Frauen-Sommertreff des Landessportbundes: Sachsen-Anhalts Innenministerin würdigt Engagement von Frauen im Sport

Frauen prägen den Sport in Sachsen-Anhalt auf vielfältige Weise. Ob als Sportlerin, Trainerin, Übungsleiterin, Vorstandsmitglied, Kampfrichterin, Organisatorin oder Unterstützerin übernehmen Frauen in den Sportvereinen und Verbänden jeden Tag Verantwortung. Beim Frauen-Sommertreff der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten der Kreis- und Stadtsportbünde und Landesfachverbände Sachsen-Anhalts in Ballenstedt hat Innenministerin Dr. Tamara Zieschang dieses Engagement gewürdigt und zugleich für mehr Sichtbarkeit und stärkere Beteiligung von Frauen im organisierten Sport geworben.

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Innenministerin Dr. Tamara Zieschang: „Unsere fast 3.000 Sportvereine leben von Menschen, die anpacken und Verantwortung übernehmen. Frauen leisten dazu einen unschätzbaren Beitrag. Das Engagement von Frauen geht dabei weit über die aktive Sportausübung hinaus. Sie organisieren, trainieren, betreuen, koordinieren und sorgen mit großem persönlichem Einsatz dafür, dass der Vereinsalltag funktioniert. Vieles davon geschieht ganz selbstverständlich und oft im Hintergrund. Dieses Engagement verdient unsere Anerkennung und unseren Dank.“

Der Frauen-Sommertreff des Landessportbundes (LSB) bringt engagierte Frauen aus Vereinen und Verbänden zusammen und bietet Gelegenheit zum Austausch, zur Vernetzung und für neue Impulse. Für die Innenministerin ist dies zugleich ein wichtiges Signal, denn Frauen sollen im Sport nicht nur mitmachen und mitarbeiten, sondern auch mitgestalten und mitentscheiden.

So sind bereits 530 Frauen in Vereinsvorständen tätig. Der Frauenanteil von 18 Prozent in diesen Leitungsfunktionen zeigt zugleich, dass weiterhin Potenziale für eine stärkere Beteiligung von Frauen bestehen.

Auch in der sportlichen Praxis ist das Engagement von Frauen deutlich sichtbar. Mehr als 3.900 Übungsleiterinnen und fast 1.600 Trainerinnen sichern Trainings- und Bewegungsangebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Besonders in der Nachwuchsförderung und im Seniorenbereich übernehmen Frauen wichtige Aufgaben. Sie betreuen Kinder- und Jugendgruppen, vermitteln sportliche und soziale Kompetenzen und fördern mit vielfältigen Sport- und Freizeitangeboten Gesundheit, Gemeinschaft und gesellschaftliche Teilhabe älterer Menschen. Gerade im Seniorenbereich sind wohnortnahe Angebote für Bewegung und Begegnung wichtig, um soziale Kontakte bis ins hohe Alter zu stärken.

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„Wenn Kinder Woche für Woche trainieren können, Senioren sich in Gymnastikgruppen sportlich betätigen, Mannschaften zu Wettkämpfen fahren oder Vereinsfeste gelingen, stehen dahinter Menschen, die ihre Zeit, ihre Ideen und ihre Energie einbringen. Viele von ihnen sind Frauen. Wir brauchen Frauen mit ihren Erfahrungen, ihren Ideen und ihrer Kompetenz auf allen Ebenen des Sports – auf dem Platz und in der Halle ebenso wie in Vorständen, Gremien und Führungspositionen. Deshalb geht es neben der Anerkennung des bereits Geleisteten auch darum, Frauen zu ermutigen, Verantwortung zu übernehmen und ihnen dafür gute Rahmenbedingungen zu bieten“, so Innenministerin Dr. Tamara Zieschang.

LSB-Präsidentin Silke Renk-Lange unterstreicht: „Frauen prägen den Sport in Sachsen-Anhalt heute schon auf vielfältige Weise – auf dem Spielfeld, im Training und im Ehrenamt. Unser Ziel muss sein, dass sie ihre Erfahrung, ihre Ideen und ihre Kompetenz noch stärker dort einbringen, wo Entscheidungen getroffen und Zukunft gestaltet wird.“

Hintergrund

In Sachsen-Anhalt treiben fast 384.000 Menschen in Vereinen Sport. Rund 40 Prozent von ihnen sind Frauen und Mädchen (151.933). Der Anteil weiblicher Mitglieder variiert dabei je nach Sportart erheblich. So liegt er beispielsweise im Landesturnverband und im Pferdesportverband Sachsen-Anhalt jeweils bei nahezu 80 Prozent. Frauen engagieren sich im organisierten Sport in vielfältigen Funktionen. Bei den Übungsleiterinnen und Übungsleitern haben Frauen mit einem Anteil von rund 60 Prozent häufiger eine Übungsleiterlizenz als Männer (weiblich: 3.907, männlich: 2.706). Bei den Trainerlizenzen der Lizenzstufen C, B und A zeigt sich hingegen ein umgekehrtes Bild. Der Frauenanteil liegt hier bei 27 Prozent (weiblich: 1.583, männlich: 4.180).

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