​Verlängerung der Europachaussee: Landtagskandidat Julius Neumann plädiert für partielle Tunnellösung in Ammendorf

Die Stadt Halle plant, die Europachaussee im Süden zu verlängern. Die Trasse soll die Merseburger Straße in Ammendorf entlasten. Sie ist eingebettet in ein Verkehrskonzept, das den Verkehr von der A38 über eine neue Südspange zur B91 und die verlängerte Europachaussee zur A14 leiten soll. Mit der Südspange durch den Saalekreis erhofft sich die Stadt Halle eine Entlastung der Hochstraße in der Innenstadt. Der Landtagskandidat für den Süden und Osten Halles, Julius Neumann, fordert die Verwaltung auf, für Anwohner zeitnah Klarheit zu schaffen.

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Die gegenwärtigen Pläne würden zu mehr statt weniger Verkehr im Stadtteil Ammendorf und entlang der gesamten Europachaussee im Osten führen. „Die kürzlich von der Verwaltung angekündigte Streichung der Ortsumfahrung Radewell und die geplante Südspange bedeuten zusätzlichen gesundheitsschädlichen Lärm und LKW-Verkehr. Das gilt insbesondere für Radewell und die Heimstättensiedlung in Ammendorf. Das ist das Gegenteil einer Entlastung und keine enkelfeste Aufwertung des Florian-Geyer-Platzes“, macht Neumann deutlich.

Stattdessen brauche es pragmatische Vorschläge, um den besten Straßenverlauf zu identifizieren. Im April hatte Julius Neumann daher verschiedene Varianten beschrieben: „Engpass bleibt die Querung der Bahnstrecke Halle-Merseburg. Ideal für Anwohner und Unternehmen in Ammendorf wäre eine partielle Tunnelvariante. Diese würde den Verkehr an kritischen Stellen unter die Erde verlegen und nicht in andere Wohngebiete verlagern. Auch die Ortsumfahrung Radewell muss kommen“, so Neumann.

Mögliche Investitionen in eine neue Bahnquerung ordnet der Wirtschaftsingenieur ein: „Selbstverständlich muss die Stadt Fördergelder vom Land (z.B. GRW-Mittel oder Städtebauförderung) nachhaltig und effizient einsetzen. Pauschal bestimmte Trassenvarianten auszuschließen, ist daher nicht faktenfundiert. Wir müssen Vorteile wie geringere Gesundheitskosten, mehr Aufenthaltsqualität am Florian-Geyer-Platz und eine gewerbliche Entwicklung detailliert gegenüber den Investitionen abwägen.“

Wichtig ist es außerdem, dass die Stadt die Verlängerung der Europachaussee und das Stadtbahn-Programm in der Merseburger Straße in Ammendorf eng miteinander verzahnt. „Auch die Menschen im Süden zahlen Steuern. Aber es fehlen in Ammendorf seit Jahrzehnten spürbare Investitionen in die Lebensqualität. Der heiße Sommer zeigt zudem, wie essenziell neue, Schatten spendende Bäume sind. Deshalb muss auf eine Verlängerung der Europachaussee unbedingt eine Aufwertung Ammendorfs und des Florian-Geyer-Platzes folgen.“

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33 Kommentare

  1. Danke sagt:

    Die Stadt hat kein Geld dafür. Was soll der Quatsch. Der Typ wird da auch nix erreichen. Ich sage nur Südstadt Center, Ribeckplatz

    • Es geht um detaillierte Abwägung und sinnvollen Fördermitteleinsatz. Einfach Varianten vorher auszuschließen, blendet zu viele Faktoren aus. (Was ich mit dem Riebeckplatz zu tun habe, weiß ich allerdings nicht.)

  2. Es geht zuallererst um eine fundierte Prüfung verschiedener Varianten – dazu gehört auch ein (Teil)Tunnel, wie es ihn z. B. in Magdeburg bei Verkehrsprojekten gibt. Solch ein detaillierter und transparenter Variantenvergleich erlaubt überhaupt erst eine abgewogene, seriöse Entscheidung.

    • Saaleteufel sagt:

      @ Julius Neumann, ich werde Ihnen meine Stimme nicht geben , aber ich finde Ihr persönlichen Enthusiasmus und Ihre Tatkraft große Klasse. Wer weiß, ob Sie eine Katastrophe im Südstadtcenter verhindert haben .
      Vielleicht ist die Variante mit dem Teiltunnel im Süden nicht komplett finanzierbar, jedoch kann man aus vielen Vorschlägen und Ideen etwas Gutes herausarbeiten.
      Ich wünsche Ihnen viel Glück bei der Wahl.

      • Elsterengel sagt:

        Warum eigentlich nicht? Selbst wenn du der SPD nicht die Butter auf dem Brot gönnst, kannst du ihn doch mit der Erststimme wählen. Diese bestimmt nicht die Machtverhältnisse im Landtag.

    • A.W. sagt:

      Bla, bla, bla – noch ein Schwätzer, der auf Steuerzahlerkosten im Landtag abhängen will.

    • Ja sagt:

      Warum überhaupt erst eine neue Streckenführung ins Spiel bringen? Einfach schon ab der Total Tankstelle den Tunnel bauen, Auto unten, Bahnen oben. Rest bleibt Anlieger und Fahrradstraßen. Infrastruktur ist schon da und die Havag will doch sowieso bis zum Florian Geyer Platz + Industriestraße bis Anhalter Platz neu bauen.

  3. drrstefan sagt:

    Merkwürdig das jeder noch so kleine Vorschlag dieses Herren hier erwähnt wird. Das kurz vor der Landtagswahl?

  4. Sind die Beschäuert. Was soll das bringen. Außer das es Steuergelder kostet.

  5. Neumann goes Kanzler sagt:

    Tunnel 😜 naja kostenmäßig die günstigste Variante

    • Es geht im ersten Schritt um eine fundierte Prüfung. Der Vorschlag der Verwaltung durch die bestehende und schon heute zu enge Bahnunterführung der Regensburger Straße jedenfalls hat auch viele Nachteile. Niemand will einen durchgängigen Tunnel. Es geht um Teilabschnitte und die Prüfung des Ganzen sowie weiterer Varianten.

      • Aufmerksamer Beobachter sagt:

        Ich finde Ihre Haarspalterei über partiellen Tunnel und kein durchgängiger Tunnel ja köstlich.
        Ihr Tunnel ist schon ziemlich lang.

  6. Betroffen sagt:

    Weniger Verkehr auf bewohnten sog. „Hauptachsen“ kann man ja nur begrüßen. Seltsam an den neuerlichen Bemühungen auch von einer Claudia Schmidt finde ich den alleingen Fokus auf Ammendorf. Als direkter Anwohner der nördlichen Merseburger Straße nahe der Lutherstr. stellt der Verkehr noch lange vor den sozialen Verwerfungen sowohl am Tag als auch in der Nacht den wesentlichen Grund verminderter Lebensqualität dar. In den Obergeschossen wirken die Haüserwände wie ein Verstärker, sodass es nie möglich ist, ein Fenster auch nur anzuklappen und sich im gleichen Raum aufzuhalten.

    Zum fast durchgehend übermässigen Verkehrsaufkommen gesellen sich die besonders asozialen, weil absichtlich lauten Gefährte auf 2 Rädern (nicht alle Krads sind gemeint!) und so mancher Lastwagen, dem bei einer Polizeikontrolle wegen ungenügend gesicherter, holpernder Ladung oder verkehrgefährdendem Verschleiß sofort die Weiterfahrt untersagt werden müsste.

    Nicht zuletzt sieht man am erbärmlichen „Bestand“ der Ladengeschäfte und Einkehrmöglichkeiten (die Räumlichkeiten wären ja da!), welche Aufenthaltsqualität die Merseburger über ihre gesamte direkt bebaute Länge hat.

    Wem eine Verbesserung wichtig ist, der muss zur Verlängerung der Europachaussee und zur Fertigstellung der A143 auch eine Einspurigkeit und Verkehrsberuhigung (Tempo 30) mit entsprechender Kontrolldichte befürworten. Dabei sollten auch individuell Lärm und Abgase mit in die Prüfung einbezogen werden.

    Wenn ich draußen im SK wohne und nur schnell zur Arbeit oder Einkaufen fahren möchte, kann mir das natürlich schnuppe sein. Allerdings scheinen die Stadtflüchter ja an einer Rücksichtnahme auf ihre Befindlichkeiten interessiert, daher mein Vorschlag: quid pro quo! Wir behalten unsere woke Lebenskultur in den Städten und behelligen euch damit nicht, dafür gebt ihr uns Raum zum Atmen und Aufenthalt, indem ihr drumherum fahrt. Deal?

    • Henk sagt:

      @Betroffener: Und am besten versorgen Sie sich in der Stadt komplett selbst, natürlich linksgrünwoke, nur zu!

      • niemand will dich sagt:

        Du kannst nicht mal in deinem Dorf-Forum schreiben, weil ihr keins habt. Selbst der nächste Mobilfunkmast steht auf Stadtgebiet. Ihr seid gar nichts ohne die „woke“ Stadt. 😆

        • naja sagt:

          Ich gehe in soweit mit, das @Henk hier ständig geistig unbewaffnet rumgeistert.
          Jedoch deine Aussage von nicht vorhandenen Mobilfunkmasten auf Dörfern, zeugt deinerseits von ziemlicher Dummheit.

          • ach doch du sagt:

            Nehmen wir an, du bist nicht „Henk“ selbst.

            Nehmen wir weiter an, auch du wohnst – wie so viele Nutzer hier – nicht in Halle.

            Du müsstest wissen, wo „Henk“ wohnt, um wahrheitsgemäß behaupten zu können, er wohne auf einem Dorf, auf dessen Gebiet ein Mobilfunkmast steht.

            Das ist höchst zweifelhaft.

            Das Dorf, auf dem „Henk“ wohnt, hat keinen Mobilfunkmast.

            Daraus lässt sich aber nur unter Missachtung jeglicher Logik schließen, dass es nur Dörfer ohne Mobilfunkmast geben soll.

            Auch du musst Halle nicht mögen oder hier wohnen wollen. Aber ohne Halle und diese Plattform hier hättet ihr beide nicht auf diese Weise kommunizieren können. Das ist euch beiden aber ein mehr oder weniger dringendes Bedürfnis. Darum ging es.

  7. Insider sagt:

    Für manche Landtagskandidaten spielt Geld offenbar keine Rolle. Sowas von unseriös. Er sollte mal in Magdeburg fragen, wie teuer der City-Tunnel dort war.

    • Primär geht es mir darum, Varianten ergebnisoffen und ohne Vorfestlegung zu prüfen. Mit Vor- und Nachteilen sowie möglichen Kosten und Vorteilen (die auch Geld wert sind, siehe z. B. Gesundheit aufgrund Lärmentlastung). Dann kann man entscheiden. Es ginge hier auch nicht um einen 300 m langen Tunnel. Es geht wenn überhaupt um kritische Abschnitte.

  8. X sagt:

    Je besser die Straßen, umso mehr Verkehr.
    Und wieviel Verkehr produzieren die Bewohner?

  9. Oekonom sagt:

    Wann wird der Lärmaktionsplan umgesetzt?
    Demnach ist ja noch an einigen Straßen in Halle Tempo 30 vorgesehen.

  10. A.W. sagt:

    Der Typ ist einfach nur ein nerviger Schwätzer.

    • Ortsbürgermeister sagt:

      Dieser „Typ“ beschäftigt sich glaubwürdig mit dem Zustand der Verkehrsinfrastruktur in Ammendorf und Radewell und den Plänen der Verwaltung.

    • Würden Sie ausführen, warum Sie das so empfinden? Mir liegt das eigentlich fern. Fakt ist, Ammendorf und Radewell haben seit Jahrzehnten keine wirkliche Aufwertung erhalten. Beim aktuellen Plan für die Europachaussee würde sogar eine Verschlechterung drohen. Deshalb ist es wichtiger, dass die Menschen vor Ort im Boot sind und es keine voreiligen Festlegungen gibt.

      • Kleine Hilfe sagt:

        Sie fordern gerade voreilige Festlegungen.
        „Der Landtagskandidat für den Süden und Osten Halles, Julius Neumann, fordert die Verwaltung auf, für Anwohner zeitnah Klarheit zu schaffen.“

  11. X sagt:

    Je besser die Straßen sind und umso schneller man passieren kann, desto mehr Verkehr. Wieviel Verkehr erzeugen die Anwohner?

  12. Oops sagt:

    Ich als AFD Wähler finde den Vorschlag von Herrn Neumann Nachdenkens wert . Er dient zumindest als infrastrukturelle Variante sehr interessant . Wir sind auch hier um zu diskutieren und nicht nur zu maulen . Es geht hier um die Stadt (Infrastruktur für Einwohner ) und nicht um persönliche Befindlichkeiten im politischen Sinne . Der Zeitpunkt der vielen Aktivitäten ist natürlich etwas fragwürdig .

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