Sachsen-Anhalt bei der BERLINALE 2026: teilweise fand die Postproduktion im MMZ statt
Fünf Filme, die mit Unterstützung der Mitteldeutschen Medienförderung (MDM) entstanden sind, feiern im Rahmen der 76. Internationalen Filmfestspiele Berlin (12. bis 22. Februar 2026) ihre Weltpremiere. Drei Filme davon laufen im Wettbewerb der Berlinale: „Etwas ganz Besonderes“ von Eva Trobisch, „Meine Frau weint“ von Angela Schanelec und „Rose“ von Markus Schleinzer. In der Reihe Generation Kplus ist die belgisch-deutsch-niederländische Produktion „Tegenwoordig heet iedereen Sorry“ („Everybody’s Sorry Nowadays“) von Frederike Migom und im Berlinale Forum ist der Dokumentarfilm „Szenario“ von Marie Wilke zu sehen.
Der für Medien zuständige Staatsminister und Minister für Kultur, Rainer Robra, erklärt: „Auch in diesem Jahr ist die MDM mit vielversprechenden Berlinale-Beiträgen vertreten. Als Medien- und Kulturminister freue ich mich besonders, dass bei allen fünf Produktionen das Filmland Sachsen-Anhalt beteiligt war und somit beim wichtigsten deutschen Filmfestival überzeugen kann.“
In ihrem dritten Langfilm „Etwas ganz Besonderes“ erzählt Eva Trobisch ein Coming-of-Age-Drama. Dafür wurden Teile der Postproduktion im Mitteldeutschen Multimediazentrum (MMZ) in Halle (Saale) umgesetzt. Der Film „Meine Frau weint“ ist eine Produktion der Magdeburger Blue Monticola Film, die bereits im vergangenen Jahr einen Berlinale-Film beisteuerte, in Koproduktion mit SBS Productions, der Leipziger Maier Bros. und Unitbase. Auch die Investitionsbank Sachsen-Anhalt unterstützte das Filmprojekt. Die Dreharbeiten zum Drama „Rose“ – Sandra Hüller spielt die Titelfigur – fanden 2024 für 21 Tage im Glasebachtal im Landkreis Harz statt. Auch einige Dienstleister aus Halle wurden bei der Umsetzung des Projektes eingebunden.
Bei dem Berlinale-Film „Tegenwoordig heet iedereen Sorry“ („Everyone’s Sorry Nowadays“) war die Erfurter CALA-Film Koproduzent und Metrix Media aus Halle (Saale) begleitete die Tonpostproduktion. Für „Szenario“ von Marie Wilke wurde auf dem Truppenübungsplatz Altmark bei Gardelegen gedreht und Teile der Postproduktion im Mitteldeutschen Multimediazentrum (MMZ) in Halle (Saale) durchgeführt.
Das diesjährige Berlinale-Presse-Café „Filmfestivals – Chancen für den Film“ findet am Mittwoch, den 18. Februar 2026, 11.00 Uhr, im Change Hub in Berlin statt, um am Rande der Internationalen Filmfestspiele Berlin auf das Potential des Film- und Medienstandortes Sachsen-Anhalt aufmerksam zu machen. Am Berlinale-Presse-Café, zu dem Staatskanzlei und Ministerium für Kultur sowie MDM eingeladen haben, wirken u. a. MEDIAstart Alumni Kirill Krasovski von der Blue Monticola Film GmbH aus Magdeburg, Kostümbildnerin Sabrina Krämer aus Halle (Saale), der Festivalleiter der Filmkunsttage Sachsen-Anhalt, Frank Salender und die Filmkunstpreisträgerin „Spezial“ Marie-Luise Wolf mit.
„Beim Berlinale-Presse-Café in Zusammenarbeit mit der MDM berichten Talente aus Sachsen-Anhalt bzw. Mitteldeutschland über ihre Erfahrungen in der Medienbranche. Durch dieses Netzwerken entstehen neue Projektideen und Kontakte für den mitteldeutschen Raum“, so Robra.
Zudem ist Sangerhausen mit dem auf dem Locarno Film Festival 2025 gestarteten Film „PHANTOMS OF JULY“ („Sehnsucht in Sangerhausen“) auf der Shortlist für den European Film Commissions Network (EUFCN) Location Award 2025. Neben dem Hauptpreis gibt es auch einen EUFCN Audience Location Award, für den online abgestimmt werden konnte. Der Preis wird im Rahmen der Berlinale 2026 vergeben.









Diesen Steuergeld-finanzierten Produktionen gehören die Mittel entzogen.