Bestehende Jugendgremien sollen mehr Mitsprache bekommen: SPD will Stadtschülerrat und Kinder- und Jugendrat in Halle stärken

Die SPD-Fraktion Stadt Halle (Saale) hat einen Antrag in den halleschen Stadtrat eingebracht, mit dem die Arbeit des Stadtschülerrates und des Kinder- und Jugendrates gestärkt werden soll. Ziel ist es, ihre institutionelle Einbindung in die Arbeit des Stadtrates und seiner Ausschüsse in beratender Funktion prüfen zu lassen und ihre fachliche Begleitung weiterzuentwickeln. Der Antrag wurde in die zuständigen Ausschüsse verwiesen.

Eric Eigendorf, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Stadtrat Halle (Saale), erklärt: „Kinder und Jugendliche sind die Zukunft unserer Stadt. Deshalb ist es nur folgerichtig, sie systematisch in kommunale Entscheidungsprozesse einzubeziehen. Mit dem Stadtschülerrat und dem Kinder- und Jugendrat verfügen wir bereits über demokratisch legitimierte Gremien mit hoher Reichweite unter jungen Menschen. Unser Antrag setzt genau hier an: Wir wollen prüfen lassen, wie diese bestehenden Strukturen verbindlicher in die Ausschussarbeit eingebunden und organisatorisch besser unterstützt werden können. Jugendbeteiligung darf kein Symbol sein, sondern muss im politischen Alltag verankert werden.“

„In der Debatte um ein Jugendparlament im Jahr 2024 wurde deutlich, dass viele Jugendliche keine Doppelstrukturen wünschen, sondern eine Stärkung der bestehenden Gremien. Genau diesen Weg gehen wir jetzt. Der Kinder- und Jugendrat verfügt bereits über einen Sitz im Jugendhilfeausschuss mit Rede- und Antragsrecht, der Stadtschülerrat war beratend im Bildungsausschuss vertreten. Wir wollen prüfen lassen, wie eine solche beratende Mitwirkung auch in weiteren für junge Menschen relevanten Ausschüssen – etwa im Bildungs-, Kultur- oder Planungsausschuss – ermöglicht werden kann. Gleichzeitig sollen die aktuell gewählten Mitglieder in diesen Prozess einbezogen werden. So schaffen wir eine wirksame und praxisnahe Jugendbeteiligung, die von den Jugendlichen selbst mitgetragen wird“, ergänzte Philipp Pieloth, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses, früher selbst mal Vorsitzender des KJR.

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9 Kommentare

  1. MS sagt:

    Die Fraktionen entsenden in jeden Ausschuss doch Mitglieder, auch beratende, und die Ausschussitzungen sind öffentlich. Wenn es so wichtig ist, warum nominiert man dann den Schülerrat oder das Jugendparlament für solche Sitze? Warum stellt man als partei nicht selber 16jährige für den Stadtrat auf, in aussichtsreicher Listenposition=

  2. Steuerzahler sagt:

    „Wir“ wollten doch Einsparungen auch im Stadtrat voran bringen und nicht irgendwelche Kaspereien erweitern. Da sollen Ausschüsse zusammen gelegt werden und nun will die SPD weitere Kaspereien installieren. Das würde bedeuten, dass noch mehr Sitzungsgelder ausbezahlt werden müssen und das kann es nicht sein.

  3. Wario sagt:

    Erhofft sich die ehemalige Arbeiterpartei etwa diverse Prozente bei den Wahlen ? Dieses Feld haben schon andere abgeerntet . Wer zu spät kommt…!

  4. Lupe sagt:

    Ich glaube, dass die dort nur Phrasen hören….

  5. ! sagt:

    Offenbar geht die SPD davon aus, dass sie bei jungen Menschen neue Klientel gewinnen kann. Auch die durchschauen den Braten aber sehr schnell, wer das Land fleißig mit runtergewirtschaftet und hoch verschuldet hat, wer die jungen Menschen im Zweifel in den Krieg ziehen lassen will.

  6. Dino sagt:

    Wie heißt es, Kinder an die Macht. Es ist gut, daß auch die jungen Leute gehört werden.

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