Zwei Jahre Ukrainekrieg: in Halle (Saale) leben 4.120 Ukrainer

Am heutigen 24. Februar 2024 jährt sich zum zweiten Mal der völkerrechtswidrige russische Angriffskrieg auf den souveränen Staat Ukraine. Seit Kriegsbeginn hat Sachsen-Anhalt vielen Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine Schutz gewährt. Aktuell sind nach Angaben der Kommunen 32.314 Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine direkt in den Landkreisen und kreisfreien Städten untergebracht, darunter befinden sich 2.391 Kinder im Kindergarten- und 6.891 Kinder im schulpflichtigen Alter.

Innenministerin Dr. Tamara Zieschang: „Die Menschen in Sachsen‑Anhalt haben von der ersten Minute an eine enorme Hilfsbereitschaft für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine gezeigt. Und auch die Kommunen leisten eine beeindruckende Arbeit bei der Unterbringung, Versorgung und Integration. Alles das unterstreicht unsere Solidarität mit der Ukraine und mit den Opfern des russischen Überfalls.“

Die Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine verteilten sich – wie folgt – auf die Landkreise und kreisfreien Städte (Stand: 19. Februar 2024, 15:00 Uhr):

Landkreis/kreisfreie StadtZahl der untergebrachten Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine
Altmarkkreis Salzwedel955
Anhalt-Bitterfeld2.299
Börde1.542
Burgenlandkreis5.284
Dessau-Roßlau1.573
Halle (Saale)4.120
Harz2.383
Jerichower Land1.168
Magdeburg4.906
Mansfeld-Südharz931
Saalekreis2.130
Salzlandkreis2.152
Stendal1.598
Wittenberg1.273

Neben der Aufnahme von Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine haben sich Bund und Länder bereits Anfang März 2022 darauf verständigt, die medizinische Versorgung von Kriegsverletzten aus der Ukraine in der sogenannten Kleeblatt-Struktur zu organisieren. Bislang wurde der Transport und die Verlegung von 176 Patientinnen und Patienten im Kleeblatt Ost koordiniert. Für die Abstimmung der überregionalen Verlegungen innerhalb des Kleeblatts Ost (Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Berlin) gibt es einen Koordinator als sogenannten Single Point of Contact. Diese Funktion wird vom Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt übernommen.

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39 Antworten

  1. Sa sagt:

    Die Menschen wissen hoffentlich die Unterstützung durch die deutsche Bevölkerung zu schätzen. Hoffentlich ist der Krieg bald zu Ende

  2. Pflichtiger sagt:

    Und es wird noch einen dritten und vierten und fünften Jahrestag geben…. Solange wie der „Westen“ Waffen, Munition und Ausrüstung nachschiebt. Zumindest gibt’s Grad auf Us-amerikanischer Seite einen kleinen Hoffnungsschimmer.

    • hinhalten und an was schönes denken sagt:

      Von Putin ist keine Nachgeben zu erwarten. Der will seine Großmachtfantasien ausleben. Als nächstes dann das Baltikum und Polen ist auch schon nervös. Hier waren die Russen ja schon. Da war die Welt in Ordnung. Einfach machen lassen…..

      • blubb sagt:

        Wenn du nervös bist, kann nicht mal Putin was dafür. Nimm einfach deine Tabletten!

      • Der sagt:

        Wie haben ja auf Putin nich gehört, der gewarnt hat, der Westen soll nicht so nah an Russland rücken, nein aber die Ukraine muss ja beitreten und wir riskieren einen Krieg. Wie dumm, dad hart mir Diplomatie rein gar Buchs zu tun und nun löscht den Beitrag damit keiner die Wahrheit erfährt, obwohl es jeder schon längst weiß

      • Mephisto sagt:

        Die Ukraine gewinnt den Krieg,sagen unsere Politiker. Und wenn das so ist, wie soll der denn dann das Baltikum erobern?

    • Blabla sagt:

      Ich frage mich immer, wie kurzsichtig man zu diesen Zeiten immer noch sein kann. Anscheinend meinen Sie, dass wir absolut nicht von der russischen Aggression betroffen sind und wir weit weg sind. Meinen Sie wirklich, das derzeitige Russland würde sich auf irgendeine Friedenslösung einlassen, die nicht hundertprozentig in seinem Sinne wäre (Einnahme bis weit über Kyiv hinaus unter Einsetzen einer Marionette Regierung)? Und was käme dann? Übrigen würde genau so eine Vereinnahmung durch Russland wahrscheinlich zu weit mehr Flüchtlingen führen. Russland kann die Region vollkommen russifizieren und das noch demokratische Europa weiter destabilisieren. Das scheint aber zu komplex zu sein. Die Lösung: „aufgezwungener Frieden durch irgendeine Grenzziehung gegen den Willen der Ukrainer und Weglassen der Unterstützung“ scheint vermeintlich einfach zu sein. In Wahrheit ist das nur populistisch, weil es nicht zu einer dauerhaften Lösung führt und wir noch mehr Flüchtlinge aufnehmen, die wir dann nicht arbeiten lassen, weil zu viel Skepsis hinsichtlich der Ausbildung dort besteht.

    • Zwerg Nase sagt:

      Mit Waffen sichert man den Frieden. 😂🤥🤥. Und außerdem muß ja die sogenannte Außenminister*in Gründe haben durch die Welt zu fliegen.

    • Horch und Guck sagt:

      Hoffnungsschimmer? Dass Putin dann als nächstes die Baltikstaaten und Polen überrennt?

    • Daniel M. sagt:

      Der „Westen“, also wir, muss Waffen in die Ukraine liefern. Sonst sind die Balten die nächsten, dann die Polen und dann scheissen Leute wie du schon langsam in die Windel. Und das sollte uns erspart bleiben. Mit Putin gibt es keine Verhandlungen, kein Frieden, keinerlei Partnerschaft. Das ist leider die Realität. So lange er lebt, müssen wir an der Seite der Ukraine stehen. Die Nato wird in diesem Konflikt eingreifen müssen.

  3. Detlef sagt:

    Wie viel Mrd. Euro gingen von Deutschland in die Ukraine , was in das eigene Land besser investiert wäre?

  4. Emmi sagt:

    Für die Politik gibt es nur eine Hilfe; Waffen. Warum werden keine Gespräche geführt um einen Frieden zu erreichen? Alle beharren nur stur auf ihren Positionen, das bringt keinen Frieden.

    • Realsatire sagt:

      Wirklich gemein, das die Ukraine auf ihre Position beharrt. Die wollen Putin einfach ihr Land nicht überlassen.
      Aber wenn Deutschland überfallen wird, machen wir es anders. Wir geben denen was sie wollen und schwups ist Frieden Herrlich.

  5. Stierlitz sagt:

    Wieviel Personen siond denn erwerbsfähig und wieviel gehen nach zwei Jahren einer sozialversicherungspflichtigen Tätigkleit nach?

  6. das Große Bla sagt:

    „völkerrechtswidrige russische Angriffskrieg“

    Angriffskriege sind immer völkerrechtswidrig, sogar die amerikanischen.

  7. Grüne Schulversager sagt:

    Sie sind sehr willkommen, vor allem, wenn Sie auch arbeiten und nicht vom Sozialstaat leben. Mehr Geld für den Sozialstaat bedeutet auch weniger Geld für die Unterstützung der Ukraine! Tausendmal besser als das Dilemma durch die ungebildeten, religiös irrgeleiteten 2015er.

  8. 10010110 sagt:

    Am heutigen 24. Februar 2024 jährt sich zum zweiten Mal der völkerrechtswidrige russische Angriffskrieg auf den souveränen Staat Ukraine.

    Meine Güte, überschlagt euch bloß nicht bei der Betonung, dass der Angriff völkerrechtswidrig und die Ukraine ein souveräner Staat ist. 🙄 Es hätte auch gereicht, zu schreiben, dass sich der Angriff Russlands auf die Ukraine jährt.

  9. Wolli sagt:

    Nein, es ist kein kleiner Konflikt, zwischen Russland und der Ukraine, Putin hat die Friedensordnung in Europa zerrissen, jetzt gilt wieder die alte Erkenntnis „Wenn du den Frieden willst, dann rüste zum Kriege“. Jetzt muss in Europe überall aufgerpüstet werden um diese Hiltlerwiedergeburt in Moskau zu stoppen.

    • Schlaflos in Washington sagt:

      Hitlerwiedergeburt?
      Dann dauert das ja noch drei Jahre! Nöö!
      Nicht dass der Angriffskrieg noch zum Weltkrieg degradiert wird.
      Dann war wieder keiner dabei gewesen.

    • Ur-Hallenser sagt:

      Die NATO hat die Friedensordnung, durch die ständige Osterweiterung, zerrissen. Der Krieg ist nur eine Folge davon…

  10. kitainsider sagt:

    In der MZ durften wir ja heute lesen, dass wir daran schuld sind, dass so wenig Ukrainer (im Vergleich mit anderen Ländern) arbeiten. Das Bürgergeld hat damit natürlich nichts zu tun.