Halle bekommt Preis “Pro Engagement” – 235 Personen mit Einschränkungen arbeiten in der Stadtverwaltung

Die Stadt Halle (Saale) ist am Dienstag mit dem Preis “Pro Engagement 2022” ausgezeichnet worden. Bürgermeister Egbert Geier nahm den Preis, der das Engagement um die Einstellung behinderter Menschen würdigen soll, entgegen.

Aktuell liegt in der Stadtverwaltung die Quote von Menschen mit Einschränkungen bei 245 Personen, das sind 8,2 Prozent. Bürgermeister Geier sprach beispielsweise von einer Mitarbeiterin im Rollstuhl, die ihre Arbeit in der Stadtkasse verrichtet – in der 4. Etage des Stadthauses.

Diese Arbeit, aber auch die Auszeichnung seien eine hoher Ansporn, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen. Man wolle den anderen Mitarbeitern zeigen, dass es auch Menschen mit Beeinträchtigungen gibt. “Das stärkt das Wir-Gefühl in der Verwaltung.”

Christian Walbrach, Behindertenbeauftragter des Landes Sachsen-Anhalt, lobt die Nachhaltigkeit und Zielstrebigkeit. So achtete die Stadt darauf, dass die Ausbildung behinderter Menschen gut gelingt und hat dabei viele Kooperationspartner ins Boot geholt. Auch gebe es nach der Ausbildung Übernahmeangebote. “Die Stadtverwaltung Halle hat diesen Preis für ihre gute Arbeit verdient.” Er betonte auch, dass die Jury nicht rein nach Aktenlage entschieden hat – also nach dem, was in der Bewerbung niedergeschrieben war – sondern sich auf vor Ort einen Eindruck über die Inklusion verschafft hat.

Die Gestaltung des Preises erfolgte in einer Förderschule in Magdeburg. Er besteht aus zwei Sichtbeton-Säulen und einem drehbaren Stein in der Mitte. Für Geier ein Symbol für die Scharnierfunktion, die eingenommen wird.

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Keine Antworten

  1. Aktivist sagt:

    Leider ist hier ein Fehler passiert. Chronische Faulheit ist trotz starken Bemühungen des Deutschen Beamtenbundes noch nicht als Behinderung anerkannt.

  2. 10010110 sagt:

    „Menschen mit Einschränkungen“ 🙄 Warum überspringt man nicht die ganze Euphemismus-Tretmühle und nennt sie gleich „Menschen mit besonderen Fähigkeiten“? 🤦‍♀️

    • Weil... sagt:

      … “ Einschränkung“ kein Euphemismus für „besondere Fähigkeiten“ ist. Auch nicht umgekehrt.
      Wohingegen in deinem Fall Eingeschränkter durchaus als Euphemismus für Dummschwätzer
      durchgehen würde.

      • 👍👍👍 sagt:

        Genau so, absolute Zustimmung.

        @10010110: Ich habe schon viele dämliche Formulierungen hier gelesen, aber Deine war eine der dämlichsten und miesesten. Absolut, vielleicht gehst Du mal in Dich und überlegst mal. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

      • genau so sagt:

        danke dafür

      • 10010110 sagt:

        „Einschränkung“ ist aber ein Euphemismus für „Behinderung“. Und Euphemismen wohnt die Eigenschaft inne, als negativ wahrgenommene Begriffe durch einen anderen, vermeintlich schöner klingenden Begriff zu ersetzen. Und „Einschränkung“ klingt ja nun eher negativ, da kann man es auch gleich ganz umdrehen und einen positiven Begriff draus machen, wenn man es mit der Heuchelei wirklich ernst meint.

  3. Fragjanur sagt:

    Weiß jemand, ob es auch Mitarbeiter mit Ausschränkungen gibt?

  4. He sagt:

    In der Stadtverwaltung werden noch mehr mit Einschränkungen arbeiten

  5. Schilda sagt:

    Bei der Kommunalpolitik fragt man sich eher, ob in der Stadtverwaltung überhaupt Gesunde arbeiten.