Haftbefehle? Waffen? Polizei führte große Personenkontrollen in Halle und der Region durch, 190 Polizisten im Einsatz

In den Nachmittag- und Abendstunden des Freitags und des Samstags führte die Polizeiinspektion Halle (Saale) in ihrem Zuständigkeitsbereich verschiedene zusätzliche Einsatzmaßnahmen zur Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit durch.

An beiden Tagen waren im Stadtgebiet Halle (Saale), im Saalekreis, im Burgenlandkreis sowie im Landkreis Mansfeld-Südharz eine erhöhte Anzahl an Einsatzkräften unterwegs. Vor allem in den größeren Städten haben Teams mit Fußstreifen die sichtbare Präsenz weiter erhöht. So waren am Freitag um die 70 und am Samstag ca. 120 zusätzliche Kräfte dafür eingesetzt.

Es wurden zudem an beiden Tagen im Bereich von Kriminalitätsschwerpunkten zahlreiche Personenkontrollen durchgeführt.

Dabei wurden beispielsweise in Halle (Saale) bei einem 26-Jährigen im Bereich Am Treff ein nach dem Waffengesetz verbotener Schlagstock aufgefunden und sichergestellt.

Bei einer Kontrolle in der Leipziger Straße in Halle wurde bei einem 48-jährigen Hallenser eine geringe Menge verbotener Betäubungsmittel aufgefunden. Zudem führte er ein Fahrrad bei sich, welches nach einem Diebstahl zur Fahndung ausgeschrieben war. Beides wurde sichergestellt, entsprechende Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Bei drei Männern (26, 27, 32 Jahre) ergab die Kontrolle, dass sie mit einem Haftbefehl gesucht wurden. Zwei von ihnen wurden in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert, der Dritte blieb nach Zahlung eines haftbefreienden Betrages auf freiem Fuß.

Als Bilanz kann festgestellt werden, dass die überwiegende Mehrheit der kontrollierten Personen keine gefährlichen Gegenstände bei sich führte. Die Polizei wird diese Maßnahmen nach eigenen Angaben auch künftig regelmäßig fortführen.

Die Polizisten gehen dabei auch selbst humorvoll und entspannt vor, sind auch für einen Smalltalk zu haben.

„Ich finds gut“, sagte ein junger Mann, der mit seinen Kumpels kontrolliert wurde. Die drei hatten einen Bierkasten dabei. Ziel war die Peißnitz, dort wollten sie das Fußball-EM-Spiel Niederlande gegen Frankreich im Public Viewing verfolgen.

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42 Antworten

  1. Recht & Ordnung sagt:

    Hier muss durchgegriffen werden!

    Wer ein Messer trägt, gehört in den Bau, sonst wird es immer schlimmer!

  2. Looser Bernd sagt:

    Das Motto sollte lauten:

    Wer nichts zu verbergen hat, zeigt her eure Unterwäsche!

  3. Hallo sagt:

    In Neustadt gibt’s auch noch die eine oder andere Ecke… aber ob sie da kontrollieren?

  4. Rentner sagt:

    Und immer schön vorher ankündigen 🙈😡

  5. warum nur? sagt:

    Was soll das? Humorvoll?
    Jeder weiß, welche Klientel die kontrollieren sollten – und neiiiin, es sind nicht Jugendliche mit nem Bierkasten oder alte weiße Männer.

    • klausklaus sagt:

      Ui Überraschung, ein gaaanz subtiler, bestimmt nicht rassistischer Kommentar, der ja nur sagt wie wo ist, ui wow super klasse.

      • @Klausimausi sagt:

        Im Gegesatz zu deinem „gehaltvollen“ Geblubber ist dort was mit sinnvollem Inhalt.

      • Jesus sagt:

        @klauslaus, für Menschen die mit Taschenmesser´n groß geworden sind, für die diese Utensilien einfach nur Gebrauchsgegenstände sind, zum Äpfel schälen,Brotzeit und so, sind solche Maßnahmen einfach nur Schikane. Messerattacken kommen ja auch von zum Großteil von Migranten. Aber red dir alles nur schön.

      • Rebell sagt:

        @Klausklaus …immer noch nicht das Drama ,,Bahnsteigkante und Teddywerfen“ verarbeitet.

  6. Derrick sagt:

    Ich werde Harry und die Kollegen von der Streife wohl zu einer Nachschulung schicken müssen.

    Der kriminalistische Spürsinn sagt einem sehr deutlich, dass eine Kontrolle dieser 3 jungen Herren, die da bei Tageslicht mit einem Bierkasten mitten auf einem Platz sind, nicht zu einem Treffer führt. Genauso gut könnte man eine Drogenrazzia in einer KITA durchführen.

    Hier werden polizeiliche Ressourcen verschwendet, was einer Beförderung nicht dienlich ist. 👎

    • Heiner sagt:

      Dem stimme ich zu.

    • @Derrick sagt:

      Es wurden ja auch nur diese „3 jungen Herren“ kontrolliert!

      • Derrick sagt:

        Es gibt durchaus bestimmte Muster, anhand derer man erkennen kann, wann und wo eine Kontrolle lohnt und man damit seiner eigenen Karriere als Polizeibeamter einen kleinen Booster geben kann.

        Der Grenzer auf Drogensuche wird wohl kaum vormittags die junge Mutti mit Kind aus dem Nachbardorf kontrollieren. Wozu? Dann doch lieber die beiden jungen Herren mit dem vergammelten Golf und dem kaputten Scheinwerfer aus Berlin, die um Mitternacht über die Grenze düsen.

        Bei den jungen Herren dort oben hätte ich mir eine Kontrolle geschenkt. Zeitverschwendung. Die sehen soweit ordentlich aus, verstecken sich nicht und wollen zum Fussball. Ganz harmlos.

        Da gibt es ganz andere „Herren“ zu anderen Uhrzeiten an bestimmten Orten mit einer anderen Optik. Ich will das jetzt nicht weiter beschreiben…

        Wenn ich als Polizeibeamter Karriere machen wollte, wüsste ich genau, wen ich kontrollieren muss, um jeden Tag 3-4 dicke Fische im Revier abzuliefern.

        • Wohlan sagt:

          Du kannst als Polizeibeamter (oder sonst ein Beamter) keine Karriere machen. Deswegen bleiben dir nur Fantasiegeschichten im Internet. Die sind aber noch lange nicht ausgereift. Du hast noch viel zu lernen.

  7. FB sagt:

    Wie bekloppt kann man sein und solche Termine zu veröffentlichen. Somit ist die Innenstadt an den Tagen Waffenfrei…..
    Weiter so ihr Lieben.

    • hallenser65 sagt:

      Prinzipiell gebe ich dir Recht, ABER: Glaubst du wirklich, dass die Zielpersonen früh in die Freiheit/MZ schauen, voller Schreck die angekündigten Kontrollen lesen und dann ihre Messer zu Hause lassen? Mal ehrlich: wie hoch wird wohl der Prozentsatz derer sein, die sich an solchen Tagen zusammenreißen, artig und ordentlich durch Halle laufen und die Polizisten brav grüßen und somit nicht erwischt werden? Null! Entweder bist du so unterwegs, dann bist du es immer und überall, oder du bist es nicht. Also nicht aufregen!
      Ist wie mit den angekündigten Kontrollen bei LKW, Bussen und Transportern. Die Fahrer bauen auch jeden Tag den gleichen Scheiß weil sie es so drin haben und werden erwischt. Trotz Warnung!
      Und solche Dummheit und Ignoranz muss nunmal bestraft werden. Gilt übrigens uneingeschränkt auch für Fußgänger und Radfahrer. Ist aber hier gerade nicht das Thema….

    • . sagt:

      Wenn man den ganzen Tag zuhause ist und „nachdenkt“…

  8. Gerdi aus der DDR sagt:

    Habe selber ein grösseresTaschenmesser seit meiner Jugend dabei, na und?
    Ich habe es auch von mal zu mal im Gebrauch….natürlich nicht als Waffe.
    Gibt es doch zu kaufen
    Man braucht es eben ab und zu.

    • 30 Jahre Stillstand sagt:

      Tolle Geschichte, spannend erzählt. 👍

      Nach 1990 auch mal was geleistet?

      • Gerdi aus der DDR sagt:

        Sogar im innendienst,bekomme sogar schon Bediendesten Rente, sprich Pension du schlauer
        Wir können uns gerne austauschen….lach

  9. s2003 sagt:

    „[…] überwiegende Mehrheit der kontrollierten Personen keine gefährlichen Gegenstände bei sich führte.“ Also hat die Polizei überwiegend unschuldige Bürger kontrolliert. Eine Polizeikontrolle ist für die meisten kein Spaß oder humorvoll, sondern ein staatlicher Eingriff. Durch den mehr oder weniger guten Humor der Polizisten wird die Kontrolle nicht schöner oder milder.

    • jedem seins sagt:

      Du wurdest nicht kontrolliert. Bitte nicht aufplustern.

    • 10010110 sagt:

      Also hat die Polizei überwiegend unschuldige Bürger kontrolliert.

      Wer schuldig oder unschuldig ist (und welchen Vergehens überhaupt?) weiß man immer erst hinterher. Die Aufgabe der Polizei ist es nicht, „schuldige zu kontrollieren“, sondern zu kontrollieren, ob jemand „schuldig“ ist. Der Erfolg einer „Polizeikontrolle“ ist nicht in Zahlen messbar – es geht viel mehr darum, dass potentielle Straftäter ob der Wahrscheinlichkeit, erwischt zu werden, durch die Polizeipräsenz abgeschreckt werden. Und Straftäter kann jeder werden, egal ob in dem Moment „schuldig“ oder „unschuldig“.

      • Zapp sagt:

        Nulli, ich gehöre ganz gewiss nicht zu deinen grossen Kritikern, aber hier muss ich widersprechen.

        Nicht allen, aber doch vielen schrägen Vögeln sieht man ihre Gesinnung schon an der Nasenspitze an. Dazu gehört ein gewisses menschliches Gespür.

        Hinzu kommen noch das Outfit, das Erscheinungsbild, der Ort und die Uhrzeit. Und falls du mir nicht glaubst, geh mal um Mitternacht durch Amsterdam oder den Dortmunder Norden spazieren, dann siehst du, was ich meine. Aber wir können darüber wohl nicht diskutieren.

        Nur soviel: Wenn du diese Typen nicht erkennst, tust du mir wirklich leid. 😥

        • 10010110 sagt:

          Eben, weil man „nicht allen“ ihre Gesinnung an der Nasenspitze ansieht, muss man manchmal auch bei unauffällig aussehenden genauer hinschauen. Das ist genau wie wenn Verkehrskontrollen durchgeführt werden: man macht so viele strafrechtlich relevante Zufallsfunde, weil die etwas „besseren“ Straftäter einfach auch gut darin sind, unauffällig zu sein. Nur die wirklich dummen fallen sofort auf.

  10. SO wollt ihr leben? sagt:

    Was für eine Betonwüste!!

  11. Lorenzo sagt:

    Das sollte jede Woche passieren.

  12. Elfriede sagt:

    Kleine Zwischenfrage: Muss ich um Polizeischutz bitten, wenn ich meine langen Messer zum Schleifen bringe bzw. geschärft (!!) wieder abhole`?