5,21 Mio Euro für schnelles Internet in Halle


Gerade in den Außenbezirken wird immer wieder über lahmes Internet geklagt. Doch nun will die Stadt Halle (Saale) in die Initiative gehen. Über das Breitband-Förderprojekt des Landes sollen nun insgesamt 5,21 Millionen Euro in den Ausbau schneller Internetleitungen gesteckt werden. Den Großteil der Kosten übernimmt das Land, bei der Stadt verbleibt ein Eigenanteil von 521.000 Euro. Jetzt sollen die Fördermittel beim Land beantragt werden. Zudem wird in der Stadtverwaltung eine gesonderte Stelle im Dienstleistungszentrum Wirtschaft geschaffen, die sich nur mit der Digitalisierung befasst.

Im Vorfeld hat die Stadtverwaltung Kontakt zu den Netzbetreibern aufgenommen. Dabei wurde festgestellt, dass nach dem Ausbau in Eigenleistung der Unternehmen immer noch zahlreiche Hallenser, aber vor allem Firmen weiterhin vom schnellen Internet abgeschnitten sein werden. Deshalb sollen insbesondere Gewerbestandorte profitieren. So will die Stadt schnelle Leitungen im Gewerbe- und Industriegebiet Halle-Trotha, Technologiepark Weinberg Campus, Ankerstraße, Gewerbegebiet Rosenfelder Straße, Gewerbe- und Industriegebiet Halle-Ost, Dieselstraße, Einzelhandelsstandort Südstadt, Gewerbepark Halle-Ammendorf sowie im Gewerbegebiet Halle-Neustadt verlegen lassen. Hier sollen 100 Mbit/s Down- und Uploadrate möglich sein. Zudem würden rund 1.500 Privathaushalte profitieren, dass sie nun auch an das Breitband-Netz mit 50 Mbit/s Downloadgeschwindigkeit angeschlossen werden. Ebenfalls wird die Versorgung von 104 Schulstandorten ausgeschrieben, hier sollen 30 Mbit/s je Klassenraummöglich sein.

„Angesichts der großen Bedeutung, die eine zukunftsfähige Breitbandversorgung für die Stadt als Standortfaktor hat, beabsichtigt die Stadt Halle (Saale) eine Versorgung mit einem flächendeckenden NGA-Netz zu erreichen“, begründet die Stadt das Vorhaben. Das Netz soll als Konzessionsmodell errichtet werden. Allerdings ist noch offen, ob die Gelder reichen werden. Denn nach der Ausschreibung erfolgen die Bietergespräche. Zudem muss natürlich das Land auch eine Förderzusage geben. Doch neben Halle buhlen natürlich auch andere Kommunen Sachsen-Anhalts um die Gelder.