Sachsen-Anhalts Straßenmeistereien gut für Winter gerüstet – 760 Einsatzkräfte, 293 Räumfahrzeuge und 28.000 Tonnen Streusalz

Mehr als 760 Einsatzkräfte und exakt 293 Räum- und Streufahrzeuge stehen bereit, um Sachsen-Anhalts Straßen schnee- und eisfrei zu halten. „In zwei Schichten, von morgens um 3 bis abends 22 Uhr, werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Straßenmeistereien und der Fremdfirmen im Einsatz sein, um die Straßen optimal zu räumen und zu streuen“, informierte Sachsen-Anhalts Ministerin für Infrastruktur und Digitales, Dr. Lydia Hüskens, heute bei einem Arbeitsbesuch in der Straßenmeisterei Merseburg (Saalekreis). Die Einsatzkräfte mit ihren Streufahrzeugen könnten dennoch nicht überall gleichzeitig sein, warb die Ministerin um Verständnis. „Ohne Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme aller Verkehrsteilnehmer nützt der beste Winterdienst nichts. Die modernen Räumfahrzeuge können viel, aber keine sommerlichen Verhältnisse auf die Straßen zaubern“, betonte sie.

Rund 28.000 Tonnen Streusalz und knapp 1.800 Tonnen Sole lagern in den Hallen und Silos der Meistereien. Das Streusalz wird in Bernburg, im Salzlandkreis, in einer hochwertigen Salzlagerstätte abgebaut. Durch die regionale Nähe kann bei Bedarf innerhalb kurzer Zeit Salz nachgeliefert werden.

Auf einer Länge von 119 Kilometern werden in den nächsten Wochen Schneezäune aufgestellt.

Bei extrem winterlichen Verhältnissen, die dann auch noch lange anhalten, können die Einsatzkräfte auch einmal an ihre Grenzen stoßen. Darum sollten alle Verkehrsteilnehmer Verständnis dafür haben, dass zeitweilige Behinderungen auf den Straßen nicht gänzlich zu vermeiden sind. Vor allem Kurven, Anstiege und Strecken mit Gefälle verlangten im Winter größere Aufmerksamkeit und eine der Glättegefahr angepasste Fahrweise.

Auch auf Brücken und schattigen Waldstrecken ist besondere Vorsicht geboten. Oft bringen bereits einzelne liegengebliebene Fahrzeuge den gesamten Verkehr zum Stillstand. Dann müssen unbedingt auch Gassen für den Winterdienst freigehalten werden, damit rasch geräumt und gestreut werden kann.

In der zurückliegenden Winterdienstperiode 2021/2022 wurden auf den Bundesstraßen durchschnittlich 2,7 Tonnen Feuchtsalz je Kilometer ausgebracht. Auf Landesstraßen waren es knapp 2,2 Tonnen. Insgesamt wurden etwa 2,3 Millionen Euro für Streustoffe, also Streusalz und Sole, ausgegeben.

Zu Ihrer Information:

Das Land ist für den Winterdienst auf Bundes- und Landesstraßen (mit Ausnahme der Ortsdurchfahrten in Magdeburg, Halle und Dessau-Roßlau) zuständig. Dazu kommen die Kreisstraßen in den Landkreisen Mansfeld-Südharz, Jerichower Land und Wittenberg. Für die Beräumung des überwiegenden Teils der Kreis- und kommunalen Straßen dagegen sind die Landkreise und die jeweiligen Gemeinden selbst verantwortlich.

Das klassifizierte Straßennetz in Sachsen-Anhalt umfasst derzeit insgesamt exakt 10.163 Kilometer:

·      Bundesstraßen (1.964 km)

·      Landesstraßen (3.870km)

·      Kreisstraßen (4.329 km, davon werden 773 km durch das Land betreut)

Die Zuständigkeit für den Winterdienst auf den Bundesautobahnen liegt seit Januar 2021 bei der Autobahn GmbH des Bundes.

Schneezäune werden an

·      55 Kilometer Bundesstraßen und

·      61 Kilometer Landesstraßen sowie

·        3 Kilometer Kreisstraßen.

aufgestellt.

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25 Antworten

  1. Franz2 sagt:

    Die typische Diskussion wieder, warum gewisse Gebiete erst später geräumt werden, weil Zuständigkeit und Prioritäten klar geregelt sind und Leute wie Doris, die sich wieder aufregen, warum noch keine 4 Räumfahrzeuge vor ihrer Tür sind, um das kleine Häuflein Schnee wegzumachen 😀

    • Franzl schwurbelt mal wieder... sagt:

      Egal welche Prioritäten und Zuständigkeiten, beim letzten ernsthaften Schneefall vor 2 Jahren war nach anderthalb Wochen selbst auf Hauptstraßen nicht geräumt. Schlamperei und Fehlplanung, ganz einfach.

      • Stefan sagt:

        Nein war keine Fehlplanung die Mitarbeiter der Stadtwirtschaft sind nur stinkend Faul das ist alles . Die sollten nach Leistung bezahlt werden.

    • Stefan sagt:

      Spinner ……du bist einer von der Stadtwirtschaft stinkend Faul aber ein exorbitant hohes Gehalt kassieren.

    • Das einzig wahre Doris sagt:

      Genau! Das ist ja wohl das mindeste, was ich erwarten kann! Wenn der Schnee nicht geräumt wird, kommt auch kein Müllfahrzeug mehr durch! Und dann? Muss ich ihn wieder im internet abkippen. Das passt dir aber auch wieder nicht. Mir reichts! Ab Montag werde ich dann die Parole: „weg mit dem Schnee“ skandieren! Sollst mal sehen, das wirkt! Und jetzt geh ich zu Opa BR und trink mit dem ordentlich einen auf meinen genialen Einfall.

  2. so ist es... sagt:

    Ha ha ha… diese Nachricht hören wir jedes Jahr vor Einbruch des Winters und wenn es dann wirklich schneit passiert nix…beim letzten Winter wo es so stark geschneit hat mussten die Anwohner selbst die Straßen räumen…

    • Franz2 sagt:

      Die eigene Einfahrt zu räumen, ist nicht Aufgabe der Stadtwirtschaft. Wenn man die Messlatte so hoch legt, dass es unrealistisch wird, dann lässt es sich natürlich super meckern. Es kann nur geräumt werden, wenn Schnee liegt – hier wird aber verlangt, dass die Stadtwirtschaft jede Schneeflocke auffängt, bevor sie den Boden berühert.

      • Franzl schwurbelt mal wieder... sagt:

        Wo liest du denn was von „eigener Einfahrt“? Vielleicht lässt du mal dir Pfoten vom Alk vor 20 Uhr? Schaffst du das?

  3. Ad sagt:

    Und täglich grüßt das Murmeltier. Bei der ersten Schneeflocke in Halle geht dann wieder nichts mehr.

    Einfach lachhaft diese Meldungen….

  4. Eberhard Curtz sagt:

    Musste man bei dem vergangenen Winter auch nicht viel tun
    um gerüstet zu sein. Aber man muss eben eine Meldung raushauen
    um sich wichtig zu tun, wenn man als FDP auf dem absterbenden
    Ast sitzt.

  5. Gerd sagt:

    Und wieder einmal Selbstbeweihräucherung…wir werden es wieder sehen wenn die Leute früh um fünf nicht pünktlich mit dem Bus oder Auto fahren können weil es in der Nacht geschneit hat und die Straßen kaum/ schlecht befahrbar sind. Mich hat es schon beim letzten Winter, wo es so stark geschneit hat und die Straßen nicht geräumt waren, gewundert dass die Busfahrer nicht gestreikt haben. Schließlich haben sie eine große Verantwortung beim Transport der Menschen.

    • Klaus sagt:

      Woran hast du erkannt, ob die Busfahrer durch die verschneiten Straßen nicht fahren konnten oder sich geweigert haben?

    • Seifensieder sagt:

      Zitat: weil es in der Nacht geschneit hat (falsch)
      weil es in der Nacht geschnitten hat (richtig)

      Zitat: wo es so stark geschneit hat (falsch)
      wo es so stark geschnitten hat (richtig)

  6. ja ja ja sagt:

    Das sagten sie 2021 auch und über eine Woche ging nix mehr.. 😉

  7. Hallenser55 sagt:

    Na ja und wenn denn mal viel Schnee liegt der weggefahren werden müsste weil die Schneehaufen die Straßen sehr einengen, dann quaken die Grünen wieder rum weil der „gefährliche“ Schnee
    nicht in die Saale gekippt werden darf.

  8. Hört auf mit Märchen sagt:

    Hahaha…
    Jedes Jahr dieselbe Propaganda Show in den Medien.
    Und wie jedes Jahr wird, wenn Schnee fällt, von den heldenhaften hunderten Einsatzkräften und ihren tausenden Fahrzeugen nichts zu sehen sein.
    Selbst die Hauptverkehrsstrassen werden weiß bleiben und zu Rutschbahnen werden. Von Nebenstrassen ganz zu schweigen. Die geilen „eigenen Gleisbetten“ der HAVAG werden schon gar nicht geräumt.
    Aber wehe, der Bürger schiebt nicht.um 5.30 Uhr Schnee auf dem Fußweg, dann droht die Stadt sofort mit Strafe….

    • Fang an mit Lesen sagt:

      Es sind nicht tausende, sondern 293 Fahrzeuge, und wie es im Artikel auch steht, sind sie für Halle gar nicht zuständig.

      • SWH verkackt alles sagt:

        Na daaann.
        Ausrede gefunden nix zu tun und trotzdem Kohle zu scheffeln.
        Nur 3 Fahrzeuge in Halle. Aber hunderte Fahrer. Die werden natürlich alle fürstlich entlohnt. Naja, die nicht aber die Stadtwerke die den „Winterdienst“ jedes Jahr verpacken.

  9. Ich sagt:

    Hahaha beim letzten großen Schneefall ging gar nix bei uns. Noch nicht mal der Bus kam durch. Die Straße wurde erst geräumt als der Schnee schon zu Matsch wurde. Die Anwohner haben den Fußweg selber geräumt denn auch da passierte nix. Ich bin mal gespannt wie es diesmal abläuft.

  10. Stefan sagt:

    Die sollen ganz einfach nach Leistung bezahlt werden sind Straßen und Fußwege nicht bis 7.00uhr geräumt sollten die Mitarbeiter von der Stadtwirtschaft auch nicht bezahlt werden . Es kann nicht sein das sich so etwas wie von vor 2 Jahren wiederholt als die Mitarbeiter der Stadtwirtschaft lieber zu Hause in der warmen Stube saßen und der Bürger selbst alles beräumen müssen . Die Mitarbeiter und die Chefetage haben lieber gewartet bis der Schnee weg getaut ist . Man fragt sich nur warum die Mitarbeiter der Stadtwirtschaft so ein exorbitant hohes Gehalt plus Weihnachtsgeld plus Urlaubsgeld bekommen da Sie doch statt im Winter die Straßen und Fußwege zu räumen lieber Faul zu Hause sitzen .

  11. Frau sagt:

    Jedes Jahr das gleiche Spiel… 🙂 Drei Schneeflocken und das Chaos ist da, und das beginnt genau an der Stadtgrenze Halle. Wieso hat der Saalekreis das im Griff und die Stadt Halle kriegt nichts auf die Reihe?

  12. Und jährlich grüßt das Murmeltier sagt:

    Zumindest für Halle ist das ein schlechter Witz.
    Und er wird nicht besser, wenn man ihn jedes Jahr bringt.
    Warum machen die sich nicht ehrlich und sagen: wir sind unvorbereitet wie jedes Jahr, hoffen aber irgendwie Steuerzahlerkohle für unser Nichtstun abfassen zu können.

  13. Jez sagt:

    Gut gerüstet wie jedes Jahr, aber wehe es schneit