6,1 Prozent aller neu eingeschulten Kinder in Sachsen-Anhalt leiden unter Adipositas
Der Welt-Adipositas-Tag am 4. März lenkt die Aufmerksamkeit auf die gesundheitlichen Risiken von starkem Übergewicht (Adipositas) und unterstreicht die Bedeutung nachhaltiger Präventions- und Aufklärungsmaßnahmen.
Adipositas bei Kindern in Sachsen-Anhalt
In Sachsen-Anhalt liefert die gesetzlich verpflichtende Schuleingangsuntersuchung eine valide Datengrundlage zur gesundheitlichen Situation der Kinder im Vorschulalter. Im Rahmen dieser flächendeckenden Untersuchung werden unter anderem Körpergröße und Körpergewicht erhoben. Auf dieser Basis wird der alters- und geschlechtsspezifische Body-Mass-Index (BMI) berechnet und anhand standardisierter Perzentilwerte klassifiziert.
Im Untersuchungsjahr 2024 (für die Einschulung im Schuljahr 2025/26) wurden rund 15.500 Kinder durch den Kinder- und Jugendärztlichen Dienst der Gesundheitsämter untersucht. Die Auswertung der erhobenen Daten erfolgte durch die Gesundheitsberichterstattung des Landesamtes für Verbraucherschutz (LAV).Die Ergebnisse zeigen, dass 6,1 % der untersuchten Kinder eine Adipositas aufwiesen (BMI oberhalb des 97. Perzentils).
Zeitliche Entwicklung und möglicher Einfluss der COVID-19-Pandemie
Ein Vergleich mit den Vorjahren verdeutlicht die Dynamik der Entwicklung: Im Jahr 2018 lag der Anteil adipöser Kinder bei rund 6,0 %. Während der ersten beiden Jahre der COVID-19-Pandemie (2020 und 2021) stieg er signifikant auf etwa 8 % an. In den Folgejahren 2022 bis 2024 war wieder ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen, der Anteil adipöser Kinder näherte sich wieder dem vorpandemischen Niveau an.
Der beobachtete vorübergehende Anstieg von Adipositas bei Kindern könnte auf veränderte Lebensbedingungen während der Pandemie zurückzuführen sein. Reduzierte Sport- und Freizeitangebote sowie vermehrte häusliche Aufenthaltszeiten könnten zu einer Abnahme körperlicher Aktivität und möglicherweise zu verändertem Essverhalten geführt haben. Neben einer unausgewogenen Ernährung stellt Bewegungsmangel einen zentralen Risikofaktor für die Entwicklung von Adipositas und damit auch für mit Adipositas assoziierte Folgeerkrankungen wie Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen dar.
Die aktuellen Daten unterstreichen die Bedeutung kontinuierlicher Präventionsmaßnahmen und einer gesundheitsförderlichen Gestaltung der Lebenswelten von Kindern – auch in Krisensituationen.










Neiiiiin! Man darf doch nicht sagen, dass jemand fett ist!! Das diskriminiert doch!
Die Kinder können doch nichts dafür, dass die Eltern sie fett gefüttert haben.
Wenn das Kind sich fett frisst, ist das doch Selbstbestimmung! Und wenn es sich nicht bewegen mag, muss es doch nicht, kann ja alles selbst entscheiden. Und die Eltern vernachlässigen ihr Kind ja damit auch gaaar nicht.
Die Zuckersteuer ist längst überfällig.
Hochwichtiger Kommentar vun einer Lebensmittel Forscherin!
Ja, weil’s stimmt
Also darf man auch nicht mehr Zuckertüte sagen, sondern nur noch Tüte?
Schultüte🤔
Dann die Einnahmen aus dieser aber bitte den Sport- und Freizeitangeboten der freien Träger widmen! Damit es nicht wieder zu so prekären Situationen wie in diesem Jahr kommt. Die Kinder stammen inzwischen aus Haushalten, wo es die Eltern schon nicht mehr erlebt und gelernt haben, sich gesund zu ernähren, richtig zu kochen und sich regelmäßig zu bewegen.