Kita „Vier Jahreszeiten“ macht Ende Februar dicht – städtischer Eigenbetrieb begründet das mit der „Personalsituation“

Die Kindertagesstätte „Vier Jahreszeiten“ vom Eigenbetrieb Kita wird zum 27. Februar geschlossen. Das teilte die Stadtverwaltung mit. 55 Kinder sind betroffen. „Aufgrund der aktuellen Personalsituation wurde die Entscheidung getroffen, den Kindern und Eltern kurzfristig eine alternative Kindertagesstätte anzubieten“, sagt Hans-Jürgen Scherer, Leiter Eigenbetrieb Kindertagesstätten. „Leider ist eine nachhaltige Stabilisierung der Personalsituation und die kurzfristige verlässliche Betreuungs- und Bildungsarbeit anderweitig nicht realisierbar. Aus pädagogischer Sicht und insbesondere unter Betrachtung der Perspektive der Kinder war die Entscheidung dringend erforderlich.“

Diese Aussage ist interessant, denn im vergangenen Jahr hatte sich der Eigenbetrieb von Mitarbeitern getrennt und dies mit einem Personalüberhang begründet. Zudem gab es im vergangenen Jahr an der Kita bereits Probleme wegen eines Wasserschadens.

Die aktuelle Situation sei mit den gewählten Elternvertretern in der vergangenen Woche und der aktuellen Woche diskutiert worden, ebenso habe am vergangenen Mittwoch eine Elternversammlung in der Einrichtung stattgefunden. „Die aktuelle Situation ist zugleich die Chance, den Kindern einen dauerhaft geregelten und verlässlichen Kitaalltag anzubieten. Gute frühkindliche Bildungsangebote sollen eine adäquate Vorbereitung auf die folgenden schulischen Angebote sein“, so Scherer.

„Vor dem Hintergrund der unterschiedlichen Wohnorte und der gewachsenen sozialen Strukturen stehen als Alternativen verschiedene Einrichtungen zur Verfügung, für welche sich die Eltern auch im Austausch miteinander und mit dem pädagogischen Personal entscheiden können“, erklärt Scherer weiter. „Die möglichen neuen Einrichtungen stehen für Gespräche und Besichtigungen zur Verfügung. Kein Kind soll und wird ab Anfang März nicht versorgt sein.“

Zum Erhalt der Sozialgefüge bestehe laut EB Kita die Möglichkeit, in größeren Gruppen von bis zu 25 Kindern in alternative Einrichtungen zu wechseln. „Das bekannte Personal aus dem Kernteam wird diese Gruppen begleiten. So ist die Veränderung für die Kinder sich in der Praxis abfedert“, so Scherer. „Die Kinder und Eltern finden in den neuen Einrichtungen verlässliche Strukturen und Öffnungszeiten mit bewährten und funktionierenden Bildungsangeboten vor.“

Ein Personalabbau im Eigenbetrieb Kindertagesstätten sei mit dieser Veränderung nicht vorgesehen. Die Kita Vier Jahreszeiten sei mit ihren Angeboten weiterhin in der Bedarfs- und Entwicklungsplanung der Stadt Halle (Saale) verankert. Die Angebote können jedoch zunächst nicht aufrecht erhalten werden, so Scherer.

Artikel Teilen:

14 Antworten

  1. 10010110 sagt:

    Also das verstehe ich nun auch nicht. Erst wird gejammert, dass zu wenig Kinder, bzw. zu viele Erzieher da sind, und jetzt wird ein Kindergarten geschlossen, weil es zu wenig Personal gibt? 🤨

    • JS sagt:

      Für diesen Standort fehlt womöglich Personal.
      Aber alle Kinder kommen, sogar in größeren Gruppen, anderweitig unter. Also gibt es dort Platz und wenn sogar die Erzieher mitgehen, stimmt dann dort der Schlüssel.
      Da kannst du die Augenbrauen wieder runtermachen.

    • PaulusHallenser sagt:

      10010110,

      Sie werden die kreative Kommunikation der Stadt Halle wohl nie verstehen. 🙂

  2. Sagt ja sonst keiner. sagt:

    Das Jahr beginnt doch wirklich „herrlich“ für die Kinder.

  3. Anita sagt:

    Wenn man den Text genau liest, dann sagt er ja nicht, dass es zu wenig Personal gibt. Das wird nämlich auch nicht mehr, wenn man die Kinder in andere Kitas verlegt. Es klingt eher so, als würde die Arbeit, das dortige Personal so krank machen, dass dadurch die wenigen Erzieher kaputt gehen.

  4. Trak sagt:

    Wer weiss wer die Villa braucht… Ehemaliges Personal wartet auf Wiedereingliederung… Ich denke eher es ist eine Finanzfrage

  5. 0 Jahreszeiten sagt:

    So ein wunderschöner, auch schön gelegener, Kindergarten. Sehr sehr schade darum. Könnte man nicht andere Kitas schließen, die keine Anbindung an die Natur haben?

  6. Opa gegen Links sagt:

    @,Personalmangel…….
    Nein, – die Sanierungskosten des stark beschädigten Fachwerks ist zu teuer!

  7. Katrin sagt:

    Ein logischer Schritt, dort kam und ging ständig neues Personal und die Leitung war auch plötzlich weg. So schlimm es für uns Eltern ist, auf lange Sicht die richtige Entscheidung

  8. BESORGTER Hallenser sagt:

    Das gleiche Dilemma wie bei der Jägerplatzschule wer dreht da wiedermal am Rad?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert