Bauprojekt: auch auf der Rabeninsel sollen Wege erneuert werden

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Kürzlich erst sorgte der umfangreiche Wegebau auf der Nordspitze der Peißnitzinsel für Diskussionen. Und schon folgt das nächste Bauvorhaben der Stadtverwaltung. Und wieder erfolgen die Maßnahmen im Rahmen der Fluthilfe. 600.000 Euro sollen in die Rabeninsel gesteckt werden. In anderthalb Wochen soll der Bau- und Vergabeausschuss entscheiden. Der Planungsausschuss lehnte wegen der Kurzfristigkeit eine Befassung ab.

Wie bei der Nordspitze der Peißnitz handelt es sich bei der Rabeninsel um ein streng geschütztes Naturschutzgebiet. Aus diesem Grund haben sich die Planer mit der Unteren Naturschutzbehörde zusammengesetzt. Vorgesehen sind 10 cm Tragschicht auf Geotextil und 5 cm Deckschicht als wassergebunener Weg. „Insbesondere aus naturschutzfachlichen Gründen wird auf den Einbau einer Frostschutzschicht sowie Wegeeinfassung verzichtet und die Tragschicht reduziert“, so die Verwaltung. Die Verdichtung der Wegedecke solle mit Walzen statt Rüttelplatten erfolgen. Wie Stadtplanerin Simone Trettin sagte, wolle man die Wege auf eine einheitliche Breite von 2.50m bringen. Derzeit seien diese noch teilweise breiter. Auf Wurzeln der geschützten Bäume achte man, bei flach verlaufenden Wurzeln gebe es eine Handschachtung. Zudem wolle man möglichst auf Fällungen verzichten. Eine Beleuchtung ist nicht vorgesehen, die 12 vorhandenen Betonmasten würden entsorgt.

Ausnahmen bilden die asphaltierten Wegeabschnitte am Brückenkopf. Sie werden laut Vorlage wegen ihrer großflächigen baulichen Schäden grundhaft neu ausgebaut, mit einer Gesamttiefe von 60 cm. Bei der Wirtschaftszufahrt ist ein 3,50 m breiter Wegeausbau erforderlich, so die Stadt.

Mehreren Naturschutzverbänden habe man die Pläne vorgelegt. „Von dort gab es keine Einwände“, so Trettin. Sie verwies aber noch einmal auf die Dringlichkeit. Der Rat müsse schnellstmöglich zustimmen, um noch in diesem Jahr die Maßnahmen durchführen zu können. „Sonst verlieren wir zwei Jahre, zwei wegen der Sanierung des Pulverweidenwehrs die Zufahrt zur Rabeninsel für Baufahrzeuge nicht möglich ist.“

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