Halle will Jugendliche mehr einbeziehen und startet Jugenddialoge

Die Stadt Halle (Saale) baut ihre Kinder- und Jugendbeteiligung weiter aus und startet 2026 das Projekt „Jugenddialoge 2026: Junge Ideen für starke Kommunen“, informiert die Stadtverwaltung. Für die Umsetzung erhält die Stadt eine Anschubfinanzierung in Höhe von 21.000 Euro vom Land Sachsen-Anhalt. Ziel des Projekts ist es, jungen Hallenserinnen und Hallensern mehr Mitsprache bei zentralen Fragen der Stadtentwicklung zu ermöglichen.

Im Mittelpunkt stehen neue „Jugenddialoge“ in allen fünf Teilräumen des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK) – Innere Stadt, Hallescher Osten, Westen, Norden und Süden. Mit unterschiedlichen, zielgruppengerechten Beteiligungsformaten möchte die Stadt insbesondere Jugendliche erreichen, die bisher kaum an Beteiligungsprozessen teilgenommen haben. Die Ideen der Jugendlichen sollen insbesondere auch in die Planungen zum Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) einbezogen werden.

„Junge Menschen wissen sehr genau, was sie in ihrem Stadtteil brauchen. Mit den Jugenddialogen schaffen wir Räume, in denen ihre Stimmen gehört werden und konkrete Impulse für die Stadtentwicklung entstehen“, betont Katharina Brederlow, Beigeordnete für Bildung und Soziales der Stadt Halle (Saale). Die Dialogformate sollen dabei niedrigschwellig, lebensnah und an den jeweiligen Sozialräumen orientiert gestaltet werden. Neben der direkten Beteiligung junger Menschen setzt die Stadt Halle (Saale) bewusst darauf, sich innerhalb der Verwaltung zum Thema Jugendbeteiligung weiterzubilden und besser aufzustellen. Es sollen Wege entwickelt werden, Verwaltungsmitarbeitende, die einen inhaltlichen Bezug zum Thema Jugendbeteiligung in ihrem Arbeitsfeld haben, fit zu machen.

Die Förderung erfolgt im Rahmen eines landesweiten Ideenwettbewerbs des Landeszentrums Jugend + Kommune, bei dem die Stadt Halle (Saale) mit ihrem Konzept überzeugen konnte. Insgesamt wurden fünf Kommunen in Sachsen-Anhalt für eine Förderung ausgewählt. Das Projekt wird fachlich vom Landeszentrum begleitet und durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt finanziert.

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2 Antworten

  1. Selektion sagt:

    „Mit unterschiedlichen, zielgruppengerechten Beteiligungsformaten“, “ Die Dialogformate sollen dabei niedrigschwellig, lebensnah und an den jeweiligen Sozialräumen orientiert gestaltet werden“. Soll dass also bedeuten dass z.b. in Neustadt nur dumme Jugendliche leben und in anderen Stadtteilen die Jugendlichen cleverer sind? Warum nicht alle Formate gleich?! Die Jugendlichen bleiben ja nicht nur in ihrem Viertel sondern bewegen sich im ganzen Stadtgebiet. Ideen kann man überall gebrauchen.

    • 10010110 sagt:

      Nein, es soll nicht bedeuten dass z.b. in Neustadt nur dumme Jugendliche leben und in anderen Stadtteilen die Jugendlichen cleverer sind. Das sind Worte, die deinem Hirn entspringen und zeigen, welche negative Denkweise du an den Tag legst. 🙄

      Ein Sozialraum ist die räumliche Umgebung, in der Menschen sozial miteinander umgehen. Und Jugendliche haben trotz ihrer Mobilität (die nicht unbedingt so uneingeschränkt ist wie du behauptest) einen sozialen Bezugspunkt, und der ist das häusliche Wohnviertel. Und jedes Wohnviertel hat andere bauliche sowie soziale Voraussetzungen. In einem gibt es mehr Altbauten und wenig Platz, in anderen gibt es mehr Platz und mehr Neubauten. In einem Viertel wohnen mehr Ausländerkinder, in einem anderen weniger. Alle gehen auf unterschiedliche Weise miteinander um und alle haben andere soziale Bedürfnisse.

      Es gibt Jugendliche, die wohnen in Heide-Nord/Lettin und es gibt Jugendliche, die wohnen in der Silberhöhe. Und die werden kaum regelmäßig ins jeweils andere Viertel gehen. Deshalb ist es richtig, das direkte Wohnumfeld entsprechend der örtlichen Vorlieben zu gestalten.

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