Paletten-Bänke auf dem Markt: nur beliebig

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8 Antworten

  1. farbspektrum sagt:

    Danke Frau Winkler!
    Übrigens wurde heute in Dessau das Bauhaus-Museum glanzvoll eröfffnet. Da hätte man wenigstens heute den Sperrmüll verhüllen können.

  2. geraldo sagt:

    Früher saßen die Leute einfach auf den Stufen des Händeldenkmals. Dort stehen jetzt Kübel drauf, und das Gießwasser macht Flecken auf die Treppe.

  3. Passant sagt:

    Diejenigen, die diese “Loungemöbel“ hergestellt haben, taten das sicher in bester Absicht. Allerdings hätten die, die sich dafür feiern ließen wissen müssen, dass diese offensichtklich preiswerte Palettenvariante nicht auf den Marktplatz neben das historische Händeldenkmal gehören. Das Denkmal wurde damals aus Spenden finanziert, u.a. auch vom englischen Königshaus, das damit seinen Dank und seine Anerkennung für Händels wunderbare Barockmusik ausdrücken wollte. Wie wäre es denn mit klassischen (englischen) Gartenbänken aus Metall (gibt es bei speziellen Anbietern) neben Kübelbäumen und Blumen? Sponsoren könnten auf einer kleinen Messingplatte genannt werden. Kriterien wären meiner Meinung nach solide handwerkliche Ausführung, Ergonomie, Ästhetik, Langlebigkeit und Angemessenheit im Verhältnis zur Umgebung). Bauhausmöbel wären da wohl ein Stilbruch.

    • farbspektrum sagt:

      Ich verstehe nicht, warum ein aus englischen Spenden finanziertes Denkmal mit englischen Accessoires umgeben werden soll. Schließlich soll kein englischer Komponist, sondern ein hallescher mit dem Denkmal geehrt werden. Ich halte auch nichts davon, Städte mit Neohistorismus im Zuckerbäckerstil zu „schmücken.“ Die ja auch wieder einen Stilbruch zum übrigen Marktplatz darstellen würden.

    • Schwede sagt:

      Ich find deinen Vorschlag super. Das sehe mit Sicherheit besser aus als dieser Lagerplatz von einem Getränkegroßmarkt.

  4. Passant sagt:

    Nun möchte ich doch noch kurz auf den Kommentar von “Farbspektrum“ eingehen. Ich bin davon ausgegangen, dass man als Hallenser weiß, dass Händel zwar in Halle geboren und aufgewachsen ist (war Domorganist), jedoch den weitaus größeren Teil seines Lebens in London verbrachte und dort auch seine wichtigsten Werke schuf. Er wurde in der Westminster Abbey beigesetzt. In Halle kann man sein Geburtsthaus besichtigen, der Glockenschlag des Roten Turms ist als Referenz zu Händels Londoner Zeit der des Big Ben, das Händeldenkmal wurde in einer Gemeinschaftsaktion von Deutschen und Briten verwirklicht und ist das einzige Händeldenkmal auf deutschem Boden. Wir sollten also verantwortungsvoll mit diesem Erbe umgehen.Dazu gehört auch eine angemessene Gestaltung des Denkmal-Umfeldes. Wegen der Bezüge zu England schlug ich also klassische englische Garten- bzw. Parkbänke neben Blumen und Kübelbäumen in der Nähe des Händeldenkmals vor, auf keinen Fall meinte ich damit Bänke in einen verschnörkelten “Zuckerbäckerstil“. Ich denke, eine Bank ist in erster Linie ein Gebrauchsgegenstand und man muss das Fahrrad nicht für viel Geld dauernd neu erfinden. Sie sollte sich dem Händeldenkmal in der Bedeutung unterordnen aber im Stil dazu passen.

  5. 10010110​ sagt:

    Ich finde diese Diskussion um die Palettenbänke irgendwie übertrieben. Woanders würde man sowas als „Kunst“ betrachten. In Museen für moderne Kunst werden mitunter vergoldete Toilettenschüsseln ausgestellt und alle feiern es als hohe Kunst; Palettenbänke werden woanders als expliziter Gegenakzent zu „feinen Örtlichkeiten“ aufgebaut (so wie andersrum verranzte Industriehallen als Veranstaltungsorte fürs Partyvolk mit gehobenem Anspruch vermarktet werden) und hier macht man sich derart ins Hemd über Möbel, die von den Leuten offensichtlich sehr gut angenommen werden.

    Das ist doch eine Diskussion um nichts. 🙄

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