Wie gefährlich ist die AfD? Buchvorstellung und Gespräch am Mittwoch in der Marktkirche

Der Evangelische Kirchenkreis Halle-Saalkreis lädt am 19. August 2026 zu einer Buchvorstellung und einem Gespräch mit Hendrik Cremer ein. Um 19:30 Uhr beginnt die Veranstaltung in der halleschen Marktkirche „Unser Lieben Frauen“. Der Autor wird sein Buch „Je länger wir schweigen, desto mehr Mut werden wir brauchen. Wie gefährlich die AfD wirklich ist“ präsentieren. Das fundierte Sachbuch war unter anderem in den Top 20 der Spiegel-Bestseller-Liste gelistet.

Moderiert wird die Veranstaltung von Franziska Kietzmann. Einlass ist ab 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Zum Buch: Die Gefahr, die von der AfD ausgeht, wird im öffentlichen Diskurs nicht ausreichend abgebildet. Die Partei wird verharmlost, indem sie etwa als „rechtspopulistisch“ bezeichnet wird. Dabei hat sie sich längst zu einer rechtsextremen Partei entwickelt. Ihre Ziele werden nur unzureichend thematisiert, ihre Gewaltbereitschaft wird regelmäßig ausgespart. Zugleich erzielt sie hohe Zustimmungswerte. Hendrik Cremer zeigt eine Entwicklung, die angesichts der deutschen Geschichte lange nicht für möglich gehalten wurde. Die Strategie der AfD droht aufzugehen, wenn sich der Diskurs über und der Umgang mit ihr nicht grundlegend wandeln. Ein fundiertes Aufklärungsstück, um die Dimension des Angriffs auf die freiheitliche rechtsstaatliche Demokratie zu erkennen.

Eine Ausgabe des Buches kann auch vor Ort am Stand der halleschen Buchhandlung „Heiter bis wolkig“ erworben werden.

Hendrik Cremer, Dr. jur., ist beim Deutschen Institut für Menschenrechte tätig. Zu seinen langjähren Arbeitsschwerpunkten gehören Rechtsextremismus und die Befassung mit der AfD. Er ist Autor zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen und war schon häufig im Bundestag und in Landtagen als Sachverständiger geladen.

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenfeindliche Äußerungen in Erscheinung treten, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Foto: Anke Illing

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75 Kommentare

  1. Hallenser sagt:

    Ich werde mir den Spaß machen und kpl. in Thor-Steinar-Klamotten versuchen in die Veranstaltung zu kommen. Mal sehen wie weit „UnsereDemokratie“ geht.🤣

  2. 10010110 sagt:

    Jetzt wird nochmal richtig mobil gemacht, weil denen der Angsschweiß auf der Stirn steht. Dabei sehe ich den Aufstieg der AfD eher als Symptom viel tiefer liegender Probleme, denen sich die Agitatoren aber nicht widmen. Hauptsache weiter so wie bisher.

    • zum Einordnen sagt:

      Du meinst, du wirst eher profitieren?

      • 10010110 sagt:

        Ich glaube nicht, dass ich „profitieren“ werde, aber ich bange auch nicht um meine Zukunft. Dennoch: der Aufstieg der AfD kam nicht aus dem Nichts, und die jetzigen Angstkampagnen der AfD-Gegner sind ein kläglicher Versuch, diese durch negative Zuschreibungen zu schwächen, ohne aber glaubhafte Antworten für diejenigen anzubieten, die mit ihr – aus welchen Gründen auch immer – liebäugeln. Tatsächlich kommen Veranstaltungen, wie die im Artikel erwähnte, bei denen, bei denen es notwendig ist, gar nicht an.

        Meine Meinung ist, dass man schon viel früher hätte anfangen müssen, die AfD und ihre Parolen zu entzaubern. Jetzt, wo sie kurz vor der Wahl Umfragerekorde einfährt, gegen sie zu agitieren, halte ich für „zu wenig, zu spät“.

    • Ach Nulpe sagt:

      Nimm du dir doch wenigstens Zeit beim agitieren.
      Sicher ist dein „Angsschweiß“ nur ein Hitzephänomen in unseren Trollbüros.

  3. Detlef sagt:

    Es gibt nur eine Alternative für Deutschland, wenn die Altparteien versagen.

  4. Bunte Vielfalt sagt:

    „Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenfeindliche Äußerungen in Erscheinung treten, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.“, was für eine vielfältige, bunte, demokratische Veranstaltung, die jede Meinung akzeptiert – solange diese eben mit der eigenen Blase konform ist.

    • Frage sagt:

      @Bunte Vielfalt: Wollen Sie tatsächlich behaupten, dass jeder, der nicht zu dieser bunten Truppe von CDU bis Linkspartei gehört, der rechtsextremen Szene zuzuordnen ist und durch „sonstige menschenfeindliche Äußerungen in Erscheinung treten“ würde? Wollen Sie das wirklich von jedem AfD-Wähler behaupten? Also ich hatte bisher den Eindruck, dass es durchaus gemäßigte AfD-Wähler gibt, die sich zu benehmen wissen, nicht aggressiv rumpöbeln, und entsprechend bei der Veranstaltung willkommen wären.

    • So einfach sagt:

      Das hat nichts mit einer eigenen Blase zu tun. Wer der rechtsextremen Szene zuzuordnen ist, durch menschenfeindliche Äußerungen auffällt, gehört einfach isoliert. Immer wieder der Verweis, was Demokratie alles aushalten müsse.

    • Kleine Hilfe sagt:

      Was du Blase nennst, ist der Rahmen des Grundgesetz dieses Landes.
      Beim „durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenfeindliche Äußerungen in Erscheinung treten“ bist du in Artikel 5 sehr schnell einen Absatz weiter und dann ist es keine Meinung mehr.

      • 10010110 sagt:

        Na wenn das im Rahmen des Grundgesetzes ist, warum dann nochmal extra erwähnen? Dass man sich ans Gesetz halten muss – und dass gegen Gesetzesbrecher vorgegangen werden kann – ist doch wohl eine Selbsverständlichkeit, oder nicht?

        • Frage sagt:

          @10010110: Offensichtlich ist es keine Selbstverständlichkeit, dass man nicht rassistisch rumpöbelt etc. Scheint für einige das neue „Normal“ zu sein.

  5. Bürger sagt:

    Das „Deutsche Institut für Menschenrechte“ wird direkt vom Bundestag finanziert. Mehr muss man über Autor und Buch eigentlich nicht wissen.

  6. 👻 sagt:

    Wenn ich nicht schon lange aus dieser steuerfinanzierten rotgrünen NGO ausgetreten wäre…

    • Kleines blaues Herz sagt:

      Sollen sie alle hetzen ,die Mehrzahl der Wähler wird das nicht beeinflussen und umstimmen..

    • Neustädter sagt:

      Hey rechte Flachzange, du hast das Wort „versifft“ vergessen. Für euch Neunazis sind Demokraten alle rot grün Versiffte Und natürlich ist die Kirche eine NGO, klar was sonst?

      Ihr seid alle so unterbelichtet, unglaublich.

    • micha sagt:

      Ich frage mich, was es mit diesem rotgrün auf sich hat? Die bei den Farben sind wohl für einige ein Aufregerthema. Dabei gibt es Kulturen, die haben nicht mal ein Wort für die Farbe grün.

  7. Henk sagt:

    Sehr tolerant, die Veranstalter:innen.

    • Honk sagt:

      Jepp, sind sie. Nur weil du nicht hingehst, ändert sich nichts daran. Und was die Ausladung an Nazis betrifft: ist halt so das Hausrecht. Gibt genug Beispiele, wo die Nazis keine Presse oder so dulden. Oft beruft man sich auf „Hausrecht“ wo es das gar nicht gibt. Aber egal, der Veranstalter muss nicht seine Zeit verschwenden mit Polemikern, Krakelern, Blödmännern.

    • Frage sagt:

      @Henk: Schön, dass Sie gendern! Weiter so!

  8. Klaus sagt:

    Wie gefährlich sind die Altparteien?

    • Ann sagt:

      Ungefähr Null.

      Deutschland und den Deutschen geht es in Summe besser als je zuvor, in diesem und im letzten Jahrtausend.

      Das haben wir u.a. den „Altparteien“ zu verdanken.

      Das wollen ein paar geistige Kleinrentner unter den Wählern sicher nicht zugeben, weil dann ihre Machtfantasien (die in jedem Falle Fantasien bleiben) zerstört werden. Aber es lässt sich eben auch nicht widerlegen.

      • Saaleteufel sagt:

        @Ann, für Dich gibt es nichts besseres, da Du ständig unter anderem Namen anonym Leute beleidigen kannst . Jemanden Deine Boshaftigkeiten ins Gesicht zu sagen, traust Du Dich sowieso nicht . Am besten Du hörst einfach auf und sabbeln!

      • 10010110 sagt:

        Tja, dass materieller Wohlstand aber nicht zwangsläufig mit mehr Glück und Zufriedenheit einhergeht, sieht man an der deutschen Gesellschaft sehr gut. Was fehlt dazu noch?

  9. MOM sagt:

    Die Kirche biedert sich zu allen Zeiten der herrschenden Klasse an… in einem Jahr sind die AfD Fans

    • Frage sagt:

      @Mom: Bisschen lesen könnte Ihnen klarmachen, dass die Geschichte komplizierter ist. Aber dazu müssten Sie sich ja für die Dinge interessieren.

  10. Tino sagt:

    Der Autor von „Je länger wir schweigen, desto mehr Mut werden wir brauchen. Wie gefährlich die AfD wirklich ist“ hätte seine kostbare Lebenszeit meiner Meinung nach besser darauf verwenden können, sich mit der Frage auseinanderzusetzen: „Wie wurden die Wähler der Altparteien über Jahrzehnte enttäuscht und getäuscht und welche Konsequenzen müssen wir heute daraus tragen?“

    Es ist schließlich immer einfacher, mit dem Finger auf andere zu zeigen und sie zum Problem zu erklären, als die eigene Verantwortung zu hinterfragen und selbst einen Beitrag zur Lösung der Probleme zu leisten.
    In übrigen, viele wählen die AfD weil Altparteien keine ordentliche Arbeit mehr geleistet haben.

  11. H.Thürk sagt:

    Ja auch die Kirche bekommt reduzierte Finanzen nach der Wahl. Deshalb der Schmöker.

  12. Kritiker sagt:

    Na, ist der Nazi Bot mit seinen Kommentaren durch?

    Ihr Blauzis könnt es nicht ertragen, dass es Menschen gibt, welche eure miese Maske abnehmen und die Fratze des Neofaschismus aufdeckt und klar beschreibt.

    Ich hoffe, alle Wähler erkennen noch rechtzeitig, welche Folgen kommen können, wenn man rechtnationale Kräfte wählt. 1933 haben es die Bürger nicht erkannt und wurden 12 Jahre später schwer bestraft. Das Vergessen 2 bis 3 Generationen später scheint in der DNA der Deutschen zu liegen.

    • 12.40 sagt:

      Du als alter Kommuniste kannst nicht ertragen, dass Alternativen zu den Altparteien gibt. Die AfD mal machen lassen. Der Versuch ist es wert.
      Du als alter Opi vergisst wohl nichts?
      Nach deiner Darstellung sind 43% rechtsnationale Wähler? Du müsstest mal eine Nachschulung für Demokratie besuchen.

      • Alter Kommuniste sagt:

        Laut Umfragen könnten ca 40 Prozent der Wähler rechtsnational wählen. Was sie sich dabei denken oder auch nicht denken, ändert nichts am Ergebnis. Wenn man sich selbst ins Bein schießt, ändert die Begründung auch nichts an der Beinverletzung.

    • Fratzenspiegel sagt:

      Wer Nazis nicht von Nazi unterscheiden kann, ist womöglich der größere Nazi.

  13. Bürger für Halle sagt:

    Die ersten 6 Kommentare bis 10.07.Uhr. sind erschreckende Kommentare. Das alleine zeigt schon, wie richtig der Buchautor Hendrik Cremer liegt. Diese Partei wir immer noch in der Öffentlichkeit zu oft verharmlost. Neben all dem Übel, dass diese Partei verbotswürdig macht, meint der sächsische Schriftsteller Rietzschel:
    „Die AfD ist eine denkfaule und arbeitsscheue Partei“
    Aber ist noch das geringste Übel.

  14. Robert sagt:

    Die AfD wird für den arbeitenden Bürger gar nicht gefährlich. Für die jetzigen Herrscher dieses Landes kann es sehr gefährlich werden . Da wäre ihre Macht und Wohlstand gefährdet .

    • Kritiker sagt:

      Herrscher :-D, In der Demokratie gibt es keine Herrscher. Es wird regiert von gewählten Vertretern.

      Aber bald werden wir sehen, wie Herrschen wirklich zu spüren ist.

      Freie Wahlen abschaffen, so wie bei Putin, wird einer der ersten Versuche sein.

    • Aufmerksamer Beobachter sagt:

      Eigentlich ist eher der Wohlstand der arbeitenden Bürger gefährdet, wurde vielfach ausgerechnet. Aber träum es dir ruhig weiter schön. Aber jammre dann nicht rum.

  15. Fratzenspiegel sagt:

    Das klingt ja fast wie Exorzismus.

  16. Jonas Kurt sagt:

    Gibt es auch ein Gespräch zu „Wie gefährlich ist die Merz-Regierung für den Weltfrieden“ ?

    • KI kaputt? sagt:

      Die AfD will aufrüsten.

      Dafür hast du immer noch keine „Erklärung“.

      • Jonas Kurt sagt:

        Auch Helmut Schmidt hat aufgerüstet.
        „Leute, die keinen Krieg erlebt haben, wohl aber selbst Krieg führen oder provozieren, wissen nicht, was sie Furchtbares anrichten.“
        So kritisierte Helmut Schmidt 2014, angesichts der damals erstmalig ausgebrochenen Ukraine-Krise, die EU. Es sei „Größenwahn“ der EU-Kommission, die Ukraine angliedern zu wollen

  17. Ich will meine Kirche zurück! sagt:

    Ich mag Kirchen. Als Gebäude. Die Institution dahinter finde ich inzwischen gruselig. Früher habe ich bei Kirchenbesuchen immer was gespendet, oft nicht klimpernd, sondern raschelnd. Das war früher, als ich ahch noch Kirchenkonzerte, Orgelabende etc. besucht habe. Vergangenheit. Ich meide Kirchen inzwischen. Und wenn ich mal noch eine besuche, verlasse ich die Kirche ohne jegliche Spende. Schade. Ich finde es traurig, wie die aktuell Verantwortlichen sich der Regierungspropaganda anschließen und die Kirche dadurch fremd wird. Ich hätte gerne meine gute alte Kirche zurück.

  18. schöne neue blaue Welt sagt:

    Im Gegenzug muss stehen, – wie gefährlich ist die Linke?
    Ihre Außenflügel mit der Antifa stehen ebenfalls im Visier des Verfassungsschutzes!

    • Frage sagt:

      @Schöne neue Welt: Klar, kann man auch drüber reden. Ist aber gerade nicht Thema. Die werden nämlich nicht von gut 40% gewählt. Aber natürlich, kann man drüber reden. Und weil da gar keine Regierung droht, sind die auch nicht so gefährlich. Man kann sich auch ne Bulette ans Knie nageln.

    • Kritiker sagt:

      Und da kommt die Antifa, welche in allen Bereichen völlig bedeutungslos ist. Am Ende ist für die Blauzis die Antifa die Gefahr für den Staat, obwohl man sie weder wählen kann, auch nicht über die Linke und wenn dann reden wir von wenigen Prozenten, noch stellt sie irgendeine relevante Gefahr dar.

  19. Wolli sagt:

    Für den Buchautor gilt der alte Spruch: Wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing.

    • Meinjanur sagt:

      Der Schriftsteller muss ja auch sein Brot verdienen. Vielleicht werden seine Weisheiten mal in vielen Jahren in eine Art Eulenspiegel-Sammlung aufgenommen.

  20. Henk sagt:

    Es ist zum Totlachen. Herrlich.🤣

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