Kurden-Demo vor dem Hauptbahnhof – nächste Demonstration am Mittwoch auf dem Marktplatz

Am späten Montagabend fand auf dem Platz vor dem Hauptbahnhof in Halle (Saale) eine Demonstration von Kurden bezüglich der Situation in Rojava statt. Es wurde kurdische Flaggen gehisst, außerdem Wimpel mit der Buchstabenkombination YPG – diese steht für die Volksverteidigungseinheiten.

Am Wochenende hatte sich die Lage in Rojava zugespitzt, syrische Militär hatte die Macht übernommen, die kurdische Selbstverwaltung ging verloren.

Am Mittwoch, 21. Januar 2026, findet ab 19 Uhr auf dem Marktplatz eine Kundgebung des Rojava-Bündnisses Halle statt. Im Aufruf heißt es: Die emanzipatorische und demokratische Selbstverwaltung in Rojava (Nordostsyrien/Westkurdistan) wird von islamistischen Milizen der „syrischen Übergangsregierung“, pro-türkischen Söldnern und der Türkei angegriffen. Zivilist*innen werden bombardiert, ermordet und entführt, die Gesellschaft als Ganzes soll mit ihren Errungenschaften – Gleichberechtigung, Ökologie und Selbstbestimmung – zerstört werden.
Währenddessen schweigt die Weltgemeinschaft und der selbsternannte Präsident der islamistischen HTS wurde von der Bundesregierung sogar nach Berlin eingeladen – er kam nur nicht, weil mit dem von ihm begonnenen Bürgerkrieg beschäftigt war.
Diese Ignoranz stellt eine abgrundtiefe Ungerechtigkeit dar. Gerade die kurdischen Kräfte in Rojava haben den IS bekämpft und besiegt. Sie haben Menschen gerettet, sie haben eine ganze Region vor dem Abgrund des Djihadismus gerettet. Und nun werden sie im Stich gelassen.
Wir nehmen das nicht hin. Wir gehen auf die Straße. Wie es solidarische Menschen auf der ganzen Welt tun. Gemeinsam setzen wir in Halle (Saale) ein Zeichen für internationale Verständigung, für Frieden in Syrien und für Solidarität mit Rojava und den SDF (Syrian Democratic Forces).

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