Bewaffneter Drogenhandel: Mutter und Sohn vor dem Landgericht Halle
Vor dem Landgericht Halle beginnt heute ein Strafprozess gegen zwei Angeklagte, denen bewaffnetes Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in Tateinheit mit bewaffnetem Handeltreiben mit Cannabis zur Last gelegt wird. Angeklagt sind eine im September 1983 geborene Frau mit dem Initial S. sowie ihr Sohn N., geboren im April 2001.
Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft sollen Mutter und Sohn ihren Lebensunterhalt durch den arbeitsteiligen Verkauf illegaler Drogen bestritten haben. Im August 2024 sollen sie in ihrer Wohnung in Halle (Saale) sowie in einer Gartenlaube im Ortsteil Hohenweiden größere Mengen verschiedener Betäubungsmittel aufbewahrt und von dort aus verkauft haben. Konkret geht es um rund 194,9 Gramm Cannabis, 24,7 Gramm Kokain, 185 Ecstasytabletten, 313 Gramm kristallines MDMA, 81,6 Gramm Amphetamin sowie kleinere Mengen Methamphetamin und Haschisch.
Zur Absicherung der Drogengeschäfte sollen die Angeklagten nach den Ermittlungen der Strafverfolgungsbehörden zudem einen Baseballschläger und eine Machete griffbereit in der Wohnung gelagert haben. Diese Umstände begründen aus Sicht der Anklage den Vorwurf des bewaffneten Handeltreibens.
Im Vorfeld wies die Angeklagte S. die gegen sie erhobenen Vorwürfe zurück. Ihr Sohn N. machte von seinem Schweigerecht Gebrauch und äußerte sich bislang nicht zur Sache.
Dem Gericht zufolge steht im Falle einer Verurteilung für beide Angeklagten eine empfindliche Strafe im Raum: Das Gesetz sieht für die vorgeworfenen Taten eine Freiheitsstrafe von nicht unter fünf Jahren vor.








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