Asylbewerber helfen: Einsatzgruppe „Sauberkeit und Ordnung“ am Start 

Vor wenigen Wochen hat bereits der städtische Bauhof seine Arbeit aufgenommen. Nun ist nach Stadtangaben auch die Einsatzgruppe „Sauberkeit und Ordnung“ im Einsatz. Beide Einheiten sollen als schnell einsatzfähige Teams im Stadtgebiet agieren – der Bauhof ist zuständig für Reparaturen und kleinere Instandhaltungen. Die Einheit „Sauberkeit und Ordnung“ beseitigt Verunreinigungen und Müllansammlungen auf öffentlichen Flächen – wie Spielplätze, Grünflächen und öffentlichen Straßenrandflächen. Die Einsätze ergänzen laut Stadtverwaltung die Reinigungsverträge zwischen Stadt und der Stadtwerke Halle GmbH. 

Tobias Teschner, Leiter des Fachbereiches Sicherheit, dem die Einsatzgruppe zugeordnet ist: „Die Task-Force arbeitet schon. An etwa 40 Einsatzstellen im gesamten Stadtgebiet wurden bislang bereits über 200 Säcke mit Müll gefüllt und entsorgt. Die Einsätze werden dabei direkt über die Ordnungsleitstelle koordiniert.“ 

Bürgermeister Egbert Geier: „Die Sauberkeit im Stadtgebiet ist für mich und die Stadtverwaltung ein zentrales Anliegen. Der Zustand öffentlicher Flächen muss einladend sein. Dazu ist zum einen gegen das widerrechtliche Hinterlassen von Müll vorzugehen. Zum anderen muss eine Beseitigung kurzfristig erfolgen, denn Müll zieht bekanntlich weiteren Müll an.“ 

Die Einsatzgruppe „Sauberkeit und Ordnung“ startet mit vier Mitarbeitern. Doch dabei soll es nicht bleiben. Die Stadt will die Anzahl der eingesetzten Kräfte schrittweise erhöhen. „Wir hatten einen sehr guten Start und wollen das Team personell im Laufe des Jahres kontinuierlich erweitern“, so Tobias Teschner.   

Einsatzgrundlagen sind eine Vereinbarung zwischen Stadt und dem Eigenbetrieb für Arbeitsförderung sowie der § 5 Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG). Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am 25. September 2024 der Beschlussvorlage „Schaffung der Voraussetzung zur Durchführung eigenständiger operativer Reinigungs- und Kontrollleistungen im Bereich der Ordnung und Sauberkeit in der Stadt Halle (Saale)“ zugestimmt. Diese beinhaltet die Einrichtung einer Task Force, die bei kleineren Müllmengen auf öffentlichen Flächen schnell und effektiv zum Einsatz kommt und Verunreinigungen unmittelbar und ohne großen Verwaltungsaufwand beseitigt. Das Asylbewerberleistungsgesetz sieht zudem die Möglichkeit von ergänzenden, gemeinnützigen Tätigkeiten vor. Leistungsempfänger erhalten im Gegenzug eine Aufwandsentschädigung von 80 Cent je Stunde. Die Stadt setzt diese Möglichkeit als unterstützendes Integrationsangebot auf freiwilliger Basis erprobend ein – bisher mit sehr guter Resonanz.  

Bürgermeister Egbert Geier: „Die Stadt Halle (Saale) zeigt mit diesem Projekt, dass eine Einbeziehung von Leistungsempfängern nach dem Asylbewerberleistungsgesetz niedrigschwellig und auf freiwilliger Basis möglich ist. Auch das ist Integrationsarbeit, eine klassische Win-win-Situation. Die Teilnehmer erhalten eine sinnvolle Beschäftigung, eine symbolische Aufwandsentschädigung und eine Möglichkeit, Sprachkenntnisse zu erwerben und direkt anzuwenden. Im Gegenzug wird unsere Stadt mit einem verhältnismäßig geringen Aufwand sauberer. Wir haben den Beschluss des Stadtrates vom September 2024 schnell umgesetzt und nutzen zudem noch die gesetzlichen Möglichkeiten des Asylbewerberleistungsgesetzes.“ 

Foto: Stadt Halle (Saale), Thomas Ziegler 

Artikel Teilen:

Für dich vielleicht ebenfalls interessant …

38 Antworten

  1. Korrektor sagt:

    die machen mehr für unsere stadt als ein afdler jemals würde

    • Einwohner sagt:

      Die AfD hatte das mit den § 5 Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) schon im letzten Jahr diese Frage in den Ausschüssen aufgeworfen und da ging ein Aufschrei der Grünen, Linken und der SPD durch den Raum. Es wäre Menschenunwürdig und schäbig….! Auch ein Einwohner hatte die Frage gestellt, als Herr Geier sein 120.000 EUR – Projekt zur Erschaffung zweier Arbeitsplätze in einer Task-Force präsentierte – auch da wurde vehement dagegen gewettert. Urplötzlich ist das eine tolle Sache und wie gut der Geier doch ist, was für ein Mist da gelogen wird, das geht auf keine Kuhhaut.

    • Robert sagt:

      Das ist doch nur Wahlwerbung.
      Lasst euch nicht blenden.

      • lederjacke sagt:

        Die AgD hat an Freiwilligkeit nicht mal gedacht. Die wollten nur demütigen und wegekeln.Das ist der Unterschied!

    • Kommandeur sagt:

      Woher hast du diese Info mit den AFDlern?

      • Einwohner sagt:

        Ich war selber in der Ausschusssitzung als diese Frage an die Verwaltung, Seitens der AfD gestellt wurde. Die AfD Fraktion griff diese Frage erneut auf, nachdem ein Einwohner dies in einer vorherigen Sitzung des Umwelt, Sicherheit und Ordnung-Ausschusses gestellt hatte. Auch dieser Einwohner wurde von der SPD, den Grünen und den Linken „beschimpft“, wie unwürdig das wäre und es überhaupt nicht zur Integration beitragen würde.

  2. Saubere Sache sagt:

    Eine sehr gute Idee! Da haben aus meiner Sicht beide Seiten etwas davon. Die Stadt wird etwas sauberer und Menschen bekommen eine sinnvolle Beschäftigung.

  3. John sagt:

    Die am Bahnhof gelegene Buddestraße bedarf einer gründlichen Säuberung von weggeworfenem Müll. Die Stadt Halle vernachlässigt das komplett. An welche Stelle kann man sich wenden, dass die neue Einsatzgruppe da mal durchgeht?

  4. 10010110 sagt:

    Hinterm Maritim und im Umfeld des Riebeckplatzes gibt es genug zu tun.

  5. tja sagt:

    „Leistungsempfänger erhalten im Gegenzug eine Aufwandsentschädigung von 80 Cent je Stunde.“

    In Zeiten der Inflation müsste der ehemalige 1€-Job mittlerweile mindestens 2€-Job heißen und nicht 80C-Job.
    Davon abgesehen – warum schafft man nicht richtige Jobs mit Mindestlohn? Offensichtlich gibt es an solchen Tätigkeiten ja Bedarf.

  6. Schmierfink sagt:

    Finde ich Klasse, aber auch das Doppelte an Aufwandsentschädigung wäre noch gering. Aber trotzdem erstmal gut.

  7. Detlef sagt:

    Super. Wo waren die FfF’ler und Klimakleber?

  8. BESORGTER Hallenser sagt:

    Wieder einmal eine alte neue Version, die 1Euro Truppe war von 90 einmal, auf 20 geschrumpft und dann verschwunden???

  9. Emmi sagt:

    „Das Asylbewerberleistungsgesetz sieht zudem die Möglichkeit von ergänzenden, gemeinnützigen Tätigkeiten vor. “
    Diese Möglichkeit sollte für alle Asylbewerber eingesetzt werden. Alle Menschen, die Sozialleistungen bekommen haben die Pflicht, sich auch sozial zu engagieren, etwas der Allgemeinheit zurückzugeben.

    • lederjacke sagt:

      Emmi, mit deinem letzten Satz bist du aber mit im Boot.

      • Marina sagt:

        Emmi, macht bestimmt mit. Sie trieft doch von sozialem Engagement, so wie sich immer für die Stadt ins Zeug wirft.

        • Sozialstunden sagt:

          Na Na Na also an sozialem Engagent muss man ja nun wirklich nicht rumkritteln. Die Idee das jemand der Hilfen bezieht sich sozial engagieren mus ist doch wirklich nicht schlecht. Besser als Sozialstunden immer als Strafe zu betrachten.

  10. Kalauterbach sagt:

    Klasse!

  11. Schauspieler sagt:

    Ach fast vergessen, sind ja Wahlen. LOL

    • Jürgen sagt:

      Das es Leute gibt, die tatsächlich dankbar sind und der Gesellschaft Gutes tun möchten, kommt AfD-Wählern nicht in den Sinn. Naja, sie selbst haben natürlich leider keine Zeit für solche Banalitäten. Sie haben ja wichtigere Aufgaben in der Freiheitsbewegung. Stammtischpopulismus ist eben eine zeit-und kraftraubende Tätigkeit.

      • Franz2 sagt:

        Mit den täglichen 2 Promille unserer Leistungsträger wird es schwer beim Aufsammeln … außerdem sind die es, die gerne für Müll sorgen. So stelle ich mir deren Vision vor: Ostblock-Romantik der 50er/60er Jahre … Hauptsache Alkohol bleibt billig und draußen sieht es verqualmt und grau aus … aber hey … wenigstens alle deutsches Blut 😉

        • Franzl schwurbelt mal wieder... sagt:

          Die größten Müller sind noch immer unsere missratenen Nachwendegeborenen.
          Deine ewig gleichdümmlichen Klischeedemonstrationen werden durch ständiges Wiederholen übrigens weder wahrer noch interessanter.

          • Blödquatscher entlarven sagt:

            Für beschränkte Horizonte hier die Übersetzung der Kurzform: Mülleinfachindieumweltschmeißende

  12. Franz2 sagt:

    Hat Herr Raue schon seine Beteiligung signalisiert, oder will der weiterhin auf Kosten des Steuerzahlers Geld verschwenden. Ich könnte mir die AfD Gruppe da gut vorstellen, wenn sie so Wert auf Fleiß und Ordnung legt.

  13. Meier sagt:

    In der Aktion „Anpacken – Eintüten. Müllsammeln am Montag“ wird jeweils am ersten Montag im Monat an einem bestimmten Ort in Halle (Saale) Müll weggeräumt. Darüber hinaus sind alle Hallenserinnen und Hallenser eingeladen, auch an anderen Orten der Stadt zu sammeln. Müllsäcke stellt die Stadt Halle (Saale) zur Verfügung. Mehr dazu auf http://www.freiwilligenagentur-halle.de.

    Wenn das Thema Sauberkeit manchen Schreiberlingen hier tatsächlich am Herzen liegt, können Sie dagegen etwas tun. Komischerweise hat die Aktion nicht das Problem, dass sich zu viele Menschen melden? Warum nur?

    Das bedeutet Verantwortung zu übernehmen!

  14. Hagedorn sagt:

    „Einsatzgruppe Sauberkeit und Ordnung“ mal sehen ob man davon in 1-2 Monaten noch etwas hört

  15. Kolonne Marsch! sagt:

    Die Stadt könnte für jedes Stadtviertel hunderte Leistungsempfänger, egal ob deutsch oder nicht, einmal pro Woche aktivieren… wenn…ja wenn die Stadt es wollte. Ein Bildchen mit zwei Asylsuchenden, die mithelfen ist eigentlich schon ein trauriges Schauspiel. Letztendlich wird es eh im Sande verlaufen. Die Deutschen Bezieher haben es da plötzlich mit dem Rücken und der Ausländische versteht die Sprache nicht bzw. darf nicht arbeiten ( ist bald Ramadan).

  16. Meier sagt:

    @ Kolonne Marsch!

    Was halten Sie von Eigeninitiative? Warum muss Mamma Stadt Sie an die Hand nehmen, damit Sie sich bewegen?