Anstieg um 4,39 Prozent: Halle (Saale) veröffentlicht neuen Mietspiegel 2026 bis 2027 und Online-Rechner
Die Stadt Halle (Saale) hat einen neuen Mietspiegel veröffentlicht, der für die Jahre 2026 bis einschließlich 2027 gültig ist und vom Stadtrat beschlossen wurde. Die Fortschreibung war rechtlich nötig, ebenso wie die Anpassung an die Entwicklung des Verbraucherpreisindexes. Im Ergebnis haben sich die Basiswerte des Mietspiegels um 4,39 Prozent erhöht. Der neue Mietspiegel Halle (Saale) 2026 – 2027 wurde am 1. Januar 2026 auf der Internetseite der Stadt unter www.mietspiegel.halle.de veröffentlicht. Dort stehen die Mietspiegelbroschüre, der Online-Mietspiegelrechner sowie der Methodenbericht zur Verfügung.
Der Online-Mietspiegelrechner ermöglicht eine unkomplizierte Berechnung der ortsüblichen Vergleichsmiete für eine Wohnung. Dazu müssen Angaben zur Wohnungsgröße, zum Baualter, zu verschiedenen Ausstattungsmerkmalen und dem Modernisierungsstand eingegeben werden. Denn diese Merkmale sowie die Wohnlage haben in Halle (Saale) besonderen Einfluss auf die Miethöhe.
Die Wohnlage wird in vier Wohnlagenstufen A, B, C und D unterschieden. Mit dem Online-Rechner wird die eingegebene Adresse automatisch einer Wohnlagenstufe zugeordnet. Die Wohnlage kann aber auch über die Wohnlagenkarte oder das Adressverzeichnis ermittelt werden, die ebenfalls auf der Internetseite verfügbar sind.
Mieterinnen und Mieter, die keinen Zugang zum Internet haben, können ein gedrucktes Exemplar des Mietspiegels Halle (Saale) 2026 – 2027 an den Pforten im Ratshof, Marktplatz 1 sowie im Verwaltungsstandort Scheibe A in der Neustädter Passage 18 kostenfrei erhalten.








Das ist für Vermieter wieder ein Grund die Miete zu erhöhen… ganz legal.
Bei der HWG wird dann wieder genug an die Stadtkasse abgegeben.
Wohnen wird für manchen unbezahlbar .
Durch die Logik der Mietpreisfestlegung im Mietspiegel wird der Mietspiegel in 5 Jahren um 12 Prozent steigen, auch wenn es der Mietmarkt hat nicht hergeben sollte. Wenn nun die großen Wohnungsgesellschaften ihre Mieten anpassen (über das Mieterhöhungsverlangen) gibt man sich dauerhaft die Begründung für Mieterhöhungen, ohne dass irgendwas in die Buden investiert werden muss. Ob die Löhne in gleicher Höhe steigen werden, bezweifle ich angesichts der nun längeranhaltenden Wirtschaftskrise.
Im Mietspiegel wird kein „Mietpreis“ festgelegt.
Der Mietspiegel ergibt sich aus den vorhandenen Mieten.
Da der Mietspiegel in Halle anhand der Inflationsrate fortgeschrieben wird, ergibt er sich gerade nicht mehr aus den vorhandenen Mieten.
Der Mietspiegel wird nicht anhand der Inflationsrate fortgeschrieben.
Danke an den Stadtrat, der einfach so die Grundlage dafür schafft, dass die Mieten steigen werden, auch wenn man als Normalomieter im Mietvertrag keine Indexklausel stehen hat. Es gibt eine klare gesetzliche Unterscheidung zwischen normaler Miete und Indexmiete. Hintenrum faktisch eine Indexmiete für jedermann aufzudrücken ist schon ein starkes Stück und dass ohne Aufschrei?
Mietsteigerungen waren auch vorher möglich. Dank Mietspiegel ist die Höher der Steigerung aber begrenzt. Indexmiete und Mietspiegel sind zwei unterschiedliche Dinge, die grundsätzlich nichts miteinander zu tun haben.
Abgesehen davon ist die Erstellung eines qualifizierten Mietspiegels gesetzlich vorgeschrieben.
Ob du einen Vertrag abschließt, der nicht deinen Vorstellungen entspricht, ist am Ende ganz allein dein Problem.
Mietsteigerungen bei einem normalen Mietvertrag sind bis zur ortsüblichen Miete möglich, was zum Beispiel durch den Verweis auf den Mietspiegel möglich ist. Wenn die Vergleichsmieten im Mietspiegel nun aber einfach so anhand der Inflationsrate steigen, bedeutet es im Ergebnis dann doch, dass der Vermieter die Miete regelmäßig anpassen kann und zwar in gleicher Höhe wie bei einer Indexmiete.
Mieterhöhungen sind unbegrenzt möglich, wenn sich die Vertragspartner einig sind.
Vermieter können die Zustimmung verlangen („erzwingen“), wenn die Erhöhung maximal die ortsübliche Vergleichsmiete erreicht. Frühestens nach 15 Monaten, innerhalb von 3 Jahren aber (insgesamt) höchstens 20%.
Die Vergleichsmieten steigen nicht „einfach so anhand der Infaltionsrate“.
Die Erhöhung kann nicht in gleicher Höhe wie bei einer Indexmiete erfolgen.
Die Stadt legt die Basis für ihre Wohnungsgesellschaften um ihre Einnahmen überdurchschnittlich zu erhöhen. Wer kann schon in der heutigen Zeit von 4,39% netto Mehreinnahmen verfügen? Preistreiber in Halle die Stadt mit ihren Gesellschaften. Soziale Verantwortung vergessen?
4,39% Preissteigerung in zwei Jahren, nicht pro Jahr. Der Mietspiegel gilt jeweils für zwei Jahre.
Falsch.
4,39% Steigerung ab sofort.
4,39%-Steigerung…wohlgemerkt über 2 Jahre! Das sind dann 2.195%-Steigerung pro Jahr…entspricht also ziemlich genau der allgemeinen Preissteigerung/Inflation! Real gesehen ist’s also gar keine Erhöhung, sondern es bleibt gleich! Wo ist also das Problem?? Erwartest/Verlangst du etwa, dass die Mieten sinken?? Hier könnte man dann in der Tat sagen: Wo gibt’s das schon!?
Und man muss bedenken, insbesondere in diesem Sektor sind die tatsächlichen Kostensteigerungen noch viel höher (siehe Baupreisindex, Handwerker-, Material-, Energiekosten…) und angesichts der ganzen energetischen Sanierungsanforderungen kommen da noch ganz viele Kostenblöcke mit hinzu. Demnach ist eine inflationsbereinigte Nullnummer eigentlich ein Witz. Aber klar, passt bei vielen natürlich ins linke Weltbild: die bösen Vermieter und die armen Mieter…und die Politiker sind schuld, weil sie sich mit der Wirtschaft gemeinsame Sache machen. 🤦 Geht aber halt leider an der Realität vorbei!
Was haben Baupreisindex, Handwerker bzw Materialpreise und Energiekosten mit Grundmiete der Bestandswohnungen zu tun? Diese Kosten werden ganz woanders an Mieter weitergeleitet. Realität ist was anderes sehr geehrte Sandra.
Energiekosten werden trägt der Mieter, bauen, sanieren oder sonst etwas investieren muss der Vermieter gar nichts und kann trotzdem die Miete anpassen. Bei tatsächlichen Modernisierungen und Sanierungen kann der Vermieter ohne Mietspiegel eine Mieterhöhung verlangen. Nun kann man einwenden, dass auch Vermieter ihr Auskommen haben müssen, nur ist der Mietmarkt in Halle eben speziell und durch große Wohnungsgesellschaften geprägt und viele Mieter werden eben keine entsprechende Einkommenssteigerung erwarten können.
Das mit dem Mathe ist bei Dir anscheinend doch schon lange her.
Deine Rechnung:
1. Jahr: 100€ * 2,195% * 12 Monate = 26,34€ / Jahr
2. Jahr: 102,20€ * 2,195% * 12 Monate = 26,92€ / Jahr
Mehrkosten 53,26€ in 2 Jahren
Da wird nix über 2 Jahre verteilt!
1. Jahr: 100€ * 4,39% * 12 Monate = 52,68€ / Jahr
2. Jahr: 100€ * 4,39% * 12 Monate = 52,68€ / Jahr
Summe darfst Du selber ziehen.
Ich freue mich, wenn Du den Unterschiedbetrag zwischen Deiner kruden Rechnung und den tatsächlichen Kosten für mindestens eine Wohnung übernimmst.
Deine Rechnung ignoriert, dass der Mietspiegel nach der Inflation der vergangenen beiden Jahre angepasst wurde, nicht vorauseilend für die Inflation der kommenden beiden Jahre.
Damit ergeben sich für 2023 und 2024 jeweils 0 Euro Mehrkosten, im Vergleich zu 26,34€+26,92€