Kinderschutzbund Sachsen-Anhalt warnt vor Schließungen in Halle: Kinder nicht im Stich lassen

Der Kinderschutzbund Sachsen-Anhalt blick mit Sorge nach Halle (Saale) und die aktuelle Verhandlungen rund um den Haushalt der Stadt. Die im Raum stehenden Schließungen von Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen innerhalb der Stadt Halle (Saale) sind nicht nur ein dramatisches Zeichen für die Kinder und Jugendlichen sowie deren Familien bis hin zu den Mitarbeitenden der verschiedenen Träger, sondern auch ein Zeichen des Versagens der Verantwortlichen. Unter anderem hat auch der “Blaue Elefant” in der Silberhöhe angekündigt, aber März seine Arbeit einzustellen.

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Auch in schwierigen Haushaltslagen und größter finanzieller Herausforderung gelte es gerade die Standorte mit gravierenden sozialen Problemlagen verlässlich und stabil zu halten. Kinder und Jugendliche aus diesen Quartieren spüren am schnellsten die Einsparungen. Der Verlust von bisherigen Anlaufstellen, wie der Blaue Elefant, die Grüne Villa und viele andere bedeutet nicht nur ein Ort des Förderns und der Gemeinschaft zu verlieren, sondern auch erneute Beziehungsabbrüche für alle Beteiligte.

Wenn Träger bereits seit Wochen und Monaten in Ungewissheit sind und bereits in Vorleistungen gehen, um die Angebote aufrecht zu erhalten, dann ist dies wirtschaftlich nicht lange haltbar, da Rücklagen z.B. aufgrund von Gemeinnützigkeit nicht in diesem Maße gebildet werden können und auch einfach nicht vorhanden sind.

Als Kinderschutzbund Sachsen-Anhalt sehe man die Stadtpolitik in der Pflicht hier Lösungen zeitnah zu finden. Die Landespolitik sollte diese Entwicklung zum Anlass nehmen, sich grundsätzlich über die kommunale Finanzierung der Kinder- und Jugendhilfeangebote Gedanken zu machen. Die Kommunen sind aufgrund der Haushaltslage immer weniger handlungsfähig und von der Kommunalverwaltungsaufsicht kontrolliert. Ist die offene Kinder- und Jugendarbeit eine freiwillige Leistung oder sollte jede Stadt und auch jedes Bundesland diese als Pflichtaufgabe sehen? Aus Sicht des Kindershcutzbundes, begründet in der gesellschaftlichen Entwicklung, sollte ein jeder verstanden haben, dass es diese zusätzlichen Angebote braucht, um Zugänge und Anlaufstellen zu schaffen. Wir können es uns nicht leisten die Jüngsten zu verlieren, auch wenn die Voraussetzungen sehr unterschiedlich sind. 

Hier greifen genau diese so wichtigen Angebote der offenen Kinder- und Jugendarbeit. Bei der Priorisierung seitens der Stadt Halle (Saale) sollten die Kinder oberste Priorität haben. “Somit gehen wir davon aus, dass die Angebote aufrechterhalten werden und die  Finanzierung sicher gestellt ist. Zum Wohle unserer Kinder und zum Schutz unserer Kinder sowie als Chance für unsere Kinder”, heißt es vom Kinderschutzbund abschließend.

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20 Kommentare

  1. Alzer sagt:

    Dieses NGO Gelabere ist ja unerträglich. Der Geldhahn ist zu, schluss aus! Wir brauchen eine sofortige und radikale Senkung der Steuern und Abgaben, alles andere ist nebensächlich oder dient nur der linksgrünen Selbstbereicherung.

  2. Hans-Karl sagt:

    Denkt immer daran: „We are fighting a war against russia!“
    Das sagt doch eigentlich alles.

  3. Dino sagt:

    Die Schwächsten der Gesellschaft… Kinder haben die Pflicht Kind zu sein…ja und Rechte haben sie auch u.a. auf Bildung, medizinische Versorgung, Spiel und Sport. Alles was in Kinder- und Jugendeinrichtungen geboten wird.

  4. Tom sagt:

    Hier geht es auch nicht nur um die Kinder ! was machen all die Leute die von Mitgliedern der Freiwilligen Agenturen betreut werden, ihr seid alle nicht mehr ganz dicht in der Birne, wenn ihr denkt, ihr werdet wiedergewählt und könntet euch dieser Verantwortung entziehen ???? im Leben nicht !!!!! Auch bin absolut für Neuwahlen in diesem Nest !!!!!

    • Gegenfrage sagt:

      Wünsche und Träume sind schön. Aber was macht ein Staat bei schrumpfenden Einnahmen und steigenden Ausgaben, mit stark ansteigender Verschuldung, Überalterung und wenige Nachkommen?

      Geld drucken?

      • Detlef Wend sagt:

        Den Wohlstand dieser Gesellschaft vernünftig und fair organisieren. Also mal über Erbschafts- und Vermögenssteuer nicht nur nachdenken sondern aus beschließen. Etc etc. da gibt es viel Möglichkeiten, ohne gleich in die sozialistische Gleichmacherei von annodunnemal zu verfallen!

  5. Jules sagt:

    „Warnen“ ist ein bisschen zu lasch. Was wird denn aktiv getan?

  6. Guggi sagt:

    Dumm geguggt….

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