Stadtmarketing setzt auf KI und trennt sich von zwei Mitarbeitern

Die Stadtmarketinggesellschaft in Halle (Saale) muss sparen. Das wurde am Mittwoch wurde im Rahmen der Abstimmung zum Wirtschaftsplan im Wirtschaftsausschuss für das kommende Jahr bekannt. “Wird werden zwei Stellen abbauen”, kündigte SMG-Chef Mark Lange an. “Das ist schon eine Hausnummer”, sagte er angesichts der ohnehin geringen Mitarbeiterzahl von bisher 27. Die Zahl soll noch weiter sinken. Im Wirtschaftsplan ist von 23 Mitarbeitern im Jahr 2029 die Rede.

“Die Aufgaben werden aber nicht weniger”, so Lange. Deshalb soll ein Teil der Aufgaben von einer KI erledigt werden, ein anderer Teil wird verbleibenden Mitarbeitern zugeordnet. 

Die SMG rechnet im kommenden Jahr mit 1,839 Millionen Euro Zuschüssen aus der Stadtkasse. Das ist minimal mehr als dieses Jahr. Allerdings fallen im gegenzug auch projektbezogene Zuschüsse Dritter weg, effektiv steht also weniger Geld bereit.

Artikel Teilen:

Für dich vielleicht ebenfalls interessant …

17 Antworten

  1. 10010110 sagt:

    Und welche „KI“ soll das machen? Gibt’s da schon einen Plan? Oder erstmal nur von „KI“ schwurbeln und ein bisschen ausprobieren, was der Windows-Chatbot so raushaut?

    • ach nulli sagt:

      Vielleicht eine eigens programmierte. Ist aber auch völlig bumms, oder? Als ob du dann nicht frustriert wärst, wenn du den Namen kennst.

    • GrafZahl sagt:

      Da sieht man mal, dass du absolut keine Ahnung hast. Der Windows Chatbot mag bei dir ja völlig billig sein. Aber in einer gewerblichen/professionellen Umgebung kann man da deutlich mehr heraus holen und ihn auch individuell mit Inhalten füttern. Aber das kann eine Null wie du halt nicht wissen. Schaut man in andere Städte, die da schon etwas weiter sind, kommen individuelle Lösungen in Betracht, von denen du noch weniger Ahnung hast.

  2. Steuerzahler sagt:

    Die Stadt hält 55 % am Stadtmarketing, die restlichen 45 % sind in anderen „Händen“. Aus deren Kasse kommt komischerweise nichts dazu, daher bin ich dafür, dass die Stadt Halle die Anteile am Stadtmarketing verkauft und sich somit die 1,89 Millionen Euro Zuschuss einspart. Herr Lange ist Fuchs genug andere Geldquellen aufzutun, wenn jemand so gut Bernburger Salz in Halle verkaufen kann, dann schafft er auch anderes.

    • Du hast keine Ahnung. sagt:

      Das Salz kommt nämlich von den schwer schuftenden Halloren der Saline Halle. Das fahren die sogar noch mit Schubkarren zum Marktschlößchen! Dieses Salz ist Originaler Hallorenschweiß, gekocht und in gebrauchtem Unterhosen-Leinwandsack verpackt!

      So, und nicht anders!
      Ein Hoch auf die Fördermittel! (Also: Pumpe, Karre, Strassenbahn!))

  3. Göthe sagt:

    Hier ist was los 🤢. Die Leitung sollte durch eine KI ersetzt werden. Überall fehlt Fachpersonal und die SMG baut Stellen ab… Die KI kostet ja auch nichts…

  4. Heike Elste-Kuc sagt:

    Sehr schade. Das Stadtmarketing bewirkt viel. Und Menschen möchten mit Menschen kommunizieren.

    • KD sagt:

      Das Problem mit der künstlichen Intelligenz ist einfach, dass sie strohdoof ist.

      Beispiel Amazon:

      Werkzeug bestellt, war aber in China falsch verpackt worden. Statt einer linken und einer rechten Halterung waren 2 rechte Halterungen drin, die linke fehlte.

      Die künstliche Doofheit – KD – kapiert das einfach nicht:

      War das Paket beschädigt, ist es noch nicht angekommen, funktioniert das Gerät nicht? So ähnlich wird man befragt und landet dann in einer Dauerschleife, aus der es kein Entrinnen gibt. Die künstliche Intelligenz ist auch zu doof, zu wissen, dass es DHL-Packstationen und DHL-Paketshops gibt.

      Man kommuniziert also mit einem strunzdummen Computer und kommt keinen Schritt weiter. Das einzige, was dann hilft, ist der direkte Kontakt zum Verkäufer.

      Das wird im Tourismus genau so sein. Spezielle Fragen zu Buchungen wird die KI nicht beantworten können, weil der Programmierer die 100 Sonderfälle einfach nicht bedacht hat.

      Ist aber egal, Hauptsache, das Programm wird bezahlt und installiert. Das ist das Wichtigste.

  5. Image Pflege sagt:

    … dann kann’s ja nur noch Berg auf gehen…

  6. Leona sagt:

    Ich fand die Mitarbeiter immer sehr nett. Warum sollte gerade dort KI eingesetzt werden. Das ist für mich überhaupt nicht nachvollziehbar. Es gibt Besserverdiener, die wesentlich mehr Scheiße bauen. Da wöre keiner traurig, wenn die von KI ersetzt werden würden.!!!

  7. Alt-Hallenser sagt:

    Dann kann man ja bald alle Mitarbeiter in der SMG und im Rathaus durch KI ersetzen, super Idee 👍🙈

  8. Diana sagt:

    Es geht nur um Einsparungen. Die KI Nutzung als fadenscheinige Ausrede, um den verbliebenen Mitarbeitern die Arbeit aufzudrücken. Wie überall.

  9. Rarum sagt:

    Die KI wird benötigt, weil sich potentielle Touristen nur im Internet informieren können. Persönlich in die Stadt zu kommen ist durch hunderte Baustellen und nicht funktionierender deutschen Bahn ja fast unmöglich.
    Halle die ewige Baustelle.

  10. Siri sagt:

    Sich so ein leuchtendes Herz ausdenken und all die anderen Marketingphrasen, die Herr Lange so von sich gibt, kann tatsächlich eine KI effizienter wiederholen.

  11. Rob sagt:

    Ich weiß nicht ob die Stadt nicht lieber die 2 Mitarbeiter behalten sollte aus Kostengründen, also mit ALG1 bzw dann ALG2 leben sie deutlich besser und kosten dem deutschen Steuerzahler mehr am ende und das ganze für das nichts tun ! 😉 Aber vlt denkt die ki ja logisch und 2 Schritte weiter als so manch ein Chef ,Politiker usw!

  12. Na dann, Postmahlzeit sagt:

    Na dann bin ich auf die ersten Prompt Injections, vergiftete Trainingsdaten und Halluzinationen gespannt, die mit voller Überzeugung dargelegt werden. Anfangs werden die verbleibenden Mitarbeitenden noch auffangen. Je länger das läuft, desto weniger werden sie die Ausgaben in Frage stellen.
    Am Ende zählt nämlich nur der ROI, ob alternative Fakten dargeboten werden, wird dann zweitrangig.