Knappe Niederlage in Berlin – Rhinos gehen mit gutem Gefühl in die Weihnachtspause
Mit einer 64:69-Niederlage bei Tiergarten ISC 99 verabschieden sich die USV Halle Rhinos in die Weihnachtspause. Trotz einer stark verkürzten Rotation und eines intensiven, physischen Spiels präsentierten sich die Hallenser beim formstarken Berliner Team über weite Strecken auf Augenhöhe und nahmen viele positive Aspekte mit in die Pause.
Starker Start, ausgeglichene erste Hälfte
Die Partie auf der Rathenower Straße begann intensiv. Die Rhinos erwischten den besseren Start und setzten früh ein Zeichen: Ein 7:2-Lauf brachte die Gäste zunächst in Führung. Tiergarten reagierte jedoch prompt, erhöhte die Intensität und glich das Spiel schnell wieder aus. Nach einem körperbetonten ersten Viertel stand es folgerichtig 17:17.
Auch im zweiten Abschnitt hielten die Rhinos gut dagegen. Sie fanden immer wieder den freien Mann, bewegten den Ball geduldig und übernahmen kurzzeitig erneut die Führung. Tiergarten spielte in dieser Phase jedoch sehr abgeklärt, nutzte kleine Unsauberkeiten konsequent und setzte sich leicht ab. Ein wichtiger Dreier von Rajath Karanam Ramamurthy brachte Halle noch einmal heran, sodass es mit 34:30 für die Gastgeber in die Halbzeit ging.
Tiergarten nutzt kurze Schwächephasen
Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich zunächst ein echter Dreier-Schlagabtausch. Die Rhinos verkürzten früh auf -1 und blieben in Schlagdistanz. Doch die Gastgeber fanden nun besser in ihren Rhythmus, trafen mehrfach aus der Distanz und nutzten kurze Unkonzentriertheiten der Rhinos. Bis zum Ende des dritten Viertels baute Tiergarten den Vorsprung auf 56:48 aus.
Im Schlussviertel erhöhte Tiergarten zunächst weiter den Druck und zog auf 66:53 davon. Doch die Rhinos wollten sich nicht ohne Kampf in die Weihnachtspause verabschieden. Trainer Hannes Reichert stellte defensiv noch einmal um, stoppte die Berliner Läufe und setzte auf maximale Energie.
In den letzten zwei Minuten starteten die Rhinos eine beeindruckende Aufholjagd: 11 Punkte, darunter drei Dreier, brachten Halle noch einmal gefährlich nahe heran. Die Zeit reichte jedoch nicht mehr aus, um das Spiel komplett zu drehen. Am Ende stand eine 69:64-Niederlage, die den Spielverlauf nur bedingt widerspiegelt.
Trotz der angespannten personellen Situation zeigte sich die Leistung der Rhinos beachtlich. Trainer Hannes Reichert standen in Berlin nur acht Spieler zur Verfügung. Kleine Fehlerphasen und Abstimmungsprobleme in der Switch-Defense – auch bedingt durch die kurze Rotation – gaben am Ende den Ausschlag.
Coach Hannes Reichert zog dennoch ein positives Fazit: „Wenn wir die Intensität und Physis aus diesem Spiel mitnehmen, sind alle Mannschaften für uns in Reichweite – der Klassenerhalt ist dann kein Thema.“
Topscorer der Rhinos
Offensiv verteilte sich die Verantwortung auf mehrere Schultern. Malcolm Neufert führte die Rhinos mit 15 Pkt. (2 Dreier) an, gefolgt von Constantin Finger mit 13 Pkt. (3 Dreier) und Rajath Karanam Ramamurthy 11 Pkt. (3 Dreier). Felix Zapf 10 Pkt. (1 Dreier), Mark Chetverhov 8 Pkt. (1 Dreier), Alexander Herrmann 5 Pkt. (1 Dreier); Marcus Zawatzki 2 Pkt.; Jannik Godau
Insgesamt traf Halle 11 Dreipunktwürfe und hielt das Spiel bis in die Schlussphase offen.
Ausblick: Pokalfinale, Pause und Heim-Doppelspieltag
Mit der knappen Niederlage gehen die USV Halle Rhinos nun in die Weihnachtspause.
Das nächste Pflichtspiel steht bereits fest: 6. Januar 2026: BVSA-Pokalfinale in Stendal gegen die Aschersleben Tigers – die Rhinos müssen den Titel verteidigen.
Der Ligaalltag startet wieder am: 10. Januar 2026, 18:00 Uhr, Heimspiel gegen Zehlendorf – erneut als Doppelspieltag in der Robert-Koch-Straße. Zuvor treffen um 15 Uhr die RegioRhinos Damen auf Bernau.
Foto: j.w. phography









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