Halles Designstudenten verkaufen in Köln: Burgshop präsentiert sich noch bis Ende Januar im Designladen MAGAZIN
Das Einzelhandelsunternehmen MAGAZIN eröffnete am 11. Dezember 2025 einen neuen Laden in bester Lage in der Kölner Innenstadt. Mit dem neuen Standort belebt MAGAZIN eine Adresse, die für viele Kölner Designinteressierte seit Jahrzehnten eine feste Größe ist. Das Unternehmen, das bereits Läden in Bonn, Stuttgart und München sowie den Onlineshop www.magazin.com betreibt, erweitert damit sein Netzwerk um einen weiteren zentralen Standort.
Zur Eröffnung präsentiert der Burgshop der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle noch bis Ende Januar 2026 bei MAGAZIN in Köln ausgewählte Arbeiten von Studierenden und Absolvent*innen aus den Fachbereichen Design und Kunst. Zu sehen sind Werke von: Valena Ammon, Elisa Bächle, Bruno Bleschke/David Bühler, Emma Brix, Alessa Dresel, Emil Frederking, Jungwoon Lee, Emil Löber/Gabriel Schroer, Alex Rex, Sophia Louise Roggenkamp, Lion Sanguinette und Paul Matteo Wesser. Die Ausstellung zeigt die gestalterische und künstlerische Vielfalt der BURG und bietet Einblicke in aktuelle Entwicklungen der jungen Design- und Kunstszene.
So bestehen die Designobjekte Stützstruktur von Valena Ammon aus einer Serie technischer, organischer Objekte, hergestellt im Keramik-3D-Druck. Sie erinnern an die lebendige Vielfalt von Kakteen im botanischen Garten: technisch durchdacht, funktional und zugleich poetisch.
Mit Castaways machen Bruno Bleschke und David Bühler den Gussprozess ihrer Objekte sichtbar. Statt die Angüsse abzutrennen, integrieren sie diese bewusst in die Gestaltung und verleihen ihnen eine neue Funktion. Die Teller und Schalen erzählen so von ihrer eigenen Entstehung und rücken das Handwerk ins Zentrum.
Orakel Ufo von Emma Brix hingegen lädt dazu ein, mit einem spielerischen Blick in die Zukunft zu schauen. Inspiriert vom japanischen Prinzip der Turmkreisel verbindet es traditionelle Bewegung mit modernem Spielspaß für Jung und Alt.
Die Meseta-Reihe von Elisa Bächle spielt mit Volumen, Gewicht und Höhen. Drei unterschiedlich große, innen hohle Schalen heben das Präsentierte an und öffnen mit ihrer weichen Wölbung zwei Ebenen, die sich zu einer sanften Hügellandschaft auf dem Tisch fügen.
Die Arbeit Design by KI and Me -Shapes from Noise von Alessa Dresel ist eine modulare Pfeffermühlen-Serie, digital mittels KI entworfen und analog aus feinem Porzellan in Handarbeit gefertigt. Neun austauschbare Ober- und Unterteile ermöglichen 81 individuelle Kombinationen. Hinter den spielerischen Farben und Formen stellt das Projekt leise Fragen nach Ressourcen, Verantwortung und der Rolle von Designer*innen.
Die Glas-Serie Bouge von Emil Frederking ist ein Dialog zwischen heißem, weichem Glas und hartem, kantigem Blech. Durch das Einschieben der Bleche im Formbau wird die Natur des Glases in ein neues Gleichgewicht überführt. Gefertigt von führenden Glasbläsern in Novi Bor in Tschechien, entsteht jedes Glas und jede Karaffe in präziser Handarbeit.
Die Keramikkaraffe BiLLi von Jungwoon Lee verbindet Genuss und spielerische Eleganz. Inspiriert von Rohrlinien, bereitet sie Freude beim Ein- und Ausgießen. Die runde Rückseite und die bunte Kugel wecken Neugier, während jedes Detail die Balance von Funktion und Form wahrt.
Renee von Emil Löber und Gabriel Schroer ist ein wandmontiertes Regalbrett mit klarer, funktionaler Formensprache. Eine weiche Schlüsselprägung durchbricht die starre Edelstahlfläche und verweist subtil auf die Nutzung als Schlüsselablage, lässt jedoch Raum für andere Anwendungen. Das Material sorgt für Langlebigkeit, Pflegeleichtigkeit und vollständige Recycelbarkeit.
Alex Rex präsentiert mit Rasant ein langlebiges Holzspielzeug aus nachwachsenden Rohstoffen, fair gefertigt im Erzgebirge und sorgfältig montiert in Leipzig. Es bietet einen spielerischen Zugang zu umweltbewussten Transportmitteln und fördert die motorische Entwicklung – nicht nur durch das Fahrrad, sondern auch spielerisch im Alltag.
Der Self-Doubt Fanscarf von Sophia Louise Roggenkamp reflektiert die Selbstzweifel fast aller Kunstschaffenden: „Bin ich wirklich Künstlerin?“ In Momenten großer Unsicherheit lädt der Self-Doubt Fanscarf dazu ein, sich einfach in seinen warmen Schal zu wickeln – egal, ob Künstlerin oder nicht.
Die Leuchte YUM YUM von Lion Sanguinette ist im experimentellen 3D-Druck entstanden. Der zylindrische Schirm umhüllt das Licht weich, während die klare Basis Stabilität bietet. Sie verbindet digitale Fertigung mit haptischer Qualität – reduziert in der Form, lebendig in Farbe und Oberfläche.
Das 2STEP-TABLETT von Paul Matteo Wesser ist ein schlichtes Servierobjekt aus 2 mm Edelstahl für zwei Kaffeetassen-Sets. In zwei Schritten gefertigt, zuerst Lasern, dann Kantenbiegen, bleibt die minimale Oberfläche mit kleinen Fertigungsspuren sichtbar. Das Tablett zeigt seine industrielle Herkunft und verbindet Zeitlosigkeit und Funktionalität.
Emil Löber & Gabriel Schroer: „Renee“. Foto: Moritz Geyer









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