Weil er auf dem alten RAW-Gelände klauen wollte? Dienstwagen-Affäre das ehemaligen Kita-Chefs von Halle offenbar durch Diebstahl aufgeflogen 

Im Oktober hat der Stadtrat von Halle (Saale) in einer Sondersitzung Jens Kreisel als Chef des Eigenbetriebs Kita entlassen. Der soll sich einen Audi Q3 Sportback geleast haben, obwohl ihm eigentlich gar kein Dienstwagen zusteht.

Aufgeflogen ist die Sache offenbar nur durch eine andere Straftat. Bundespolizisten hatten Kreisel auf dem Gelände des ehemaligen Bahn-Ausbesserungswerkes (RAW) an der Karl-von-Thielen-Straße den Handgriff einer Stahltür im Wert von 250 Euro abbauen wollte, berichtet die BILD-Zeitung. Es folgte eine Fahrzeughalter-Abfrage. Und die Polizei informierte die Stadtverwaltung Halle darüber, dass Kreisels Dienstwagen in Ermittlungen verwickelt sei.

Laut BILD habe das Amtsgericht Halle inzwischen einen Strafbefehl wegen Diebstahls erlassen. 40 Tagessätze je 180 Euro verdonnert, also insgesamt 7.200 Euro, muss er wegen des Klinken-Klaus zahlen. 

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Eine Antwort

  1. Zappelphillip sagt:

    Der Verdienst in der Stadtverwaltung muss echt erbärmlich sein.. jens klaut türklinken …andere klopapier …und noch andere das Druckerpapier..
    Kein wunder das die kein personal finden…

  2. Pfui! sagt:

    Ein Tagessatz von 180€ bedeutet ein Nettoeinkommen von 5400€.

    Und so einer geht dann noch stehlen, bescheidst mit dem Dienstwagen, etc.

  3. Horrido sagt:

    Teure Türklinke 🙂

  4. Bettina sagt:

    WOW! Eine echt teure Türklinke.

  5. Katharina sagt:

    So viel Dummheit macht mich sprachlos….
    Der Herr Kreisel, ist das beste Beispiel dafür, was gier aus Menschen macht, die schon viel haben…. einfach nur ekelhaft!

  6. Filz sagt:

    Schlimm ist, dass das unberechtigte Leasing vorher über ein Jahr niemandem aufgefallen ist und wahrscheinlich immer noch nicht auffallen würde ohne die Türklinkengeschichte.

  7. Ur-Hallenser sagt:

    Ich finde es eher irritierend, dass ein geleastes Fahrzeug in der Stadtverwaltung niemandem auffällt. Irgendjemand muss doch die Rechnungen dafür freigeben und bezahlen. Offensichtlich ist die Verwaltung ein viel größerer Sumpf, als viele denken…

  8. Klaus sagt:

    … aber weshalb merkt bei der Stadt niemand, dass ein Dienstwagen unrechtmäßig benutzt und bezahlt wurde?

  9. personelle Konsequenzen in der Stadtverwaltung nötig sagt:

    Unfassbar, dass diese Stadtverwaltung es nicht merkt, wenn jemand sich selbst einen Dienstwagen zulässt!?
    Oder anders gefragt, was merken die noch alles nicht und wieviel Geld des Steuerzahlers wird dort noch verbrannt.
    Da müsste doch mal der ein oder andere Kopf im Controlling oder der internen Revisionsabteilung rollen.
    Diese Stadtverwaltung ist einfach nur noch die organisierte Inkompetenz und Verantwortungslosigkeit.

    • Dieter Halbgar sagt:

      „Da müsste doch mal der ein oder andere Kopf im Controlling oder der internen Revisionsabteilung rollen.“

      Absolut. Man sollte zumindest eine Dienstaufsichtsbeschwerde einleiten.

    • Texas sagt:

      Einfach nochmal nachlesen, was Eigenbetrieb bedeutet: im Regelfall zwar Teil der Kommune, aber mit selbständiger Wirtschaftsführung.

  10. Seher sagt:

    Der Mann war bestimmt parteilos, unbequem und kein Vordrängler beim Spritzen?

  11. Robert sagt:

    Er war nur geil auf diese Tür. Ob sie auf den Müllhaufen oder bei Kreisel Verwendung findet ist doch egal.

  12. Enricööö sagt:

    Feiner Kerl. Ein richtiges Vorbild. Den will man doch gern mal die Hand schütteln.

  13. Emmi sagt:

    Mich wundert bei diesem Stadtrat überhaupt nicht, das der parteilose OB oft unbeliebt war. Bei dem Filz der im Stadtrat herrscht. Nur Klüngel und Lobbyismus und wenn der OB durchgegriffen hat, dann heulen und den OB loswerden wollen.

    • Umgeschaut sagt:

      Was hat jetzt der Stadtrat beim Eigenbetrieb zu tun? Stadtrat ist kein Wirtschaftsprüfer des Eigenbetriebes. Eigenbetrieb arbeitet selbständig, deshalb ja auch das Nichtauffallen des Dienstwagens.

    • Gouvernante Sabine sagt:

      Der Ex-SPD-Genosse -OB hat durchgegriffen u. nun Dreck am Zeigefinger .
      Der war bei den Genossen so beliebt , dass die lieber den CDU-Bönisch als OB wollten. Der Urlaubs- OB hat seinen eigenen Klüngel : Hauptsache Halle.

  14. Tom sagt:

    Wird immer „besser“ in Halle! Und keinem wärs aufgefallen,wenn er nicht über eine Türklinke gestolpert wäre! Was für ein……… (Was auch immer ihr jetzt schreiben würdet)!!!