Merseburger Straße: Allee und zwei Spuren oder vier Spuren und Häußerabriss

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6 Antworten

  1. mirror sagt:

    Gestern hat die Verwaltung in der MZ noch das Wachstum der Stadt Halle verkündet, es wird eine grandiose Entwicklung mit Wolkenkratzern am Riebeckplatz diskutiert und eine der Hauptachsen im Verkehrskonzept soll zurück gebaut werden. Verstehe einer diese strategische Konsistenz.
    Die Bäume sind als dankbares Objekt vorgeschoben, da auch beim Ausbau Strasse Gimritzer Damm fleißig gefällt wird.

  2. Mit dem Umbau des nördlichen Abschnittes der Merseburger Straße-Riebeckplatz- Thüringer Straße ab 2017 hat der Stadtrat beschlossen, dass es dann pro Fahrtrichtung nur noch eine überbreite Fahrspur geben wird. Somit wurden trotz großer Bedenken, alternativer Vorschläge und der zu erwartenden neuer Staufalle immer wieder von den Befürwortern betont, dass sie eine politische Entscheidung gegen den Individualverkehr u. gegen den Bürgerwillen treffen wollten.
    Im Stadtrat wollen die Grünen laut Amtsblatt Nr. 22/2015 vom 19.12.2015 S.4 in der Junisitzung 2016 einen weiteren Vorstoß unternehmen, um die Merseburger Straße auf den nächsten Abschnitten bis Ammendorf auf zwei Spuren zu reduzieren.
    Die praktischen Auswirkungen sollten den Hallensern bewusst gemacht werden. Halle braucht keine zweite Delitzscher Straße! Wir werden als Bürgerinitiative mit anderen Gleichgesinnten dabei mithelfen,ein Bündnis aller Befürworter der Vierspurigkeit zu bilden, damit der Verkehr von und nach der Bundesstraße 91 nicht im täglichen Stau endet. Es ist mehr als paradox, wenn die Befürworter der Einspurigkeit einerseits weniger Umweltbelastung als Ziel im Programm stehen haben und dann dafür sorgen, dass mehr Schadstoffausstoß und Behinderungen organisiert werden. Die Bäume sind dann dafür verantwortlich, wenn Menschen nicht rechtzeitig geholfen werden kann, weil Feuerwehr und Krankenwagen nicht mehr durch kommen. Auch den Nahverkehr macht man dadurch nicht attraktiver. Dafür müssten Taktzeiten verringert, mehr Fahrten in den Abendstunden und Wochenenden stattfinden und die Preise stabil bleiben.

  3. 10010110 sagt:

    Die ewige Wiederholung von Spekulationen und Halbwahrheiten und eine einseitige Darstellung der Fakten macht die Argumentation der MIV-Befürworter nicht glaubwürdiger. Eine vierspurige Merseburger Straße ist nicht „der Bürgerwille“. Auch wird keine Entscheidung gegen den Individualverkehr an sich getroffen, sondern nur gegen Verkehr, der verzichtbar wäre, und momentan nur deshalb stattfindet, weil es einfach möglich ist.

    Lieber Hajo von der BI Rosengarten: Stell’ dich bitte mal an die Merseburger Straße und zähle die Fahrzeuge, in denen nur eine Person sitzt – und dann achte mal darauf, wieviele davon ein hallisches Kennzeichen haben. Ein Umdenken muss stattfinden, ob ihr wollt oder nicht. Eine Stadt muss zuallererst Lebensraum sein (also ein Ort, an dem Menschen leben, sich als Menschen (nicht als Autofahrer) frei bewegen können und sicher fühlen). Erst in zweiter Linie muss der motorisierte Individualverkehr Berücksichtigung finden.

    • mirror sagt:

      Nach der vollmundigen Einleitung hatte ich Fakten erwartet. Es wird auch nur über den Bürgerwillen spekuliert.
      – die einzige Verkehrszählung, die ich gesehen habe, zeigt auf dem letzten Teilstück der Merseburger deutlich über 30.000 Kfz/Tag, mehr als für eine 2-spurige Stadtstrasse nach RASt empfohlen wird.
      – Die ÖPNV-Anbindung des Saalekreises an die Stadt ist ausgesprochen schlecht. Taktzeiten zum Teil 2 Std. Deshalb entscheiden sich viele Pendler für das Auto.
      – Zur Belebung der Innenstadt ist man auf die Kaufkraft des Kreisbewohner angewiesen.
      – eCar (7 g/Pkm) hat eine deutlich positivere Auswirkung auf den CO2-Ausstoß als Straßenbahn (72 g/Pkm); eine Transformation des Verkehrs in Richtung e-mobilität ist mindestens gleichwertig zum ÖPNV.
      – die angestrebten Fahrzeitverkürzungen durch eigene Gleisbett haben fast keine Auswirkung auf die Akzeptanz des ÖPNV. Kürzere Taktzeiten hätten dies schon (z.B. autonome E-Kleinbusse auf eigenen E-Spuren)
      – Verschlechterung der Servicequalität der Strassen führt zu mehr CO2-Ausstoß durch Stau und Verlagerung des Verkehrs und nur zum kleinen Teil zum Umstieg auf ÖPNV.

      Gegen die Ideologie der Gängelung und Verhinderung anstatt Überzeugung gibt es leider keine Fakten.

  1. 13. April 2016

    […] hat die hallesche Stadtverwaltung ihre ersten Entwürfe zur Merseburger Straße vorgestellt, regt sich bereits die erste Kritik. Das Netzwerk Süd in Halle […]

  2. 19. April 2016

    […] Artikel: Details zu den Plänen […]

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