500 Euro Preisgeld: St. Mauritius-Sekundarschule in Halle erneut für starke Berufsorientierung ausgezeichnet – Gewächshaus mit Fischausscheidungen geplant
Für ihr herausragendes Engagement in der Berufsorientierung ist die St. Mauritius-Sekundarschule in Halle (Saale) bereits zum sechsten Mal im Wettbewerb „BOF 5.000“ ausgezeichnet worden. Am Montag erhielt die Schule ein Preisgeld in Höhe von 500 Euro. Mit dem Geld sollen neue Mikroskope angeschafft werden – eine Investition, die unmittelbar in den praxisnahen Unterricht einfließt. Überreicht wurde der Scheck von Simone Danek, Geschäftsführerin für Aus- und Weiterbildung bei der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau (IHK). Sie würdigte das kontinuierliche Engagement der Schule im Bereich der praxisorientierten Berufsbildung.
„AquaFuture“ überzeugt die Jury
In der aktuellen Wettbewerbsrunde beeindruckte die Sekundarschule mit ihrem Projekt „AquaFuture“. Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen untersuchen dabei Wasserproben aus schuleigenen Aquarien mithilfe moderner Mikroskoptechnik. Die Proben werden systematisch analysiert und ausgewertet – ganz wie in naturwissenschaftlichen und technischen Berufen. Dabei erwerben die Jugendlichen nicht nur Fachwissen, sondern auch konkrete berufsbezogene Kompetenzen, die insbesondere für Handwerks- und IHK-Berufe relevant sind. Unterricht wird so zur erfahrbaren Praxis. Teamarbeit, Dokumentation, präzises Arbeiten und analytisches Denken stehen im Mittelpunkt.
„Der Ausbildungsmarkt ist aktuell wieder anspruchsvoller geworden – umso wichtiger ist es, junge Menschen frühzeitig bei der Berufsorientierung zu unterstützen. Schulen sind dafür ein zentraler Ansatzpunkt: Sie können Berufsorientierung verlässlich anbieten und Schülerinnen und Schüler durch praxisnahe Einblicke an Berufsfelder heranführen“, betonte Danek bei der Preisverleihung.
Das Projekt „AquaFuture“ sei eine große Bereicherung, weil es Berufsorientierung greifbar und lebendig mache. „Die Sekundarschule hat die Bedarfe der jungen Generation im Blick und setzt mit innovativen, praxisnahen Formaten genau dort an. So gelingt es, junge Menschen nicht nur zu informieren, sondern sie auch für eine duale Berufsausbildung zu begeistern“, so Danek weiter.
Engagement mit nachhaltiger Perspektive
Schulleiterin Katrin Wenzlaff zeigte sich erfreut über die erneute Auszeichnung – und vor allem über die neuen Möglichkeiten: „Die Mikroskope sind sehr vielseitig einsetzbar.“ Sie kündigte zugleich ein weiteres spannendes Vorhaben an.
Geplant ist der Betrieb eines Gewächshauses mithilfe der bestehenden Aquarien. Die Ausscheidungen der Fische sollen als natürliche Nährstoffquelle dienen – ein Prinzip, das an nachhaltige Kreislaufwirtschaft erinnert. Das Fundament für das Gewächshaus, das die Schülerinnen und Schüler eigenständig errichten, steht bereits.
Errichtet wird es am neuen Schulstandort in der Murmansker Straße. Dort entsteht derzeit neben der katholischen Grundschule ein Neubau für die Mauritius-Schule. Die Einweihung des modernen Schulgebäudes ist voraussichtlich für Februar geplant. Aktuell lernen 263 Schülerinnen und Schüler an der Sekundarschule, künftig sollen weitere aufgenommen werden.
Das Gewächshaus soll auch von der benachbarten Grundschule genutzt werden. Die schulformübergreifende Zusammenarbeit ist der Edith-Stein-Schulstiftung als Trägerin der Einrichtung ein wichtiges Anliegen.
Wettbewerb fördert innovative Konzepte
Der Wettbewerb „BOF 5.000“ sucht gezielt innovative und jugendgerechte Ideen zur Berufsorientierung mit besonderem Fokus auf Handwerks- und IHK-Berufe. Mit dem Berufsorientierungs-Förderpreis vergeben die Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau sowie die Handwerkskammer Halle (Saale) insgesamt 5.000 Euro an Schulen im südlichen Sachsen-Anhalt.
Eine Jury aus Vertreterinnen und Vertretern der Kammern sowie des Netzwerks „Berufswahl-SIEGEL“ bewertet die eingereichten Projekte. Eine neue Ausschreibung ist zum Jahresende geplant.
Mit ihrer erneuten Auszeichnung unterstreicht die St. Mauritius-Sekundarschule eindrucksvoll, wie zeitgemäße Berufsorientierung aussehen kann: praxisnah, innovativ und nachhaltig – und vor allem nah dran an den Lebenswelten junger Menschen.









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