So viel wie noch nie: Stadtsportbund steigert Mitgliederzahl auf 48.256 – Sorge wegen Betriebskostenbeteiligung
Halle (Saale). In Halle treiben so viele Menschen Sport wie noch nie zuvor. Der Stadtsportbund (SSB) Halle verzeichnet für das vergangene Jahr eine Rekordzahl von 48.256 Mitgliedern. Das sind 640 mehr als im Jahr zuvor und rund 7.000 mehr als noch vor zehn Jahren. Die Zahlen präsentierte SSB-Präsident René Walter beim traditionellen Neujahrsempfang des Sports. Aktuell sind 186 Sportvereine im Stadtsportbund organisiert.
„Das ist wirklich eine hervorragende Zahl“, sagte Walter mit Blick auf die Entwicklung. Der Organisationsgrad liege mit knapp 20 Prozent rund zwei Prozentpunkte über dem Landesdurchschnitt. Dennoch sieht der SSB noch Potenzial: In westdeutschen Bundesländern seien Quoten von über 30 Prozent keine Seltenheit.
Trotz der positiven Bilanz blickt der Stadtsportbund mit Sorge in die Zukunft. Grund dafür ist die geplante Betriebskostenbeteiligung für die Nutzung städtischer Sportstätten. Diese soll zunächst 2,38 Euro betragen und im Jahr 2019 auf 5,95 Euro ansteigen. Die Folge: Viele Sportvereine werden ihre Mitgliedsbeiträge erhöhen müssen.
Positiv bewertete Walter den Beschluss, die Zahlungen erst zur Jahresmitte einzuführen. Ursprünglich war ein Start zum Jahresbeginn vorgesehen. „Die Vereine können sich so besser vorbereiten“, erklärte der SSB-Präsident. Für das Jahr 2027 ist eine Evaluation geplant, bei der die Auswirkungen der Betriebskostenbeteiligung auf Vereine und Mitgliederzahlen untersucht werden sollen.
Kritik übte Walter jedoch an der Kommunikation der Stadt im Vorfeld. Diese sei mangelhaft gewesen, zudem bleibe unklar, wie die Evaluation konkret aussehen solle. „Wir wissen nicht, wer evaluiert und auf welcher Datenbasis“, sagte er. Zudem forderte Walter mehr Fairness bei der Haushaltskonsolidierung. Der Sport sei besonders stark belastet worden. „Man muss aufpassen, dass bestimmte Menschengruppen nicht aus dem Sport gehen, weil man etwas verteuert“, warnte er.
In dieselbe Richtung argumentierte Hardy Gwenuch, Präsident des SV Halle. Vor den anwesenden Sportministerin Tamara Zieschang, Bundes- und Landtagsabgeordneten, Stadträten sowie Vertretern der Stadtverwaltung kritisierte auch er die Betriebskostenbeteiligung. Er wünsche sich, „dass alle sozialen und gesellschaftlichen Bereiche an der Haushaltskonsolidierung beteiligt werden – nicht, dass der Sport als kleiner Bereich den Haushalt der Stadt retten muss“. Kultur und Soziales müssten ebenfalls ihren Beitrag leisten, sonst drohe langfristig ein Verlust an ehrenamtlichem Engagement: „Sonst haben wir in den nächsten Jahren keinen mehr, den wir ehren können.“








„Stadtsportbund steigert Mitgliederzahl auf 48.256“
Wenn die Mitglieder jeden Monat jeweils 5 Euro an den Stadtsportbund zahlen, wären zusätzlich 2,9 Millionen Euro verfügbar. Mit diesem Geld dürfte die Betriebskostenbeteiligung überhaupt kein Problem mehr sein. Das ist einfach nur eine Frage des Wollens.
Paulus,da hast du so Recht. War früher ganz normal Beiträge zu bezahlen 👍
Ja, aber das Problem ist, dass das ein gewisser Andreas Silbersack (f.d.p) sowohl auf Landes- als auch Kommunalebene zu verhindern versuchen wird. Und da seine „Partei“ (noch) Teil der Landesregierung und auch noch (wenn auch nicht mehr in alleiniger Fraktionsstärke) im halleschen Stadtrat sitzt, wird das wohl nicht kommen.
Also die SV Halle Mitglieder zahlen schon ihren Beitrag. Bei 5 Euro mehr im Monat sind das schon 60 mehr im Jahr, bei mehreren Kindern und Eltern, zB eine normale Familie 240 Euro. Viel Geld in der heutigen Zeit.
Da ueberlege ich mir zweimal, ob ich als Eltern wirklich im Verein sein muss.
@PH, du hast ja wirklich Null Ahnung, also halte dich mit deinen Äußerungen zur.
Mitglied zu sein bedeutet immer zahlendes Mitglied im Verein zu sein.
Die Sportler zahlen alle schon ihren Mitgliedsbeitrag. Rentner müssen da schon ganz schön rechnen ob sie sich den Sport noch leisten können!
Stimme soweit zu, allerdings sollten es mindestens 10€ im Monat sein, wenn Hallen genutzt werden.
Man sieht doch an der Silvesterknallerei und den weggeworfenen Lebensmitteln, dass es den meisten Hallensern zu gut geht.
Betriebskistenbeteiligung ist doch das mindeste. Warum soll der Steuerzahler für Sporthobbies ( oder Kulturhobbies) aufkommen. Oder kann ich mein Hobby auch fördern lassen? Es sollten sogar ALLE BETRIEBSKOSTEN gezahlt werden, die durch die Vereine verursacht werden. Das der Steuerzahler für die teuren Sportstätten Land und Gebäude bereitstellt ist schon mehr als genug.
Der SV Halle verlangt von seinen Mitglieder selber schon eine Betriebskostenumlage, da kann der Verein also nicht gegen die Stadt wettern. Ansonsten muss der SV Halle eben selber für Hallenbau sorgen.
Mitgliedsbeiträge und Aufnahmegebühren
des SV Halle e.V. (gültig ab 01.07.2025)
Beitragsgruppe Personengruppe Grundbeitrag Jahresbeitrag Aufnahmegebühr Betriebskostenumlage
1 Mitglieder bis 18 Jahre 15,00 € 180,00 € 30,00 € inkl. Starterpaket
1,00 Euro pro Monat/12 Euro pro Jahr
2 Mitglieder über 18 Jahre 20,00 € 240,00 € 30,00 € inkl. Starterpaket 1,50 Euro pro Monat/18 Euro pro Jahr
Aber das sind doch die Betriebskosten für die Bonzen ( Sportfunktionäre) die die Mitglieder zahlen, nicht für die Sportstätten, das soll doch nach deren Ansicht bitte der Steuerzahler übernehmen .
Der Beitrag ist seit Monaten im Gespräch gewesen, der SSB und die Vereine sind monatelang in allen Gremien angehört worden. Wieviel Kommunikation soll denn noch stattfinden? Ausserdem tragen bereit alle Bereich lt. Haushaltsbeschluss zur Konsolidierung bei. Die Betriebskostenbeiträge sind der EINZIGE Punkt, die vom Sport getragen werden müssen; keine Miet- oder Pachterhöhungen, keine Kürzungen bei den Fördergeldern etc…
Der SV-Halle-Präsident Gnewuch plündert „seine“ Mitglieder selber über eine sog. „Betriebskostenumlage“ aus: €1,00 bei Sportler*innen bis 18 Jahre, danach € 1,50. Pro Monat! Das macht € 10,00 bzw. €15,00 pro Jahr! Komisch – da scheinen keine Existenzprobleme aufzukommen. Aber wenn die Stadt eine Minimalbeteiligung für die Nutzung der kostenintensiven Sportanlagen erheben will – dann Zeter&Mortrio-Geheule. Gruppenheucheln mit Gnewuch & Co.. Eine Veranstaltung vom Feinsten. Hoffentlich war wenigstens das Essen vegan.
Hier: die Beitragsordnung vom SV Halle.
https://www.sv-halle.de/de/unser-verein/beitragsordnung/
Zitat:
„Mitgliedsbeiträge und Aufnahmegebühren des SV Halle e.V. (gültig ab 01.07.2025)
Beitragsgruppe Personengruppe […] Betriebskostenumlage
1 Mitglieder bis 18 Jahre […] 1,00 Euro pro Monat/12 Euro pro Jahr
2 Mitglieder über 18 Jahre […] 1,50 Euro pro Monat/18 Euro pro Jahr
Wenn die kein Geld haben, kein Sport. Punkt.Keine Geschäftsführer und Co. Keine Gehälter 🤪🤣
Die ewige Bettelei.