Antisemitische Beleidigung durch Zuschauer: 4.000 Euro Geldstrafe für den HFC

Fußball-Drittligist Hallescher FC muss 4.000 Euro Geldstrafe zahlen. Dazu wurde der HFC durch das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) verurteilt.

Anlass ist ein Vorfall während des Drittligaspiels gegen den FSV Zwickau am 12. Oktober 2020. Damals hatte ein Zuschauer eine antisemitische Äußerung in Richtung des Schiedsrichters Franz Bokop (Vechta) gerufen.

Beleidigungen dieser Art seien rassistisch und menschenverachtend. Der DFB dulde diese in keiner Weise. Strafmildernd berücksichtigten Kontrollausschuss und Sportgericht allerdings zugunsten des Halleschen FC unter anderem, dass es sich um einen nur schwer zu verhindernden Ruf einer Einzelperson gehandelt hat. Weitere Äußerungen seien durch das Einschreiten anderer Zuschauer verhindert worden. Auch habe sich der Verein deutlich von entsprechenden Verhaltensweisen distanziert hat.

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11 Antworten

  1. Du sagt:

    Und was soll er gerufen haben und warum zahlt der Zuschauer nicht die Strafe?

    • Bernd sagt:

      Er hat „Jehova“ gerufen.

    • Kalle Riedle sagt:

      Er wird , wie seit Jahrzehnten beim HFC üblich eine Zusammensetzung aus dem Wort Jude, einem Schimpfwort und / oder einem Namen genutzt haben.
      Beliebt sind in diesem Zusammenhang der „Juden-BFC“ (in den 1980igern), „Juden-Jena“ (erst vor wenigen Jahren) oder ganz allgemein und immer wieder zu hören „Judensau“.
      Tatsächlich würde ich mir eine individuelle Bestrafung des Täters zusätzlich zur Vereinsstrafe auch wünschen…

  2. ossi123 sagt:

    „Jehova“ ?

  3. ossi123 sagt:

    Das Leben des Brian – Steinigung (HQ) ist auf der Verbotsliste?

  4. Uppercrust sagt:

    Hetze geht gar nicht. Der Verein sollte alles tun, um solche „Fans“ in Regress zu nehmen und lebenslang auszuschließen.

  5. Kuhi sagt:

    Lebenslange Sperre für HFC Spiele ist aber wirklich keine echte Strafe