Bildungswochen gegen Rassismus werden am Samstag im Hof des neuen theaters eröffnet

Am Samstag, den 14. März 2026 werden in Halle (Saale) die »Bildungswochen gegen Rassismus 2026« eröffnet. Los geht es mit einer Auftaktveranstaltung von 14:00 bis 17:00 Uhr im Innenhof des neuen theaters. Zum diesjährigen Motto »Spaltung überwinden – neu verbinden!« gibt es Redebeiträge, Live-Musik und zahlreiche Mitmach-Angebote für Kinder, Jugendliche und die ganze Familie: Silent Disco, eine Living Library und Kreativangebote wie Basteln und Sprayen oder Siebdruck.

Zu den Highlights der Auftaktveranstaltung gehört Mariam Koné, eine Sängerin, Komponistin und Interpretin aus Mali. Sie spielt Afropop, Blues und traditionelle malische Musik. Außerdem spielen Songs für Huckleberry ehrlichen, direkten und nahbaren Singer-/Songwriter-Pop. Die Band beschreibt ihre deutschsprachigen Stücke als »handgeschriebene Briefe an Freunde, in denen steht, was man schon lang einmal loswerden wollte«. Zudem spielt Diana Shcherbakova, eine Sängerin aus der Ukraine, begleitet mit Klavier, Klarinette und Saxophon, ein elegantes Programm aus weltbekannten Jazz-Klassikern und ukrainischer Folklore.

Bildungsminister Jan Riedel und Oberbürgermeister Alexander Vogt werden an der Veranstaltung teilnehmen und zum Themenschwerpunkt sprechen. Rund 20 gesellschaftspolitische Akteure aus dem Themenfeld Antidiskriminierung werden zu dem Aktionsnachmittag beitragen und ihre Arbeit der Öffentlichkeit und Politik vorstellen. Ausgerichtet wird die Veranstaltung von der AG Bildung von Halle gegen Rechts – Bündnis für Zivilcourage und dem Friedenskreis Halle e. V. in Kooperation dem neuen theater Halle, unterstützt von zahlreichen weiteren Kooperationspartnern aus der Stadtgesellschaft.

Vom 14. bis 29. März finden in ganz Halle knapp 60 Veranstaltungen unter dem Motto »Kein Bock auf Spaltung!« in unterschiedlichen Formaten statt: Ausstellungen, Filmvorführungen, Vorträge, Workshops, Lesungen, Theatervorstellungen, Gesprächsrunden und Stadtrundgänge. Zum Abschluss der Bildungswochen findet am 28. März ein Get-Together beim Mitmischen e.V. statt. Das vollständige Programm der Bildungswochen gegen Rassismus ist unter www.bildungswochen.de zu finden.

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53 Kommentare

  1. Gegen jeden Rassismus?! sagt:

    Ausgerichtet wird die Veranstaltung von der AG Bildung von Halle gegen Rechts – Bündnis für Zivilcourage und dem Friedenskreis Halle e. V.

  2. Rarum sagt:

    Was soll das mit dem ständigen belehren und erziehen wollen der Bevölkerung ?

    • Frage sagt:

      Nicht „die Bevölkerung“! Sind ja nicht alles Rassisten, oder? Fühlen Sie sich etwa abgesprochen?

    • Henk sagt:

      Halten die am „Neuen Theater“ für ihren Auftrag. Brauchen bloss jede Menge Steuergeld der Bürger dafür, da die Vorstellungen kein Mensch sehen will.

      • @Henk(er) sagt:

        „…da die Vorstellungen kein Mensch sehen will.“

        An Dummheit kaum zu überbieten, diese Behauptung. So falsch, so einfach durchschaubar, so einfach zu widerlegen.

        Aber eins lässt ist ziemlich sicher: „Henk“ war noch nie dort. Danke dafür.

  3. Denkt doch endlich mal nach! sagt:

    Der Begriff „Rassismus“ ist schlichtweg menschenverachtend.

    Wissenschaftlich gesehen gibt es keine verschiedenen Menschenrassen. Das Konzept der „Menschenrassen“ ist biologisch haltlos, da genetische Unterschiede zwischen Menschen viel zu gering sind und der Begriff auf widerlegten Rassentheorien basiert. Alle heute lebenden Menschen gehören zur einzigen Art Homo Sapiens.

    Wer das Wort „Rassismus“ verwendet, macht sich angreifbar.

    Es gibt lediglich verschiede Ethnien.

    Richtig wären daher Begriffe wie:

    – ethnische Diskriminierung
    – Diskriminierung aufgrund ethnischer Herkunft
    – ethnisierende Diskriminierung
    – gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
    – ethnischer Chauvinismus

    oder

    – ethnischer Hass
    – Fremdenfeindlichkeit (etwas enger gefasst)
    – ethnische Ausgrenzung

    • 10010110 sagt:

      Na ich würde mal dagegen argumentieren, dass der Begriff „Rassismus“ etwas bezeichnet, was die Befürworter desselben haben wollen – also dass Rassismus eine Absicht bezeichnet. Und Antirassisten sind eben gegen die Menschen, die Rassismus befürworten.

      • Denkt doch endlich mal nach! sagt:

        Gegen Ihre Auffassung lässt sich einwenden, dass der Begriff „Rassismus“ in der wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Debatte gerade nicht ausschließlich auf eine bewusste Absicht von Akteuren reduziert wird. Rassismus bezeichnet vielmehr auch soziale Praktiken, Diskurse oder institutionelle Strukturen, die zu rassistischen Ungleichbehandlungen führen können, selbst wenn einzelne Akteure keine explizit rassistische Intention verfolgen. Würde man den Begriff ausschließlich auf die bewusste Befürwortung von „Rassen“-Ideologien beschränken, ließen sich zahlreiche Formen von Diskriminierung analytisch nicht mehr erfassen. „Antirassismus“ richtet sich daher nicht nur gegen Personen, die offen rassistische Überzeugungen vertreten, sondern auch gegen gesellschaftliche Strukturen und Praktiken, die solche Ungleichheiten reproduzieren.

    • DPG sagt:

      Dafür müsste der Rassebegriff aber erst mal im Grundgesetz geändert werden.

    • Nachgedacht! sagt:

      Du bist fast auf dem richtigen Weg. Fast.
      Ja, es gibt keine menschliche Rassen, aber es gibt Rassismus. Ist eigentlich ganz einfach. Zum Beispiel (aber nicht ausschließlich) bei Menschen die behaupten, dass es menschliche Rassen gibt.

      • Denkt doch endlich mal nach! sagt:

        Ich habe nachgedahct: Bei näherer Betrachtung erweist sich die Verwendung des Begriffs „Rasse“ bereits auf der Ebene des Wortstamms als problematisch. Wird davon ausgegangen, dass innerhalb der menschlichen Spezies keine biologisch fundierten „Rassen“ existieren, fehlt dem Begriff eine reale naturwissenschaftliche Referenz. Seine Verwendung würde somit auf ein begriffliches Konstrukt rekurrieren, dessen ursprüngliche biologische Fundierung nicht gegeben ist. Die Fortführung des Terminus reproduziert daher eine kategoriale Ordnung, deren wissenschaftliche Grundlage weithin als überholt gilt.

        • denk noch mal nach sagt:

          Es gibt viele Ideologien, die keine naturwissenschaftliche Grundlage haben. Darf man sie deshalb nicht mehr benennen?

        • Nachgedacht sagt:

          Eine Menge idiotischer „Theorien“ wie Verschwörungstheorien, Aberglauben und auch Rassismus existieren, obwohl ihnen „eine reale naturwissenschaftliche Referenz“ fehlt. Genau das kennzeichnet ja eben Irrglauben, Verschwörungstheorien und eben, genau, Rassismus. Diese Dinge existieren und müssen genau deswegen auch benannt werden. Rassismus existiert, obwohl es keine menschliche Rassen gibt.

          Es ist so einfach. Außer für dich offensichtlich.

  4. Steuerzahler sagt:

    Anscheinend sind die Fördergelder bereits ausgeteilt worden und jetzt kommen die ganzen Firlefanz-NGOs´ aus deren Löchern.. Mal sehen, wann die wieder jammern, weil die Fördergeldtröge leer sind….

  5. wer sonst sagt:

    Diskurs fördern, Spaltung überwinden (die sie selbst bfördert haben)- haha, ich weiß jz schon was passiert wenn Leute wie ich dort erscheinen und die ‚falschen‘ Fragen stellen !

  6. Bürger für Halle sagt:

    Gute Aktion. Hingehen und etwas dazu lernen.

  7. Armin sagt:

    Bei der letzten Veranstaltung von Halle gegen Rechts wurde leider nur über Rassismus durch die “ Rechten“ und der AfD geredet. Dies fand ich sehr schade. Denn dass es auch Rassismus aus anderen Richtungen gibt wurde in keinster Weise angebracht. Gerade in der heutigen Zeit sollte man über jede Form des Rassismus reden und auch aufklären. Durch diese einseitige Veranstaltung stärkt man nur die Anhänger der Rechten und Afd, schützt aber durch eben diese einseitige Veranstaltungen diejenigen die nicht aufgezählt wurden und die sehen da in ihrem Rassismus nix falsches.

    • klaus klaus sagt:

      Bei welcher Veranstaltung warst du?

    • Bürger für Halle sagt:

      Armin,
      die größte Gefahr und Gewalt kommt nun mal von Rechts, da auch hier der Rassismus extrem ausgeprägt ist. Sicher, es gibt überall Formen von Rassismus. Bei der AFD oder anderen rechtsextremen Gruppierungen z.B. ist sie allerdings strukturelles Programm. Beim Thema und eventuellen Vergleichen ist die Relation wichtig.

  8. Bürger gegen links, rot, grün sagt:

    Wann gibt’s mal ne Woche gegen linke Gewalt und Antifa Aufmärsche?

  9. Wennemann sagt:

    Menschliche Rassen kann schon ein Kleinkind erkennen. Was ist an deren Existenz schlimm? Unterschiedliche Phänotypen des Menschen eben. So wie es sie auch bei Rindern, Hühnern, Hunden oder Kaninchen gibt. Rassist ist, wer Rassen abwertet. Rassismus setzt zwingend die Existenz von Rassen voraus. Das ist ganz einfache Logik, von der manch einer offenbar überfordert ist.

    • @Wennemann sagt:

      Du vergleichst dich mit einem Kleinkind? Okay, ist deine Entscheidung. Schlimm ist, dass du behauptest, dass es menschliche Rassen gibt. Die Wissenschaft, der ich mehr vertraue als einem Kleinkind, sagt etwas anderes.

      Ganz schwurbelig wird es aber, wenn du behauptest, dass Rassismus nur existieren würde, wenn man Rassen abwertet. Das ist genau das perfide: Rassist ist zunächst jeder, der behauptet, dass es Rassen gibt (zieh deine eigenen Schlüsse daraus) UND dann vorgeblich determinierte Unterschiede anführt, um abzuwerten.

      Rassismus setzt absolut nicht das Vorhandensein von Rassen voraus, aber das Behaupten unterschiedlicher (menschlicher) Rassen. Das ist ganz einfache Logik, von der manch einer offenbar überfordert ist.

      PS: Ein Phänotyp ist keine Rasse und stellt auch keine dar.

  10. Dino sagt:

    Werden dort auch unsere ausländischen Mitbürger angehalten sich unserer Kultur aufgeschlossen zu zeigen?

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