DEKRA Halle rät zu Thermografie-Check

Im Winter ist der richtige Zeitpunkt für ein Thermografie-Check am Gebäude. Schon kleine Wärmebrücken können verhältnismäßig hohe Energiemehrkosten verursachen oder das Raumklima beeinträchtigen, warnen die Immobilienexperten von DEKRA. Auch mit kurzfristigen und kostengünstigen Maßnahmen können viele Gebäudenutzer die energetische Qualität der Immobilie verbessern, um auch schon in diesem Winter Energie und Geld zu sparen.

Wärmebrücken und Undichtigkeiten in der Gebäudehülle bleiben häufig unentdeckt und sind meist der Grund für überhöhte Energiekosten und schlimmer, für Feuchteschäden. Diese begünstigen eine Durchfeuchtung von Bauteilen, was schlimmstenfalls zu Schimmelpilzbildung führt. Mit Hilfe der Infrarot-Thermografie können diese Schwachstellen in der Gebäudehülle, unabhängig ob Wohn-, Büro- oder Fabrikgebäude, sichtbar gemacht werden.

Die Thermografie ist nur während der Frostperiode möglich, wenn die Unterschiede zwischen Außen- und Innentemperatur groß genug sind, um in der farblichen Gebäudedarstellung aussagekräftige Rückschlüsse ziehen zu können. Werden Problemstellen – also Wärmebrücken oder Leckagen – am Gebäude entdeckt, bedeutet das nicht, dass grundsätzlich eine teure Sanierung fällig ist, betont Steffen Hampel, DEKRA Niederlassungsleiter in Halle. Undichtigkeiten an Fenster- oder Außentürenflügeln können beispielsweise schnell durch einen Austausch der Abdichtungen behoben werden. Eine Thermografie umfasst:
– Analyse der kompletten Gebäudehülle oder gezielt ausgewählter Bereiche
– Vor-Ort-Begehung mit Erfassung des bauphysikalischen Zustandes und einer Auswertung durch einen DEKRA Energieberater
– Aufzeigen von auffälligen Stellen direkt am Objekt
– Schriftlicher Bericht mit Dokumentation und qualifizierter Bewertung der IR-Aufnahmen mit Empfehlungen zur Beseitigung von Schwachpunkten an der Immobilie

Die Thermografie-Ergebnisse und die folgenden Sanierungsmaßnahmen sind übrigens nicht nur für das Energiesparen wichtig. Ein gut gedämmtes Gebäude bietet grundsätzlich eine höhere Behaglichkeit in Innenräumen. Das gilt auch im Sommer: Denn gut gedämmte Gebäude halten auch während der Hitzeperioden hohe Außentemperaturen von Wohn- oder Arbeitsräumen fern und sorgen für ein angenehmes, kühles Klima.

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5 Antworten

  1. hgp sagt:

    Info zu ungefähren Kosten (von – bis) wäre nett.

  2. Euphemism sagt:

    Wärmebrücke ist eigentlich eine schöne Umschreibung für höhere Temperaturunterschiede. Die Ursache liegt dann aber häufig nicht an unterschiedlichem Beheizen von Räumen sondern dann eben doch an kalten Außenwänden. Es ist auch ein Irrtum, dass man bei mehreren Außenwänden in einem Zimmer die von Innen so beheizt bekommt, dass die Wärmebrücke verschwindet.

    • Competence sagt:

      „Wärmebrücke ist eigentlich eine schöne Umschreibung für höhere Temperaturunterschiede.“

      Nein, es ist eine ziemlich genaue Beschreibung für mangelhafte Isolierung.

      • Euphemism sagt:

        Sie haben Recht. Die Temperaturschiede treten eben an einer unzureichend isolierten Wand auf, an der die Wärme schneller nach außen gelangt.