Runder Tisch fordert vor Landtagswahl 2026 in Sachsen-Anhalt sachliche Debatte über Zuwanderung

Der „Runde Tisch für Zuwanderung und Integration, gegen Rassismus“ appelliert im Vorfeld der Landtagswahl 2026 an die gemeinsame Verantwortung aller für einen konstruktiven Diskurs auf Faktenbasis beim Thema Zuwanderung. Der veröffentlichte Appell hebt zunächst die Bedeutung gelingender Zuwanderung für Sachsen-Anhalt hervor und warnt zugleich vor einer emotionalisierten Zuspitzung im Wahlkampf.

Der Appell, dessen Veröffentlichung die Mitglieder des Runden Tisches im Dezember beschlossen hatten, ist ebenfalls auf der Internetseite des Runden Tisches verfügbar.

Der Runde Tisch betont, dass Zuwanderung einen zentralen Beitrag zur wirtschaftlichen, demografischen und gesellschaftlichen Entwicklung des Landes leistet. Menschen mit Zuwanderungsgeschichte seien ein selbstverständlicher Teil der Gesellschaft. Rassismus und Ausgrenzung dürften keinen Platz haben. Zuwanderungspolitische Fragen müssten lösungsorientiert, respektvoll und auf Grundlage belastbarer Daten behandelt werden.

Artikel Teilen:

Für dich vielleicht ebenfalls interessant …

35 Antworten

  1. Ich teile insbesondere den Punkt des Runden Tisches, dass wir politische Diskussionen auf wissenschaftlicher Grundlagen führen sollten und müssen. In den allermeisten Politikfeldern (Verkehr, Wirtschaft, Migration, Bildung, …) gibt es keine Schwarz-weiß-Antworten. Differenziertes Abwägen hat uns als Gesellschaft am weitesten gebracht.

    • Bernd sagt:

      Genau…Wissenschaft mit einbeziehen, besonders beim Klimaschutz.

    • Um Gotteswillen: NEIN! sagt:

      „… politische Diskussionen auf wissenschaftlicher Grundlagen“ … das wäre Dein Ende im Politikbetrieb! Fordere bloß nicht sowas! Du bist doch schon mit einem simplen „Südstadproblemchen“ am Rande Deiner Deklinationsfähigkeit! Weil: das Kaufland-Dings mach bald komplett zu, Alter! Und die ursächliche Brandschutzüberprüferei haben Du & Deine Kolleg*innen in der Fragerunde der Dezemberstadtratssitzung eingefädelt! Sehr schlau und geschickt, Julius! Was soll das erst bei größeren „wissenschaftlichen“ Problemen werden? 🙂

  2. Bürger sagt:

    Vielleicht sollte dieser runde Tisch erstmal grundsätzliches klarstellen: den Unterschied zwischen legaler und illegaler (somit strafbarer) Zuwanderung und eben die eigene Position zu letzterer. Dann lösen sich mindestens 90% der Diskussionspunkte von selbst auf.

    • Kommentator sagt:

      Bürger nimmt mir die Worte aus dem Mund und wer nichts gibt werter runder Tisch hat auch nichts zu fordern.

    • Jäger sagt:

      Wenn da linke und rote Kumpels mit am Tische sitzen, kommt nichts Greifbares heraus.

    • StER Halle sagt:

      Interessante Erwartung: Ein runder Tisch soll sich also zuerst „zur illegalen Migration positionieren“, bevor man überhaupt ins Gespräch kommt. Das klingt ein bisschen nach dem bekannten Drehbuch, bei dem komplexe gesellschaftliche Fragen auf ein einziges Schlagwort reduziert werden — und schon wirkt alles ganz einfach.

      Diese Art von Einstieg erinnert stark an jene politische Rhetorik, die lieber klare Feindbilder sortiert als reale Probleme löst. Wenn man Migration auf „legal vs. illegal“ zusammenschrumpft, kann man sich natürlich einreden, 90 % der Diskussion seien erledigt. Die Realität hält sich nur leider nicht an solche Vereinfachungen.

      Vielleicht wäre es hilfreicher, wenn ein runder Tisch sich nicht zuerst an Parolen orientiert, sondern an den tatsächlichen Herausforderungen, die Menschen, Kommunen und Behörden jeden Tag erleben.

      • Bürger sagt:

        Falsch, einfach nur falsch. Übliche Verwischungstaktik. Das Problem in der gesellschaftlichen Diskussion besteht ja genau im bewussten Durcheinanderwerfen von legaler und illegaler Migration. Die einen wollen illegale Migration verbieten (richtig, weil Straftat) und die anderen reden von legaler Fachkräftezuwanderung (auch richtig, weil notwendig). Solange man nicht von vornherein klarstellt, worüber der Runde Tisch reden will, macht das keinen Sinn. Und will der runde Tisch wirklich über die Förderung von Straftaten reden? Jeder, der strafbare illegale Migration verhindern will, ist dann sofort Faschist und diejenigen, die Fachkräfte brauchen, trauen sich nicht zu sagen, dass diese unter den Illegalen nicht/kaum zu finden sind. Es gibt dafür übrigens ein Fachkräftezuwanderungsgesetz. Interessant, oder? Warum spricht niemand darüber? Weil die Asylindustrie an diesen echten Fachkräften nichts verdient? Weil man dann niemanden mehr als Faschist beschimpfen darf und das Angstschüren vor Remigration nicht mehr die letzte Patrone im Wahlkampf ist?
        Hier muss vorher klargestellt werden, worüber man redet. Will der runde Tisch wirklich über Straftaten reden? Wer illegale Migration verharmlost oder mit Fachkräftemangel begründet, macht sich der Beihilfe zu einer Straftat schuldig. Also in einem Rechtsstaat jedenfalls, denn dort gilt jeder illegale Grenzübertritt als eine solche. Und du bist doch bestimmt für den Rechtsstaat, oder?

        • Bürgermeister sagt:

          Dir ist aber scheinbar nicht bekannt, dass die Zahlen der „illegalen“ Migration rückläufig ist, ebenso wie die Zahl der Asylanträge. Dafür ist die Zahl der Abschiebungen gestiegen. Schreibt sich die CDU gerne auf die Fahne. Dabei dauert so ein Verfahren einige Zeit, viele Verfahren stammen also aus der Zeit der Vorgängerregierung. Wissen viele, nur die AfD und deren Wähler eben nicht. Aber zum hetzen kann man es gerne anbringen. Und nein, man ist dann nicht automatisch ein Faschist. Nur wenn man sich wie einer verhält. Guck mal in den Spiegel.

          • Bürger sagt:

            Also sind für dich 113.200 Straftaten in Form illegaler Grenzübertritte in 2025 akzeptabel. Das sind 310 Straftaten pro Tag, die von der Regierung geduldet werden. Darf ich als Bürger von der Regierung nicht erwarten, dass sich die Regierung an Gesetze hält? Die Regierung fordert das von mir auch. Aber deine Doppelmoral und linksfaschistischen Ansichten sind ja hinreichend bekannt.

          • Sören sagt:

            Illegal Migration rückläufig…na ja. Dafür gab es aber im Jahr 2025 über 100000 Menschen mit Familienzuzug/ Zusammenführung. Und diese sind eben auch keine Fachkräfte…helfen tut es Deutschland damit auch nicht.

          • Bürgermeister sagt:

            @Bürger: Wieso hält sich der Staat nicht an die Gesetze? Die Grenzübertritte werden angezeigt und in der Regel mit Strafbefehlen bestraft. Wird nicht gezahlt, geht´s meist in den Knast. Was willst du mehr? Und wie kommst du dazu, mich als linksfaschist zu bezeichnen? Nur weil ich deine braunen Meinungen nicht akzeptiere? Sehr billig

          • Bürger sagt:

            Gib zu, da musst du selber lachen. Papiere wegwerfen, das Zauberwort mit „A“ sagen und schon landet man in jahrelanger Vollversorgung. Das weißt du genau.
            Warum soll ich nicht auch wahllos Menschen, die ich nicht kenne, als Faschist bezeichnen. Machst du doch auch.

        • Nein, Du bist nicht nur deshalb Faschist, weil Du gegen „illegale Migration“ bist, sondern weil Du ein gesichert rechtsextremes Weltbild hast.

          (Menno, das war ja wieder mal viel zu einfach…)

  3. Schon wieder sagt:

    Das hat schon bei der BTW wunderbar geklappt. Nicht.

  4. Zappelphillip sagt:

    erster Absatz im Text = „aller für einen konstruktiven Diskurs auf Faktenbasis beim Thema Zuwanderung.
    Letzter Absatz= “ zentralen Beitrag zur wirtschaftlichen, demografischen und gesellschaftlichen Entwicklung des Landes leistet. Menschen mit Zuwanderungsgeschichte seien ein selbstverständlicher Teil der Gesellschaft. Rassismus und Ausgrenzung dürften keinen Platz haben. Zuwanderungspolitische Fragen müssten lösungsorientiert, respektvoll und auf Grundlage belastbarer Daten behandelt werden.“

    Zumindest das Angebot eines offenen Gesprächs ist mit dem letzten Absatz schonmal ad absurdum geführt …

  5. Hans-Karl sagt:

    „Der Runde Tisch betont, dass Zuwanderung einen zentralen Beitrag zur wirtschaftlichen, demografischen und gesellschaftlichen Entwicklung des Landes leistet.“
    Die Zuwanderung leistet unzweifelhaft einen Beitrag. Nur ob dieser Beitrag positiv ist, insbesondere bei der gesellschaftlichen Entwicklung, möchte ich bezweifeln.
    Nach dem autoritären „Wir schaffen das!“ von vor gut 10 Jahren muss jetzt ein runder Tisch her? Warum wurden denn damals die Bürger nicht gefragt?

    • Frage sagt:

      „Autoritär“? Seit damals fanden zahlreiche Wahlen statt. Erzählen Sie doch bitte nicht diesen Müll, das sei „autoritär“ gewesen. Auch damals wurde diese Politik von der Mehrheit im gewählten Bundestag gestützt.

  6. naja sagt:

    „hebt zunächst die Bedeutung gelingender Zuwanderung für Sachsen-Anhalt hervor“

    Ist dem tatsächlich so?
    Nach meinem Dafürhalten sind wir davon ziemlich weit entfernt….leider.

  7. Ein Otto sagt:

    Linke differenzieren nicht. Gibst du dich nicht als „links“ zu erkennen, wird man schnell als rechts stigmatisiert. Wissenschaft interessiert die Linken nur, wenn ihnen das Ergebnis gefällt bzw sie es vorgeben können. Und was lässt sich über das Thema Migration sagen? Alles kommt hinein, wird vollversorgt und muss nie einen Beitrag leisten. Eine Differenzierung zw tatkräftigen Facharbeitern, Menschen, die in der Lage sind, das sie aufnehmende Land zu respektieren und jenen, die hier auf andere Weise auffällig werden, findet nicht statt. Schlimmer noch, es wird verschwiegen, beschwichtigt, vertuscht und relativiert. Die Sorgen des normalen „Ottos“- egal, sind nur gefühlt. Und wer Mauern errichtet, sollte sich schämen den Begriff „Diskurs“ überhaupt in den Mund zu nehmen. Man könnte ewig so weitermachen.

  8. wer sonst sagt:

    man hätte erwähnen sollen, dass dieser Runde Tisch Gelder der Regierung erhält und somit KEINE UNABHÄNGIGE Organisation darstellt. –

    • 10010110 sagt:

      Wenn der Runde Tisch Geld von Bill Gates oder Klaus Schwab oder George Soros erhalten würde, würdest du ihn genauso nicht für eine unabhängige Organisation halten, denn euch Schwurbler kann man es nie recht machen. Aber wenn das Geld von Jürgen Elsässer oder Elon Musk kommen würde, dann wäre das bestimmt gaaaaanz anders; dann wäre es vollkommen unabhängig was? 🙄

    • wir sind alle abhängig sagt:

      Also ist keine Partei unabhängig?

    • wähn sagt:

      Immerhin nicht Gelder von Regierungen anderer Länder.

  9. Emmi sagt:

    Wird dann am runden Tisch auch über Migranten als Straftäter gesprochen? Oder kurbeln die auch die Wirtschaft an?
    Diese Veranstaltung ist überflüssig und kostet nur Geld. Es kommt nix dabei raus. Ich erinnere an die zahlenmäßig Begrenzung der Zuwanderung die im Bundestag beschlossen wurde. Was ist damit.

    • orrr sagt:

      Hätte keinerlei Auswirkungen auf dein Leben. Das hast du selbst in der Hand. Mach was draus! Jammern und Anderen die Schuld geben bringt dich nicht weiter.

  10. 10010110 sagt:

    Die können sich ihren Appell sparen, da hört doch bei einem so emotionalen Thema eh keiner drauf. 🙄 Reine Zeit- und Ressourcenverschwendung, dieser „runde Tisch“.

  11. Marko sagt:

    Wer weniger Migration will dem muss klar sein das man dann länger Arbeiten muss (Rentenbeginn) und längere Tage hat und weniger in den Urlaub fahren kann wenn man den gleichen Wohlstand haben will. Stichwort demographischer Wandel.

    Ach so und ohne Migration würde schon jetzt unsere Medizinische Versorgung in Sachsen Anhalt zusammenbrechen weil so viel medizinisches Personal zugewandert ist.

    • Pfleger sagt:

      Was soll immer der Blödsinn mit der medizinischen Versorgung. Diese Ärzte welche bei uns arbeiten kommen aus dem europäischen Raum. Laut Statistik kommen die meisten Flüchtlinge aus den Ländern: Syrien, Afghanistan Irak, Somalia, Iran, Eritrea. Du kannst ja gerne einmal zur Ärztekammer gehen und fragen wie die Ärzte aus diesen Ländern hier mit ihrem Ausbildungsstand stehen…wenn es hochkommt auf der Stufe mit einer Schwester aus dem KKH. Und selbstverständlich flüchten natürlich nur Ärzte zu uns. Die vereinzelten Ärzte aus anderen nicht europäischen Ländern welche hier zugelassen sind leben teils schon länger als zehn Jahre hier, haben hier studiert. Und auch bei den Pflegediensten. Auch da sieht es nicht anders aus. Da gibt’s meist nur Mitarbeiter aus dem europäischen Raum. Dort kommt leider hinzu dass die meisten Azubis, welche eine Ausbildung zur Pflegefachkraft erlernen, dann lieber im KKH als im Heim oder Ambulant zu arbeiten.

  12. klausklaus sagt:

    Wir lassen unsre blauen Sektenmitglieder heute alleine mit ihren ganz wichtigen Suggestivfragen und unabhängigen Empörungswellen. Wir haben ein Leben und besseres zu tun.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert