Anstieg um 4,39 Prozent: Halle (Saale) veröffentlicht neuen Mietspiegel 2026 bis 2027 und Online-Rechner

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18 Antworten

  1. Emmi sagt:

    Das ist für Vermieter wieder ein Grund die Miete zu erhöhen… ganz legal.
    Bei der HWG wird dann wieder genug an die Stadtkasse abgegeben.

    • Robert sagt:

      Wohnen wird für manchen unbezahlbar .

    • Oha sagt:

      Durch die Logik der Mietpreisfestlegung im Mietspiegel wird der Mietspiegel in 5 Jahren um 12 Prozent steigen, auch wenn es der Mietmarkt hat nicht hergeben sollte. Wenn nun die großen Wohnungsgesellschaften ihre Mieten anpassen (über das Mieterhöhungsverlangen) gibt man sich dauerhaft die Begründung für Mieterhöhungen, ohne dass irgendwas in die Buden investiert werden muss. Ob die Löhne in gleicher Höhe steigen werden, bezweifle ich angesichts der nun längeranhaltenden Wirtschaftskrise.

  2. Wieso? sagt:

    Danke an den Stadtrat, der einfach so die Grundlage dafür schafft, dass die Mieten steigen werden, auch wenn man als Normalomieter im Mietvertrag keine Indexklausel stehen hat. Es gibt eine klare gesetzliche Unterscheidung zwischen normaler Miete und Indexmiete. Hintenrum faktisch eine Indexmiete für jedermann aufzudrücken ist schon ein starkes Stück und dass ohne Aufschrei?

    • Schreischrat sagt:

      Mietsteigerungen waren auch vorher möglich. Dank Mietspiegel ist die Höher der Steigerung aber begrenzt. Indexmiete und Mietspiegel sind zwei unterschiedliche Dinge, die grundsätzlich nichts miteinander zu tun haben.

      Abgesehen davon ist die Erstellung eines qualifizierten Mietspiegels gesetzlich vorgeschrieben.

      Ob du einen Vertrag abschließt, der nicht deinen Vorstellungen entspricht, ist am Ende ganz allein dein Problem.

      • Wieso? sagt:

        Mietsteigerungen bei einem normalen Mietvertrag sind bis zur ortsüblichen Miete möglich, was zum Beispiel durch den Verweis auf den Mietspiegel möglich ist. Wenn die Vergleichsmieten im Mietspiegel nun aber einfach so anhand der Inflationsrate steigen, bedeutet es im Ergebnis dann doch, dass der Vermieter die Miete regelmäßig anpassen kann und zwar in gleicher Höhe wie bei einer Indexmiete.

        • deshalb sagt:

          Mieterhöhungen sind unbegrenzt möglich, wenn sich die Vertragspartner einig sind.

          Vermieter können die Zustimmung verlangen („erzwingen“), wenn die Erhöhung maximal die ortsübliche Vergleichsmiete erreicht. Frühestens nach 15 Monaten, innerhalb von 3 Jahren aber (insgesamt) höchstens 20%.

          Die Vergleichsmieten steigen nicht „einfach so anhand der Infaltionsrate“.

          Die Erhöhung kann nicht in gleicher Höhe wie bei einer Indexmiete erfolgen.

    • Abseits sagt:

      Die Stadt legt die Basis für ihre Wohnungsgesellschaften um ihre Einnahmen überdurchschnittlich zu erhöhen. Wer kann schon in der heutigen Zeit von 4,39% netto Mehreinnahmen verfügen? Preistreiber in Halle die Stadt mit ihren Gesellschaften. Soziale Verantwortung vergessen?

      • Hinweis sagt:

        4,39% Preissteigerung in zwei Jahren, nicht pro Jahr. Der Mietspiegel gilt jeweils für zwei Jahre.

      • Sandra sagt:

        4,39%-Steigerung…wohlgemerkt über 2 Jahre! Das sind dann 2.195%-Steigerung pro Jahr…entspricht also ziemlich genau der allgemeinen Preissteigerung/Inflation! Real gesehen ist’s also gar keine Erhöhung, sondern es bleibt gleich! Wo ist also das Problem?? Erwartest/Verlangst du etwa, dass die Mieten sinken?? Hier könnte man dann in der Tat sagen: Wo gibt’s das schon!?
        Und man muss bedenken, insbesondere in diesem Sektor sind die tatsächlichen Kostensteigerungen noch viel höher (siehe Baupreisindex, Handwerker-, Material-, Energiekosten…) und angesichts der ganzen energetischen Sanierungsanforderungen kommen da noch ganz viele Kostenblöcke mit hinzu. Demnach ist eine inflationsbereinigte Nullnummer eigentlich ein Witz. Aber klar, passt bei vielen natürlich ins linke Weltbild: die bösen Vermieter und die armen Mieter…und die Politiker sind schuld, weil sie sich mit der Wirtschaft gemeinsame Sache machen. 🤦 Geht aber halt leider an der Realität vorbei!

        • Abseits sagt:

          Was haben Baupreisindex, Handwerker bzw Materialpreise und Energiekosten mit Grundmiete der Bestandswohnungen zu tun? Diese Kosten werden ganz woanders an Mieter weitergeleitet. Realität ist was anderes sehr geehrte Sandra.

        • Naja sagt:

          Energiekosten werden trägt der Mieter, bauen, sanieren oder sonst etwas investieren muss der Vermieter gar nichts und kann trotzdem die Miete anpassen. Bei tatsächlichen Modernisierungen und Sanierungen kann der Vermieter ohne Mietspiegel eine Mieterhöhung verlangen. Nun kann man einwenden, dass auch Vermieter ihr Auskommen haben müssen, nur ist der Mietmarkt in Halle eben speziell und durch große Wohnungsgesellschaften geprägt und viele Mieter werden eben keine entsprechende Einkommenssteigerung erwarten können.

        • Halle-Leser sagt:

          Das mit dem Mathe ist bei Dir anscheinend doch schon lange her.
          Deine Rechnung:
          1. Jahr: 100€ * 2,195% * 12 Monate = 26,34€ / Jahr
          2. Jahr: 102,20€ * 2,195% * 12 Monate = 26,92€ / Jahr
          Mehrkosten 53,26€ in 2 Jahren

          Da wird nix über 2 Jahre verteilt!
          1. Jahr: 100€ * 4,39% * 12 Monate = 52,68€ / Jahr
          2. Jahr: 100€ * 4,39% * 12 Monate = 52,68€ / Jahr
          Summe darfst Du selber ziehen.

          Ich freue mich, wenn Du den Unterschiedbetrag zwischen Deiner kruden Rechnung und den tatsächlichen Kosten für mindestens eine Wohnung übernimmst.

          • Sachaufgaben muss man auch richtig verstehen sagt:

            Deine Rechnung ignoriert, dass der Mietspiegel nach der Inflation der vergangenen beiden Jahre angepasst wurde, nicht vorauseilend für die Inflation der kommenden beiden Jahre.
            Damit ergeben sich für 2023 und 2024 jeweils 0 Euro Mehrkosten, im Vergleich zu 26,34€+26,92€

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