4,3% mehr Lohn, 400 Euro-Eimalzahlung für die Metall- und Elektro-Industrie in Sachsen-Anhalt


Die Streiks in der Metall- und Elektroindustrie in Sachsen-Anhalt haben sich gelohnt. Unter anderem wurden auch in Halle bei KSB und ABB protestiert.

Die Tarifkommission der IG Metall hat auf ihrer heutigen Sitzung ohne Gegenstimme die Übertragung des Verhandlungsergebnisses aus dem Pilotbezirk Baden-Württemberg beschlossen. „Wir erwarten, dass nun auch der Arbeitgeberverband den Weg bereitet um das Verhandlungsergebnis zu übernehmen“, sagte Bezirksleiter und Verhandlungsführer Thorsten Gröger. Die Übernahmeverhandlung mit dem Arbeitsgeberverband VME findet am 16. Februar statt.

Thorsten Gröger begrüßt den heutigen Beschluss: „Uns ist hier ein außerordentlich umfassender Abschluss gelungen: beim Entgelt und bei der Arbeitszeit. 4,3 Prozent mehr Entgelt ab 1. April und 400 Euro Festbetrag, sowie 27,5 Prozent des Monatsverdienstes einmal pro Jahr als tarifliches Zusatzgeld. Darüber können die Beschäftigten sich sehr freuen. Vor allem die Wahloption und der Anspruch auf verkürzte Vollzeit bedeuten nicht weniger als einen tariflich verbrieften Wandel der Arbeitszeitkultur. Künftig begegnet Flexibilität den Beschäftigten nicht mehr nur als Anforderung zeitlicher Verfügbarkeit. Nun steht auch ein tarifliches Instrument zur Verfügung, den eigenen zeitlichen Bedürfnissen in der Arbeitswelt Geltung zu verschaffen.“