Bilanz Verkehrsüberwachung „Truck & Bus“: Polizei in Sachsen-Anhalt hat bei der Hälfte der kontrollierten Fahrzeuge Verstöße entdeckt, 32 Weiterfahr-Verbote

Die Landespolizei Sachsen-Anhalt hat in der vergangenen Woche an verschiedensten Orten im Land die Sicherheit des gewerblichen Güterverkehrs kontrolliert. Bei der länderübergreifenden Aktion „Truck & Bus“ nahmen knapp 100 Polizistinnen und Polizisten 430 Fahrzeuge genauer unter die Lupe – bei 219 Fahrzeugen, also mehr als 50 Prozent, wurden Verstöße festgestellt. Schwerpunkte waren erneut die Nichteinhaltung der Lenk- und Ruhezeiten sowie technische Mängel an den Fahrzeugen. 32 Verstöße waren so gravierend, dass die Weiterfahrt untersagt werden musste.

Innenministerin Dr. Tamara Zieschang: „Die Kolleginnen und Kollegen der Polizei haben bei den Kontrollen einmal mehr für die Sicherheit aller am Verkehr Beteiligten gesorgt, als sie auf der Bundesautobahn 9 einen Sattelzug kontrollierten. Aufgrund der Übermaße des geladenen Krans waren bereits erhebliche Beschädigungen an dem LKW aufgetreten. Die Weiterfahrt wurde untersagt und damit ein möglicher schwerer Unfall verhindert. Allein dieses Beispiel zeigt, dass die konsequenten Kontrollaktionen wichtig und richtig sind, um Gefahren auf Sachsen-Anhalts Straßen weiter zu minimieren. Dafür danke ich allen Beteiligten sehr.“

Hintergrund:

Die Landespolizei Sachsen-Anhalt beteiligt sich regelmäßig an länderübergreifenden Verkehrsüberwachungsaktionen des ROADPOL-Netzwerks. Die Schwerpunktkontrolle „Truck & Bus“ vom 13. bis 19. Februar 2023 war die erste von mehreren geplanten Aktionen in diesem Jahr. Ziel der europaweiten Kontrollaktion ist es, die Sicherheit auf Sachsen-Anhalts Straßen zu erhöhen. Bei der

jetzigen Aktion wurde insbesondere die Einhaltung von Lenk- und Ruhezeiten bei den Berufskraftfahrerinnen und Berufskraftfahrern, der technische Zustand der Fahrzeuge sowie die Sicherung der Ladung kontrolliert.

Der Name „ROADPOL“ steht für „European Roads Policing Network“. Dabei handelt es sich um eine Nicht-Regierungsorganisation, hervorgegangen aus einem Zusammenschluss von Verkehrspolizeien der Mitgliedsländer der Europäischen Union. Das Hauptziel ist es, die Zahl von Verkehrstoten und Schwerverletzten nach Verkehrsunfällen auf Europas Straßen zu reduzieren.

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3 Antworten

  1. Freddy sagt:

    Was ist auf unseren Straßen los, unglaublich ?

  2. HäuptlingGP sagt:

    Was lernen. wir daraus? Solche Kontrollen muss es viel öfter geben. Nur so werden die Strassen sicherer.

  3. Emmi sagt:

    Beängstigende Zahlen.

  4. Bananenrepublik sagt:

    „bei 219 Fahrzeugen, also mehr als 50 Prozent, wurden Verstöße festgestellt. Schwerpunkte waren erneut die Nichteinhaltung der Lenk- und Ruhezeiten sowie technische Mängel an den Fahrzeugen. 32 Verstöße waren so gravierend, dass die Weiterfahrt untersagt werden musste.“

    Bei solchen Ergebnissen müsste es jeden Tag solche Kontrollaktionen geben.

  5. Fred Tauscher sagt:

    Reiner Aktionismus! Es war noch vor 10 Jahren in allen EU-Ländern „Normal“ Lkw-Kontrollen zu betreiben! In Deutschland sind jedoch die Kontrollen für mehr Vekehrssicherheit ersetzt wurden durch Kontrollen der Toll Collect Betreiber! Allso das Eintreiben von Maut-Zahlungen auf BAB und Bundesstraßen ist wichtiger! Die klappt voll Automatisch!…Auf diesem Weg könnte auch eine Kontrolle der Sozialvorschrifeten erfolgen, jedoch ist Toll Collect ein „Privates Unternehmen“! Da stellen sich eine Menge andere Fragen!…..

  6. 😓 sagt:

    Das Verrückte ist ja, da wird diese Kontrollwoche lange im Voraus öffentlich angekündigt, und die Transportunternehmer können sich nicht mal diese eine Woche zusammennehmen. Wahrscheinlich ist das Entdeckungsrisiko selbst in dieser „Schwerpunktwoche“ noch zu gering, als dass es sie ernsthaft kümmern würde.