbeit. Und du so? Darüber hinaus waren nicht nur mittelbar oder unmittelbar Betroffene vor Ort sondern auch interessierte Bürger. Nennt sich Solidarität innerhalb einer Gesellschaft. Ach ja: Herrn Neumann, Herrn Mehrheim konnte ich ausmachen und eine Delegation von Die Partei. FDP? Natürlich Fehlanzeige.
Im Übrigen kritisiert dein geliebter Timmy im Stadtrat, dass das Geld schon längst hätte fließen können. Ja was denn nun? Ist er jetzt ein Verräter an den hart arbeitenden Menschen geworden???
Was ist denn bei Dir nicht richtig gelaufen ?
Wir waren auch dabei, arbeiten aber nicht in diesen Vereinen . Es waren auch Rentner dabei, welche einen Lebensarbeitszeit vorzuweisen haben, die Du niemals erreichen kannst . Diese Menschen arbeiten unentgeltlich und helfen anderen Menschen .
Du bist eine Schande der Gesellschaft!
Warum bist Du nicht auf dieser Demo gewesen und hast Deine Meinung vertreten?
Meiner Meinung nach bist Du einfach nur ein feiges, kleines , minderwertigen Würstchen.
„Was ist denn bei Dir nicht richtig gelaufen ?“
Das ist ne Fangfrage, stimmt’s? Korrekt wäre: „Was ist denn bei Dir richtig gelaufen ?“ und die Antwort darauf sehr, sehr kurz. 3 Buchstaben: Nix. *Zwinkersmiley*
Wer vor Ort war, hat gesehen, dass die Mehrheit aus Familien, Eltern und Kindern bestand, die auf die Angebote angewiesen sind oder davon profitieren. Insofern ist dein Kommentar substanzlos und falsch.
Ihr Rechten sorgt euch plötzlich um unsere Steuergelder? Niedlich!
Die Rechten haben sich schon immer um ,,unsere“ Steuergelder Sorgen gemacht. Anders ist es bei den Links/Grünen die geben sie mit vollen Händen aus ohne sich darum Sorgen zu machen. War wohl ein Eigentor!
Bist du nun rechts oder nicht?
Die Rechten haben sich schon immer um ,,unsere“ Steuergelder Sorgen gemacht. Anders ist es bei den Links/Grünen die geben sie mit vollen Händen aus ohne sich darum Sorgen zu machen. War wohl ein Eigentor!
Ach Martin, wo sind die „Rechten“ denn an der Macht, dass sie das Steuergeld mit vollen Händen ausgeben können? Kannst du da bitte ein Beispiel nennen? Und komm jetzt nicht mit den Fraktionsmitarbeitern, das Budget ist bei allen Parteien pro Abgeordneten gleich.
Der abgehalfterte bedeutungslose Politclown will mal wieder bloß hetzen.
Wie „gut“ die AFD mit Steuergeldern umgehen weiss, zeigt sich ja gerade bei der Vetternwirtschaft in ihren Abgeordnetenbüros, nicht nur in Sacjhsen-Anhalt.
@Klops
Was nicht gleich ist: Parlamentsarbeit aus Steuermitteln bezahlen. Das ist bei allen Parteien verboten und Veruntreuung von Steuergeldern.
Blöd gelaufen, ne?
Ja, klar, wenn es darum geht, sich das Geld selbst oder ihren reichen Freunden zuzuschachern, sind die Rechten immer sehr an Steuergeld interessiert…
Sieht man so gut bei unseren Neu Nazis. Die einzige Sorge, die die haben ist, dass sie mit an dem Trog der staatlichen Alimente fressen duerfen. War bei ihren Vorgaengern uebrigens nicht anders
Schon mal von Solidarität gehört? Oder ist der Gedanke, dass Menschen für andere eintreten, ohne selbst direkt betroffen zu sein, für dich zu abstrakt?
So ein Quatsch!
Ich war z.B. dort, obwohl ich nicht in einem der betroffenen Bereiche arbeite. Habe dafür sogar Termine verlegen müssen; aber das war es mir wert, denn eine Stadt ohne diese Hilfen ist wahrlich nicht mehr lebenswert (das rächt sich in einigen Jahren durch höhere Schulabbruchquoten, Gewalt, fehlenden sozialen Zusammenhalt, fehlen an Kultur und Ideen, fehlende Perspektiven usw).
Es freut mich auch, wie viele Leute das ähnlich sehen – und mal wieder ein Beweis dafür, dass die Leute die hier fleißig kommentieren eben nicht repräsentativ sind.
Die Schule deiner Kinder gehört auch dazu, meiner. Und du profitierst von den staatlichen Alimenten, indem du nur einen Bruchteil der wahren Kosten bezahlst.
Hast du in der Hilfsschule auch davon profitiert?
Und alle die dort demonstriert haben, arbeiten mit Kinder und Jugendliche? Was für eine arrogante Milchmädchenrechnung.
Schon mal daran gedacht, dass sich viele Menschen mit den Mitarbeitern solidarisieren? Sind Sie so naiv, oder tun Sie nur so?
Ach ja, Sie mögen ja keine Kinder.
Das ist tatsächlich ein großes Problem und muss schleunigst adressiert werden. Steuergeld der Bürger darf nur für Pflichtausgaben ausgegeben werden.
Ich möchte, dass meine Steuern auch für Kinder- und Jugendarbeit ausgegeben werden. Sich um die nächste Generation zu kümmern, ist gesellschaftliche Pflicht. Wenn Sie nichts über die Leistungen sozialer Arbeit wissen, ist das Ihr Problem.
Tun sie das, spenden Sie direkt. Viele wollen das nicht.
„Oberbürgermeister Dr. Alexander Vogt hatte für die Demonstranten eine gute Nachricht. Demnach kann eine Auszahlung der Mittel über eine Ausnahmegenehmigung erfolgen.“
Die schlechte Nachricht für die halleschen Steuerzahler ist: Die städtische Verschuldungsorgie geht weiter, vor allem zulasten hart arbeitender Menschen.
Du meinst also, die Mitarbeiter der freien Träger arbeiten nicht und zahlen keine Steuern?
Sie sind nicht wertschöpfend in der Wirtschaft tätig, leben mithin von Steruern anderer Bürger.
Was soll denn das? Polizisten leben von Steuern, Soldaten leben von Steuern, Lehrer leben von Steuern, wer Straßen bauen, lebt von Steuern, Finanzbeamte leben von Steuern, Richter leben von Steuer, Universitätsangestellte leben von Steuern, … Und sie alle werden für ehrliche Arbeit bezahlt. Was für einen Müll erzählen Sie hier eigentlich?
Die von Ihnen bechriebenen Tätigkeiten sind Aufgaben eines Staatswesens und damit aus Steuern finanzierbar, Theaterzeug & Geschwätz eben nicht. Das ist der Unterschied.
Aber sie sind wertschöpfend tätig. Sonst gäbe es kein Geld und keine Förderung. und du so???
Nein, sind sie nicht. Steht oben.
Es ist wirklich bemerkenswert in welch einer Fantasiewelt Sie leben.
1. Durch Kürzungen im sozialen Sektor wird Halle nicht handlungsfähiger.
2. Die Einsparung werden zur Folge haben, dass der Steuerzahler in einigen Jahren noch mehr zu zahlen hat.
3. Ich gebe Ihnen recht, dass es so nicht weitergehen kann. Aber Sie zeigen mit dem Finger auf die falschen Leute.
Sie sind ein feines Produkt des Welt-Verlag.
Stell dir vor, ich gehe Vollzeit arbeiten und trotzdem muss ich Bildung und Teilhabe für meine Kinder beantragen. Wahrscheinlich wäre es dir lieber, wenn ich nicht arbeiten gehe, um mich um meine Kinder zu kümmern. Nicht alle die Hilfe beantragen sind arbeitslos, aber das ist dir wahrscheinlich eh egal, du bist ja auch nicht dafür das die Angestellten mehr Geld für ihre Arbeit bekommen. Das eine geht nur nicht ohne das andere.
„zulasten hart arbeitender Menschen.“
Also betrifft es Dich ja nicht, warum mimimist Du hier dann rum?
dich wohl erst recht nicht, funktionsloser Stadtrat
Ich bin (als Immobilienerbe) „hart arbeitender Mensch“ im Sinne der f.d.p. Also kann mich der Paracelsus-Trottel nicht meinen.
Dich betrifft es schon lange nicht mehr!
Warst Du gerade bei der Tafel, um 11:42 Uhr?
Paulus, sorge dich nicht um arbeitende Menschen. Du hast mit denen nichts zu tun. Wir kommen klar.
„vor allem zulasten hart arbeitender Menschen“
Gut, dann bleibst du und die anderen Kasperle ja verschont. 😉
Na,mal was sinnvolles und das bei Kaiserwetter. 👍
Ihr Rechten sorgt euch plötzlich um unsere Steuergelder? Niedlich!
Sparen tut nun mal weh.
Ihnen? Oder soll es nur die anderen treffen?
Dich sollte es auch treffen.
Es war für mich schon beeindruckend zu sehen, wie viele Leute in Halle offensichtlich Zeit haben, an einem Werktag um die Mittagszeit an einer solchen Kundgebung teilzunehmen. (Ich bin da übrigens während der Mittagspause kurz vorbeigekommen.) Arbeiten muss hierzulande scheinbar niemand mehr? Ist ja auch erfolgversprechender, auf Umverteilung von Steuergeldern zu drängen. Es waren natürlich die üblichen Verdächtigen zu sehen, Fahnen von der „LInken“ etc. Die Antifa habe ich aber vermisst – wo waren die denn, noch im Bett? (Ach ja, drei Mädels von der „Partei“ habe ich auch gesehen, mit einem Transparent „Das Geld liegt auf der Straße“ o.s.ä. Sinnfreie Parolen kennt man von denen ja. Da habe ich mich sofort gefragt, wo sie eigentlich ihren Klassenkasper Martin „Opa“ Bochmann gelassen haben. Hat der sich um die Zeit auch noch im Bett gewälzt?) Aber mal ernsthaft: Ich hoffe, dass die Stadt mit den Trägern der freien Jugendhilfe einen vertretbaren Kompromiss findet – und dass gewisse Leute einsehen, dass man angesichts knapper Mittel nicht alles finanzieren kann.
Fertig mit „Mimimi“? Na, dann ist ja gut.
Biste jetzt aufgewacht? Schreib wieder wichtige Kommentare. Ich will lustig dein!
Kannst Du das bitte übersetzen lassen? Danke!
Wow, was für ein starkes Signal. Ja, Prävention kostet Geld, ist aber sinnvoll angelegt. Besser als, dass die Kinder und Jugendliche herumlungern und womöglich auf dumme Gedanken kommen.
Bildung und Teilhabe sind ein wichtiger Bestandteil einer Gesellschaft. Und das sind sicher keine freiwillige Leistungen.
Wer ist für die katastrophale Haushaltslage verantwortlich?
Warum wurde von den Verantwortlichen nicht rechtzeitig gegengesteuert?
Welche Stadträte, welche Parteien haben dies alles verursacht?
Als älterer Mensch staune ich, was es heute alles für die Kinder gibt, was es zu meiner Kinderzeit nicht gab und wieviel Leute dafür beschäftigt werden..Wenn alles wegfallen würde
, wäre es zwar nicht schön und es gäbe sicher Probleme, aber die Welt ginge dadurch nicht unter.
So, nun könnt iht mich beschimpfen.
Ich bin selber ein älterer Mensch und zu meiner „Kinderzeit“ gab es überall Spielplätze, es gab Arbeitsgemeinschaften in riesiger Vielfalt, Sportvereine, Ferienlager, Ferienspiele, usw. .
Da es noch keine KI gab, nehme ich an, haben die vielen Angebote auch Menschen bewältigt (Ironie).
Dieses “ bei uns gab es das auch nicht“ ist einfach nur Unsinn.
Warum sollte man Dich beschimpfen? Deine Meinung ist legitim und sachlich.
Problematisch werden Meinungen nur, wenn Sie populistisch werden oder sich als das Maß aller Dinge aufschwingen. Siehe PH oder Bürger für Halle.
Sie haben Recht. Das kann entfallen und muss es auch – besonders wenn man es sich nicht mehr leisten kann.
Puh, seit Wolfgangs Werdung zum Rechtsextremen schätze ich ihn nicht mehr soooo besonders, aber ein Lob vom Vollhonk hat auch er wirklich nicht verdient.
Wegen einer Meinung, die sachlich vorgetragen ist, sollte niemand beschimpft werden. „Früher“ gab es noch viel mehr für Kinder. Kinder waren auch noch der Faustpfand für die Zukunft.
Nahezu jedes Kind war in einem der zahllosen Sportvereine angemeldet. Es gab Ag’s, später sogar etliche Jugendclubs. Das alles gibt es in der Quantität nicht mal mehr ansatzweise. Heutzutage sind die Probleme der Jugend allerdings auch ganz andere. Auf der einen Seite sind gewalttätige Ausländerbanden und auf der anderen Seite Jugendliche, die nichts mit sich anzufangen wissen. Sollten dieses ganzen wichtige Einrichtungen schließen, würde sich in dieser Stadt eine hochexplosive Stimmung unter Jugendlichen etablieren. Dann dann wäre auch denen klar, dass die Elterngeneration komplett auf sie scheisst. So, wie sie es schon in der Coronazeit gemacht hat.
Nur vergessen viel, dass diese jungen Menschen unsere Rente erarbeiten werden. Wäre ich Jugendlicher, würde ich die älteren Generationen zutiefst verachten. Wie in einigen Kommentaren zu lesen, ist die Arroganz und Gleichgültigkeit gegenüber unserer Zukunft mittlerweile besorgniserregend.
Würde dann noch eine Afd eine Wahl gewinnen, gestaltet sich alles hoffnungslos.
„Wenn alles wegfallen würde
, wäre es zwar nicht schön und es gäbe sicher Probleme, aber die Welt ginge dadurch nicht unter.“
Naja, aber bei Dir war es halt so, dass Du vom Grünen zum Rechtsradikalen wurdest. Ist ja auch nicht für jede Person erstrebenswert.
Hallo Martin, ich bin von unserer Ökogruppe über Bündnis90 durch die Vereinigung zu den Grünen geraten, ich dachte dass das meine Verbündeten sind, Das war ein Fehler, ich hätte gleich in die CDU eintreten sollen und nicht erst 1996. Ich vertrete die gleichen Werte der CDU von 1996, die nennst du rechtsradikal.
Du hast in der Presse bekanntgemacht, dass du sehr krank bist, das berücksichtige ich in meiner Antwort.
Gute Besserung- Wolli
.
Nein, das: „Ich vertrete die gleichen Werte der CDU von 1996“ tust Du nicht. Ich hatte damals schon mit denen immer mal zu tun.
Und dass Du einerseits die Ukraine unterstützt (was ich sehr schätze!) und andererseits die rechtsradikalen Putin-Zäpchen hofierst, kann eigentlich auch nur mit altersbedingter Krankheit erklärt werden.
Erstaunlich wie viele der steuerfinanzierten Freunde plötzlich wach werden, wenn ihre Pfründe in Gefahr sind.
Dieses Raushauen von Steuermillionen unter dem Deckmantel „es ist ja für die Kinder“ muss endlich aufhören.
Es gibt (zu viele) Kitas, es gibt Schulen, Hort, es gibt ein Jugendamt, alles staatlich mehr als auskömmlich durchfinanziert.
Da braucht es keine zusätzlichen „Vereine“ und „Projekte“ die Millionen pro Jahr kosten.
Jedenfalls nicht auf Kosten der Stadt.
Die Kinder sind nur Ausreden um Geld einzusacken. Denen nutzt der Zauber herzlich wenig.
Korrekt zusammengefasst.
Ich hätte außerdem noch gern Musikschulen, Sportvereine, Baumspielplätze, Theater, Ermäßigung für die Kleinen im Zoo und im Museum…Haben wir ja, wie schön. Wenn ihr sparen wollt, spart bei den Geldverdienen. Liebe Grüße