Sirenen-Terror in Halle: Hacker lösen Amok-Alarm aus und versetzen Stadt in Angst – Polizei ermittelt
Ein lauter Sirenenton unterbrach die abendliche Ruhe am Samstag. Dann eine englische Durchsage: „Active shooter in progress. Lockdown now.“ Was am Samstagabend kurz nach 22 Uhr über weite Teile von Halle (Saale) hallte, war kein Film, keine Übung. Doch auch kein realer Notfall. Es war ein Alarm ohne erkennbare Ursache. Einer, der Angst machte. Einer, der Fragen aufwarf. Und möglicherweise einer, der das Ergebnis eines Cyberangriffs war. Zwei Tage später bezog die Stadt in einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz Stellung. Die Botschaft: Es gab keine Gefahrenlage – aber einen schweren Zwischenfall, der die Stadt noch lange beschäftigen dürfte.
Zehn Minuten Ausnahmezustand
Der Alarm begann am Samstag kurz nach 22 Uhr. Insgesamt 16 Sirenen im gesamten Stadtgebiet wurden gleichzeitig ausgelöst. Die Tonfolge dauerte rund zehn Minuten. Besonders beunruhigend: Über einzelne Anlagen war eine englischsprachige Durchsage zu hören, die vor einem laufenden Amoklauf warnte und zum sofortigen Lockdown aufforderte. Viele Hallenserinnen und Hallenser reagierten instinktiv: Fenster wurden geschlossen, Lichter gelöscht, Menschen suchten Schutz in ihren Wohnungen. In sozialen Netzwerken häuften sich innerhalb weniger Minuten verzweifelte Nachfragen: „Was ist los?“, „Gibt es einen Anschlag?“, „Warum sagt niemand etwas?“ Unzählige Nachrichten und Anrufe erreichten die Redktion. Gleichzeitig wusste auch die Stadtverwaltung zunächst nicht, was geschehen war.
„Wir haben die Sirenen nicht ausgelöst“
Oberbürgermeister Dr. Alexander Vogt machte in der Pressekonferenz deutlich, wie überraschend der Vorfall selbst für die Verantwortlichen war: „Wir haben den Sachverhalt sehr ernst genommen. Aber eines kann ich ganz klar sagen: Wir haben diesen Alarm nicht ausgelöst.“ Auch Bund und Land könnten als Verursacher ausgeschlossen werden. Sirenen können grundsätzlich über das Modulare Warnsystem (MoWaS) ausgelöst werden, doch diese Funktion ist in Halle nach Angaben der Stadt noch nicht freigeschaltet gewesen.Damit blieb eine beunruhigende Möglichkeit im Raum: ein unautorisierter Zugriff von außen.
Hinweise auf Cyberangriff verdichten sich
Tobias Teschner, Leiter des Fachbereichs Sicherheit der Stadt Halle, sprach erstmals offen aus, was viele bereits vermuteten: „Wir gehen derzeit von der Möglichkeit aus, dass hier ein Cyberangriff stattgefunden hat. Also ein Zugriff von außen. Nennen Sie es Hackerangriff oder Cyberangriff.“ Besonders auffällig sei die Sprachdurchsage gewesen. In den Sirenenanlagen der Stadt sind laut Teschner neun standardisierte Sprachmitteilungen hinterlegt – alle auf Deutsch, alle mit Bezug auf typische Gefahrenlagen wie Hochwasser oder Extremwetter. Die Ansage „Active shooter in progress. Lockdown now“ gehöre nicht dazu. „Dieser Text war nicht aufgespielt, nicht von uns hinterlegt und nicht autorisiert“, so Teschner. Die Polizei wurde eingeschaltet, Ermittlungen laufen. Polizeisprecher Michael Ripke bestätigte: „Die Ermittlungen stehen noch ganz am Anfang. Wir wissen derzeit nur, dass es einen nicht autorisierten Zugriff gegeben hat.“ Zu möglichen Tätern oder einem Ursprung des Angriffs äußerten sich Stadt und Polizei mit Verweis auf laufende Ermittlungen nicht.
Warum keine Entwarnung?
Ein Punkt, der in der Öffentlichkeit besonders kritisch diskutiert wurde: Warum gab es keine Entwarnung per Sirene oder Warn-App? Die Stadt räumte ein, dass diese Entscheidung nicht leicht gefallen sei. Teschner erklärte: „In dem Moment, in dem die Sirenen heulen und wir nicht wissen, warum, können wir nicht sofort entwarnen. Wir müssen erst prüfen, ob nicht doch eine reale Gefahrenlage vorliegt.“ Eine Entwarnung per Sirene hätte bedeutet, die Anlagen erneut auszulösen – mit der Gefahr, die Verunsicherung noch zu verstärken. Ähnliches gelte für Warn-Apps wie KatWarn. „Eine Stunde später tausende Telefone schrillen zu lassen, hätte möglicherweise mehr Schaden als Nutzen verursacht“, so Teschner. Stattdessen entschied sich die Stadt, über Social Media, Pressemitteilungen und alternative Kanäle zu informieren.
Digitale Infrastruktur am Limit
Der enorme Informationsbedarf zeigte sich unmittelbar: Die städtische Homepage halle.de war für rund 30 Minuten nicht erreichbar. Auch das Portal von dubisthalle.de fiel zeitweise aus. Die Stadt betonte jedoch, dass es keinen Zusammenhang mit dem mutmaßlichen Angriff gebe. Vielmehr sei die Seite durch die Vielzahl gleichzeitiger Zugriffe überlastet gewesen. Oberbürgermeister Vogt kündigte Konsequenzen an: „Wir werden die Resilienz unserer Internetseiten verbessern. In solchen Situationen darf es nicht passieren, dass Informationsangebote zusammenbrechen.“ Zwischenzeitlich wurde auf dubisthalle.de eine reduzierte Notseite ohne Datenbank geschaltet, die zumindest die wichtigste Information transportierte: Es besteht keine Gefahrenlage.
Ein System, das Vertrauen braucht
Besonders brisant: Die Sirenen in Halle sind relativ neu. Erst in den vergangenen beiden Jahren wurden sie nach jahrzehntelanger Pause wieder installiert. Der Samstagabend war der erste reale Alarm im gesamten Stadtgebiet – abgesehen von Tests und dem bundesweiten Warntag. „Wenn dieses Signal zu oft ohne Grund ertönt, verliert es seine Wirkung“, warnte Vogt. „Das wäre fatal.“ Ein Warnsystem lebt vom Vertrauen der Bevölkerung. Wird dieses erschüttert, kann das im Ernstfall lebensgefährlich sein.
Emotionale Folgen nicht zu unterschätzen
Mehrfach betonte der Oberbürgermeister die emotionale Dimension des Vorfalls. Viele Menschen hätten sich gemeldet, einige seien traumatisiert gewesen – besonders auch Menschen mit Flucht- oder Kriegserfahrungen. „Ich habe vollstes Verständnis. Das war ein schwerer Zwischenfall, der die Bevölkerung beunruhigt hat“, sagte Vogt sichtbar betroffen. Er hoffe, dass so etwas nicht wieder vorkomme – und dass Halle wieder ruhig schlafen könne.
Wie geht es weiter?
Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Die Stadt prüft technische Sicherheitslücken, die Polizei untersucht den unautorisierten Zugriff. Parallel soll die digitale Infrastruktur widerstandsfähiger gemacht werden. Teschner versicherte: „Wir sind alarmfähig. Die Bevölkerung muss sich keine Sorgen machen, dass sie im Ernstfall nicht gewarnt wird.“









Das habe ich doch gesagt, aber schön, dass man es ehrlich zugibt und es nicht nur bei einem technischen Fehler belässt. Das hätte eh keiner geglaubt. Jeder normale Bürger kann sich denken, dass da menschliches Mitwirken dahintersteckt, weil solch eine Aktion und noch so eine Durchsage nicht ins Konzept einer Katastrophenwarnanlage passen.
Ach wenn man die Kommentare so liest vorallem facebook sieht man das die Menschen alles glauben.
Ja, technischer Fehler – lachhaft. Die Stadt kann froh sein, dss die hackerin es dabei belassen hat. Da gibt es ganz andere Kriminellinnen.
Woher wissen Sie das es eine Frau war? „Luft nach oben“ ?
Ich dachte, Fuchs wär schlau. Das war nur zusätzliche Gender-Ironie, weil die politisch-beschränkten ( denn korrekt ist es nicht) gerne bei Verbrächerin oder Täterin das Gendern vergessen. Also nutze ich mal das ungenerische Feminin. Also: nur zusätzliche Ironie, kein sachlicher Hinweis.
Verbraucherin*
Ich lache mich kaputt….🤣
Immer sind andere Schuld!!
Einfach nur peinlich im Rathaus
Der einzigste peinliche bist du.
Peinlich, peinlich: https://www.korrekturen.de/beliebte_fehler/einzigste.shtml
Das Wort „einzigste“ gibt es nicht.
„Peinliche“ wir in diesem Zusammenhang groß geschrieben.
Gibt es nicht – und doch kann ich es sehen.
Es ist kein Wort, was du da siehst. Es ist ein Unwort.
„Es ist kein Wort“
Unwort:
schlecht, falsch gebildetes, unschönes Wort
großschreibung gibt es in der computersprache nicht . schon immer , nur daus wissen das nicht !
Der „einzigste“ gibt es überhaupt nicht, weder groß noch klein. Der „einzige“ reicht und kann nicht weiter gesteigert werden. M. E. bleibt es aber dabei, dass „einzige“ klein geschrieben wird, da sich der Artikel „Der“ auf „peinliche“ bezieht, was demzufolge groß geschrieben werden müsste.
M. E. also „Der einzige Peinliche bist du.“
Der Staat ist doch für Dein versagen im Leben auch immer schuld.
“Wir gehen derzeit von einem Cyber-Angriff aus”
Gesetze verschärrrfen! Klarnamenpflicht im Internetz!
Scheiss Digitalisierung ^^
Ach wie überraschend. Eine englische Durchsage statt einer deutschen und eine Leitstelle die von nichts weiß. Die Aussage mit dem technischen Defekt wirkt hingegen schon sehr abstrus.
Naja, so hat immerhin der Schwurbel-Youtuber „Dummheit mit Kopf“ von dem Vorfall profitiert und leichte Klicks generiert.
Das ist eben Halle! Alles Experten !
@Surprise kleiner Schwätzer
Finde ich gut, dass darüber spekuliert, geredet oder verneint wird. Egal von welcher Plattform.
Nennt sich digital demokratischer Diskurs.
Nennt sich faktenfreies Geschwätz für Klicks, wertloser als jedes Stammtischgespräch.
„Surprise“ welchen „schwurbel“ Youtuber meinen sie den? Meinung mit Kop, Aktien mit Kopf, Politik mit Kopf? Es gibt so viele gute Youtuber, aber die größte Frage ist doch woher wissen Sie das „der Schwurbler“ berichtet hat? Also mir werden keine Youtube Videos angezeigt von Leuten die ich nicht aktiv suche und schaue 😉
Danke für die Auflistung. Was für ein Gruselkabinett. Einer von denen hat sogar einen Schreibfehler in seinem eigenen Kanalnamen.
So interpretiert man einen „Fehlalarm“.
Ganz großes Kino.
Der Bevölkerung kann man alles erzählen.
Du kannst niemandem was erzählen, du kannst nur labern, und zwar Dummfug.
Das klingt ja wie ein neuer Neujahrsempfang jeder der sich auskennt kommt ins digitale System der Stadtverwaltung und kann Angst und Schrecken verbreiten. Die Spuren werden zu dem Verursacher führen und müssen bestraft werden!
Erst Sirenen und Banddurchsage mitten in der Nacht. Dann ein blaues leuchten am Himmel und Blitze bei uns im Viertel die eindeutig etwas n den Boden transportiert haben! Von wegen eine Falcon 9,.. und nun war es „Cyberattacke“? : )
Klingt spannend erzählen sie uns oder mir bitte mehr!
Ich spinne mal fort: Und diese Falcon 9? Klar. Reiner Zufall, dass kurz darauf drei Leute gleichzeitig meinten, ihr WLAN sei „plötzlich sehr selbstbewusst“. Die Stadt sagt jetzt „Cyberattacke“, was bekanntlich der moderne Ausdruck für „Wir haben auch keine Ahnung, aber bitte bleiben Sie ruhig“ ist.
Drei Leute?!?
Quasi die halbe Weltbevölkerung.
Wieso ist die Sirenensteuerung überhaupt mit dem Internet verbunden? 🙄 Resilienz sieht anders aus.
Du leidest an Vulnerabilität! !
Hast du vollkommen recht! Da muß man ja auch noch davon ausgehen, dass die Informationssysteme von Polizei und Feuerwehr auch von außen erreichbar sind. Mal sehen, wann der Vulkan ausbricht.
Die INFORMATIONSsysteme der Polizei und Feuerwehr stehen ganz sicher im Internet erreichbar. Wie wollen sich sonst die Hallenser informieren? Ganz anders sieht es vermutlich bei internen Kontroll- und Überwachungssystemen aus.
Informationssysteme der Polizei sind zum Beispiel Fahndungsdatenbanken und diese sind nicht dazu da, die Hallenser zu informieren.
Ist sie das? Woher weißt du das? Gut möglich, dass jemand auch in ein autarkes Netz einbricht. Gibt Leute, die vom Sofa aufstehen können …
Absolut beschämend, wie die Stadt jetzt versucht, die Schuld von sich zu weisen. Ein Notfallkommunikationssystem läuft in einem abgeschirmten Netz – wenn da jemand „einbricht“, ist das keine Frage von Cyberangriffen, sondern von eigener Inkompetenz. Statt Verantwortung zu übernehmen, konstruiert man Feindbilder, verbreitet Panik durch Trotzigkeit und Arroganz und tut so, als hätte man alles im Griff. Vertrauen in die Kommunalpolitik wird so massiv zerstört – und die kommenden Wahlen werden das zeigen. Der Bürgermeister und sein Katastrophenschutzteam haben jetzt nur eine Option: Konsequenzen ziehen oder gehen.
Ach Konservative und Rechtsextreme Politiker zeigen doch, dass man einen berechtigten Nachrichtenstorm nur zwei, drei Monate aushalten muss und damit davon kommt.
#spahn #krah #scheuer #bystron #meuthen #reil #weidel #lintner #nüßlein (immerhin mal wirklich gecancelt) #sauter #löbel
Traurig, dass wir da nur über die letzten 5 Jahre reden…
Da ist der Informatik-Student wohl noch nicht im realen Leben angekommen? Ein „abgeschirmtes Netz“, das aber deutschlandweit funktionieren muss und Schnittstellen zu anderen Kommunikationssystemen bietet, damit im Notfall automatisierte Prozesse ablaufen können. Wie soll das praktisch funktionieren? Sollen bei einem Flächenalarm erst Boten per Pferd losgeschickt werden, die den Befehl zur Sirenenaktivierung verteilen? Selbst wenn es lokal physische separate Netze gibt, die brauchen trotzdem eine Schnittstelle. Und da reicht ein regelmäßiger Blick in die IT-Newsticker, um geerdet zu werden, was Bug und Backdoors angeht.
Das „sicherste“ Deutschland aller Zeiten. Cyberattacke auf Geldinstitute, Krankenhäuser, die Infrastruktur usw. Holt die Spezis vom Computer Chaos Klub…
Es wird Zeit für die Vorratsdatenspeicherung. Dann können solche Anschläge verhindert werden!
Da hat der Innenminister wieder mal das Prinzip der Vorratsdatenspeicherung nicht verstanden! Die speichert jetzt alle Verbindungen und hilftt nur danach zu einer Verbindung (in der Vergangenheit!) eine IP zu ermitteln, die dann über das Tornetzwerk und durch einige VPN’s geht und schließlich in einem Land ohne Demokratie endet. Wenn man jetzt etwas sicher machen will, braucht man IT Expertise. Die findet man z.B. beim CCC (Chaos Computer Club). Also lieber Herr Innenminister nicht wieder Blödsinn schwurbeln.
Du bist ja ein ganz schkeuer und auch für Kameraüberwachung. Du wirst lernen:
„Jedes Überwachungsvideo,
was Gewalt zeigt,
ist ein Beweis,“
Jetzt könnte das hier zu Ende sein. Der Satz geht aber noch weiter:
„dass Videoüberwachung
keine Sicherheit bringt!“
Denk drüber nach.
Hab darüber nachgedacht und festgestellt: Nicht alles, was geschrieben steht, stimmt.
Einzelne Videoaufzeichnungen von Straftaten beweisen höchstens, dass Videoüberwachung keinen hundertprozentigen Schutz bietet. Das hat aber auch niemand behauptet.
Wenn Kameraüberwachung in einem Gebiet eingerichtet wird und anschließend die Zahl der erfassten Straftaten nicht zurückgeht, könnte das ein Beleg für die Unwirksamkeit sein. Dabei könnten sichtbare Kameras aber auch das Anzeigeverhalten ändern. Vielleicht entscheiden sich Betroffene und Zeugen häufiger zur Anzeige, wenn sie erwarten, dass die Überwachung bei der Fahndung hilft. Oder es werden durch die Kameras zum Beispiel Diebstähle entdeckt, die sonst unbemerkt geblieben wären. Somit könnten trotz gleich vieler Anzeigen tatsächlich weniger Straftaten geschehen.
STimmt deswegen sind länder wie China so unsicher, die ganzen Kameras machen die Bewohner so gewalttätig man hört täglich und minütlich über die ganzen toten und verletzten dadurch. Hahaha Wenn du nichts zu verbergen hättest müsstest du dir auch keine Sorgen machen, jeder normale ordentliche Mensch würde Kamera an jeder Ecke bevorzugen. Ist ja nicht so das Sie dich beim scheißen beobachten wollen und selbst wenn, wem juckts?
Triaden setzen auf nette Gespräche und der Staat genauso, oder wie?
Die Zahl der Gewaltverbrechen in China ist pro Nase nicht viel kleiner als in Deutschland. Bei Morden pro Einwohner ist sie offenbar nur halb so hoch wie hier, zählt man jedoch noch die paar Tausend vollstreckten Todesstrafen pro Jahr dazu, sieht es schon wieder anders aus. Staatlich organisierte Vollüberwachung in einer Diktatur ist schon was Feines, allerdings nicht für die Sicherheit der Einwohner.
China ist grundsätzlich ein Hort der Freiheit. Ich höre jeden Tag und jede Minute chinesische Nachrichten. Alles friedlich dort.
„Ist ja nicht so das Sie dich beim scheißen beobachten wollen und selbst wenn, wem juckts?“
Den Scheißenden!
*Dem
*den
„wem juckts“
Der Dativ ist auf eine oder mehrere Personen gleichermaßen anwendbar.
Länder wie China sind tatsächlich unsicher. Sie lassen einfach nicht zu, dass darüber berichtet wird. Wie in der DDR. Und die aller Naivsten glauben deshalb, dass diese Länder besonders sicher sind / waren.
Das eine Entwarnung per Sirene kontraproduktiv ist – das gehe ich sofort mit. Keiner kennt das Signal und es macht noch mal Krach.
Per App jedoch hätte man entwarnen können, dort schrillt eben nicht das Handy auf, Stunden bei niedriger Warnstufe hatte man einen Text wie “Entwarnung nach Fehlalarm. Bitte nicht anrufen.“ senden können und die Generation X+ das ganze per Radio.
Auch wenn es ein Fehlalarm war, war es ein offizielles Signal. Nicht reagieren ist komplett falsch. Ich hoffe man bastelt jetzt zeitnah eine Routine für diesen Fall.
Du willst nachts also unnütz alle Leute aufwecken?
Dass nocht alle gleichzeitig irgendwo anrufen können, da könnte man übrigens auch selbst drauf kommen. Zur Hilfe stünde das auch in jedem Katastrophenhandbuch.
Gottseidank sind die/der/das Hackende(n) nicht auf die Idee gekommen, die Alarmansage auf Russisch zu texten. Dann wären schon die ersten Patienten von der Teppichkante gesprungen.
Was nicht ist, kann aber noch werden.
Ich weiß nicht wo das „lockdown now“ herkommt, auf dem Video von euch hört man deutlich „lockdown, lockdown, lockdown“.
Davor sehr wahrscheinlich „active shooter in progress“, was spannend ist. Weil entweder ist es „active shooting in progress“ oder es meint die Lage „active shooter“ die wäre dann „in progress“.
In der Kombination erinnert es ans US Militär:
https://static.e-publishing.af.mil/production/1/af_a4/publication/dafi10-2501/dafi10-2501.pdf
Also wäre jetzt die Frage ob man ein System nutzt was explizit dort genutzt wird, dann wäre der Fehler noch erklärbar oder ob jemand einen solchen Text zusammen gewürfelt hat und dann hat abspielen lassen. Dann sprechen aber Zeit und Text eher für „Scherzbolde“ außerhalb von Deutschland.
„außerhalb von Deutschland“
Du verfügst offenbar über dieses Wissen und befindest dich innerhalb von Deutschland.
Nicht?
Das wäre doch DIE Gelegenheit für alle, sämtliches Versagen auf einen Cyberangriff zu schieben:
Verschlafen? Cyberangriff
Auto wollte nicht starten? Cyberangriff
Mein Müsli am Morgen war schlecht? Cyberangriff
Zur Realität gehört aber auch:
Bitterfeld wurde Opfer von CA, Hamburg stellt die IT Landschaft um. Dass die Stadt Halle etwas länger braucht, um sich dagegen zu wappnen, sollte auch keine Überraschung sein. Und in Zeiten knappen Geldes wird es erst recht nix.
Warum hat man nicht über den Rundfunk entwarnt? Das geht doch bei Geisterfahrern such schnell und zuverlässig. GEZ-Milliarden könnte man so ausnahmsweise auch mal sinnvoll eisetzen.
GEZ-Milliarden sind seit 2014 alle.
das habe ich schon in einem anderen Artikel erläutert: Samstagabend sendet kein einziges Radioprogramm aus Sachsen-Anhalt mehr Live. MDR übernimmt das bundesweite ARD-Programm, bei den Privaten läuft nur der Computer mit Nachrichten aus München (Brocken) und Kiel (SAW). Da aber auch über den DPA-Ticker keine Meldung zu dem Ereignis kam, wird man dort vom Alarm in Halle gar nichts mitbekommen haben.
Auch die Pressekonferenz der Stadt mit OB sorgte nur für wenig Interesse bei den Medien: MDR, MZ und dubisthalle.de – mehr waren nicht da
Welche Medien kämen noch in Frage, die über solche lokalen Ereignisse berichten?
Ein lokales Ereignis mit bundesweiter Relevanz!
Ein möglicher Angriff auf kritische Infrastruktur im Katastrophenschutz ist nicht unbedingt nur von lokalem Interesse.
Das Heulen der Sirenen ist erstmal ein lokales Ereignis.
Ob es einen Angriff auf kritische Infrastruktur im Katastrophenschutz gab, steht nach wie vor nicht fest. Zum Zeitpunkt der Entwarnung war das erst recht noch nicht klar.
Wer soll also noch darüber berichten? Ganz sicher nicht „alle“.
Wenn um 22.05 ein Alarm ertönt und man in so einem Fall das Radio einschalten soll, dann erwarte ich Ansagen im laufenden Programm und nicht die Nachrichten zur vollen Stunde um 23 Uhr.
Ist da wirklich niemand mehr, der sich ins laufende Programm einblenden kann? Bei Warnungen vor Falschfahrern klappt das doch auch.
Falschfahrer sind überregionale Gefahren auf Bundesautobahnen.
Jedes Autoradio nach 1990 gebaut hat die Funktion TA (Traffic Announcement). Die gibt es auch bei vielen Heimradios. Dann bekommst du auch was ins laufende Programm eingeblendet.
Entwarnungen zu Fehlalarmen werden da aber auch nicht mitgeteilt. Erst recht nicht, wenn vorher schon keine Mitteilung zum (Fehl-)Alarm erfolgt ist.
Aber selbst wenn du das alles ignorierst: Wenn der Mann im Radio nichts sagt, nachdem du 22.05 Uhr das Radio eingeschaltet hast – dann ist vieleicht einfach nichts. Spätestens gegen 0.00 Uhr solltest du das begriffen haben. Sonst liegen die Probleme vielleicht ganz woanders…
Deine Lösung ist also, nach einem falschen Alarm nichts zu unternehmen, bis sich die Leute von alleine wieder beruhigen.
Das Problem liegt eindeutig bei dir und Menschen, die genauso verantwortungslos denken und (nicht) handeln.
Alles ist besser, als tagelang die Leute anzustacheln.
Du hast es schadlos überstanden, wenn du den Alarm überhaupt mitbekommen hast und nicht, wie die meisten, erst am nächsten Tag davon gelesen.
Klar kann man Panik verbreiten und den Weltuntergang prophezeien. Damit geht man schon Jahrhunderte auf Dummenfang. Aber nicht jeder will da mitmachen.
Nun wartet doch mal ab, was bei der Untersuchung heraus kommt. Das geht nicht von jetzt auf gleich mit 3 Klicks wie bei TikTok. Dei Angreifer sind nicht dumm und versuchen keine Spuren zu hinterlassen. Diese müssen jetzt in mühevoller Kleinarbeit durch die Forensiker und Ermittler zusammengetragen und ausgewertet werden. Das kann Tage oder Wochen dauern. Ich glaube auch nicht dass die Stadt als solche einen Fehler begangen hat.Klar ist sie für die Sicherheit ihrer IT Systeme zuständig. Wenn der z.B. der Hersteller in seiner Software Hintertürchen eingebaut hat, oder gar Sicherheitslücken, dann kann die Stadt versuchen was die will, es wird nicht sicherer. Weiß denn jemand was genauer? Welches System ist verbaut? Welche Software wurde genutzt? Wie werden die Sirenen angesteuert und von wem? Wer hat Zugang zu Servern und Rechnern? Da die Anlagen ja scheinbar im Internet hängen, bleibt immer ein Restrisiko eines Angriffs von außen. Da muss man abwegen. Entweder ich brauche die ganzen Funktionen und gehe das Risiko ein, oder ich habe nur eine dumme Sirene. So weit ich weiß, wurden die Sirenen durch den Bund gefördert. Hier gab es ganz klare Vorgaben, was diese können müssen. Z.B. war eine Vorgabe dass in der Leitstelle der Zustand der Sirenen zu erkennen sein muss. Oder auch dass die Sirenen ohne Zutun der Leitstelle vom Bund ausgelöst werden können muss. Wie will man das machen ohne eine Internetverbindung? Man kann ja wohl kaum zu jeder Sirene ein eigenes Kabel ziehen, welches sich nicht in irgendeinem Netz befindet. Wer soll das bezahlen?Also mach mal halblang und wartet ab und lasst die Experten ihren Job machen. Die haben alle viel mehr Ahnung von der Materie, als wie alle hier zusammen.
Ich will aber JETZT Angst habene !
Wenn dich die Erläuterungen von „Outsider“ beruhigt haben, hast du sie nicht verstanden.
Viel Text mit wenig Aussage!
Danke dafür, Outsider!
@esepelt
https://www.focus.de/panorama/mysterioeser-sirenenalarm-in-halle-war-cyberangriff-polizei-ermittelt_eac2e3cb-ef11-4cc2-a58f-e4c74a9c8053.html
Ich habe selbst bei der 112 angerufen und mir wurde mitgeteilt, technisches Problem, aber man hätte zumindest am nächsten Tag in den Medien – also Radio SAW / Radio Brocken oder in MDR Sachsen-Anhalt eine Äußerung tätigen können – was war nichts keine Reaktion. Das ist für mich nicht normal. Jede Sch… wird dokumentiert oder gesendet aber solche Dinge werden unter den Tisch gekehrt.
Du wusstest also sofort Bescheid und bist jetzt, 4 Tage später, immer noch sauer, dass dir nicht nochmal Bescheid gegeben wurde, obwohl du 24 Stunden lang gleichzeitig 3 Radiosender gehört hast.
Ok.