Religionen entdecken, Fragen stellen, Vorurteile abbauen: „Out of the Box“ in Halle-Neustadt gestartet

Ein außergewöhnliches Projekt ist am Donnerstag in Halle-Neustadt gestartet. Auf einer Wiese gegenüber vom Neustadt Centrum steht ein Container, in dem sich ein gemeinsames Religionsprojekt verbirgt. “Out of the Box” steht für Schulklassen nach Anmeldung bereit. Er ist ausgestattet mit interaktivem Material für verschiedene Altersgruppen. 

Wie Tarek Ali vom Migrationsbeirat sagte, wolle man die Vielfalt der Religionen darstellen. Ziel sei es, miteinander ins Gespräch zu kommen. Man habe auch bereits Kontakt mit Schulen aufgenommen. Für Ali ist das Projekt auch eine Möglichkeit, eine Zielgruppe zu erreichen, die normalerweise nicht mit anderen Religionen in Kontakt kommt. Perspektivisch sind aber auch feste Öffnungszeiten für jedermann geplant.

Pfarrerin Hanna Henke: „Ziel unseres Projekts ist es, einen Ort zu schaffen, wo Menschen andere Religionen kennenlernen, sich austauschen und Fragen stellen können. Es soll dadurch nicht nur ein Beitrag zum gegenseitigen Verständnis sein, sondern auch Vorurteile abbauen und ein starkes Zeichen der Verständigung unter den Religionen setzen.“

Am Projekt beteiligt sind das Islamisches Kulturcenter Halle (Saale) e.V., der Landesverband Jüdischer Gemeinden, die Evangelische Emmausgemeinde Halle als Vertreterin des Evangelischen Kirchenkreises Halle-Saalkreis, die katholische Kirche sowie die hallesche Bahai-Gemeinde. 

So erfahren die Besucher, was sich hinter dem jüdischen Purim-Fest verbirgt oder warum sich Muslime auf die Reise nach Mekka begeben. Aufgebaut ist auch ein Modell einer Synagoge aus Damaskus, die von Kindern aus der “Passage 13” gestaltet wurde.

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21 Antworten

  1. Liberaler sagt:

    Wenn das Dingen durch die Religionsgemeinschaften finanziert wird, soll es mir Recht sein.

    Sollte der Steuerzahler hierfür zur Kasse gebeten werden, ist es ein Skandal. Dann müssen Köpfe rollen!

  2. HALLEnser sagt:

    Wer finanziert die Religionspropaganda?

  3. Emmi sagt:

    Das Anliegen ist gut gemeint, da gehen aber nur interessierte Menschen hin.
    Wichtig ist doch den Muslimen die hier existierende Kultur nahe zubringen. Die wird ja so oft verteufelt und nicht akzeptiert. Wenn sich Frauen unserer Kultur zuwenden ist das sehr schwierig für sie. Was wird in dieser Richtung getan?

  4. Dino sagt:

    Mensch Leute diskutiert doch mal sachlich. Ich habe den Eindruck manche Pöbeln bloß rum. Wichtig ist es zu Wissen wer finanziert das Projekt und interessieren sich Menschen anderer Religionen auch für uns Christen oder geht es darum unsere Werte zu untergraben.

  5. Dino sagt:

    Ich noch hinzufügen, ich dem Kommentar von Emmi zustimme. Ein wichtiger Ansatz.

  6. ,,Wir leben in einer Zeit, in der sich Propaganda nicht mehr versteckt, sondern bezahlt, beklatscht und als Erfolg verkauft wird.“

  7. Dirk sagt:

    Erstmal…wo sind Buddhismus und Hinduismus? Auch diese gehören mit zu den großen Religionen welche es auch in Deutschland gibt. Und nun. Welchen Muslim interessiert die andere Religion? Welcher Muslim soll dorthin gehen und warum? Denn nur die eigene Religion ist die richtige. Seit tausend Jahren werden Gegner verfolgt. Ein Zusammenleben möchten sie eigentlich nicht, ist hier also nur notgezwungen. Wenn ich geflüchtete Frauen und Mädchen hier mit Hjiab, Chador und selbst in Burka herumlaufen sehe, wo ist dann die Freiheit welche sie hier gesucht haben, warum sie geflüchtet sind? Ist man denn ein schlechterer Muslim wenn man es nicht trägt nur weil der Mann es möchte? Und die Juden. Seit tausenden Jahren stellen sie sich als Opfer hin und die jüdische Gemeinde besonders in Deutschland wegen dem 2. Weltkrieg. Klar, es war schlimm aber nicht nur für die Juden. Leid mussten alle erfahren. Aber Mittlerweile sind selbst deren Mitglieder keine Opfer mehr von diesem traurigen Ereignis. Nun sollte man aber auch nach vorne schauen, positiv…und nicht den Deutschen einreden sie wären immer noch in der Täterrolle. Und die Kirchen, egal ob evangelisch oder katholisch…sie sind immer noch so blauäugig und Glauben an alles gute in der Welt. Die Zeiten sind vorbei. Mit Sitzkreis, Gott und Amen schaffe ich heute nix mehr. Dadurch wird kein Krieg gestoppt, keine Hungersnot beendet. Und an ein friedliches Zusammenleben glauben auch nur sie. Denn die zwei anderen Religionen sehen dies anders. Kann man immer wieder am aktuellen Tagesgeschehen sehen und hören. Da wird weiter verfolgt, vertrieben, getötet.

    • hochheilig sagt:

      „diese gehören mit zu den großen Religionen welche es auch in Deutschland gibt“

      Gehören Hinduismus und Buddhismus auch zu den großen (= weit verbreiteten) Religionen in Deutschland?

      „geflüchtete Frauen und Mädchen hier mit Hjiab, Chador und selbst in Burka“

      Du solltest anderen kein Verhalten vorschreiben, sondern ihnen ihre Freiheit lassen. Sonst wirkst du ganz schnell fremdenfeindlich und dumm. Das willst du sicher nicht. Ganz zu schweigen von der dem nahe liegenden Täterrolle…

      „ein friedliches Zusammenleben“

      Wenn es dir wirklich darum geht, solltest du vielleicht auch weniger aggressiv sein. Gilt ebenso für anonyme Kommentare im Internet.

      Oder ehrlich sein. Das ginge auch, „Dirk“. 😉

      • 10010110 sagt:

        Du solltest anderen kein Verhalten vorschreiben, sondern ihnen ihre Freiheit lassen.

        Du meinst, die Freiheit, sich auch weiterhin vom Patriarchat unterdrücken und verstecken zu lassen? 🤔

        • hochheilig sagt:

          Du kennst nicht eine dieser Personen, die der gläubige „Dirk“ da laufend sehen will. Aber du willst wissen, dass sie unterdrückt werden und auch noch von wem.

          Stark.

          Wenn du nun noch über diese Personen bestimmen willst, z.B. was sie tragen dürfen und was nicht, dann hast du eine ebenso abstruse Vorstellung von „Freiheit“. Da fehlt dann nicht mehr viel zu Glaubens- und Denkverboten…

          • das Große Bla sagt:

            Eine Burka IST Unterdrückung. Die Person darunter wird nämlich massivst behindert. An der Kommunikation, am Sehen und Atmen, am Essen/Trinken. Außerdem wird sie ihrer Würde beraubt, weil man sie nicht als Individuum wahrnimmt.
            Glaubst du alles nicht? Zieh dir eine an und probiere es eine Woche lang aus.

    • Hm sagt:

      Sie haben da einen Container aufgestellt, damit Sie die Möglichkeit haben, die eben von Ihnen wortreich dargelegten Vorurteile über „die Muslime“ oder „die Juden“ bisschen abzubauen. Gehen Sie doch mal hin. Vielleicht lernen Sie die Person kennen, die die geniale Idee hatte, die Moschee aus ner Discokugel zu basteln. Das ist so mega cool.

  8. Dani sagt:

    Das ist eine ernstgemeinte Frage. Wo kann ich die Ausschreibung zu dem Container finden und wieviel der Steuerzahler dafür bezahlt hat?

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