OB-Wahl in Halle (Saale): Fridays for Future analysiert Wahlprogramme

Am Sonntag, 2. Februar 2025, wird ein neuer Oberbürgermeister gewählt. 9 Kandidierende gehen dabei ins Rennen. Die Klimaschutzbewegung Fridays for Future hat dabei die Wahlprogramme von Alexander Vogt, Egbert Geier und Kerstin Godenrath analysiert und Aussagen der Kandidierenden zum Klimaschutz ausgewertet. Eine Wahlempfehlung wird zwar nicht gegeben, aber alle Hallenser sollten Sonntag wählen gehen und für eine zukunftsfähige Politik stimmen.

Herr Vogt und Herr Geier haben gute Ansätze, die jedoch nur der Anfang umfassenderer Maßnahmenpakete sein können. Art. 20a GG verpflichtet alle staatlichen Stellen zum Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen und damit auch zu konsequentem Klimaschutz. Der kann und muss auch mal unbequem und unbeliebt sein. Hier besteht bei beiden noch deutlicher Nachbesserungsbedarf. ”, stellt Hauke von Fridays for Future Halle fest.

Fridays for Future rechnet Herrn Geier den geplanten Ausbau der Energieinitiative Halle an. Diese stellt einen wichtigen Schritt zur Klimaneutralität Halles dar. Jedoch wünscht sich die Bewegung mehr Transparenz bezüglich der Auswirkungen dieser auf den Treibhausgasausstoß der Stadt. Unterstützt wird von der Bewegung Herr Vogts Wille, bei der Ermittlung von Klimaschutzmaßnahmen auch mal out-of-the-box zu denken, sowie die Bürger*innen Halles einzubinden. Gerade die Einbeziehung der Stadtbevölkerung in geplante Klimaschutzmaßnahmen ist aus Sicht der Bewegung für die Akzeptanz dieser ein wichtiger und auch notwendiger Schritt. Fridays for Future begrüßt den von Herrn Vogt und Herrn Geier geplanten Ausbau des ÖPNV und der Fernwärme in Halle, fordert aber gleichzeitig, den motorisierten Individualverkehr schleunigst zu reduzieren.

Frau Godenrath wird durch die Klimabewegung scharf kritisiert: Auf ihrer Website findet sich laut der Bewegung neben einem Lippenbekenntnis zum Klimaschutz keine konkrete Maßnahme. Im Fragebogen der Scientists for Future gibt sie von allen Kandierenden durchgehend Klimaschutz die niedrigste Priorität, sogar wenn es nicht um die Verhinderung von Emissionen, sondern nur um den Schutz vor Klimafolgen geht. Auch in der Umfrage kann sie nicht eine Maßnahme nennen und lehnt zudem die Einbeziehung der Bürger*innen der Stadt Halle als einzige Kandidierende klar ab. Fridays for Future richtet sich deswegen direkt an die Kandidatin:

Die Folgen der Klimakrise, gerade Hitzewellen, stellen schon jetzt eine schwere Bedrohung für die Gesundheit vulnerabler Gruppen, wie etwa ältere Menschen, dar und gefährden langfristig unser aller Lebensgrundlage. Bei Frau Godenrath bekommt man trotzdem das Gefühl, dass sie die Klimakrise vollständig ignoriert. Wir fordern sie daher auf, ihre Positionen hier schleunigst zu überdenken und verantwortungsvoll zu handeln.”, erklärt Clara Sophie von Fridays for Future Halle.

Fridays for Future ruft am 14.02.2025 zum Klimastreik vor den Bundestagswahlen und der möglichen Stichwahl zum OB-Amt auf. Die Demonstration beginnt um 13 Uhr auf dem Marktplatz.

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33 Antworten

  1. Freier Bürger sagt:

    „Frau Godenrath wird durch die Klimabewegung scharf kritisiert.“
    Eine bessere Wahlempfehlung und ein besseres Gütesiegel kann man gar nicht bekommen. Frau Godenrath macht demnach alles richtig.

    • Bürger aus Halle sagt:

      Nun ja, wenn man darauf steht, ein rechtsgerichtetes Oberhaupt in der Stadt zu haben. Mach nur. Und am 23.02. natürlich gleich noch die blauen wählen…. Dann hat es sich bald mit dem „freien Bürger“

      • Jesus sagt:

        @Bürger…, KLASSE 😂 jetzt ist die CDU also auch schon rechts! Die wahren Staats und Systemfeinde zeigen ihr Gesicht. Lieber weitere Tote, lieber weiter Gesundheit und Sozialsystem plündern. Weiter den Standort D. destabilisieren. Attacken gegen Andersdenkende. Die grünlackierten Linken im Gleichschritt mit judenfeindlicher Antifa . Alles was rechts von ihnen steht soll politisch vernichtet werden und die mittlerweile linke SPD zum Teil mittendrin. Ihr sorgt erst für das Erstarken der AfD! Pfui Deibel !

        • Bürger aus Halle sagt:

          Kannst du lesen? Kannst du auch verstehen, was du liest? Wo steht was von rechter CDU? Die Aussage bezog sich auf die Kandidatin. Attacken gegen Andersdenkende? Können sich da deinen Nazifreunde frei von jeder Schuld sprechen? Kleines Beispiel nur: euer Brüllzwerg vom Markt. Jeder, der ihn nur schief anguckte, war sofort sein Gegner, den er anzeigte usw.
          Also, üb weiter. Gib dich nicht auf. Oder sind bei deinen früheren Bärenjagden dir irgendwelche Knüppel auf den Kopf gefallen?

        • Fakt sagt:

          Natürlich ist die CDU rechts, wenn auch nicht rechtsextrem. Aus historischen Gründen möchte niemand aus dem demokratischen Spektrum in diesem Land rechts genannt werden. In Frankreich zum Beispiel wurden die Parteien von de Gaulle, Chirac und Sarkozy eindeutig der politischen Rechten zugeordnet.

    • JtD sagt:

      Zumindest Frau Godenrath kann keine bessere Wahlempfehlung bekommen, denn ihr „Programm“ ist für die Tonne, nicht für die Zukunft, nicht für die Stadt, nicht für die Menschen.

      Über mehr als „Der Feind meines Feindes …“ wird sie wohl kaum hinauskommen, egal wie bizarr die individuellen Feindbilder dafür sein müssen.

  2. Wähler sagt:

    Wer ist Hauke von Fridays for Future🤣

  3. hgp sagt:

    Danke an die Fridays. Ihr kämpft um eine gute Zukunft für Alle. Auch für die, die hier im Forum gegen euch pöbeln und giften. Das ist hochanständig und wichtig.

  4. Detlef sagt:

    Was macht die FfF und jeder einzelne von denen fürs Klima außer Demo und Forderungen stellen?
    Wissen die wahrscheinlich selber nicht

    • hgp sagt:

      Du könntest Dich informieren. Willst Du aber nicht. Lieber rumgiften. Peinlich und dumm.

      • Emmi sagt:

        @hgp, eigentlich Giftfest du dich hier Rum. Gegen alle, die nicht die gleiche Meinung haben wie du. Aber genau das ist Demokratie! Unbestritten ist Klimaschutz wichtig, aber ….er muss bezahlbar sein. Was nützt es, wenn alle Haushaltsmittel dafür drauf gehen und Schulen zusammenbrechen oder der ÖPNV ?

        • Daniel M. sagt:

          Klimaschutz muss bezahlbar sein…?! Was für eine hohle Phrase! Der Klimawandel kommt so oder so. Wer jetzt mehr Geld ausgibt, passt sich deutlich besser an. Ganz einfache Finanzmathematik, die problemlos im Internet zu recherchieren ist. Dafür müssen auch keine künstlich geschaffenen Finanzressorts gegeneinander ausgespielt werden. Je mehr investiert wird, um so weniger muss später ausgegeben werden. Ganz einfach. Geld ist genug da.

    • Aktivist sagt:

      Hallo Detlef,
      Wir veranstalten zum Beispiel das Solarcamp For Future, wo wir junge Menschen ausbilden, Solaranlagen zu montieren, um die Fachkräfte für die Energiewende zu mobilisieren.
      Kussi :*

  5. Einwohner sagt:

    Der ÖPNV wird durch diese Lurche wieder lahmgelegt, genau der ÖPNV, der gefördert werden soll. Dämlicher kann man nicht sein…

    • hgp sagt:

      Deinem idiotischen Kommentar folgend sollte man das Streikrecht gleich ganz verbieten, oder was? Merkst Du eigentlich wie dämlich das ist, Du hirnloser Lurch.

      • Emmi sagt:

        Dein Kommentar ist nicht besser, Streikrecht ist gesetzlich verbrieft. Du kannst nicht verlangen, dass jeder hocherfreut ist, wenn der ÖPNV lahmgelegt wird. Gibt es Alternativen zur Route? Auch du kannst einen Schritt auf andere zugehen, verlangst es selbst ja von anderen.

  6. Nichts neu sagt:

    Die CDU scheisst eben auf die Umwelt.

  7. Da weiß man bescheid sagt:

    Hauke S. : GermanZero e.V. Sitz Berlin

  8. Pinke Pinke sagt:

    Was bitteschön sollen die Bewerber denn versprechen? Halle hat kein Geld. Weder für Umweltschutz noch für andere Zwecke. Hauke soll einfach Geld spenden und schwupps…reicht es wenigstens für eine Fotovoltaik Anlage auf einer Turnhalle

  9. Auweia sagt:

    Ich war ganz ganz böse. Ich habe heute nicht so gewahlt, wie FFF das gern hätte. Auweia. Und nun?