Trotz Nutzungsuntersagung: im Südstadt-Center wird erstmal weitergemacht – Wasserschaden sorgt für zusätzliche Probleme
Gegen 12 Uhr am Mittwochmittag verbreitet sich die Nachricht wie ein Lauffeuer unter den Beschäftigten im Südstadt-Center: die Stadt Halle (Saale) hat für das Einkaufszentrum im Südstadtring eine Nutzungsuntersagung erlassen, führt erhebliche Brandschutzmängel mit akuten Sicherheitsbedenken an. In kleinen Grüppchen standen die Mitarbeiter aus den verschiedenen Geschäften und Gängen zusammen, tauschten sich über die Situation aus. Doch mehr ist erstmal nicht passiert. Die Geschäfte blieben weiterhin geöffnet, Kunden schlenderten mit ihren durch die Gänge, die Haare wurden geschnitten, Lottoscheine verkauft.
Denn man hatte zwar von der Verlautbarung der Stadt gehört. Doch etwas Offizielles hatte man zunächst nicht in den Händen. Denn für die Durchsetzung der Nutzungsuntersagung ist der Eigentümer verantwortlich, so ein Sprecher der Stadtverwaltung auf Nachfrage. Der wiederum geht rechtlich gegen die Anordnung der Stadtverwaltung vor.
Genau das ist auch die Hoffnung vieler Geschäfte. Denn immer wieder fragten die Kunden nach der aktuellen Situation. Man bleibe erstmal geöffnet, gegen die Stadt werde geklagt, hieß es immer wieder zur Antwort.
Unterdessen hat auch ein geplatztes Rohr für erhebliche Probleme gesorgt. Der Laden vor Friseur Klier blieb geschlossen, der Laden war überschwemmt. Wasser tropfte auch in den darunterliegenden Fahrradladen, die bis zum Mittag geschlossen blieb. Auch an der Außenfassade waren die Wasserschäden deutlich sichtbar, es bildeten sich Eiszapfen, Fenster waren gefroren. Auch im Fluchttreppenhaus bildeten sich Pfützen, der Weg vor der Fluchttür war spiegelglatt.
Am Nachmittag tauchten zudem Protestschilder auf. “Immobilienhaie stoppen” und “Südstadt-Center erhalten”, war zu lesen.























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